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EPISODE · Apr 18, 2018 · 1H 10M

FE026 Soziales Europa

from Fokus Europa · host Heinrich Böll Stiftung

Ist Sozialpolitik nicht eigentlich nationalstaatlich organisiert, entlang eingespielter Entwicklungspfade und mühsam auf nationaler Ebene erkämpfter Kompromisse zwischen Arbeit und Kapital? Gibt es überhaupt eine europäische Sozialpolitik? Tatsächlich geht es im Interview mit Christiane Krieger-Boden vom Institut für Weltwirtschaft Kiel zunächst vor allem um die sehr unterschiedlichen Entwicklungspfade europäischer Wohlfahrtsstaaten. Sie lassen sich den drei Modellen des universalistischen skandinavischen, des konservativen universalistischen kontinentalen (darunter auch deutschen) und des marktortientierten angelsächsischen Wohlfahrtsstaats zuordnen. Dazu kommt noch ein vierter Typ in Südeuropa, der als partikularistischer Wohlfahrtsstaat nur bestimmte Bevölkerungsgruppen (z.B. Staatsbedienstete) begünstigt und der deshalb am stärksten auf der Solidarität innerhalb der Familien aufbaut. Wohlfahrtsstaaten beruhen auf Solidarität, d.h. auf einem Konsens über mehr oder weniger Umverteilung. Und so weit es auf europäischer Ebene die Bereitschaft und die Instrumente für Umverteilung gibt, existiert auch eine europäische Sozialpolitik. Zu ihr gehören z.B. europäische Sozialfonds, die Mittel in Regionen mit hoher Jugendarbeitslosigkeit leiten. Aber die Bereitschaft für Umverteilung ist eben auch begrenzt. Deshalb findet Umverteilung vor allem in Gestalt der Arbeitsmigration und als Ausgestaltung von Standards dieser Arbeitsmigration statt. Zu mehr sind die Mitgliedsstaaten der EU derzeit nicht bereit, und selbst die Arbeitsmigration ist - siehe Brexit - umstritten. In den Augen der nationalen Mitgliedsstaaten ist ein Europa, das schützt, immer noch sehr stark ein Europa, das den jeweils eigenen Arbeitsmarkt gegen zu viel Konkurrenz aus anderen Ländern der EU schützt. Dennoch: am Ende ist Frau Krieger-Boden vorsichtig optimistisch: sie sieht einen Prozess der Konvergenz der nationalen Sicherungssysteme, und zwar in Richtung des derzeit besten Modells, nämlich des universalistischen skandinavischen Modells.

Ist Sozialpolitik nicht eigentlich nationalstaatlich organisiert, entlang eingespielter Entwicklungspfade und mühsam auf nationaler Ebene erkämpfter Kompromisse zwischen Arbeit und Kapital? Gibt es überhaupt eine europäische Sozialpolitik? Tatsächlich geht es im Interview mit Christiane Krieger-Boden vom Institut für Weltwirtschaft Kiel zunächst vor allem um die sehr unterschiedlichen Entwicklungspfade europäischer Wohlfahrtsstaaten. Sie lassen sich den drei Modellen des universalistischen skandinavischen, des konservativen universalistischen kontinentalen (darunter auch deutschen) und des marktortientierten angelsächsischen Wohlfahrtsstaats zuordnen. Dazu kommt noch ein vierter Typ in Südeuropa, der als partikularistischer Wohlfahrtsstaat nur bestimmte Bevölkerungsgruppen (z.B. Staatsbedienstete) begünstigt und der deshalb am stärksten auf der Solidarität innerhalb der Familien aufbaut. Wohlfahrtsstaaten beruhen auf Solidarität, d.h. auf einem Konsens über mehr oder weniger Umverteilung. Und so weit es auf europäischer Ebene die Bereitschaft und die Instrumente für Umverteilung gibt, existiert auch eine europäische Sozialpolitik. Zu ihr gehören z.B. europäische Sozialfonds, die Mittel in Regionen mit hoher Jugendarbeitslosigkeit leiten. Aber die Bereitschaft für Umverteilung ist eben auch begrenzt. Deshalb findet Umverteilung vor allem in Gestalt der Arbeitsmigration und als Ausgestaltung von Standards dieser Arbeitsmigration statt. Zu mehr sind die Mitgliedsstaaten der EU derzeit nicht bereit, und selbst die Arbeitsmigration ist - siehe Brexit - umstritten. In den Augen der nationalen Mitgliedsstaaten ist ein Europa, das schützt, immer noch sehr stark ein Europa, das den jeweils eigenen Arbeitsmarkt gegen zu viel Konkurrenz aus anderen Ländern der EU schützt. Dennoch: am Ende ist Frau Krieger-Boden vorsichtig optimistisch: sie sieht einen Prozess der Konvergenz der nationalen Sicherungssysteme, und zwar in Richtung des derzeit besten Modells, nämlich des universalistischen skandinavischen Modells.

