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#10 Förster im Hürtgenwald

Episode 10 of the Der Wandel entlang des RurUfer-Radwegs podcast, hosted by RurUfer-Radweg, titled "#10 Förster im Hürtgenwald" was published on July 5, 2021 and runs 3 minutes.

July 5, 2021 ·3m · Der Wandel entlang des RurUfer-Radwegs

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Der Biber wurde verfolgt und beinahe ausgerottet – jetzt ist er wieder da. "Es gab Zeiten, da war Europa von Gibraltar bis zum Nordkap flächendeckend vom Biber besiedelt, nur auf Irland und Island, gab es keine – umso mehr dafür hier, wo wir uns befinden: in der Eifel. Im 18. Jahrhundert war der Biber aber beinahe ausgerottet. Denn er war begehrtes Jagdgut: Da der Biber schwimmt, einen geschuppten Schwanz und Schwimmhäute zwischen den Pfoten hat, zählte er früher zu den Fischen. So war es den Gläubigen erlaubt, auch in der Fastenzeit Biber zu essen. Und sein Fleisch muss wohl vorzüglich schmecken. Das dichte Fell war darüber hinaus begehrt für Hüte. Das Drüsensekret, Bibergeil genannt, wirkt antibakteriell und galt damals als Wunderheilmittel gegen Gicht und allerlei Wehwechen. Die rücksichtlose Verfolgung führte dann dazu, dass es um 1850 herum keinen Biber hier in der Eifel mehr gab. Weltweit waren sogar nur noch 2.000 Exemplare übrig. Im Juli 1981 hat es dann hier in der Eifel wieder mit dem Biber angefangen: Drei Biberpaare aus einer Zuchtstation in Polen wurden im Tal der Weißen Wehe, etwa 10 Kilometer von hier entfernt, ausgewildert. Sechs weitere Tiere haben wir dann wenig später ausgesetzt und innerhalb von 5 bis 6 Jahren haben sie sich so rasant vermehrt, dass schon gegen Ende der 90er Jahre wieder über 100 Biber in der Eifel lebten. Das war wirklich eine Erfolgsstory! In den folgenden Jahren haben sich die schlauen Tierchen dann in der ganzen Eifel und bis ins Hohe Venn ausgebreitet. Der ein oder andere Obstbaum in den Gärten der Rur-Anwohner ist Ihnen am Anfang zwar noch zum Opfer gefallen, aber mittlerweile haben sich alle gut arrangiert. Und da die Tiere auch an Land gut Strecke machen können, finden sich die Nachkommen der ursprünglich sechs ausgewilderten Paare heute sogar in der Maas in den Niederlanden. Das konnten wir daran erkennen, da in den Niederlanden ausschließlich Biber aus der Elbe ausgewildert wurden. Und die haben ein deutlich helleres Fell, als unsere fast schwarzen Biber, die ja aus den Masuren in Polen stammten. Und heute zählen wir wieder rund 600 bis 800 Biber alleine in der Nordeifel – Tendenz weiter steigend. Was wir damals nicht ahnten? Die Rückkehr des Bibers ist heute in der Eifel und entlang der Rur kaum mehr zu übersehen. Die Biber besiedeln nicht nur die unterschiedlichsten Landschaften, sie gestalten diese auch wie keine zweite Tierart nach ihren eigenen Vorstellungen. Mich begeistern sie damit immer wieder, geärgert haben sie mich allerdings auch schon! Aber so ist das nun einmal. Eben ein Geben und Nehmen. Dass das Wiederansiedlungsprojekt der Biber in der Eifel aber ein so großer Erfolg wird, war vor Anfang der 90er Jahre nicht abzusehen." Lust auf mehr? Dann hör Dir auch gleich noch die anderen Geschichten an! Oder erlebe sie einfach selbst auf Deiner Tour zwischen der Quelle im Hohen Venn bei Botrange in Belgien und der Mündung in die Maas bei Roermond in den Niederlanden. An den interaktiven Rast- und Erlebnisstationen entlang der Strecke erzählen Zeitzeugen eindrucksvoll über ihr Leben an und mit der Rur. Bis bald und eine gute Fahrt für Dich auf dem RurUfer-Radweg! Infos und Tipps für Deine individuelle Tour auf dem RurUfer-Radweg findest Du auf www.rurufer-radweg.de

Der Biber wurde verfolgt und beinahe ausgerottet – jetzt ist er wieder da.

"Es gab Zeiten, da war Europa von Gibraltar bis zum Nordkap flächendeckend vom Biber besiedelt, nur auf Irland und Island, gab es keine – umso mehr dafür hier, wo wir uns befinden: in der Eifel.

Im 18. Jahrhundert war der Biber aber beinahe ausgerottet. Denn er war begehrtes Jagdgut: Da der Biber schwimmt, einen geschuppten Schwanz und Schwimmhäute zwischen den Pfoten hat, zählte er früher zu den Fischen. So war es den Gläubigen erlaubt, auch in der Fastenzeit Biber zu essen. Und sein Fleisch muss wohl vorzüglich schmecken. Das dichte Fell war darüber hinaus begehrt für Hüte. Das Drüsensekret, Bibergeil genannt, wirkt antibakteriell und galt damals als Wunderheilmittel gegen Gicht und allerlei Wehwechen.

Die rücksichtlose Verfolgung führte dann dazu, dass es um 1850 herum keinen Biber hier in der Eifel mehr gab. Weltweit waren sogar nur noch 2.000 Exemplare übrig.

