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EPISODE · Jun 5, 2026 · 25 MIN

#139 - Wie mich meine eigene KI vor 30 Leuten blossgestellt hat — 4 Insights aus der Academy

from Das KI-Kochbuch mit Malcolm Werchota · host Malcolm Werchota

Dienstagabend, 13. Mai 2026, kurz vor sieben. Zwei Stunden Live-Session sind grad zu Ende. Dreißig fremde Menschen aus elf Ländern, Zoom-Kacheln auf dem Bildschirm. Letzte Runde: was hat euch heute am meisten umgehauen?Anastasia, Beraterin aus Genf: "Es ist zu viel. Aber ich sehe, wie es alles verändert." Indira: "Mind-blowing." Rodolfo: "Ich liebe es." Und dann William. Zwanzig Jahre Beratung. Die Academy aus eigener Tasche bezahlt. Sagt ein Wort. Auf Englisch: "Miracle." Eine Minute Stille im Chat. Dreißig Webcams. Niemand schreibt.Heute drei Insights aus der ersten Session von Cohort 3 der Chief AI Academy — plus der Moment, in dem mich meine eigene KI vor allen blossgestellt hat.💥 Insight 1 — Das Software-ArmageddonFolie zwölf in die Session. Bei einigen wird die Magen-Gegend angespannt:HubSpot: Börse −70% in 18 MonatenGartner: freier Fall seit Q3Adobe, Duolingo, Salesforce: Schatten ihrer selbstWarum? Nicht weil sie KI nicht integrieren. Weil ihre Kunden ihre eigentliche Funktion mit KI selber nachbauen. Schneller. Billiger. Näher am Bedarf.Anastasias Frage: "Aber Malcolm, jede Firma kauft doch trotzdem Software. Wie kann das stimmen?"Meine Antwort, im Chat 20 Reaktionen in Sekunden: "Hört auf, euren Mitarbeitern Software zu geben. Gebt ihnen APIs." Statt SAP zu öffnen und durch 5 Menüs zu klicken, sagt der Mitarbeiter zur KI "buch das auf Konto 4200". Die KI ruft die SAP-API auf. Software wird headless. Kopflos.Mittelstand zahlt heute 300-800 Euro pro Kopf pro Monat für Software. In 18 Monaten merkt ihr: 70% davon war durch einen KI-Workflow ersetzbar.Zwei Live-Beispiele aus der Session:Einkauf-Teilnehmerin nutzt Ironclad für Vertrags-Reviews — 40.000 Euro/Jahr. Wir haben mit Claude in 15 Minuten dasselbe für die Top-20-Klauseln gebaut.Customer-Success-Teilnehmer nutzt HubSpot für Ticket-Zusammenfassungen. In 18 Minuten haben wir einen Workflow auf Outlook gebaut. Kosten: 0 € (Copilot war eh schon da).🔄 Insight 2 — Reverse PromptingMinute 45. Teilnehmerin aus Mailand: "Malcolm, wie kriegst du diese schönen Dashboards so schnell hin?"Hier die Technik, gestern getauft — Reverse Prompting. Die wertvollste eine Minute der ganzen Folge:Statt der KI Fragen zu stellen, lasst ihr die KI EUCH Fragen stellen.Konkret: ihr formuliert eine ungenaue Anforderung ("mach das hier besser") und sagt dann:"Stell mir zehn Fragen mit jeweils vier Multiple-Choice-Antworten. Nicht alle auf einmal. Fünf, dann fünf."Die KI fragt euch. Ihr antwortet. Und während ihr antwortet, klärt sich in eurem Kopf, was ihr eigentlich wollt. Die KI ist nicht das Tool — die KI ist die Therapeutin, die euch zwingt, klar zu werden.Beispiel-Fragen, die Claude live zurückgeschickt hat:Was ist das Hauptproblem? (a) Design (b) Datenstruktur (c) Zielgruppe (d) TonalitätFür wen ist das? (a) Du (b) Vorstand (c) Operatives Team (d) KundenWie brutal soll die Sprache sein? (a) Literal (b) Diplomatisch (c) Provokant (d) AkademischNach 10 Minuten + 2 Fragenrunden: Dashboard, das mir die Socken auszieht. Im Chat von Cohort 3 explodiert es.