EPISODE · Dec 11, 2025 · 32 MIN
Das schriftliche Examen aus Sicht eines Prüfers - Recht Alt - Recht Jung #3
from Recht Alt - Recht Jung · host Jan Alex Stumper
Willkommen zurück bei „Recht Alt – Recht Jung“! In dieser dritten Episode wechseln wir die Perspektive: Nachdem es zuletzt um die mündliche Prüfung ging, steht heute das schriftliche Examen im Fokus.Ein erfahrener Prüfer steckt mitten in der Korrektur von 50 Examensklausuren und teilt brandaktuelle und teils ernüchternde Einblicke aus der Praxis eines Prüfers. Warum scheitern viele Prüflinge an einem scheinbar einfachen Sachverhalt? Und wie entscheidet die Psychologie des Prüfers in den ersten fünf Seiten über Sieg oder Niederlage?Diese Folge ist ein Plädoyer für das juristische Handwerk. Erfahrt, warum “Mut zur Lücke” keine Option ist, aber “Mut zur Basis” oft die Rettung sein kann, wenn die Panik in der dritten Stunde hochkriecht.Themen dieser Folge:* Einblicke ins Prüferzimmer: Wie Korrektoren bei 50 Klausuren (”Massenware”) arbeiten und ticken.* Der erste Eindruck zählt: Warum der Einstieg in die Klausur überproportional wichtig für die Endnote ist (Confirmation Bias).* Strategien gegen die Panik: Wie man durch methodische Grundlagen und saubere Begriffsarbeit Ruhe in die Klausur bringt.* Qualität vor Quantität: Warum das “Niederschreiben des Mandantengesprächs” keine Punkte bringt.Timestamps(00:00) – Intro & Rückblick Begrüßung und Übergang von der mündlichen zur schriftlichen Prüfung.(01:40) – Der Korrektur-Marathon Bericht über die Belastung, 50 Klausuren am Stück zu korrigieren.(02:30) – Tiere im Examen Der Klassiker § 90a BGB: Warum Tiere zwar keine Sachen sind, aber wie solche behandelt werden.(04:00) – Der Fehler im „Welpen-Fall“ Ein konkretes Beispiel aus dem aktuellen Durchgang(08:20) – Prüfer-Psychologie: Massenware Klausur Wie Prüfer unter Zeitdruck arbeiten und warum Entscheidungen oft intuitiv und früh fallen.(10:15) – Der Anfang muss sitzen Warum die ersten fünf Seiten den „Mitleidseffekt“ triggern können und Fehler später verzeihlicher machen.(12:40) – Strategie: Grundlagen statt Panik Wie man sich rettet, wenn man den Fall nicht sofort durchdringt: Atmen, Struktur finden, Basis-Handwerk nutzen.(16:00) – Das „Zwischenergebnis“ als Anker Die Taktik, durch saubere Definitionen Selbstsicherheit zurückzugewinnen.(18:30) – Schreibstil: Prägnanz vs. Labern Der Unterschied zwischen einer knackigen juristischen Lösung und einem narrativen Aufsatz.(20:45) – Mut zur Methode Warum man nicht auf den „Glückstreffer“ beim Sachverhalt hoffen sollte, sondern auf methodische Festigkeit („Rechnen mit Begriffen“).(22:00) – Kritik an der Ausbildung Warum methodische Grundlagen an der Uni oft zu kurz kommen und wie man sie sich selbst aneignet.(25:35) – Fazit zur Klausurtaktik Zusammenfassung: Wie man die Weichen richtig stellt, um nicht nach drei Stunden einzubrechen.(28:00) – Ausblick & Verabschiedung (Geschätzter Teil) Was uns in der nächsten Folge erwartet This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit rechtaltrechtjung.substack.com
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