Besatzungszeit – Junge Talente im sowjetischen Radio episode artwork

EPISODE · Aug 1, 2025 · 16 MIN

Besatzungszeit – Junge Talente im sowjetischen Radio

from Klingende Zeitgeschichte im Ohr · host mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Folge 10 Besatzungszeit – Junge Talente im sowjetischen Radio Objekt: Sujet zur „Russischen Stunde“ – Geschenk an Johann Koplenig Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft stand Österreich bis 1955 unter der Besatzung der Alliierten USA, Frankreich, Großbritannien und Sowjetunion (heute Russische Föderation), die das Land von der nationalsozialistischen Herrschaft befreit hatten. Diese übten auch Kontrolle auf die Medien aus, wobei die Radio-Verkehrs-AG (RAVAG) mit dem Sender Radio Wien unter sowjetischem Einfluss stand. Im Rahmen der Sendung „Russische Stunde“ wurde ein Opernstudio, initiiert von der in der NS-Zeit aus Österreich vertriebenen Schriftstellerin Anneliese Fritz-Eulau, gegründet, um junge Sänger_innen und Musiker_innen zu fördern. Alle noch vorhandenen Aufnahmen dieses Opernstudios befinden sich im Archiv des Instituts für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw. Sie ermöglichen einen Einblick in die Beeinflussung der Kulturpolitik der Nachkriegszeit durch die Sowjetunion beziehungsweise die österreichische Kommunistische Partei. Über Staffel 2: Wir erzählen, wie die mdw zu dem geworden ist, was sie heute ist. Anhand von Objekten aus dem Universitätsarchiv rollen wir die Geschichte der mdw im Austrofaschismus, im Nationalsozialismus und im Postnazismus auf. Objekte aus dem Archiv der mdw, die bei der Ausstellung „Klingende Zeitgeschichte in Objekten“  - Die mdw* im Austrofaschismus, Nationalsozialismus und Postnazismus gezeigt wurden, werden akustisch in Szene gesetzt. Jede Folge verschränkt Collagen aus Originaldokumenten, die als szenischer Text arrangiert und eingelesen werden, mit zeitgenössischen Originalkompositionen und Sounddesign. Die unterschiedlichen Tonlagen aus Vergangenheit und Gegenwart werden von Komponist:innen weiterentwickelt, von Schauspiel-Studierenden werden sie zur Sprache gebracht.  Credits dieser Folge: Redaktions- und Produktionsteam: Severin Matiasovits, Doris Piller, Eva Schörkhuber und Erwin Strouhal Wissenschaftliche Aufarbeitung: Anita Mayer-Hirzberger Text, Idee und Konzept: Eva Schörkhuber  Musikalische Leitung: Jaime Volfson Reyes  Assistenz der musikalischen Leitung: Cezara Procopciuc  Originalkomposition: Micha Fazeli Pour  Gespielt wurde die Originalkomposition von: Sonja Oberkofler – Saxophone; Juan Alonso Moreda – Saxophone; Taikan Yamasaki – Schlagzeug; Panagiotis Nikitaris – Klavier, Irini Liu - Cello  Sounddesign Tonmarken: Anton Vertipolokh  Regie und Koordination der Sprachaufnahmen: