EPISODE · Oct 26, 2022 · 4 MIN
#68: Besuch in Ramallah & „The Mood on the Palestinian Street“
from Engelberg Podcasts · host Martin Engelberg
Besuch in Ramallah, dem Sitz der Palästinensischen Autonomiebehörde und dort Treffen mit Astrid Wein, der Leiterin des österreichischen Vertretungsbüros vor Ort. Sie gibt uns, sehr identifiziert, die palästinensische Sichtweise auf die Situation wieder und berichtet über die Projekte der ADA, der Austrian Development Agency wieder. Im Rahmen der ADA werden Projekte in Gaza und der Westbank gefördert im Bereich der Wasserversorgung, der Schaffung von Arbeitsplätzen insb. für Frauen und wird die UNRWA unterstützt. Danach ein extrem interessantes Briefing von Dr. Khalil Shikaki, dem renommiertesten, palästinensischen Sozialwissenschafter zu „The Mood on the Palestinian Street“. Er beschrieb uns im Detail die leider zunehmende Radikalisierung, vor allem unter den palästinensischen Jugendlichen, die Abwendung von Demokratie sowie die Erstarkung der Islamisten. Die Zustimmungsrate für Mahmud Abbas, dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, ist sehr niedrig und würde er eine Wahl gegen praktisch jeden Gegenkandidaten verlieren, so eine Wahl überhaupt stattfindet. Danach Besuch der Altstadt von Jerusalem, in der die wichtigsten Pilgerstätten so vieler Religionen ganz nahe beieinander liegen. Mittendrin die Oase des österreichischen Hospizes, von dessen Dach man einen großartigen Ausblick hat. Zum Abschluss des Tages ein Gespräch mit Rechtsanwalt Gilead Sher, der über die - leider erfolglosen - Friedensverhandlungen Camp David II im Jahr 2000 berichtete. Sowie ein besonders berührendes Gespräch mit Fouad AbuGosh , einem muslimischen Israeli, der in enger Verbindung mit jüdischen Israelis aufgewachsen ist und auch sein ganzes Leben so lebt und dessen Kinder u.a. an der renommierten Hebrew University of Jerusalem studieren. So wird ein friedvolles und für alle gedeihliches Zusammenleben wieder vorstellbar.
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Besuch in Ramallah, dem Sitz der Palästinensischen Autonomiebehörde und dort Treffen mit Astrid Wein, der Leiterin des österreichischen Vertretungsbüros vor Ort. Sie gibt uns, sehr identifiziert, die palästinensische Sichtweise auf die Situation wieder und berichtet über die Projekte der ADA, der Austrian Development Agency wieder. Im Rahmen der ADA werden Projekte in Gaza und der Westbank gefördert im Bereich der Wasserversorgung, der Schaffung von Arbeitsplätzen insb. für Frauen und wird die UNRWA unterstützt. Danach ein extrem interessantes Briefing von Dr. Khalil Shikaki, dem renommiertesten, palästinensischen Sozialwissenschafter zu „The Mood on the Palestinian Street“. Er beschrieb uns im Detail die leider zunehmende Radikalisierung, vor allem unter den palästinensischen Jugendlichen, die Abwendung von Demokratie sowie die Erstarkung der Islamisten. Die Zustimmungsrate für Mahmud Abbas, dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, ist sehr niedrig und würde er eine Wahl gegen praktisch jeden Gegenkandidaten verlieren, so eine Wahl überhaupt stattfindet. Danach Besuch der Altstadt von Jerusalem, in der die wichtigsten Pilgerstätten so vieler Religionen ganz nahe beieinander liegen. Mittendrin die Oase des österreichischen Hospizes, von dessen Dach man einen großartigen Ausblick hat. Zum Abschluss des Tages ein Gespräch mit Rechtsanwalt Gilead Sher, der über die - leider erfolglosen - Friedensverhandlungen Camp David II im Jahr 2000 berichtete. Sowie ein besonders berührendes Gespräch mit Fouad AbuGosh , einem muslimischen Israeli, der in enger Verbindung mit jüdischen Israelis aufgewachsen ist und auch sein ganzes Leben so lebt und dessen Kinder u.a. an der renommierten Hebrew University of Jerusalem studieren. So wird ein friedvolles und für alle gedeihliches Zusammenleben wieder vorstellbar.
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