EPISODE · May 12, 2020 · 23 MIN
#13 - Chaos in Kambodscha: Meine Erfahrungen zu Beginn der Pandemie
from Backpackermodus - Du brauchst keine reichen Eltern um die Welt zu bereisen. · host Patrick Bergmann
Der erste Eindruck, den ich nach meiner Ankunft in Deutschland hatte, war der Flughafen Berlin Tegel. Dieser kalte Gebäudekomplex hinterlässt sicherlich bei Durchreisenden positive Erinnerungen, auch wenn die Geschichte dahinter bedrückend ist. Mein Reisepass wurde nicht überprüft und es gab keine Sicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus. Als ich in der Warteschlange bei einem Schnellimbiss stand, wollte sich jemand grundlos mit einem anderen Typen schlagen. Im Zug nach NRW belästigten Obdachlose regelmäßig die Fahrgäste, teilweise mit klaffenden Platzwunden im Gesicht. Die Medien hatten mich vor meiner Ankunft bereits verunsichert, und ich rechnete mit dem Schlimmsten. Doch das Gegenteil war der Fall! Alles entspannt. Die Regale sind prall gefüllt, frische Brötchen vom Bäcker und viele offene Geschäfte. Nach gerade mal 20 Minuten klingelt ein Pizzabote an der Haustür und bringt ein saftiges Stück Pizza. Bestes Wetter! Den Menschen hier geht es wirklich zu gut! Ich weiß gar nicht, worüber sich viele beschweren. Der Staat sorgt für die Grundsicherung, an jeder Ecke gibt es einen Arzt und Langeweile kennt hier kaum jemand. Es gibt jede Menge Outdoor-Aktivitäten, bei denen man sich sportlich betätigen kann, und genügend Gegenden zu erkunden, dazu noch ein wunderbares Internet. Jetzt ist die Zeit für Dinge, für die man sonst keine Zeit hatte. Ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr! Unglaublich. Uns geht es so gut und trotzdem beschweren sich viele. Die meisten wissen gar nicht, was wirkliche Probleme sind! Das Problem ist nicht das Problem, sondern wie man damit umgeht. In „harten“ Zeiten zeigt sich das wahre Gesicht einer Gesellschaft. Ich komme gerade aus einem Land, in dem es wenig Ärzte gibt. In dem man das Wasser aus dem Wasserhahn nicht trinken kann. Wo es keine vernünftigen Supermärkte gibt und dank der ausbleibenden Touristen so gut wie keine Arbeit mehr vorhanden ist. Kein anderes Land auf diesem Planeten holt seine Bürger so wie wir mit Flugzeugen zurück in ihre Heimat. In fast keinem Land sterben so wenige Menschen an dem Virus wie bei uns. Es ist an der Zeit, dankbar für das zu sein, was wir haben, und nicht immer nur auf das zu fokussieren, was wir nicht haben.
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Der erste Eindruck, den ich nach meiner Ankunft in Deutschland hatte, war der Flughafen Berlin Tegel. Dieser kalte Gebäudekomplex hinterlässt sicherlich bei Durchreisenden positive Erinnerungen, auch wenn die Geschichte dahinter bedrückend ist. Mein Reisepass wurde nicht überprüft und es gab keine Sicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus. Als ich in der Warteschlange bei einem Schnellimbiss stand, wollte sich jemand grundlos mit einem anderen Typen schlagen. Im Zug nach NRW belästigten Obdachlose regelmäßig die Fahrgäste, teilweise mit klaffenden Platzwunden im Gesicht. Die Medien hatten mich vor meiner Ankunft bereits verunsichert, und ich rechnete mit dem Schlimmsten. Doch das Gegenteil war der Fall! Alles entspannt. Die Regale sind prall gefüllt, frische Brötchen vom Bäcker und viele offene Geschäfte. Nach gerade mal 20 Minuten klingelt ein Pizzabote an der Haustür und bringt ein saftiges Stück Pizza. Bestes Wetter! Den Menschen hier geht es wirklich zu gut! Ich weiß gar nicht, worüber sich viele beschweren. Der Staat sorgt für die Grundsicherung, an jeder Ecke gibt es einen Arzt und Langeweile kennt hier kaum jemand. Es gibt jede Menge Outdoor-Aktivitäten, bei denen man sich sportlich betätigen kann, und genügend Gegenden zu erkunden, dazu noch ein wunderbares Internet. Jetzt ist die Zeit für Dinge, für die man sonst keine Zeit hatte. Ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr! Unglaublich. Uns geht es so gut und trotzdem beschweren sich viele. Die meisten wissen gar nicht, was wirkliche Probleme sind! Das Problem ist nicht das Problem, sondern wie man damit umgeht. In „harten“ Zeiten zeigt sich das wahre Gesicht einer Gesellschaft. Ich komme gerade aus einem Land, in dem es wenig Ärzte gibt. In dem man das Wasser aus dem Wasserhahn nicht trinken kann. Wo es keine vernünftigen Supermärkte gibt und dank der ausbleibenden Touristen so gut wie keine Arbeit mehr vorhanden ist. Kein anderes Land auf diesem Planeten holt seine Bürger so wie wir mit Flugzeugen zurück in ihre Heimat. In fast keinem Land sterben so wenige Menschen an dem Virus wie bei uns. Es ist an der Zeit, dankbar für das zu sein, was wir haben, und nicht immer nur auf das zu fokussieren, was wir nicht haben.
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#13 - Chaos in Kambodscha: Meine Erfahrungen zu Beginn der Pandemie
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