EPISODE · Apr 8, 2026 · 32 MIN
#43: Umwandeln heißt gemeinsam umdenken und handeln – mit Architekt Rudolf Hierl über den Wert des Bestands
from ROHSTOFF - veredelt von Annette Kwee und Sascha Thran · host Annette Kwee, Sascha Thran
„Das Entscheidende ist, man muss es wollen. Der Wert der Umwandlung ist noch nicht im Bewusstsein angekommen.“ In der neuen Folge sind wir zu Gast in der Paulaner Hauptverwaltung in München – einem Ort, der zeigt, was im Bestand möglich ist: kein klassischer Umbau, sondern ein Weiterbauen, bei dem Alt und Neu so selbstverständlich ineinandergreifen, dass eine neue Qualität entsteht. Unser Gesprächspartner: Rudolf Hierl – Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer mit einem ungewöhnlichen Weg. Von der Germanistik und Theaterwissenschaft zur Architektur, inspiriert von Max Frisch. Vielleicht ist es genau dieser Ursprung, der seinen Blick bis heute prägt: Architektur nicht nur als gebautes Objekt zu verstehen, sondern als Sprache – präzise, lesbar, wirksam. Im Gespräch wird schnell klar: Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Entwurf. Warum werden leerstehende Büros nicht längst zu Wohnungen? Woran scheitert Umwandlung wirklich – am Baurecht, an der Finanzierung oder am fehlenden Willen? Und warum bleibt ein so großes Potenzial oft ungenutzt? Hierl spricht über seine Arbeit im BDA und die Entwicklung einer Studie zur Umwandlung von Büro- in Wohnraum – und räumt mit einfachen Erzählungen vom „Büroleerstand“ auf. Stattdessen beschreibt er ein enormes, oft unterschätztes Potenzial. Gleichzeitig zeigt er, worauf es wirklich ankommt: auf Zusammenarbeit. Auf das Zusammenspiel von Architektur, Finanzierung, Recht und Entwicklung. Denn nur wenn alle Beteiligten gemeinsam denken, kann aus Bestand Zukunft entstehen. Ein Gespräch über Umwege im Lebenslauf, über Architektur als greifbare Sprache – und über die Frage, warum wir beim Bauen nicht immer neu anfangen müssen. Sondern besser verstehen sollten, was schon da ist.
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„Das Entscheidende ist, man muss es wollen. Der Wert der Umwandlung ist noch nicht im Bewusstsein angekommen.“ In der neuen Folge sind wir zu Gast in der Paulaner Hauptverwaltung in München – einem Ort, der zeigt, was im Bestand möglich ist: kein klassischer Umbau, sondern ein Weiterbauen, bei dem Alt und Neu so selbstverständlich ineinandergreifen, dass eine neue Qualität entsteht. Unser Gesprächspartner: Rudolf Hierl – Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer mit einem ungewöhnlichen Weg. Von der Germanistik und Theaterwissenschaft zur Architektur, inspiriert von Max Frisch. Vielleicht ist es genau dieser Ursprung, der seinen Blick bis heute prägt: Architektur nicht nur als gebautes Objekt zu verstehen, sondern als Sprache – präzise, lesbar, wirksam. Im Gespräch wird schnell klar: Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Entwurf. Warum werden leerstehende Büros nicht längst zu Wohnungen? Woran scheitert Umwandlung wirklich – am Baurecht, an der Finanzierung oder am fehlenden Willen? Und warum bleibt ein so großes Potenzial oft ungenutzt? Hierl spricht über seine Arbeit im BDA und die Entwicklung einer Studie zur Umwandlung von Büro- in Wohnraum – und räumt mit einfachen Erzählungen vom „Büroleerstand“ auf. Stattdessen beschreibt er ein enormes, oft unterschätztes Potenzial. Gleichzeitig zeigt er, worauf es wirklich ankommt: auf Zusammenarbeit. Auf das Zusammenspiel von Architektur, Finanzierung, Recht und Entwicklung. Denn nur wenn alle Beteiligten gemeinsam denken, kann aus Bestand Zukunft entstehen. Ein Gespräch über Umwege im Lebenslauf, über Architektur als greifbare Sprache – und über die Frage, warum wir beim Bauen nicht immer neu anfangen müssen. Sondern besser verstehen sollten, was schon da ist.
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