EPISODE · Apr 28, 2026 · 1H 1M
#8 Heimo Ecker-Eckhofen, Sonnenspeicher Süd: „Je größer ein Wärmespeicher ist, desto effizienter wird er.“
from Megawatt & Friends – Energie neu denken · host Jan Liepold
In dieser Folge von Megawatt & Friends spricht Jan Liepold mit Heimo Ecker-Eckhofen, Initiator und Geschäftsführer des Projekts Sonnenspeicher Süd, über eines der ambitioniertesten Wärmeprojekte Europas. In einem ehemaligen Basaltsteinbruch südlich von Graz soll ein gigantischer saisonaler Wärmespeicher entstehen, gespeist durch Solarthermie, Großwärmepumpen und Biomasse. Ziel: Bis zu einem Drittel der Grazer Fernwärme klimafreundlich bereitzustellen. Im Zentrum des Gesprächs steht eine oft unterschätzte Erkenntnis der Energiewende: Stromspeicher stehen aktuell im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung, Wärmespeicher dagegen kaum. Dabei entscheidet gerade im urbanen Raum die Wärmeversorgung darüber, ob Dekarbonisierung gelingt. Heimo erklärt anschaulich, wie der geplante riesige Wasserspeicher in einem Basaltsteinbruch funktioniert, warum große Volumina physikalische Vorteile haben und weshalb gespeicherte Sommerwärme im Winter zum strategischen Wärmeversorgungsfaktor werden kann. Besonders spannend ist die Verbindung aus Vision und Pragmatismus. Der Steinbruch existiert bereits, ebenso die Nähe zur Fernwärmeinfrastruktur von Graz. Genau daraus entstand die Idee, bestehende Landschaftsnutzung mit neuer Energieinfrastruktur intelligent zu verbinden. Statt auf der grünen Wiese zu bauen, wird vorhandene Industriefläche transformiert. Dait ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie Kreislaufdenken auch im Energiesystem funktionieren kann. Im Interview wird auch deutlich, wie komplex solche Projekte in der Realität sind. Genehmigungen, Flächenwidmung, Förderlogik, Finanzierung und politische Prozesse kosten oft mehr Zeit als die Technik selbst. Heimo beschreibt offen, wie viel Beharrlichkeit notwendig ist, um Großprojekte in Europa umzusetzen und warum unternehmerischer Mut dabei oft wichtiger ist als perfekte Rahmenbedingungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die wirtschaftliche Perspektive. Das Projektvolumen liegt im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Dennoch argumentiert Heimo klar: Wer langfristig stabile, regionale und fossilfreie Wärme liefern will, muss heute in Infrastruktur investieren, statt morgen dauerhaft hohe Importkosten zu bezahlen. Wärmespeicher seien kein Luxus, sondern eine Versicherung gegen Energiekrisen und volatile Märkte. Darüber hinaus erzählt Heimo von seinem persönlichen Weg: vom biologisch geführten Landwirtschaftsbetrieb über die dort entwickelte Kiesabbaufläche, zu kleinen Wasserkraftwerken und schwimmende Photovoltaik bis hin zum wohl größten Projekt seiner Laufbahn. Seine Geschichte zeigt, dass Energiewende oft nicht in Konzernzentralen beginnt, sondern bei Unternehmern, die Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen und beharrlich handeln. Die Folge ist ein spannender Blick auf die Wärmewende im großen Maßstab: technisch fundiert, wirtschaftlich relevant und menschlich nahbar. Wer verstehen will, warum Europas Energiezukunft nicht nur aus Batterien, sondern auch aus smart genutzten Wärmespeichern bestehen könnte, sollte diese Folge hören.
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In dieser Folge von Megawatt & Friends spricht Jan Liepold mit Heimo Ecker-Eckhofen, Initiator und Geschäftsführer des Projekts Sonnenspeicher Süd, über eines der ambitioniertesten Wärmeprojekte Europas. In einem ehemaligen Basaltsteinbruch südlich von Graz soll ein gigantischer saisonaler Wärmespeicher entstehen, gespeist durch Solarthermie, Großwärmepumpen und Biomasse. Ziel: Bis zu einem Drittel der Grazer Fernwärme klimafreundlich bereitzustellen. Im Zentrum des Gesprächs steht eine oft unterschätzte Erkenntnis der Energiewende: Stromspeicher stehen aktuell im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung, Wärmespeicher dagegen kaum. Dabei entscheidet gerade im urbanen Raum die Wärmeversorgung darüber, ob Dekarbonisierung gelingt. Heimo erklärt anschaulich, wie der geplante riesige Wasserspeicher in einem Basaltsteinbruch funktioniert, warum große Volumina physikalische Vorteile haben und weshalb gespeicherte Sommerwärme im Winter zum strategischen Wärmeversorgungsfaktor werden kann. Besonders spannend ist die Verbindung aus Vision und Pragmatismus. Der Steinbruch existiert bereits, ebenso die Nähe zur Fernwärmeinfrastruktur von Graz. Genau daraus entstand die Idee, bestehende Landschaftsnutzung mit neuer Energieinfrastruktur intelligent zu verbinden. Statt auf der grünen Wiese zu bauen, wird vorhandene Industriefläche transformiert. Dait ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie Kreislaufdenken auch im Energiesystem funktionieren kann. Im Interview wird auch deutlich, wie komplex solche Projekte in der Realität sind. Genehmigungen, Flächenwidmung, Förderlogik, Finanzierung und politische Prozesse kosten oft mehr Zeit als die Technik selbst. Heimo beschreibt offen, wie viel Beharrlichkeit notwendig ist, um Großprojekte in Europa umzusetzen und warum unternehmerischer Mut dabei oft wichtiger ist als perfekte Rahmenbedingungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die wirtschaftliche Perspektive. Das Projektvolumen liegt im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Dennoch argumentiert Heimo klar: Wer langfristig stabile, regionale und fossilfreie Wärme liefern will, muss heute in Infrastruktur investieren, statt morgen dauerhaft hohe Importkosten zu bezahlen. Wärmespeicher seien kein Luxus, sondern eine Versicherung gegen Energiekrisen und volatile Märkte. Darüber hinaus erzählt Heimo von seinem persönlichen Weg: vom biologisch geführten Landwirtschaftsbetrieb über die dort entwickelte Kiesabbaufläche, zu kleinen Wasserkraftwerken und schwimmende Photovoltaik bis hin zum wohl größten Projekt seiner Laufbahn. Seine Geschichte zeigt, dass Energiewende oft nicht in Konzernzentralen beginnt, sondern bei Unternehmern, die Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen und beharrlich handeln. Die Folge ist ein spannender Blick auf die Wärmewende im großen Maßstab: technisch fundiert, wirtschaftlich relevant und menschlich nahbar. Wer verstehen will, warum Europas Energiezukunft nicht nur aus Batterien, sondern auch aus smart genutzten Wärmespeichern bestehen könnte, sollte diese Folge hören.
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#8 Heimo Ecker-Eckhofen, Sonnenspeicher Süd: „Je größer ein Wärmespeicher ist, desto effizienter wird er.“
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