EPISODE · May 26, 2026 · 38 MIN
Dialogforum Digital – Episode 12: „Verwaltung 2030: Vom Antrag zum echten Service“
from Dialogforum Digital · host BearingPoint
In dieser Episode spricht Dr. Sebastian Leder mit Matthias Pröfrock aus der landespolitischen Verwaltung Baden-Württemberg und Stefan Gasslitter, Generaldirektor des IT-Dienstleisters der Autonomen Provinz Südtirol, über die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung. Gemeinsam blicken sie auf zwei unterschiedliche Verwaltungswelten: auf die föderal geprägte Struktur Deutschlands mit starken kommunalen Zuständigkeiten und gewachsenen Registerlandschaften sowie auf die stärker zentralisierte Perspektive Italiens, in der nationale Dateninfrastrukturen und digitale Verwaltungsdienste bereits andere Möglichkeiten eröffnen.Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Digitalisierung nicht bei der elektronischen Abbildung bestehender Formulare, Akten und Zuständigkeiten stehen bleiben darf. Das Gespräch zeigt, wie sehr moderne Verwaltung von einem klaren Zielbild abhängt: Soll der Staat lediglich schneller werden oder muss er grundlegend anders funktionieren? Diskutiert werden zentrale Register, digitale Identitäten, Once-Only-Prinzipien, proaktive Verwaltungsleistungen, Künstliche Intelligenz und neue Service-Modelle, die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen nicht mehr durch Zuständigkeiten führen, sondern von ihren konkreten Lebenslagen und Bedürfnissen ausgehen.Dabei wird deutlich, dass digitale Transformation weit über Technologie hinausreicht. Föderale Strukturen, Datenschutz, Datenqualität, Aufgabenkritik und Change Management prägen den Weg ebenso wie Cloud-Infrastrukturen, digitale Zwillinge oder KI-gestützte Unterstützung in der Verwaltung. Am Beispiel Südtirols wird sichtbar, wie proaktive Services, KI-unterstützte Anlaufstellen und eine stärkere Nutzung vorhandener Daten Verwaltung entlasten und zugleich näher an die Menschen bringen können. Zugleich macht die deutsche Perspektive deutlich, wie anspruchsvoll es ist, bestehende Zuständigkeiten, Register und Verwaltungslogiken in eine wirklich digitale Architektur zu überführen.Eine Episode über den Staat im digitalen Zeitalter, über die Spannung zwischen föderaler Vielfalt und digitaler Skalierung, über Verwaltung als Service und über die Frage, wie Europa seine Handlungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und demokratische Legitimation in einer Zeit tiefgreifender technologischer und geopolitischer Veränderungen sichern kann.
What this episode covers
In dieser Episode spricht Dr. Sebastian Leder mit Matthias Pröfrock aus der landespolitischen Verwaltung Baden-Württemberg und Stefan Gasslitter, Generaldirektor des IT-Dienstleisters der Autonomen Provinz Südtirol, über die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung. Gemeinsam blicken sie auf zwei unterschiedliche Verwaltungswelten: auf die föderal geprägte Struktur Deutschlands mit starken kommunalen Zuständigkeiten und gewachsenen Registerlandschaften sowie auf die stärker zentralisierte Perspektive Italiens, in der nationale Dateninfrastrukturen und digitale Verwaltungsdienste bereits andere Möglichkeiten eröffnen.Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Digitalisierung nicht bei der elektronischen Abbildung bestehender Formulare, Akten und Zuständigkeiten stehen bleiben darf. Das Gespräch zeigt, wie sehr moderne Verwaltung von einem klaren Zielbild abhängt: Soll der Staat lediglich schneller werden oder muss er grundlegend anders funktionieren? Diskutiert werden zentrale Register, digitale Identitäten, Once-Only-Prinzipien, proaktive Verwaltungsleistungen, Künstliche Intelligenz und neue Service-Modelle, die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen nicht mehr durch Zuständigkeiten führen, sondern von ihren konkreten Lebenslagen und Bedürfnissen ausgehen.Dabei wird deutlich, dass digitale Transformation weit über Technologie hinausreicht. Föderale Strukturen, Datenschutz, Datenqualität, Aufgabenkritik und Change Management prägen den Weg ebenso wie Cloud-Infrastrukturen, digitale Zwillinge oder KI-gestützte Unterstützung in der Verwaltung. Am Beispiel Südtirols wird sichtbar, wie proaktive Services, KI-unterstützte Anlaufstellen und eine stärkere Nutzung vorhandener Daten Verwaltung entlasten und zugleich näher an die Menschen bringen können. Zugleich macht die deutsche Perspektive deutlich, wie anspruchsvoll es ist, bestehende Zuständigkeiten, Register und Verwaltungslogiken in eine wirklich digitale Architektur zu überführen.Eine Episode über den Staat im digitalen Zeitalter, über die Spannung zwischen föderaler Vielfalt und digitaler Skalierung, über Verwaltung als Service und über die Frage, wie Europa seine Handlungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und demokratische Legitimation in einer Zeit tiefgreifender technologischer und geopolitischer Veränderungen sichern kann.
NOW PLAYING
Dialogforum Digital – Episode 12: „Verwaltung 2030: Vom Antrag zum echten Service“
No transcript for this episode yet
Similar Episodes
No similar episodes found.
Similar Podcasts
No similar podcasts found.