🪞 Insight 3 — Der Moment, in dem mich meine eigene KI blossgestellt hatBei werchota.ai haben wir vor 6 Monaten was gebaut: Second Brain. Ein internes KI-System, das alle Meeting-Aufzeichnungen, Transkripte, E-Mails, Slack-Channels, Strategie-Dokumente einliest. Jeder im Team kann anonym fragen.Minute 75 der Session. Ich tippe vor allen 30 Teilnehmern: "Wie gut oder schlecht ist Malcolm im Verkaufen? Sei ehrlich. Beleg mit konkreten Momenten aus den Meetings." Was zurückkam, wortwörtlich:"Malcolm ist hervorragend in Live-Demos, Dashboards, Vision-Pitches. Er ist die schwächste Persona im gesamten Verkaufs-Team, wenn es um klassische Sales-Disziplin geht. Selten eine Agenda. Geht im Gespräch überall hin. Schlecht bei Budget-Timelines, Stakeholder-Mapping, Follow-up-Disziplin. Erzeugt Information Overload. Er gewinnt Deals durch Begeisterung, nicht durch Methodik."Eine Minute Stille im Chat. Dann William: "Malcolm. Kannst du mir den Report schicken? Ich will dir sagen, dass du wahrscheinlich der schlechteste Verkäufer der Welt bist."Rodolfo fragt: "Wenn jeder sieht, wie schlecht der CEO bei XY ist, wird er noch ernst genommen?"Meine Antwort:Wenn ein Vorstand sich nicht traut, seine Schwächen in einem System zu haben, das sein Team einsehen kann — dann ist diese Person wahrscheinlich nicht die Person, die in der KI-Zeit eine Firma führen sollte.In der KI-Zeit liegen Schwächen offen. Nicht weil jemand sie sucht. Sondern weil Daten an Stellen sammeln, an denen sie früher nicht waren. Wer transparent ist, gewinnt. Wer verbergen will, verliert.🧓 Insight 4 — "Eure letzten zehn Hires sind KI-Neandertaler"Minute 62. Der Satz, der nochmal Stille erzeugt hat:"Schaut euch eure letzten zehn Einstellungen an. Sind das Menschen, die in einer Stunde Claude beibringen können, einen Prozess aus ihrem Kopf zu übernehmen? Oder habt ihr in 2010er-Logik eingestellt — drei Jahre Audit, BWL-Abschluss, Praxis im Steuerrecht? Wenn Zweiteres: eure letzten zehn Hires sind KI-Neandertaler."Johnnys (Teilnehmer, neu eingestellt vor 2 Monaten) Stellenbeschrieb ist eine Zeile:"Johnny, deine Aufgabe ist, alles in deiner Abteilung zu automatisieren. Wenn du fertig bist — ich befördere dich und triple dein Gehalt, und du fängst mit drei weiteren Abteilungen an."Das ist der neue Hiring-Standard. Die Frage an euch — und die teuerste Stille der ganzen Session:"Wenn euer eigener Job morgen ausgeschrieben würde — mit der Anforderung, dass jeder Prozess automatisierbar an einen KI-Agenten weitergegeben werden muss — würdet ihr euch selber einstellen?"Reale Konsequenzen aus der Session:HR-Direktorin (Schweiz): "Ich schreibe heute drei Stellenanzeigen um. Heute."CFO eines bayerischen Familien-Unternehmens: "Wir haben den Senior-Controller-Kandidaten abgesagt, den wir nächste Woche eingestellt hätten."🎯 Drei Sachen Montag frühAktion 1 — Reverse Prompting heute, in den nächsten 30 Minuten. Eine schwierige Kunden-Mail oder eine ungenügende Stellenanzeige. Paste rein, dann: "Stell mir zehn Fragen, fünf und fünf." Wenn euch das Ergebnis nicht umhaut, schreibt mir auf LinkedIn — ich zahle das Mittagessen.Aktion 2 — Audit eurer letzten zehn Hires. Excel-Tabelle: "Name" + "Kann diese Person einen Prozess aus ihrem Kopf an einen KI-Agenten weitergeben? Ja/Nein". Verteilung gibt euch eine harte Zahl für die Geschäftsleitung.Aktion 3 — Stellt euch selber die Second-Brain-Frage. Heute Abend. Allein. 3 Performance-Reviews + 3 Kunden-Mails + 1 Meeting-Protokoll in Claude. Dann: "Sei ehrlich. Wo bin ich beruflich am schwächsten?"🔮 Die ProphezeiungJeder Cohort gebe ich am Ende der ersten Session dieselbe...