Barbara Bernhard  Gesprochen haben: Coco Brell, Antonie Lawrenz, Elena Pfeiler, Alexandra Schmidt, Simon Schofeld, Julian Rohrmoser  Produktionstonmeister: Maximilian Fugger  Koordination Tonmeister:innen Sprachaufnahmen: Hans Groiss  Tonmeister:innen Sprachaufnahmen: Hannah Brandner, Johannes Hartinger, Valentin Lindner, Malin Peters, Ferdinand Rauchmann  Koordination Tonmeister:innen Musikaufnahmen: Bernd Oberlinninger  Tonmeister Musikaufnahmen: Lukas Lützow, Ivan Mankevich, Florian Six, Dominik Vogl  Quellen: Dokumente aus dem DokuFunk-Archiv: Die bisher im Opernstudio der Russischen Stunde tätigen jungen Künstler. Wien, im Feber 1952. dokufunk, 011_0866. Anita Mayer-Hirzberger: Das Opernstudio der Russischen Stunde. Nachwuchsförderung und sowjetische Propaganda. In: Klingende Zeitgeschichte in Objekten – Die mdw* im Austrofaschismus, Nationalsozialismus und Postnazismus. Beiträge zur Ausstellung an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, https://repo.mdw.ac.at/klingende-zeitgeschichte/s/de/item/104 (Stand 21.2.2024) Erwin Strouhal, Gedenkbuch für die im Nationalsozialismus verfolgten Angehörigen der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Band 2 der Studien zur Geschichte der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Eigenverlag Wien: 2023 Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kassowitz, Gottfried‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3d8 (Stand 25.3.2024) Ein Jahr Opernstudio der Russischen Stunde. Öffentliches Konzert im Sowjetischen Informationszentrum. Österreichische Zeitung, 19. September 1951, eingesehen auf ANNO, Österreichische Nationalbibliothek, https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19510919&seite=5&zoom=33&query=%22Opernstudio%22&ref=anno-search (Stand 25.3.2024)  Hertha F.: Stimme aus dem Publikum. Gelungenes Konzert des Opernstudios der Russischen Stunde. Österreichische Zeitung, 15. März 1951, eingesehen auf ANNO, Österreichische Nationalbibliothek, https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19510315&query=%22Russischen%22+%22Stunde%22&ref=anno-search&seite=5 (Stand 12.4.2024)  [Interview mit Tamara Dragan] „Die erste Pflicht des Künstlers ist, mit ganzer Kraft für den Frieden zu arbeiten“. Österreichische Zeitung, 4. November 1950, eingesehen auf ANNO, Österreichische Nationalbibliothek, https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19501104&seite=6&zoom=33&query=%22Tamara%22&ref=anno-search (Stand 12.4.2024) Nina Hechenblaikner: Filme und andere Medien im besetzten Österreich, Zusammenfassung eines Vortrags von Karin Moser an der Universität Innsbruck 25.2.2019, abrufbar unter: https://www.uibk.ac.at/de/newsroom/2019/filme-und-andere-medien-im-besetzten-oesterreich/ (Stand 23.4.2024)