Im Juli 1981 hat es dann hier in der Eifel wieder mit dem Biber angefangen: Drei Biberpaare aus einer Zuchtstation in Polen wurden im Tal der Weißen Wehe, etwa 10 Kilometer von hier entfernt, ausgewildert. Sechs weitere Tiere haben wir dann wenig später ausgesetzt und innerhalb von 5 bis 6 Jahren haben sie sich so rasant vermehrt, dass schon gegen Ende der 90er Jahre wieder über 100 Biber in der Eifel lebten. Das war wirklich eine Erfolgsstory!

In den folgenden Jahren haben sich die schlauen Tierchen dann in der ganzen Eifel und bis ins Hohe Venn ausgebreitet. Der ein oder andere Obstbaum in den Gärten der Rur-Anwohner ist Ihnen am Anfang zwar noch zum Opfer gefallen, aber mittlerweile haben sich alle gut arrangiert.

Und da die Tiere auch an Land gut Strecke machen können, finden sich die Nachkommen der ursprünglich sechs ausgewilderten Paare heute sogar in der Maas in den Niederlanden. Das konnten wir daran erkennen, da in den Niederlanden ausschließlich Biber aus der Elbe ausgewildert wurden. Und die haben ein deutlich helleres Fell, als unsere fast schwarzen Biber, die ja aus den Masuren in Polen stammten.

Und heute zählen wir wieder rund 600 bis 800 Biber alleine in der Nordeifel – Tendenz weiter steigend. Was wir damals nicht ahnten? Die Rückkehr des Bibers ist heute in der Eifel und entlang der Rur kaum mehr zu übersehen.

Die Biber besiedeln nicht nur die unterschiedlichsten Landschaften, sie gestalten diese auch wie keine zweite Tierart nach ihren eigenen Vorstellungen. Mich begeistern sie damit immer wieder, geärgert haben sie mich allerdings auch schon! Aber so ist das nun einmal. Eben ein Geben und Nehmen. Dass das Wiederansiedlungsprojekt der Biber in der Eifel aber ein so großer Erfolg wird, war vor Anfang der 90er Jahre nicht abzusehen."

Lust auf mehr? Dann hör Dir auch gleich noch die anderen Geschichten an! Oder erlebe sie einfach selbst auf Deiner Tour zwischen der Quelle im Hohen Venn bei Botrange in Belgien und der Mündung in die Maas bei Roermond in den Niederlanden. An den interaktiven Rast- und Erlebnisstationen entlang der Strecke erzählen Zeitzeugen eindrucksvoll über ihr Leben an und mit der Rur.

Bis bald und eine gute Fahrt für Dich auf dem RurUfer-Radweg!


Infos und Tipps für Deine individuelle Tour auf dem RurUfer-Radweg findest Du auf www.rurufer-radweg.de

Was mit Sinn?! - Der Podcast über Sinn im Leben Bent Neumann Ich mache die Frage nach dem eigenen Sinn und nach mehr Sinn in der heutigen Zeit zum Thema in diesem Podcast.Ich lade spannende Gäste zu Gesprächen über den Sinn in ihrem Leben ein und veröffentliche Meditationen und Anregungen, die Dir helfen können, mehr Sinn in Dir und im Leben zu finden.Als Jahrgang 1992 und Angehöriger der Generation Y stelle ich mir tagtäglich Sinnfragen. Ich weiß um Fluch und Segen dieses inneren Anspruchs:… Wer bin ich wirklich? Frei von den externen Erwartungen?… Wie verdiene ich Geld mit dem Job, der mich erfüllt?… Welchen Beitrag zum Wandel in der Welt möchte ich leisten?Durch mein Leben zieht sich wie ein roter Faden die Erfahrung, dass die Beantwortung der eigenen Sinnfragen zu mehr Kraft, Leichtigkeit und Erfüllung führt.Wenn Du Lust hast, Dich auf Deiner Reise zum Sinn in Deinem Leben begleiten zu lassen, könnte die Safari zum selbst genau das Richtige für Dich sein. Mehr Infos: www.safarizumselbst.deMehr zu mir und diesem Podcast-Projekt findes Neustart Führung Frank von Pablocki & Dr. Mercedes Stiller Den Wandel in der Pflege gestalten Der Kinderlungen Podcast Offizieller Podcast der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie Der Kinderlungen-PodcastDer offizielle Podcast der Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie (GPP)Allgemeine Beschreibung:Der Podcast der Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie (GPP) beleuchtet die unterschiedlichsten Themen der Kinder-Pneumologie. Kinderärzt:innen, Spezialist:innen, Studierende, Eltern und alle Interessierten erhalten Wissen auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Dazu laden wir Expert:innen ein, die ihre Expertise mit uns teilen – fundiertes Fachwissen wird aufgegriffen, unterhaltsam, informativ und abwechslungsreich.Richtlinien:Der Podcast dient ausschließlich der neutralen Information, Fortbildung und Unterhaltung. Er ersetzt nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und darf nicht zur eigenständigen Diagnose und Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Für die Inhalte sind ausschließlich unsere Moderatoren und Gäste verantwortlich. Sie unterliegen dem wissenschaftlichen Wandel des Faches. Änderungen sind vorbehalten.Host & Moderati Sparring Express – Der Podcast von Lasse Rheingans Sparring Express von Lasse Rheingans Impulse für eine neue Zeit – Zukunft denken! 🚀Lasse Rheingans, Autor von "Die 5-Stunden-Revolution", trifft visionäre Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Sie sprechen über New Work, Digitalisierung, Agilität, Führung/Leadership und den gesellschaftlichen Wandel in unserer VUKA-Welt. Wie gestalten wir die Zukunft? Welche neuen Modelle braucht es für Arbeit und Zusammenleben?Lasse und sein Team unterstützen Organisationen, Teams und Einzelne dabei, Zukunft zu gestalten – für eine attraktivere, produktivere und agilere Arbeitswelt. Bereit? Starte jetzt! ▸ https://rheingans.io 💡
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