EPISODE · Mar 20, 2025 · 1H 20M
Autorin Amira Ben Saoud zeigt uns das Schweben
from Was soll das alles? · host Philip Dulle
"Schweben" ist eine Dystopie: Der Klimawandel ist vollzogen, die Menschen leben isoliert voneinander, und eine Art Diktatur herrscht über das Land. Doch anstatt offener Rebellion begegnen die Figuren dieser neuen Realität mit einer beinahe beunruhigenden Lethargie. Ist das die Schattenseite unserer berühmten menschlichen Anpassungsfähigkeit? Spiegelt sich in dieser Resignation eine Haltung wider, die auch in unserer heutigen Zeit zu beobachten ist? In der neuesten Episode von "Was soll das alles?" spreche ich mit der Autorin Amira Ben Saoud über ihren Debütroman "Schweben". Ein Buch, das sie über Jahre hinweg für sich selbst geschrieben hat und das nun den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat. Wie fühlt es sich an, ein so persönliches Werk plötzlich mit der Welt zu teilen? Im Zentrum der Geschichte steht eine Frau, die sich beruflich in verschiedene Identitäten hineinversetzt. Sie schauspielert für Menschen, die nicht loslassen können – sei es eine verstorbene Mutter, eine verlorene Geliebte oder eine abwesende Freundin. Doch was bedeutet es, wenn wir für andere Menschen eine Rolle spielen? Und wie weit geht diese Selbstaufgabe, insbesondere bei Frauen, die sich in Care-Arbeit, Pflege und Erziehung oft selbst verlieren? Wir sprechen über die zentrale Frage des Romans: Wer bin ich? Und wie verändern sich unsere Beziehungen? Die Protagonistin bewegt sich zwischen Anpassung und Widerstand, zwischen Realität und Fantasie. Ist das titelgebende "Schweben" letztlich ein Akt der Befreiung? Amira erzählt, dass das Schreiben dieses Buches sie durch eine schwierige Phase ihres Lebens getragen hat. Sie hat sich oft im Stoff verrannt, gezweifelt und um Formulierungen gerungen. Sie meint nicht, dass das Buch perfekt ist, aber sie ist stolz darauf, ihr Debüt nun veröffentlicht zu haben. Wir diskutieren, wie sich das literarische Schreiben von ihrer bisherigen journalistischen Arbeit unterscheidet. Welche neuen Freiheiten bot ihr der Roman – und welche Herausforderungen brachte er mit sich? Zudem geht es um ihre eigene Lesebiografie: Welche Bücher haben sie geprägt? Was sucht sie selbst in der Literatur? Und mit welchem Gefühl möchte sie ihre Leser:innen zurücklassen? Ein Gespräch über Identität, Gesellschaft und die Macht der Fantasie – jetzt in der neuen Folge von "Was soll das alles?"
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"Schweben" ist eine Dystopie: Der Klimawandel ist vollzogen, die Menschen leben isoliert voneinander, und eine Art Diktatur herrscht über das Land. Doch anstatt offener Rebellion begegnen die Figuren dieser neuen Realität mit einer beinahe beunruhigenden Lethargie. Ist das die Schattenseite unserer berühmten menschlichen Anpassungsfähigkeit? Spiegelt sich in dieser Resignation eine Haltung wider, die auch in unserer heutigen Zeit zu beobachten ist? In der neuesten Episode von "Was soll das alles?" spreche ich mit der Autorin Amira Ben Saoud über ihren Debütroman "Schweben". Ein Buch, das sie über Jahre hinweg für sich selbst geschrieben hat und das nun den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat. Wie fühlt es sich an, ein so persönliches Werk plötzlich mit der Welt zu teilen? Im Zentrum der Geschichte steht eine Frau, die sich beruflich in verschiedene Identitäten hineinversetzt. Sie schauspielert für Menschen, die nicht loslassen können – sei es eine verstorbene Mutter, eine verlorene Geliebte oder eine abwesende Freundin. Doch was bedeutet es, wenn wir für andere Menschen eine Rolle spielen? Und wie weit geht diese Selbstaufgabe, insbesondere bei Frauen, die sich in Care-Arbeit, Pflege und Erziehung oft selbst verlieren? Wir sprechen über die zentrale Frage des Romans: Wer bin ich? Und wie verändern sich unsere Beziehungen? Die Protagonistin bewegt sich zwischen Anpassung und Widerstand, zwischen Realität und Fantasie. Ist das titelgebende "Schweben" letztlich ein Akt der Befreiung? Amira erzählt, dass das Schreiben dieses Buches sie durch eine schwierige Phase ihres Lebens getragen hat. Sie hat sich oft im Stoff verrannt, gezweifelt und um Formulierungen gerungen. Sie meint nicht, dass das Buch perfekt ist, aber sie ist stolz darauf, ihr Debüt nun veröffentlicht zu haben. Wir diskutieren, wie sich das literarische Schreiben von ihrer bisherigen journalistischen Arbeit unterscheidet. Welche neuen Freiheiten bot ihr der Roman – und welche Herausforderungen brachte er mit sich? Zudem geht es um ihre eigene Lesebiografie: Welche Bücher haben sie geprägt? Was sucht sie selbst in der Literatur? Und mit welchem Gefühl möchte sie ihre Leser:innen zurücklassen? Ein Gespräch über Identität, Gesellschaft und die Macht der Fantasie – jetzt in der neuen Folge von "Was soll das alles?"
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