EPISODE · Jan 30, 2026 · 12 MIN
#105 EU Kulturhauptstädte 2026
from Götterfunken - die Lauschfrequenz für europapolitische Ohren · host Team des EIZ Rostock
In dieser Folge von Götterfunken – der Lauschfrequenz für europapolitische Ohren dreht sich alles um die Europäischen Kulturhauptstädte. Seit 1985 werden jedes Jahr Städte in der EU ausgezeichnet, um die kulturelle Vielfalt Europas zu feiern, das Zugehörigkeitsgefühl zu einem gemeinsamen Kulturraum zu stärken und das Profil der Städte zu schärfen. Doch was macht eine Kulturhauptstadt eigentlich aus? Und wie können Städte am Wettbewerb teilnehmen? Wir erklären Schritt für Schritt, wie der Wettbewerb abläuft, welche Rolle das jeweilige Kulturministerium dabei spielt und warum ein „offener Wettbewerb“ theoretisch jeder Stadt die Chance gibt, den Titel zu gewinnen. Außerdem beleuchten wir, welche Vorteile der Titel für die Städte bringt: neue Arbeitsplätze, verstärkten Tourismus, nachhaltige Stadtentwicklung und kulturelle Angebote, die über das Jahr hinaus für Bürger:innen und Besucher:innen bestehen bleiben. Anhand von Beispielen wie dem Ruhrgebiet, das 2010 gemeinsam mit Essen Kulturhauptstadt wurde, zeigen wir, wie der Titel ganze Regionen beleben kann. Gleichzeitig diskutieren wir kritisch, inwieweit Kultur auch gezielt für den Tourismus genutzt wird und welche Balance zwischen Tradition und Innovation sinnvoll ist. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Kulturhauptstädten der Jahre 2025 und 2026: Chemnitz und Nova Gorica sowie Oulu (Finnland) und Trenčín (Slowakei). Von internationalen Fotoausstellungen über Workshops zu Mode und Design bis hin zu ungewöhnlichen Events wie der Luftgitarren-Weltmeisterschaft – die Projekte der Städte sind vielfältig, kreativ und teils außergewöhnlich. Wir sprechen darüber, wie alte Bauwerke durch neue kulturelle Nutzung wiederbelebt werden und welche spannenden Projekte Bürger:innen und Touristen gleichermaßen ansprechen. Darüber hinaus beleuchten wir die Bedeutung der Initiative für die EU. Kultur zeigt, dass Europa mehr ist als Politik, Wirtschaft oder Gesetze: Sie verbindet, schafft Netzwerke zwischen Künstler:innen, fördert internationale Zusammenarbeit und greift wichtige Themen wie Demokratie, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf. Jede Kulturhauptstadt erzählt ihre eigene Geschichte und trägt dazu bei, das Motto der EU „In Vielfalt geeint“ erlebbar zu machen. Ob historisch, modern oder kreativ erneuert – die Kulturhauptstädte laden ein, Europa auf eine andere Art zu entdecken. Diese Folge gibt Einblicke in die Hintergründe, erklärt Abläufe, beleuchtet Chancen und Herausforderungen und zeigt, warum der Titel „Kulturhauptstadt“ weit mehr ist als nur ein Prädikat für Touristen.
What this episode covers
In dieser Folge von Götterfunken – der Lauschfrequenz für europapolitische Ohren dreht sich alles um die Europäischen Kulturhauptstädte. Seit 1985 werden jedes Jahr Städte in der EU ausgezeichnet, um die kulturelle Vielfalt Europas zu feiern, das Zugehörigkeitsgefühl zu einem gemeinsamen Kulturraum zu stärken und das Profil der Städte zu schärfen. Doch was macht eine Kulturhauptstadt eigentlich aus? Und wie können Städte am Wettbewerb teilnehmen? Wir erklären Schritt für Schritt, wie der Wettbewerb abläuft, welche Rolle das jeweilige Kulturministerium dabei spielt und warum ein „offener Wettbewerb“ theoretisch jeder Stadt die Chance gibt, den Titel zu gewinnen. Außerdem beleuchten wir, welche Vorteile der Titel für die Städte bringt: neue Arbeitsplätze, verstärkten Tourismus, nachhaltige Stadtentwicklung und kulturelle Angebote, die über das Jahr hinaus für Bürger:innen und Besucher:innen bestehen bleiben. Anhand von Beispielen wie dem Ruhrgebiet, das 2010 gemeinsam mit Essen Kulturhauptstadt wurde, zeigen wir, wie der Titel ganze Regionen beleben kann. Gleichzeitig diskutieren wir kritisch, inwieweit Kultur auch gezielt für den Tourismus genutzt wird und welche Balance zwischen Tradition und Innovation sinnvoll ist. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Kulturhauptstädten der Jahre 2025 und 2026: Chemnitz und Nova Gorica sowie Oulu (Finnland) und Trenčín (Slowakei). Von internationalen Fotoausstellungen über Workshops zu Mode und Design bis hin zu ungewöhnlichen Events wie der Luftgitarren-Weltmeisterschaft – die Projekte der Städte sind vielfältig, kreativ und teils außergewöhnlich. Wir sprechen darüber, wie alte Bauwerke durch neue kulturelle Nutzung wiederbelebt werden und welche spannenden Projekte Bürger:innen und Touristen gleichermaßen ansprechen. Darüber hinaus beleuchten wir die Bedeutung der Initiative für die EU. Kultur zeigt, dass Europa mehr ist als Politik, Wirtschaft oder Gesetze: Sie verbindet, schafft Netzwerke zwischen Künstler:innen, fördert internationale Zusammenarbeit und greift wichtige Themen wie Demokratie, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf. Jede Kulturhauptstadt erzählt ihre eigene Geschichte und trägt dazu bei, das Motto der EU „In Vielfalt geeint“ erlebbar zu machen. Ob historisch, modern oder kreativ erneuert – die Kulturhauptstädte laden ein, Europa auf eine andere Art zu entdecken. Diese Folge gibt Einblicke in die Hintergründe, erklärt Abläufe, beleuchtet Chancen und Herausforderungen und zeigt, warum der Titel „Kulturhauptstadt“ weit mehr ist als nur ein Prädikat für Touristen.
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