Freiräume als 1:1 Modelle episode artwork

EPISODE · Apr 26, 2026 · 42 MIN

Freiräume als 1:1 Modelle

from Urbane Lernprozesse – Gespräche über Bestand, Transformation und eine neue Planungskultur · host B/IAS, Denkstatt sàrl in Zusammenarbeit mit espazium

Strassen, Plätze und öffentliche Freiräume sind in dichten urbanen Zentren die augenfälligsten Orte, an denen widersprüchliche, zuweilen konflikthafte Nutzungen, Interessen und Wertvorstellungen öffentlich kollidieren – politische Situationen, die sich als «Wicked Problems» (Rittel) zeigen und für die es keine eindeutigen Lösungsmöglichkeiten gibt. Eine neue Planungskultur setzt nicht mehr auf einfache Antworten, sondern auf Prozesse des Aushandelns, Experimentierens und Lernens. Freiräume werden dabei selbst zu 1:1 Modellen urbaner Transformation: Sie machen heterogene Motive und Akteur:innen sichtbar und verändern, welche Wissensformen und welche neuen Governance-Modelle eine Kultur «lernender Planung» von Eigentümer:innen und Verwaltungen erfordern. Diese Episode bringt zwei exemplarische Freiraumentwicklungen in den Dialog, die auf unterschiedliche Weise zu Lernorten einer neuen Planungskultur geworden sind: Die Schützenmatte in Bern – Altstadtparkplatz, Skatertreff, autonomes Kulturzentrum, Drogenszene, Hitzeinsel: ein zentraler, hochgradig politischer Stadtraum, der exemplarisch für die widersprüchlichen Anforderungen an öffentliche Räume steht. Durch zahlreiche gescheiterte Planungsanläufe über Jahrzehnte blockiert, wurde der Ort ab 2012 über einen ergebnisoffenen Prozess neu erschlossen. Ausgehend von der Schützenmatte vollzog die Stadt Bern einen strategischen Kurswechsel: An die Stelle klassischer Lösungslogiken treten Dialogformate, Testnutzungen und Pionierprojekte im Massstab 1:1. Teile von Tiefbau Stadt Bern verstehen sich heute bewusst als «lernende Verwaltung» mit einer offenen Fehlerkultur. Der Gleisbogen Dreispitz in Basel, ein stillgelegtes Gleisfeld auf dem 50 Hektar grossen Dreispitz-Areal der Christoph Merian Stiftung, das nicht nur die Frage aufwirft, wie man Gleisfelder als Freiräume entwickelt, sondern wie sich Planungsprozesse ändern müssen, wenn grosse Planungswürfe an räumlich und zeitlich fragmentierten Bedingungen scheitern, der Grossteil des Areals noch als Logistik- und Gewerbeareal in Betrieb ist, Klimaveränderungen zu Hitzebelastungen führen und Fragen der Biodiversität und des Planungsrechts aufeinandertreffen. Das Studio Gleisbogen, eine Dialogplattform von Denkstatt sàrl, vernetzte Eigentümerschaft, Nutzer:innen und Planende über vier Jahre (2020–2024) und mündete in die Gründung des Vereins Studio Dreispitz als dauerhafte Dialogstruktur zwischen Nutzung und Planung am Ort. Judit Solt (espazium) und Lena Wolfart (ehem. Denkstatt sàrl) sprechen mit Nadine Heller (Tiefbau Stadt Bern, Bereich Gestaltung + Nutzung; ZORA – Zentrum öffentlicher Raum), Walter Schenkel (Synergo), Nico Scholer (ehem. Co-Projektleiter CMS) und Vedrana Zalac (Denkstatt sàrl) über Freiräume als Lernräume urbaner Transformation. Wie gelingt es, politisierte Blockaden über ergebnisoffene Prozesse aufzulösen? Was braucht es, damit Verwaltungen den Mut finden, Fehler als Lernbedingungen zuzulassen und in 1:1 Modellen zu testen? Welche Rolle spielen Pioniernutzungen und temporäre Interventionen für das Lernen in Planungsprozessen? Wie entstehen neue Organisationsarchitekturen, wie Vereine, als zivilgesellschaftliche Trägerschaften und Kümmerer-Strukturen, aus dem Prozess selbst? Wohin verschieben sich Aufgabenfelder und Rollenprofile bei Politik, Verwaltungen und Gestalter:innen? Produziert in Zusammenarbeit von Denkstatt, B/IAS und espazium im Rahmen der Carte Blanche XX im Architekturforum Zürich (Dez. 2024 – März 2025). Die Podcast-Gespräche sind Teil eines Forschungsprojektes von B/IAS zu urbanen Lernprozessen. Die Transkripte sind mit DOI versehen, zitierfähig und dauerhaft archiviert. Ben Pohl (B/IAS / Denkstatt sàrl) — Konzeption und Research.

