EPISODE · May 20, 2021 · 6 MIN
Ferruccio Busoni als Neuerer des Musiktheaters
from Auf den Tag genau · host Jan Fusek, Fabian Goppelsröder und Robert Sollich
Ferruccio Busoni gehörte um die vorletzte Jahrhundertwende drei Jahrzehnte lang zu den prägenden Figuren des Berliner Musiklebens. 1894 hatte er sich in der Stadt niedergelassen und wirkte hier und von hier als umtriebiger Komponist, Pianist, Dirigent, Essayist, Pädagoge und Musiktheoretiker der anbrechenden Moderne. Nach einigen Jahren des erzwungenen Schweizer Exils während des Weltkriegs kehrte er nach dessen Ende in seine Wohnung am Viktoria-Luise-Platz zurück und befasste sich hier in seinen letzten Lebensjahren insbesondere mit Ideen zu einer Erneuerung des Musiktheaters. Im Mai 1921 kamen in der Staatsoper Unter den Linden erstmals seine in Zürich entstandenen Opern Turandot und Arlecchino auf die Bühne. Die Berliner Volks-Zeitung war bei dieser Berliner Erstaufführung dabei und zeigte sich in ihrer Ausgabe vom 20.5. bei allem Respekt für die Person Busonis doch ein wenig skeptisch gegenüber dem von ihm hier zur künstlerischen Anschauung gebrachten ästhetischen Reformprogramm. Es liest Frank Riede.
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Ferruccio Busoni gehörte um die vorletzte Jahrhundertwende drei Jahrzehnte lang zu den prägenden Figuren des Berliner Musiklebens. 1894 hatte er sich in der Stadt niedergelassen und wirkte hier und von hier als umtriebiger Komponist, Pianist, Dirigent, Essayist, Pädagoge und Musiktheoretiker der anbrechenden Moderne. Nach einigen Jahren des erzwungenen Schweizer Exils während des Weltkriegs kehrte er nach dessen Ende in seine Wohnung am Viktoria-Luise-Platz zurück und befasste sich hier in seinen letzten Lebensjahren insbesondere mit Ideen zu einer Erneuerung des Musiktheaters. Im Mai 1921 kamen in der Staatsoper Unter den Linden erstmals seine in Zürich entstandenen Opern Turandot und Arlecchino auf die Bühne. Die Berliner Volks-Zeitung war bei dieser Berliner Erstaufführung dabei und zeigte sich in ihrer Ausgabe vom 20.5. bei allem Respekt für die Person Busonis doch ein wenig skeptisch gegenüber dem von ihm hier zur künstlerischen Anschauung gebrachten ästhetischen Reformprogramm. Es liest Frank Riede.
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