Ende des Wirtschaftswachstums episode artwork

EPISODE · Apr 13, 2024 · 1H 9M

Ende des Wirtschaftswachstums

from Auf Spurensuche nach Natürlichkeit · host Bastian Barucker

Christian Kreiß ist Professor für Finanzierung, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik und war neun Jahre lang Banker, davon arbeitete er sieben Jahre als Investmentbanker. In seinem aktuellen Buch "Das Ende des Wirtschaftswachstums" (als PDF), das die für einen Ökonomen eher ungewöhnlichen Untertitel "Die ökonomischen und sozialen Folgen mangelnder Ethik und Moral" trägt, geht es um die Frage, ob ein stetig steigendes Bruttosozialprodukt zu steigendem Wohlstand für die Mehrheit der Menschen führt. Gemäß Christian Kreiß lautet die wichtigste Arbeitshypothese seines Buches: "Ohne Moral funktioniert Wirtschaft nicht.“ Kreiß analysiert für diese Publikation Ökonomien westlicher Volkswirtschaften und stellt dabei fest, dass es in vielen Ländern bereits seit Jahren bis zu Jahrzehnten trotz eines formalen Wirtschaftswachstums keine realen Lohnerhöhungen mehr für die normal arbeitende Bevölkerung gegeben hat. Er sagt: "Von dem amtlich vermeldeten Wirtschaftswachstum kommt selbst laut offiziellen Zahlen bei einem großen Teil der Bevölkerung nur wenig an.“ Anhand prägnanter Beispiele verdeutlicht Professor Kreiß, wie sehr leistungslose Einkommen, wie z.B. Gewinnausschüttungen an Aktienbesitzer, mit dafür verantwortlich sind, dass es in Deutschland seit langem schon kein reales, wohlfahrtssteigerndes Wirtschaftswachstum mehr gibt. Zu den weiteren Faktoren für die Steigerung des Bruttosozialprodukts gehört nach Kreiß der stetig wachsende Gesundheitssektor, der oftmals in die Reparatur von solchen Krankheiten investiert, die erst durch die ungesunde moderne Lebensweise entstanden sind. Diese Investitionen könnten aber nicht mehr Wohlstand erzeugen. Unsinnige Werbungen und eigentlich überflüssige und vor allem aufgrund mangelnder Ethik entstanden Berufszweige steigern ebenfalls das Bruttosozialprodukt, ohne dabei Wohlstand zu vermehren. Ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte zeigt Christian Kreiß zufolge, dass der Glaube an unendliches materielles Wachstum eine eher neue Idee in der Ökonomie ist, die mit dem Leben auf einem endlichen Planeten nicht vereinbar ist. Wie eine "menschengerechte" Wirtschaft aussehen könnte und dass hinter den vorliegenden, marktwirtschaftlichen Missständen auch eine spirituelle Krise steckt, besprechen wir am Ende unseres Dialogs. Video und Artikel: https://blog.bastian-barucker.de/ende-des-wirtschaftswachstums-kreiss/ Meine Arbeit unterstützen: https://blog.bastian-barucker.de/unterstuetzung/

Christian Kreiß ist Professor für Finanzierung, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik und war neun Jahre lang Banker, davon arbeitete er sieben Jahre als Investmentbanker. In seinem aktuellen Buch "Das Ende des Wirtschaftswachstums" (als PDF), das die für einen Ökonomen eher ungewöhnlichen Untertitel "Die ökonomischen und sozialen Folgen mangelnder Ethik und Moral" trägt, geht es um die Frage, ob ein stetig steigendes Bruttosozialprodukt zu steigendem Wohlstand für die Mehrheit der Menschen führt. Gemäß Christian Kreiß lautet die wichtigste Arbeitshypothese seines Buches: "Ohne Moral funktioniert Wirtschaft nicht.“ Kreiß analysiert für diese Publikation Ökonomien westlicher Volkswirtschaften und stellt dabei fest, dass es in vielen Ländern bereits seit Jahren bis zu Jahrzehnten trotz eines formalen Wirtschaftswachstums keine realen Lohnerhöhungen mehr für die normal arbeitende Bevölkerung gegeben hat. Er sagt: "Von dem amtlich vermeldeten Wirtschaftswachstum kommt selbst laut offiziellen Zahlen bei einem großen Teil der Bevölkerung nur wenig an.“ Anhand prägnanter Beispiele verdeutlicht Professor Kreiß, wie sehr leistungslose Einkommen, wie z.B. Gewinnausschüttungen an Aktienbesitzer, mit dafür verantwortlich sind, dass es in Deutschland seit langem schon kein reales, wohlfahrtssteigerndes Wirtschaftswachstum mehr gibt. Zu den weiteren Faktoren für die Steigerung des Bruttosozialprodukts gehört nach Kreiß der stetig wachsende Gesundheitssektor, der oftmals in die Reparatur von solchen Krankheiten investiert, die erst durch die ungesunde moderne Lebensweise entstanden sind. Diese Investitionen könnten aber nicht mehr Wohlstand erzeugen. Unsinnige Werbungen und eigentlich überflüssige und vor allem aufgrund mangelnder Ethik entstanden Berufszweige steigern ebenfalls das Bruttosozialprodukt, ohne dabei Wohlstand zu vermehren. Ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte zeigt Christian Kreiß zufolge, dass der Glaube an unendliches materielles Wachstum eine eher neue Idee in der Ökonomie ist, die mit dem Leben auf einem endlichen Planeten nicht vereinbar ist. Wie eine "menschengerechte" Wirtschaft aussehen könnte und dass hinter den vorliegenden, marktwirtschaftlichen Missständen auch eine spirituelle Krise steckt, besprechen wir am Ende unseres Dialogs. Video und Artikel: https://blog.bastian-barucker.de/ende-des-wirtschaftswachstums-kreiss/ Meine Arbeit unterstützen: https://blog.bastian-barucker.de/unterstuetzung/

NOW PLAYING

Ende des Wirtschaftswachstums

0:00 1:09:48

No transcript for this episode yet

We transcribe on demand. Request one and we'll notify you when it's ready — usually under 10 minutes.

No similar episodes found.

No similar podcasts found.

Frequently Asked Questions

How long is this episode of Auf Spurensuche nach Natürlichkeit?

This episode is 1 hour and 9 minutes long.

When was this Auf Spurensuche nach Natürlichkeit episode published?

This episode was published on April 13, 2024.

What is this episode about?

Christian Kreiß ist Professor für Finanzierung, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik und war neun Jahre lang Banker, davon arbeitete er sieben Jahre als Investmentbanker. In seinem aktuellen Buch "Das Ende des Wirtschaftswachstums" (als...

Can I download this Auf Spurensuche nach Natürlichkeit episode?

Yes, you can download this episode by clicking the download button on the episode player, or subscribe to the podcast in your preferred podcast app for automatic downloads.
URL copied to clipboard!