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EPISODE · Jan 20, 2019 · 1H 43M

FE031 Agrarpolitik

from Fokus Europa · host Heinrich Böll Stiftung

Am Anfang der europäischen Agrarpolitik stand der Hunger. Nach dem Krieg war die Versorgung schlecht. Die gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) sollte den Bauern das Einkommen sichern, die Produktivität steigern und den Menschen ausreichend Lebensmittel zu vertretbaren Preisen liefern. So entstand die industrialisierte Landwirtschaft. Die findet heute immer weniger Akzeptanz. Gegen sie gehen seit bald 10 Jahren während der "Grünen Woche"-Agrarmesse in Berlin Zehntausende mit der Parole "Wir haben es satt" auf die Straße. Sie haben es satt, dass diese Landwirtschaft große Mengen mit teilweise fragwürdiger Qualität zu sehr hohen öffentlichen Kosten produziert. Denn sie kostet nicht nur viel Geld, verteilt das Geld an die Großen und lässt die Kleinen verhungern. Indem sie mit Pestiziden Biodiversität zerstört, Wasser und Grundwasser belastet und zum Klimawandel beiträgt, verzehrt sie auch einen immer größeren Teil der öffentlichen Allmende. Damit muss Schluss sein, sagt die europäische Bewegung "Meine Landwirtschaft - save our seeds". Sie fordert den ökologischen Umbau der Landwirtschaft und die Änderung der GAP. Mit den 60 Mrd.Euro, die die EU jährlich für die GAP ausgibt, soll eine Landwirtschaft finanziert werden, die die Allmende durch Landschaftspflege, Grundwasserschutz, Verzicht auf Pestizide, Entwicklung des ländlichen Raums, Tierschutz und Erhaltung von Biodiversität pflegt statt ausplündert. Das aber kostet, erläutert im Interview Christine Chemnitz, die Expertin der Heinrich Böll Stiftung für internationale Landwirtschaftspolitik. Sie widerspricht damit der geläufigen Meinung, dass der riesige Agrarhaushalt der EU ruhig gekürzt werden könne, wenn er doch nur Schaden stifte. Tierschutz und gute Landwirtschaft kosten, wenn sie dem Gemeinwohl dienen sollen. Die Kürzung des Budgets, die sich für die EU Finanzperiode 2021-27 abzeichne, sei genau das falsche Zeichen. Die Mehrzahl der Menschen befürworte die europäische Förderung der Landwirtschaft, wenn diese öffentliche Güter produziere. Das schlechte Ansehen der europäischen Landwirtschaft sei keine Frage der Kosten, sondern der Ziele, die mit ihr erreicht werden sollen. Gute Landwirtschaft dürfe durchaus kosten. Das haben Länder wie die Niederlande oder Dänemark längst erkannt, die den Spielraum der nationalen Agrarpolitik sinnvoll nutzten. Nur die Regierungen Frankreichs, Deutschlands und Polens hätten das noch nicht erkannt. Sie blockieren den Umbau zu einer ökologisch ausgerichteten GAP.

Am Anfang der europäischen Agrarpolitik stand der Hunger. Nach dem Krieg war die Versorgung schlecht. Die gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) sollte den Bauern das Einkommen sichern, die Produktivität steigern und den Menschen ausreichend Lebensmittel zu vertretbaren Preisen liefern. So entstand die industrialisierte Landwirtschaft. Die findet heute immer weniger Akzeptanz. Gegen sie gehen seit bald 10 Jahren während der "Grünen Woche"-Agrarmesse in Berlin Zehntausende mit der Parole "Wir haben es satt" auf die Straße. Sie haben es satt, dass diese Landwirtschaft große Mengen mit teilweise fragwürdiger Qualität zu sehr hohen öffentlichen Kosten produziert. Denn sie kostet nicht nur viel Geld, verteilt das Geld an die Großen und lässt die Kleinen verhungern. Indem sie mit Pestiziden Biodiversität zerstört, Wasser und Grundwasser belastet und zum Klimawandel beiträgt, verzehrt sie auch einen immer größeren Teil der öffentlichen Allmende. Damit muss Schluss sein, sagt die europäische Bewegung "Meine Landwirtschaft - save our seeds". Sie fordert den ökologischen Umbau der Landwirtschaft und die Änderung der GAP. Mit den 60 Mrd.Euro, die die EU jährlich für die GAP ausgibt, soll eine Landwirtschaft finanziert werden, die die Allmende durch Landschaftspflege, Grundwasserschutz, Verzicht auf Pestizide, Entwicklung des ländlichen Raums, Tierschutz und Erhaltung von Biodiversität pflegt statt ausplündert. Das aber kostet, erläutert im Interview Christine Chemnitz, die Expertin der Heinrich Böll Stiftung für internationale Landwirtschaftspolitik. Sie widerspricht damit der geläufigen Meinung, dass der riesige Agrarhaushalt der EU ruhig gekürzt werden könne, wenn er doch nur Schaden stifte. Tierschutz und gute Landwirtschaft kosten, wenn sie dem Gemeinwohl dienen sollen. Die Kürzung des Budgets, die sich für die EU Finanzperiode 2021-27 abzeichne, sei genau das falsche Zeichen. Die Mehrzahl der Menschen befürworte die europäische Förderung der Landwirtschaft, wenn diese öffentliche Güter produziere. Das schlechte Ansehen der europäischen Landwirtschaft sei keine Frage der Kosten, sondern der Ziele, die mit ihr erreicht werden sollen. Gute Landwirtschaft dürfe durchaus kosten. Das haben Länder wie die Niederlande oder Dänemark längst erkannt, die den Spielraum der nationalen Agrarpolitik sinnvoll nutzten. Nur die Regierungen Frankreichs, Deutschlands und Polens hätten das noch nicht erkannt. Sie blockieren den Umbau zu einer ökologisch ausgerichteten GAP.

