EPISODE · May 11, 2026 · 25 MIN
19. Episode: Wenn KI erstmals sichtbare Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt
from Denkstoff kompakt · host Clemente Minonne
In dieser Episode von Denkstoff kompakt spricht Prof. Dr. Clemente Minonne über eine neue Studie des KOF-Instituts der ETH Zürich zur Frage, ob generative KI bereits sichtbare Auswirkungen auf den Schweizer Arbeitsmarkt hat. Grundlage ist der Studienbericht „KI und der Schweizer Arbeitsmarkt: Erste Evidenz zu Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit und Stellenausschreibungen“. Die Studie analysiert reale Daten von Arbeitssuchenden des SECO sowie umfassende Stelleninseratsdaten und zeigt, dass sich stark KI-exponierte Berufe seit der Einführung grosser Sprachmodelle Ende 2022 deutlich schlechter entwickelt haben als wenig exponierte Berufe. Besonders betroffen sind wissensintensive Tätigkeiten wie Softwareentwicklung, Programmierung, Marketing oder journalistische Arbeit. Die Episode diskutiert, weshalb generative KI sich grundlegend von früheren Automatisierungswellen unterscheidet, warum jüngere Arbeitnehmende stärker betroffen sein könnten und weshalb die Geschwindigkeit technologischer Diffusion zu einer neuen Dynamik von Arbeit führt. Sein persönliches Fazit: Die entscheidende Veränderung durch KI liegt nicht primär im Verschwinden von Arbeit, sondern in der zunehmenden Instabilität jener Wissensarbeit, die lange als besonders sicher galt. Quelle: Kläui, J., & Siegenthaler, M. (2025). KI und der Schweizer Arbeitsmarkt: Erste Evidenz zu Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit und Stellenausschreibungen (KOF Studien Nr. 186). ETH Zürich, KOF Konjunkturforschungsstelle. https://doi.org/10.3929/ethz-c-000785283
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In dieser Episode von Denkstoff kompakt spricht Prof. Dr. Clemente Minonne über eine neue Studie des KOF-Instituts der ETH Zürich zur Frage, ob generative KI bereits sichtbare Auswirkungen auf den Schweizer Arbeitsmarkt hat. Grundlage ist der Studienbericht „KI und der Schweizer Arbeitsmarkt: Erste Evidenz zu Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit und Stellenausschreibungen“. Die Studie analysiert reale Daten von Arbeitssuchenden des SECO sowie umfassende Stelleninseratsdaten und zeigt, dass sich stark KI-exponierte Berufe seit der Einführung grosser Sprachmodelle Ende 2022 deutlich schlechter entwickelt haben als wenig exponierte Berufe. Besonders betroffen sind wissensintensive Tätigkeiten wie Softwareentwicklung, Programmierung, Marketing oder journalistische Arbeit. Die Episode diskutiert, weshalb generative KI sich grundlegend von früheren Automatisierungswellen unterscheidet, warum jüngere Arbeitnehmende stärker betroffen sein könnten und weshalb die Geschwindigkeit technologischer Diffusion zu einer neuen Dynamik von Arbeit führt. Sein persönliches Fazit: Die entscheidende Veränderung durch KI liegt nicht primär im Verschwinden von Arbeit, sondern in der zunehmenden Instabilität jener Wissensarbeit, die lange als besonders sicher galt. Quelle: Kläui, J., & Siegenthaler, M. (2025). KI und der Schweizer Arbeitsmarkt: Erste Evidenz zu Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit und Stellenausschreibungen (KOF Studien Nr. 186). ETH Zürich, KOF Konjunkturforschungsstelle. https://doi.org/10.3929/ethz-c-000785283
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