EPISODE · Aug 10, 2020 · 8 MIN
Der Genozid an den Armeniern
from Auf den Tag genau · host Jan Fusek, Fabian Goppelsröder und Robert Sollich
Der Genozid an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges gilt als einer der ersten Völkermorde des 20. Jahrhunderts. Von staatlicher türkischer Seite bis heute geleugnet, gibt es doch hinreichend Augenzeugenberichte, die schon früh Umstände und Ausmaß der Massaker und Todesmärsche publik machten. Eine der wichtigsten Stimmen war diesbezüglich der deutsche Dolmetscher und Kriegsberichterstatter Heinrich Vierbücher, der 1930 das Standardwerk ‘Armenien 1915‘ vorlegte, welches mit erschütternder Klarheit den Völkermord in seinem Ablauf beschreibt und als Zeitdokument bis heute immer wieder neu aufgelegt worden ist. In einer komprimierten Form konnte man die wesentlichen Fakten aus Vierbüchers Feder indes bereits am 10. August 1920 – dem Tag, an dem das Osmanische Reich den Friedensvertrag von Sèvres unterzeichnete - im Vorwärts nachlesen. Hier tut dies Frank Riede.
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Der Genozid an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges gilt als einer der ersten Völkermorde des 20. Jahrhunderts. Von staatlicher türkischer Seite bis heute geleugnet, gibt es doch hinreichend Augenzeugenberichte, die schon früh Umstände und Ausmaß der Massaker und Todesmärsche publik machten. Eine der wichtigsten Stimmen war diesbezüglich der deutsche Dolmetscher und Kriegsberichterstatter Heinrich Vierbücher, der 1930 das Standardwerk ‘Armenien 1915‘ vorlegte, welches mit erschütternder Klarheit den Völkermord in seinem Ablauf beschreibt und als Zeitdokument bis heute immer wieder neu aufgelegt worden ist. In einer komprimierten Form konnte man die wesentlichen Fakten aus Vierbüchers Feder indes bereits am 10. August 1920 – dem Tag, an dem das Osmanische Reich den Friedensvertrag von Sèvres unterzeichnete - im Vorwärts nachlesen. Hier tut dies Frank Riede.
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