EPISODE · Jul 10, 2026 · 15 MIN
#49 Solarfassaden - Die Hauswand als Kraftwerk
from solarsorglos.de - Der Solar Podcast · host Maik Marx und Solaria
Schau einmal an einem Bürohochhaus hoch: Hunderte, manchmal tausende Quadratmeter Glas und Beton, die den ganzen Tag in der Sonne stehen – und einfach nichts tun. An immer mehr Gebäuden in Deutschland ist genau diese Wand längst zum Solarkraftwerk geworden, und das Verblüffende ist: Du siehst es ihr oft gar nicht an. Denn die größte ungenutzte Fläche vieler Gebäude ist nicht das Dach, sondern die Fassade. Und sie hat einen überraschenden Trumpf: Im Winter, wenn die Sonne tief steht und die Dachanlage schwächelt, trifft das Licht fast im perfekten Winkel auf die senkrechte Wand – die Fassade liefert ausgerechnet dann, wenn wir die Energie am dringendsten brauchen. In dieser Folge erklärt dir Maik Marx, warum bauwerkintegrierte Photovoltaik so clever ist: Eine Ostwand erntet morgens, eine Westwand abends – genau dann, wenn die Menschen aufstehen oder heimkommen, was den wertvollen Eigenverbrauch erhöht. Zusammen mit Dach und Batteriespeicher entsteht ein Dreamteam mit gleichmäßiger Stromproduktion über Tag und Jahr. Die Optik ist heute ein Verkaufsargument: Module in Anthrazit, Terrakotta oder Naturstein-Optik, denen man die Stromerzeugung nicht ansieht. Als vorgehängte hinterlüftete Fassade liefert eine Wand sogar drei Funktionen zugleich – Witterungsschutz, Dämmung und Strom. Maiks Rechenbeispiel: Ein Bürogebäude belegt dreihundert Quadratmeter Südfassade mit einer 50-kW-Anlage für grob hundertzwanzig- bis hundertfünfzigtausend Euro – und weil du die Fassade ohnehin hättest verkleiden müssen, ist der echte Aufpreis viel kleiner, als es zunächst klingt. Maik bleibt ehrlich: Pro Quadratmeter erntet eine senkrechte Wand übers Jahr weniger als ein optimal geneigtes Dach, die Montage ist aufwendiger, und in dichten Innenstädten muss eine saubere Verschattungsanalyse her. Dazu kommen Statik, Brandschutz und gestalterische Bauvorschriften – alles Routine mit den richtigen Fachleuten. Solarsorglos prüft, welche Wände sich eignen, rechnet ehrlich aus, ob die Fassade lohnt oder das Dach allein reicht, und bietet auch hier das Pacht- beziehungsweise PPA-Modell an. Hör rein und lern, jedes Gebäude von der Dachspitze bis zum Fundament als Energiequelle zu sehen. Alle Infos, Bilder und weiterführenden Links zu dieser Folge findest du auf https://solarsorglos.de/podcast-49.
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Schau einmal an einem Bürohochhaus hoch: Hunderte, manchmal tausende Quadratmeter Glas und Beton, die den ganzen Tag in der Sonne stehen – und einfach nichts tun. An immer mehr Gebäuden in Deutschland ist genau diese Wand längst zum Solarkraftwerk geworden, und das Verblüffende ist: Du siehst es ihr oft gar nicht an. Denn die größte ungenutzte Fläche vieler Gebäude ist nicht das Dach, sondern die Fassade. Und sie hat einen überraschenden Trumpf: Im Winter, wenn die Sonne tief steht und die Dachanlage schwächelt, trifft das Licht fast im perfekten Winkel auf die senkrechte Wand – die Fassade liefert ausgerechnet dann, wenn wir die Energie am dringendsten brauchen. In dieser Folge erklärt dir Maik Marx, warum bauwerkintegrierte Photovoltaik so clever ist: Eine Ostwand erntet morgens, eine Westwand abends – genau dann, wenn die Menschen aufstehen oder heimkommen, was den wertvollen Eigenverbrauch erhöht. Zusammen mit Dach und Batteriespeicher entsteht ein Dreamteam mit gleichmäßiger Stromproduktion über Tag und Jahr. Die Optik ist heute ein Verkaufsargument: Module in Anthrazit, Terrakotta oder Naturstein-Optik, denen man die Stromerzeugung nicht ansieht. Als vorgehängte hinterlüftete Fassade liefert eine Wand sogar drei Funktionen zugleich – Witterungsschutz, Dämmung und Strom. Maiks Rechenbeispiel: Ein Bürogebäude belegt dreihundert Quadratmeter Südfassade mit einer 50-kW-Anlage für grob hundertzwanzig- bis hundertfünfzigtausend Euro – und weil du die Fassade ohnehin hättest verkleiden müssen, ist der echte Aufpreis viel kleiner, als es zunächst klingt. Maik bleibt ehrlich: Pro Quadratmeter erntet eine senkrechte Wand übers Jahr weniger als ein optimal geneigtes Dach, die Montage ist aufwendiger, und in dichten Innenstädten muss eine saubere Verschattungsanalyse her. Dazu kommen Statik, Brandschutz und gestalterische Bauvorschriften – alles Routine mit den richtigen Fachleuten. Solarsorglos prüft, welche Wände sich eignen, rechnet ehrlich aus, ob die Fassade lohnt oder das Dach allein reicht, und bietet auch hier das Pacht- beziehungsweise PPA-Modell an. Hör rein und lern, jedes Gebäude von der Dachspitze bis zum Fundament als Energiequelle zu sehen. Alle Infos, Bilder und weiterführenden Links zu dieser Folge findest du auf https://solarsorglos.de/podcast-49.
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