EPISODE · Jul 15, 2026 · 1H 15M
Botox, Numbness und der Aufstieg weiblicher Ausdruckslosigkeit
from Feuer & Brot · host Alice Hasters & Maximiliane Haecke
Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) Unterstützt uns auf Steady: https://steady.page/de/feuerundbrot/about "Botox ist die bessere Hautcreme" hat Ikkimel letztens gesagt. Damit spricht sie aus, was schon längst zu spüren ist: Minimalinvasive Schönheitseingriffe - sogenannte "Twaekments" sind mittlerweile vollkommen normalisiert. Die Industrie boomt, die Kundschaft wächst und wird dazu auch noch immer jünger. Millenials geben besonders viel Geld für Tweakments aus, aber auch viele GenZler lassen sich bereits Botox spritzen. Nur: Botox ist eben keine optimierte Hautcreme, sondern ein Nervengift, das die Bewegung der Muskeln einschränkt oder vollkommen verhindert. Und das hat mehr Effekte als allein eine geglättete Haut. Wer seine Gesichtsmuskeln nicht bewegen kann, hat auch weniger Zugang zu seinen Emotionen, das zeigen Studien. In einer überfordernden und krisengebeutelten Welt klingt gerade das für manche allerdings verlockend. Wohl nicht zufällig geht mit den steigenden Eingriffen ein neuer ästhetischer Trend einher: Vor allem junge Frauen schauen vermehrt ausdruckslos in Kameras, lächeln weniger und schmollen mehr - Gesichtsausdrücke, die unter dem Namen "Gen Z Stare" und "Gen Z Pout" im Netz diskutiert und nachgeahmt werden. Was steckt hinter diesem ausdruckslosen Ausdruck? Eine feministische Verweigerung gegenüber der an Frauen gestellten Anforderung immer lieb, freundlich und nett zu sein? Oder sieht man hier nicht viel mehr die Effekte von Botox und die sich verbreitende Unfähigkeit Emotionen zu zeigen? Ist das blanke Starren und Schmollen als rebellisch zu verstehen oder ist es nicht viel mehr ein Zeichen von Resignation und Gleichgültigkeit? Fest steht: Der Botox-Boom ist mehr als nur ein Schönheitstrend, er ist auch ästhetische Untermalung, Reaktion und Weiterführung einer wiederaufkommenden gesellschaftlichen Gefühlslosigkeit und eines Taubheitsgefühls - und das ist nicht ungefährlich. Was ist das also für eine Welt, in der immer mehr Menschen bereitwillig ihre Gesichtsmimik drangeben, im Namen der Schönheit? Wir denken drüber nach, hört rein.
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Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) Unterstützt uns auf Steady: https://steady.page/de/feuerundbrot/about "Botox ist die bessere Hautcreme" hat Ikkimel letztens gesagt. Damit spricht sie aus, was schon längst zu spüren ist: Minimalinvasive Schönheitseingriffe - sogenannte "Twaekments" sind mittlerweile vollkommen normalisiert. Die Industrie boomt, die Kundschaft wächst und wird dazu auch noch immer jünger. Millenials geben besonders viel Geld für Tweakments aus, aber auch viele GenZler lassen sich bereits Botox spritzen. Nur: Botox ist eben keine optimierte Hautcreme, sondern ein Nervengift, das die Bewegung der Muskeln einschränkt oder vollkommen verhindert. Und das hat mehr Effekte als allein eine geglättete Haut. Wer seine Gesichtsmuskeln nicht bewegen kann, hat auch weniger Zugang zu seinen Emotionen, das zeigen Studien. In einer überfordernden und krisengebeutelten Welt klingt gerade das für manche allerdings verlockend. Wohl nicht zufällig geht mit den steigenden Eingriffen ein neuer ästhetischer Trend einher: Vor allem junge Frauen schauen vermehrt ausdruckslos in Kameras, lächeln weniger und schmollen mehr - Gesichtsausdrücke, die unter dem Namen "Gen Z Stare" und "Gen Z Pout" im Netz diskutiert und nachgeahmt werden. Was steckt hinter diesem ausdruckslosen Ausdruck? Eine feministische Verweigerung gegenüber der an Frauen gestellten Anforderung immer lieb, freundlich und nett zu sein? Oder sieht man hier nicht viel mehr die Effekte von Botox und die sich verbreitende Unfähigkeit Emotionen zu zeigen? Ist das blanke Starren und Schmollen als rebellisch zu verstehen oder ist es nicht viel mehr ein Zeichen von Resignation und Gleichgültigkeit? Fest steht: Der Botox-Boom ist mehr als nur ein Schönheitstrend, er ist auch ästhetische Untermalung, Reaktion und Weiterführung einer wiederaufkommenden gesellschaftlichen Gefühlslosigkeit und eines Taubheitsgefühls - und das ist nicht ungefährlich. Was ist das also für eine Welt, in der immer mehr Menschen bereitwillig ihre Gesichtsmimik drangeben, im Namen der Schönheit? Wir denken drüber nach, hört rein.
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Botox, Numbness und der Aufstieg weiblicher Ausdruckslosigkeit
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