Episode 060: ForTomorrow – Wirklich wirksame CO₂-Kompensation mittels des verpflichtenden europäischen Emissionshandels – Ruth von Heusinger episode artwork

EPISODE · Jan 14, 2026 · 1H 1M

Episode 060: ForTomorrow – Wirklich wirksame CO₂-Kompensation mittels des verpflichtenden europäischen Emissionshandels – Ruth von Heusinger

from Regenerativ & digital – der Business Podcast für regeneratives Wirtschaften und Digitalisierung · host Regenerativ & Digital

In dieser Episode von „Regenerativ & Digital“ spricht Sebastian mit Ruth von Heusinger, Gründerin von ForTomorrow. Gemeinsam steigen sie tief in die Frage ein, wie CO₂-Kompensation wirklich wirksam werden kann – jenseits von Marketing-Versprechen und Good-Feel-Narrativen. For Tomorrow verfolgt dafür einen ungewöhnlich direkten Hebel: Statt auf freiwillige Offsets zu setzen, nutzt die Organisation den verpflichtenden europäischen Emissionshandel. Ruth erklärt, wie Privatpersonen und Unternehmen über ForTomorrow Emissionsrechte kaufen lassen können – und warum das Löschen bzw. Stilllegen dieser Rechte (über Treuhandstrukturen) dazu beiträgt, den CO₂-Deckel im System tatsächlich Stück für Stück enger zu ziehen. Kurz: weniger Rechte im Markt, mehr Preisdruck, mehr Anreiz zur Transformation – bis hin zu ganz konkreten Effekten wie dem Fuel Switch zwischen Kohle und Gas. Der zweite Wirkpfad ist naturbasiert – aber mit System: Aufforstung in Deutschland über Flächenumwandlung, bewusst gewählt wegen der strengen Waldgesetze und der langfristigen Sicherung. Ruth spricht offen über die Zeitdimensionen von CO₂-Entnahme, konservative Berechnungen (Worst-Case-Logik inklusive) und darüber, warum Glaubwürdigkeit bei Impact-Messung wichtiger ist als „schöne Zahlen“. Ein zentrales Thema der Folge ist außerdem die Rolle von Digitalisierung und KI: ForTomorrow setzte von Anfang an auf einen schlanken, digitalen Spendenprozess – ohne Papierballast, dafür mit guter User Experience und dem Anspruch, auch digitale Nachhaltigkeit mitzudenken. Beim Thema KI bleibt Ruth pragmatisch: einsetzen, wo es Wirkung stiftet – nicht, weil es gerade „draufstehen muss“. Hinzu kommen ihr politisches Engagement im Vorstand des BNW – Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft und auf europäischer Ebene bei Ecopreneur. Ruth gibt eine Blick hinter die Kulissen und ordnet ein, wie Regulierung, Lobbydruck und gesellschaftliche Narrative aktuell um die Richtung der Transformation ringen. Ein Gespräch für alle, die Wirkung nicht fühlen, sondern verstehen wollen – und die Lust haben, Klimaschutz als strategisches Projekt mit echtem Hebel zu denken.   Takeaways: For Tomorrow nutzt den verpflichtenden EU-Emissionshandel als direkten Hebel gegen große Emittenten Emissionsrechte stilllegen/ löschen kann Angebot verknappen, Preise beeinflussen und Transformation beschleunigen Aufforstung wird systemisch gedacht: Flächenumwandlung in Deutschland schafft langfristige Sicherung durch Waldgesetze Impact-Messung bleibt bewusst konservativ: lieber belastbar als „hübsch gerechnet“ Digitalisierung ist Enabler: einfache Spendenprozesse, bessere UX – und ein kritischer Blick auf Ressourcenverbrauch von KI   Mehr zu ForTomorrow: Website: https://www.fortomorrow.eu/ Newsletter: https://www.fortomorrow.eu/de/newsletter-anmeldung LinkedIn von Ruth: https://www.linkedin.com/in/ruth-von-heusinger-b888b75a/   In eigener Sache: Wenn Dir diese Folge gefallen hat, empfiehl „Regenerativ & Digital“ gerne weiter, lass uns eine positive Bewertung auf der Podcastplattform Deines Vertrauens da – und wenn Du Feedback oder Ideen für spannende Gäst:innen hast, schreib uns gerne an https://www.linkedin.com/in/sebflock/