Strassen, Plätze und öffentliche Freiräume sind in dichten urbanen Zentren die augenfälligsten Orte, an denen widersprüchliche, zuweilen konflikthafte Nutzungen, Interessen und Wertvorstellungen öffentlich kollidieren – politische Situationen, die sich als «Wicked Problems» (Rittel) zeigen und für die es keine eindeutigen Lösungsmöglichkeiten gibt. Eine neue Planungskultur setzt nicht mehr auf einfache Antworten, sondern auf Prozesse des Aushandelns, Experimentierens und Lernens. Freiräume werden dabei selbst zu 1:1 Modellen urbaner Transformation: Sie machen heterogene Motive und Akteur:innen sichtbar und verändern, welche Wissensformen und welche neuen Governance-Modelle eine Kultur «lernender Planung» von Eigentümer:innen und Verwaltungen erfordern. Diese Episode bringt zwei exemplarische Freiraumentwicklungen in den Dialog, die auf unterschiedliche Weise zu Lernorten einer neuen Planungskultur geworden sind: Die Schützenmatte in Bern – Altstadtparkplatz, Skatertreff, autonomes Kulturzentrum, Drogenszene, Hitzeinsel: ein zentraler, hochgradig politischer Stadtraum, der exemplarisch für die widersprüchlichen Anforderungen an öffentliche Räume steht. Durch zahlreiche gescheiterte Planungsanläufe über Jahrzehnte blockiert, wurde der Ort ab 2012 über einen ergebnisoffenen Prozess neu erschlossen. Ausgehend von der Schützenmatte vollzog die Stadt Bern einen strategischen Kurswechsel: An die Stelle klassischer Lösungslogiken treten Dialogformate, Testnutzungen und Pionierprojekte im Massstab 1:1. Teile von Tiefbau Stadt Bern verstehen sich heute bewusst als «lernende Verwaltung» mit einer offenen Fehlerkultur. Der Gleisbogen Dreispitz in Basel, ein stillgelegtes Gleisfeld auf dem 50 Hektar grossen Dreispitz-Areal der Christoph Merian Stiftung, das nicht nur die Frage aufwirft, wie man Gleisfelder als Freiräume entwickelt, sondern wie sich Planungsprozesse ändern müssen, wenn grosse Planungswürfe an räumlich und zeitlich fragmentierten Bedingungen scheitern, der Grossteil des Areals noch als Logistik- und Gewerbeareal in Betrieb ist, Klimaveränderungen zu Hitzebelastungen führen und Fragen der Biodiversität und des Planungsrechts aufeinandertreffen. Das Studio Gleisbogen, eine Dialogplattform von Denkstatt sàrl, vernetzte Eigentümerschaft, Nutzer:innen und Planende über vier Jahre (2020–2024) und mündete in die Gründung des Vereins Studio Dreispitz als dauerhafte Dialogstruktur zwischen Nutzung und Planung am Ort. Judit Solt (espazium) und Lena Wolfart (ehem. Denkstatt sàrl) sprechen mit Nadine Heller (Tiefbau Stadt Bern, Bereich Gestaltung + Nutzung; ZORA – Zentrum öffentlicher Raum), Walter Schenkel (Synergo), Nico Scholer (ehem. Co-Projektleiter CMS) und Vedrana Zalac (Denkstatt sàrl) über Freiräume als Lernräume urbaner Transformation. Wie gelingt es, politisierte Blockaden über ergebnisoffene Prozesse aufzulösen? Was braucht es, damit Verwaltungen den Mut finden, Fehler als Lernbedingungen zuzulassen und in 1:1 Modellen zu testen? Welche Rolle spielen Pioniernutzungen und temporäre Interventionen für das Lernen in Planungsprozessen? Wie entstehen neue Organisationsarchitekturen, wie Vereine, als zivilgesellschaftliche Trägerschaften und Kümmerer-Strukturen, aus dem Prozess selbst? Wohin verschieben sich Aufgabenfelder und Rollenprofile bei Politik, Verwaltungen und Gestalter:innen? Produziert in Zusammenarbeit von Denkstatt, B/IAS und espazium im Rahmen der Carte Blanche XX im Architekturforum Zürich (Dez. 2024 – März 2025). Die Podcast-Gespräche sind Teil eines Forschungsprojektes von B/IAS zu urbanen Lernprozessen. Die Transkripte sind mit DOI versehen, zitierfähig und dauerhaft archiviert. Ben Pohl (B/IAS / Denkstatt sàrl) — Konzeption und Research.