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LA LUZ DEL MISTERIO CON JULIO BARROSO LA LUZ DEL MISTERIO Es el 1er podcast del Misterio en habla hispana desde 1993 y el programa genuino del misterio que se emite desde el centro de Londres, desde el centro de Europa, en London Radio World para todo el universo. Desde hace 31 años, cada semana puedes descargarte las emisiones desde iVoox, iTunes, Spotify, You Tube & Amazon. Y vive el misterio, antropología, astroarqueología, viajes desconocidos, criminología... Vive el Misterio. Pasa, ponte cómodo y disfruta...Si deseas apoyarnos: https://www.ivoox.com/ajx-apoyar_i1_support_29070_1.htmlContacta con nosotros a través de:[email protected] Estamos en Facebook, Instagram & Twitter.Si deseas apoyarnos: https://www.ivoox.com/ajx-apoyar_i1_support_29070_1.htmlhttps://www.ivoox.com/luz-del-misterio-especial-peru-nazca-i-audios-mp3_rf_43511668_1.html Quben: Liv og næring i Kongsberg! Line Andersen Dette er podkasten for deg som er opptatt av hva som rører seg i og rundt Kongsberg. Vi har et spesielt fokus på næringsvirksomheten i byen og på Quben. Men du får også høre om spennende etableringer og tanker i tiden om alt fra miljø til videre utvikling av Kongsberg. I hver episode møter vi lokale gründere, næringslivsledere og andre nøkkelpersoner som deler sine erfaringer og visjoner for fremtiden. Vi utforsker de mest aktuelle temaene som former byens økonomi og samfunn, fra innovasjon og teknologi til bærekraft og byutvikling. LipoLife Hannah Malo LipoLife - Ein Leben mit LipödemEin Leben mit Lipödem kann viele Herausforderungen mit sich bringen. Bist Du am Lipödem betroffen? Möchtest Du die Symptome des Lipödems reduzieren? Möchtest Du Dich mit gesundheitlichen Themen mehr auseinandersetzen? Oder weißt Du noch garnicht, ob Du am Lipödem betroffen sein könntest?Dann bist Du beim Lipo Life Podcast genau richtig.Deine Gastgeberin Hannah wird Dich mit vielen Themen inspirieren und ihre persönlichen Erfahrungen mit Dir teilen. Der Fokus liegt auf der Erkrankung des Lipödems. Gesundheitsthemen, ob psychisch oder physisch, Selbstliebe und -akzeptanz, zwischenmenschliche Beziehungen und Achtsamkeit werden im Podcast angespochen.Am besten abonnierst Du diesen Podcast, damit du keine Folge verpasst. DRIVE DRIVE Norge I denne podkasten får Jeanette og Runar besøk av mer eller mindre profilerte gjester, som har funnet sin DRIVE. Her får vi høre historier fra mennesker som både har møtt motgang og opplevd suksess. Du blir tatt med på innsiden av en barne- og ungdomsorganisasjon som har fokus på unge som trenger å bli sett, oppleve mestring og være en del av et godt lag. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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This episode is 1 hour and 43 minutes long.

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This episode was published on January 20, 2019.

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Am Anfang der europäischen Agrarpolitik stand der Hunger. Nach dem Krieg war die Versorgung schlecht. Die gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) sollte den Bauern das Einkommen sichern, die Produktivität steigern und den Menschen ausreichend...

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