In dieser Episode von „Regenerativ & Digital“ spricht Sebastian mit Ruth von Heusinger, Gründerin von ForTomorrow. Gemeinsam steigen sie tief in die Frage ein, wie CO₂-Kompensation wirklich wirksam werden kann – jenseits von Marketing-Versprechen und Good-Feel-Narrativen. For Tomorrow verfolgt dafür einen ungewöhnlich direkten Hebel: Statt auf freiwillige Offsets zu setzen, nutzt die Organisation den verpflichtenden europäischen Emissionshandel. Ruth erklärt, wie Privatpersonen und Unternehmen über ForTomorrow Emissionsrechte kaufen lassen können – und warum das Löschen bzw. Stilllegen dieser Rechte (über Treuhandstrukturen) dazu beiträgt, den CO₂-Deckel im System tatsächlich Stück für Stück enger zu ziehen. Kurz: weniger Rechte im Markt, mehr Preisdruck, mehr Anreiz zur Transformation – bis hin zu ganz konkreten Effekten wie dem Fuel Switch zwischen Kohle und Gas. Der zweite Wirkpfad ist naturbasiert – aber mit System: Aufforstung in Deutschland über Flächenumwandlung, bewusst gewählt wegen der strengen Waldgesetze und der langfristigen Sicherung. Ruth spricht offen über die Zeitdimensionen von CO₂-Entnahme, konservative Berechnungen (Worst-Case-Logik inklusive) und darüber, warum Glaubwürdigkeit bei Impact-Messung wichtiger ist als „schöne Zahlen“. Ein zentrales Thema der Folge ist außerdem die Rolle von Digitalisierung und KI: ForTomorrow setzte von Anfang an auf einen schlanken, digitalen Spendenprozess – ohne Papierballast, dafür mit guter User Experience und dem Anspruch, auch digitale Nachhaltigkeit mitzudenken. Beim Thema KI bleibt Ruth pragmatisch: einsetzen, wo es Wirkung stiftet – nicht, weil es gerade „draufstehen muss“. Hinzu kommen ihr politisches Engagement im Vorstand des BNW – Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft und auf europäischer Ebene bei Ecopreneur. Ruth gibt eine Blick hinter die Kulissen und ordnet ein, wie Regulierung, Lobbydruck und gesellschaftliche Narrative aktuell um die Richtung der Transformation ringen. Ein Gespräch für alle, die Wirkung nicht fühlen, sondern verstehen wollen – und die Lust haben, Klimaschutz als strategisches Projekt mit echtem Hebel zu denken.   Takeaways: For Tomorrow nutzt den verpflichtenden EU-Emissionshandel als direkten Hebel gegen große Emittenten Emissionsrechte stilllegen/ löschen kann Angebot verknappen, Preise beeinflussen und Transformation beschleunigen Aufforstung wird systemisch gedacht: Flächenumwandlung in Deutschland schafft langfristige Sicherung durch Waldgesetze Impact-Messung bleibt bewusst konservativ: lieber belastbar als „hübsch gerechnet“ Digitalisierung ist Enabler: einfache Spendenprozesse, bessere UX – und ein kritischer Blick auf Ressourcenverbrauch von KI   Mehr zu ForTomorrow: Website: https://www.fortomorrow.eu/ Newsletter: https://www.fortomorrow.eu/de/newsletter-anmeldung LinkedIn von Ruth: https://www.linkedin.com/in/ruth-von-heusinger-b888b75a/   In eigener Sache: Wenn Dir diese Folge gefallen hat, empfiehl „Regenerativ & Digital“ gerne weiter, lass uns eine positive Bewertung auf der Podcastplattform Deines Vertrauens da – und wenn Du Feedback oder Ideen für spannende Gäst:innen hast, schreib uns gerne an https://www.linkedin.com/in/sebflock/

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