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LA LUZ DEL MISTERIO CON JULIO BARROSO LA LUZ DEL MISTERIO Es el 1er podcast del Misterio en habla hispana desde 1993 y el programa genuino del misterio que se emite desde el centro de Londres, desde el centro de Europa, en London Radio World para todo el universo. Desde hace 31 años, cada semana puedes descargarte las emisiones desde iVoox, iTunes, Spotify, You Tube & Amazon. Y vive el misterio, antropología, astroarqueología, viajes desconocidos, criminología... Vive el Misterio. Pasa, ponte cómodo y disfruta...Si deseas apoyarnos: https://www.ivoox.com/ajx-apoyar_i1_support_29070_1.htmlContacta con nosotros a través de:[email protected] Estamos en Facebook, Instagram & Twitter.Si deseas apoyarnos: https://www.ivoox.com/ajx-apoyar_i1_support_29070_1.htmlhttps://www.ivoox.com/luz-del-misterio-especial-peru-nazca-i-audios-mp3_rf_43511668_1.html Quben: Liv og næring i Kongsberg! Line Andersen Dette er podkasten for deg som er opptatt av hva som rører seg i og rundt Kongsberg. Vi har et spesielt fokus på næringsvirksomheten i byen og på Quben. Men du får også høre om spennende etableringer og tanker i tiden om alt fra miljø til videre utvikling av Kongsberg. I hver episode møter vi lokale gründere, næringslivsledere og andre nøkkelpersoner som deler sine erfaringer og visjoner for fremtiden. Vi utforsker de mest aktuelle temaene som former byens økonomi og samfunn, fra innovasjon og teknologi til bærekraft og byutvikling. LipoLife Hannah Malo LipoLife - Ein Leben mit LipödemEin Leben mit Lipödem kann viele Herausforderungen mit sich bringen. Bist Du am Lipödem betroffen? Möchtest Du die Symptome des Lipödems reduzieren? Möchtest Du Dich mit gesundheitlichen Themen mehr auseinandersetzen? Oder weißt Du noch garnicht, ob Du am Lipödem betroffen sein könntest?Dann bist Du beim Lipo Life Podcast genau richtig.Deine Gastgeberin Hannah wird Dich mit vielen Themen inspirieren und ihre persönlichen Erfahrungen mit Dir teilen. Der Fokus liegt auf der Erkrankung des Lipödems. Gesundheitsthemen, ob psychisch oder physisch, Selbstliebe und -akzeptanz, zwischenmenschliche Beziehungen und Achtsamkeit werden im Podcast angespochen.Am besten abonnierst Du diesen Podcast, damit du keine Folge verpasst. DRIVE DRIVE Norge I denne podkasten får Jeanette og Runar besøk av mer eller mindre profilerte gjester, som har funnet sin DRIVE. Her får vi høre historier fra mennesker som både har møtt motgang og opplevd suksess. Du blir tatt med på innsiden av en barne- og ungdomsorganisasjon som har fokus på unge som trenger å bli sett, oppleve mestring og være en del av et godt lag. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Frequently Asked Questions

How long is this episode of Fokus Europa?

This episode is 1 hour and 10 minutes long.

When was this Fokus Europa episode published?

This episode was published on April 18, 2018.

What is this episode about?

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