EPISODE · Mar 15, 2022 · 6 MIN
Das Weib des Pharao
from Auf den Tag genau · host Jan Fusek, Fabian Goppelsröder und Robert Sollich
Auch in den Zwanziger Jahren gab es schon so etwas wie Blockbuster-Kinofilme, die mit enormem Aufwand, Tausenden von Komparsen, riesigen Kulissen und Filmstars in den Hauptrollen gedreht wurden. Und schon damals zeichnete sich ab, dass der fruchtbarste Boden für diese Filme der US-Amerikanische Markt war. Ernst Lubitsch drehte 1921/22 den Sensationsfilm „Das Weib des Pharao“, einen der aufwändigsten deutschen Filme bis dahin. Heere von Statisten stellten in einer Sandgrube in Brandenburg die Schlacht der Nubier gegen die Ägypter nach; in der Gegend des heutigen Insulaners, damals eine Dünenlandschaft, wurden riesige Tempelanlagen erbaut. Premiere feierte der Film im Februar in New York, bevor er am 14. März in Berlin zum ersten mal in Deutschland aufgeführt wurde. Das Kalkül ging zumindest für Lubitsch auf, der anschließend nach Hollywood auswanderte. Für das Berliner Tageblatt vom 15.3. war der große Theaterkritiker Alfred Kerr im Kino. In seiner Rezension macht er sich, wenig überraschend, über die hanebüchen zusammengefügten großen Emotionen und Actionsequenzen des Films lustig, indem er nur selektiv auf die unzähligen Spannungspunkte eingeht. Den sehr eigenwilligen und eliptischen Text rezitiert für uns Frank Riede.
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Auch in den Zwanziger Jahren gab es schon so etwas wie Blockbuster-Kinofilme, die mit enormem Aufwand, Tausenden von Komparsen, riesigen Kulissen und Filmstars in den Hauptrollen gedreht wurden. Und schon damals zeichnete sich ab, dass der fruchtbarste Boden für diese Filme der US-Amerikanische Markt war. Ernst Lubitsch drehte 1921/22 den Sensationsfilm „Das Weib des Pharao“, einen der aufwändigsten deutschen Filme bis dahin. Heere von Statisten stellten in einer Sandgrube in Brandenburg die Schlacht der Nubier gegen die Ägypter nach; in der Gegend des heutigen Insulaners, damals eine Dünenlandschaft, wurden riesige Tempelanlagen erbaut. Premiere feierte der Film im Februar in New York, bevor er am 14. März in Berlin zum ersten mal in Deutschland aufgeführt wurde. Das Kalkül ging zumindest für Lubitsch auf, der anschließend nach Hollywood auswanderte. Für das Berliner Tageblatt vom 15.3. war der große Theaterkritiker Alfred Kerr im Kino. In seiner Rezension macht er sich, wenig überraschend, über die hanebüchen zusammengefügten großen Emotionen und Actionsequenzen des Films lustig, indem er nur selektiv auf die unzähligen Spannungspunkte eingeht. Den sehr eigenwilligen und eliptischen Text rezitiert für uns Frank Riede.
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