Dienstagabend, Cohort 3 der Chief AI Academy, 30 Fremde aus 11 Ländern. William sagt 'Miracle'. Vier Insights live aus der Session: Software-Armageddon (HubSpot −70%, 'gebt ihnen APIs'), Reverse Prompting (die KI fragt EUCH), der Moment wo mein Second Brain mich vor allen blossgestellt hat, und 'eure letzten 10 Hires sind KI-Neandertaler'. Plus die Prophezeiung.

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Flottengeflüster ALD Automotive Österreich | LeasePlan Beim Flottengeflüster powered by ALD Automotive | LeasePlan präsentieren Jörg Janik und Peter Gutenbrunner alle zwei Wochen spannende Informationen rund um das Thema nachhaltige Mobilität. Beide beschäftigen sich schon lange mit der Thematik und bringen umfangreiches Fachwissen mit. Sollten sie aber doch einmal nicht weiter wissen, werden unsere Expert*innen hinzugezogen, die ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Lebe deine Wahrheit Larissa Geiges Was heißt es eigentlich die eigene Wahrheit zu leben? Und wie finde ich sie überhaupt?Für mich bedeutet es, die ehrlichste Version von mir selbst zu sein. All die Masken abnehmen, mit denen wir durch unser Leben gehen, den Menschen zu leben, der man im Kern ist.Wir dürfen immer entscheiden welchen Weg wir gehen. Den Eigenen oder den, den andere für uns gewählt haben. In diesem Podcast nehme ich dich mit auf meine Reise und wünsche mir, dass du viele wertvolle Impulse für dich und deinen Weg mitnehmen kannst. Ich teile mit dir welche Schritte ich auf dem Weg zu meiner Wahrheit gegangen bin und welche Prozesse ich auch heute noch durchlaufe. Ich teile meine Struggles und Ängste mit dir und meine Erkenntnise aus all den Phasen, durch die ich noch gehe und schon gegangen bin.Ich freue mich sehr, wenn du Teil hiervon bist und ich dich auf deinem Weg zu deiner ganz eigenen Wahrheit ein Stück begleiten darf.Alles Liebe für dich,deine Larissa Ich will Köpfe rollen seh'n ! Lieder-Fuzzi Ein Song gegen das Vergessen der kranken Corona-Zeit. Das denkt Deutschland – Über Meinung und Medien WELT Wie unterscheidet sich die Generation Z tatsächlich vom Rest der Bevölkerung? Wendet sich die Politik von den Menschen ab, oder die Menschen sich von der Politik? Und tickt die Bevölkerung in Ost- und Westdeutschland immer noch unterschiedlich?In "Das denkt Deutschland" sprechen Thorsten Thierhoff, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitutes forsa, und WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt jede Woche über das Auseinanderdriften von öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Anhand von konkreten Themen und auf Basis von empirischen Befragungsdaten widmen sie sich in jeder Folge den aktuellen Debatten."Das denkt Deutschland - Über Meinung und Medien" erscheint jeden Mittwoch um 16 Uhr – überall da, wo es Podcast gibt und auf welt.de/dasdenktdeutschland. Ein Podcast von forsa und WELT.

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This episode was published on June 5, 2026.

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Dienstagabend, 13. Mai 2026, kurz vor sieben. Zwei Stunden Live-Session sind grad zu Ende. Dreißig fremde Menschen aus elf Ländern, Zoom-Kacheln auf dem Bildschirm. Letzte Runde: was hat euch heute am meisten umgehauen?Anastasia, Beraterin aus Genf:...

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