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Freiräume als 1:1 Modelle

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Flottengeflüster ALD Automotive Österreich | LeasePlan Beim Flottengeflüster powered by ALD Automotive | LeasePlan präsentieren Jörg Janik und Peter Gutenbrunner alle zwei Wochen spannende Informationen rund um das Thema nachhaltige Mobilität. Beide beschäftigen sich schon lange mit der Thematik und bringen umfangreiches Fachwissen mit. Sollten sie aber doch einmal nicht weiter wissen, werden unsere Expert*innen hinzugezogen, die ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Denn sie wissen was sie wandern Manuel Andrack Alles über Premiumwanderwege, die schönsten Wege in Deutschland. Sensationelle Outdoor-Erlebnisse auf 750 Premiumwegen. Moderiert von Manuel Andrack (Sidekick der Harald Schmidt Show) und Klaus Erber (Vorsitzender des Deutschen Wanderinstituts.) Solving for Change MOBIA Technology Innovations Solving for Change welcomes business and technology leaders to share stories of bold business transformation within complex organizations. In an era when technology and markets are changing around businesses, the key to staying competitive is to evolve in response to those changes.  MOBIA’s Mike Reeves and Marc LeBlanc investigate business transformation, deconstructing the challenges, ambitions, and market disruptions that drive companies to embark on transformation journeys, and exploring their unique approaches to achieving meaningful outcomes.  What sparks leaders to pursue business transformation? How do they overcome the challenges along the way? What are the keys to creating enduring change?  Through in-depth conversations with business and technology leaders, Mike and Marc answer these questions and explore how businesses evolve by pulling four key transformation levers: people, process, technology, and culture. Lebe deine Wahrheit Larissa Geiges Was heißt es eigentlich die eigene Wahrheit zu leben? Und wie finde ich sie überhaupt?Für mich bedeutet es, die ehrlichste Version von mir selbst zu sein. All die Masken abnehmen, mit denen wir durch unser Leben gehen, den Menschen zu leben, der man im Kern ist.Wir dürfen immer entscheiden welchen Weg wir gehen. Den Eigenen oder den, den andere für uns gewählt haben. In diesem Podcast nehme ich dich mit auf meine Reise und wünsche mir, dass du viele wertvolle Impulse für dich und deinen Weg mitnehmen kannst. Ich teile mit dir welche Schritte ich auf dem Weg zu meiner Wahrheit gegangen bin und welche Prozesse ich auch heute noch durchlaufe. Ich teile meine Struggles und Ängste mit dir und meine Erkenntnise aus all den Phasen, durch die ich noch gehe und schon gegangen bin.Ich freue mich sehr, wenn du Teil hiervon bist und ich dich auf deinem Weg zu deiner ganz eigenen Wahrheit ein Stück begleiten darf.Alles Liebe für dich,deine Larissa

Frequently Asked Questions

How long is this episode of Urbane Lernprozesse – Gespräche über Bestand, Transformation und eine neue Planungskultur?

This episode is 42 minutes long.

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This episode was published on April 26, 2026.

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Strassen, Plätze und öffentliche Freiräume sind in dichten urbanen Zentren die augenfälligsten Orte, an denen widersprüchliche, zuweilen konflikthafte Nutzungen, Interessen und Wertvorstellungen öffentlich kollidieren – politische Situationen, die...

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