Folge 10 Besatzungszeit – Junge Talente im sowjetischen Radio Objekt: Sujet zur „Russischen Stunde“ – Geschenk an Johann Koplenig Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft stand Österreich bis 1955 unter der Besatzung der Alliierten USA, Frankreich, Großbritannien und Sowjetunion (heute Russische Föderation), die das Land von der nationalsozialistischen Herrschaft befreit hatten. Diese übten auch Kontrolle auf die Medien aus, wobei die Radio-Verkehrs-AG (RAVAG) mit dem Sender Radio Wien unter sowjetischem Einfluss stand. Im Rahmen der Sendung „Russische Stunde“ wurde ein Opernstudio, initiiert von der in der NS-Zeit aus Österreich vertriebenen Schriftstellerin Anneliese Fritz-Eulau, gegründet, um junge Sänger_innen und Musiker_innen zu fördern. Alle noch vorhandenen Aufnahmen dieses Opernstudios befinden sich im Archiv des Instituts für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw. Sie ermöglichen einen Einblick in die Beeinflussung der Kulturpolitik der Nachkriegszeit durch die Sowjetunion beziehungsweise die österreichische Kommunistische Partei. Über Staffel 2: Wir erzählen, wie die mdw zu dem geworden ist, was sie heute ist. Anhand von Objekten aus dem Universitätsarchiv rollen wir die Geschichte der mdw im Austrofaschismus, im Nationalsozialismus und im Postnazismus auf. Objekte aus dem Archiv der mdw, die bei der Ausstellung „Klingende Zeitgeschichte in Objekten“  - Die mdw* im Austrofaschismus, Nationalsozialismus und Postnazismus gezeigt wurden, werden akustisch in Szene gesetzt. Jede Folge verschränkt Collagen aus Originaldokumenten, die als szenischer Text arrangiert und eingelesen werden, mit zeitgenössischen Originalkompositionen und Sounddesign. Die unterschiedlichen Tonlagen aus Vergangenheit und Gegenwart werden von Komponist:innen weiterentwickelt, von Schauspiel-Studierenden werden sie zur Sprache gebracht.  Credits dieser Folge: Redaktions- und Produktionsteam: Severin Matiasovits, Doris Piller, Eva Schörkhuber und Erwin Strouhal Wissenschaftliche Aufarbeitung: Anita Mayer-Hirzberger Text, Idee und Konzept: Eva Schörkhuber  Musikalische Leitung: Jaime Volfson Reyes  Assistenz der musikalischen Leitung: Cezara Procopciuc  Originalkomposition: Micha Fazeli Pour  Gespielt wurde die Originalkomposition von: Sonja Oberkofler – Saxophone; Juan Alonso Moreda – Saxophone; Taikan Yamasaki – Schlagzeug; Panagiotis Nikitaris – Klavier, Irini Liu - Cello  Sounddesign Tonmarken: Anton Vertipolokh  Regie und Koordination der Sprachaufnahmen: Barbara Bernhard  Gesprochen haben: Coco Brell, Antonie Lawrenz, Elena Pfeiler, Alexandra Schmidt, Simon Schofeld, Julian Rohrmoser  Produktionstonmeister: Maximilian Fugger  Koordination Tonmeister:innen Sprachaufnahmen: Hans Groiss  Tonmeister:innen Sprachaufnahmen: Hannah Brandner, Johannes Hartinger, Valentin Lindner, Malin Peters, Ferdinand Rauchmann  Koordination Tonmeister:innen Musikaufnahmen: Bernd Oberlinninger  Tonmeister Musikaufnahmen: Lukas Lützow, Ivan Mankevich, Florian Six, Dominik Vogl  Quellen: Dokumente aus dem DokuFunk-Archiv: Die bisher im Opernstudio der Russischen Stunde tätigen jungen Künstler. Wien, im Feber 1952. dokufunk, 011_0866. Anita Mayer-Hirzberger: Das Opernstudio der Russischen Stunde. Nachwuchsförderung und sowjetische Propaganda. In: Klingende Zeitgeschichte in Objekten – Die mdw* im Austrofaschismus, Nationalsozialismus und Postnazismus. Beiträge zur Ausstellung an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, https://repo.mdw.ac.at/klingende-zeitgeschichte/s/de/item/104 (Stand 21.2.2024) Erwin Strouhal, Gedenkbuch für die im Nationalsozialismus verfolgten Angehörigen der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Band 2 der Studien zur Geschichte der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Eigenverlag Wien: 2023 Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kassowitz, Gottfried‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3d8 (Stand 25.3.2024) Ein Jahr Opernstudio der Russischen Stunde. Öffentliches Konzert im Sowjetischen Informationszentrum. Österreichische Zeitung, 19. September 1951, eingesehen auf ANNO, Österreichische Nationalbibliothek, https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19510919&seite=5&zoom=33&query=%22Opernstudio%22&ref=anno-search (Stand 25.3.2024)  Hertha F.: Stimme aus dem Publikum. Gelungenes Konzert des Opernstudios der Russischen Stunde. Österreichische Zeitung, 15. März 1951, eingesehen auf ANNO, Österreichische Nationalbibliothek, https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19510315&query=%22Russischen%22+%22Stunde%22&ref=anno-search&seite=5 (Stand 12.4.2024)  [Interview mit Tamara Dragan] „Die erste Pflicht des Künstlers ist, mit ganzer Kraft für den Frieden zu arbeiten“. Österreichische Zeitung, 4. November 1950, eingesehen auf ANNO, Österreichische Nationalbibliothek, https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19501104&seite=6&zoom=33&query=%22Tamara%22&ref=anno-search (Stand 12.4.2024) Nina Hechenblaikner: Filme und andere Medien im besetzten Österreich, Zusammenfassung eines Vortrags von Karin Moser an der Universität Innsbruck 25.2.2019, abrufbar unter: https://www.uibk.ac.at/de/newsroom/2019/filme-und-andere-medien-im-besetzten-oesterreich/ (Stand 23.4.2024)

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