EPISODE · Apr 24, 2026 · 10 MIN
40 Jahre nach Tschernobyl: Comeback für AKW?
Am 26. April 1986 kam es zu einer Kettenreaktion im AKW Tschernobyl. Große Mengen an radioaktivem Material wurden frei. Sie sind es teils bis heute. Eigentlich war es eine Sicherheitsüberprüfung a ein Teil der Wartung von Reaktor-Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl. Dieser Teil des Atomkraftwerks wurde heruntergefahren, um zu prüfen, ob die Notkühlung auch bei Stromausfall genügend Notenergie erhalten würde. In der Folge kam es zu einer Kettenreaktion und die Reaktorhalle ist explodiert. Juliane Dickel leitet die Abteilung Atom- und Energiepolitik beim BUND, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich erklärt sie, dass vor allem das bei der Explosion freigesetzte Caesium-137 bis heute nachweisbar ist. Es hat eine Halbwertszeit von etwa 30 Jahren: "Nach 30 Jahren war noch ungefähr die Hälfte der radioaktiven Atomkerne vorhanden. Nach 60 Jahren sind es dann noch 25 Prozent und so weiter. Das heißt, es gibt einfach einen natürlichen Zerfall - es wird weniger werden." Das heißt, dass im Jahr 2076 über 90 Prozent der Radioaktivität, die von diesem Element ausgeht, durch Zerfall vergangen sein wird.
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