Das Coburger Fuchsschaf / fairewolle Podcast Folge 8 episode artwork

EPISODE · Dec 22, 2025 · 49 MIN

Das Coburger Fuchsschaf / fairewolle Podcast Folge 8

from fairewolle - Der Podcast · host Daniel Grosse und Stephanie Baur

In dieser Folge vor Weihnachten tauchen Daniel und Steffi in die faszinierende Welt des Coburger Fuchsschafes ein – eine Schafrasse mit einem wahrhaft "goldenen Vlies", wie es in der griechischen Mythologie beschrieben wird.Das Coburger Fuchsschaf ist eine alte Landschafrasse, die perfekt für karge Mittelgebirgslandschaften geeignet ist. Besonders spannend: Die Lämmer werden rotbraun bis goldgelb geboren und ändern ihre Farbe im Laufe des ersten Lebensjahres zu einem hellen Beige mit rotbraunen Stichelhaaren – daher der Name "goldenes Vlies". Kopf und Beine bleiben dabei rotbraun, was die Schafe besonders knuffig aussehen lässt.Die dramatische Geschichte dieser Rasse ist beeindruckend: Während des Nationalsozialismus wurde das Coburger Fuchsschaf durch den Fokus auf Leistungszucht fast ausgerottet. Ein Mann rettete die Rasse: Otto Stritzel, Schäfer und Tuchmeister, suchte in den 1940er Jahren nach der passenden Schafrasse für einen einheimischen Tweedstoff nach englischem Vorbild. Mit gerade mal 30 Schafen begann er 1943 die Zucht und züchtete die Rasse bis 1962 zu dem zurück, was wir heute kennen. 1966 wurde sie als eigenständige Landschafrasse anerkannt.Heute steht das Coburger Fuchsschaf auf der Vorwarnstufe der roten Liste gefährdeter Nutztierrassen. Die Zucht ist herausfordernd, da der kleine Genpool Probleme mit sich bringt. Um Gesundheitsprobleme zu vermeiden, müssen regelmäßig andere Farbschläge wie Soloniot eingekreuzt werden, wobei man aufpassen muss, dass die Wolle nicht zu dunkel wird.Die Wolle selbst hat eine Feinheit von 33-36 Mikron, ist also nicht superzart, aber auch nicht extrem kratzig – perfekt für dicke Pullover, Strickjacken oder Teppiche. Die melierte Naturfarbe durch die Stichelhaare ist so schön, dass Steffi findet, man sollte sie gar nicht färben. Nur etwa 3000 Kilo Wolle pro Jahr sind für Teppichproduktion geeignet – ein Zeichen für den kleinen Bestand.Ein Aufruf an alle Zuhörer: Wenn ihr einen Schäfer mit Coburger Fuchsschafen in der Nähe habt, fragt doch mal nach der Wolle! Zum Abschluss wünschen Daniel und Steffi frohe Weihnachten und einen guten Rutsch – die nächste Folge kommt im neuen Jahr!Quellen und Links:Wikipedia über Coburger Fuchsschafehttps://www.g-e-h.de/rassebeschreibungen/72-rassebeschreibungen-schafe/96-coburger-fuchsschafArbeitsgemeinschaft der deutschen Fuchsschafzüchter e.V. Coburger Fuchsschaf bei Slowfood DeutschlandBio-Wollgarne vom FinkhofGoldenes Vlies e.V.

In dieser Folge vor Weihnachten tauchen Daniel und Steffi in die faszinierende Welt des Coburger Fuchsschafes ein – eine Schafrasse mit einem wahrhaft "goldenen Vlies", wie es in der griechischen Mythologie beschrieben wird.Das Coburger Fuchsschaf ist eine alte Landschafrasse, die perfekt für karge Mittelgebirgslandschaften geeignet ist. Besonders spannend: Die Lämmer werden rotbraun bis goldgelb geboren und ändern ihre Farbe im Laufe des ersten Lebensjahres zu einem hellen Beige mit rotbraunen Stichelhaaren – daher der Name "goldenes Vlies". Kopf und Beine bleiben dabei rotbraun, was die Schafe besonders knuffig aussehen lässt.Die dramatische Geschichte dieser Rasse ist beeindruckend: Während des Nationalsozialismus wurde das Coburger Fuchsschaf durch den Fokus auf Leistungszucht fast ausgerottet. Ein Mann rettete die Rasse: Otto Stritzel, Schäfer und Tuchmeister, suchte in den 1940er Jahren nach der passenden Schafrasse für einen einheimischen Tweedstoff nach englischem Vorbild. Mit gerade mal 30 Schafen begann er 1943 die Zucht und züchtete die Rasse bis 1962 zu dem zurück, was wir heute kennen. 1966 wurde sie als eigenständige Landschafrasse anerkannt.Heute steht das Coburger Fuchsschaf auf der Vorwarnstufe der roten Liste gefährdeter Nutztierrassen. Die Zucht ist herausfordernd, da der kleine Genpool Probleme mit sich bringt. Um Gesundheitsprobleme zu vermeiden, müssen regelmäßig andere Farbschläge wie Soloniot eingekreuzt werden, wobei man aufpassen muss, dass die Wolle nicht zu dunkel wird.Die Wolle selbst hat eine Feinheit von 33-36 Mikron, ist also nicht superzart, aber auch nicht extrem kratzig – perfekt für dicke Pullover, Strickjacken oder Teppiche. Die melierte Naturfarbe durch die Stichelhaare ist so schön, dass Steffi findet, man sollte sie gar nicht färben. Nur etwa 3000 Kilo Wolle pro Jahr sind für Teppichproduktion geeignet – ein Zeichen für den kleinen Bestand.Ein Aufruf an alle Zuhörer: Wenn ihr einen Schäfer mit Coburger Fuchsschafen in der Nähe habt, fragt doch mal nach der Wolle! Zum Abschluss wünschen Daniel und Steffi frohe Weihnachten und einen guten Rutsch – die nächste Folge kommt im neuen Jahr!Quellen und Links:Wikipedia über Coburger Fuchsschafehttps://www.g-e-h.de/rassebeschreibungen/72-rassebeschreibungen-schafe/96-coburger-fuchsschafArbeitsgemeinschaft der deutschen Fuchsschafzüchter e.V. Coburger Fuchsschaf bei Slowfood DeutschlandBio-Wollgarne vom FinkhofGoldenes Vlies e.V.

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