EPISODE · Jan 29, 2025 · 40 MIN
Friedrich 'von Papen' - Darf man mit der AfD stimmen?
from Eine Meine Deine Meinung - EMDM · host Djamil Deininger, Tim Koschwitz
In dieser Folge von Eine meine, deine Meinung diskutieren Tim Koschwitz und Djamil Deininger ein heißes politisches Thema: Ist es vertretbar, mit der AfD für Anträge zu stimmen, wenn es der eigenen politischen Agenda dient? Ausgangspunkt ist die jüngste Abstimmung im Bundestag, bei der die Union mit Stimmen der AfD einen Antrag zu verschärften Migrationsregeln durchbrachte. Das Besondere an diesem Podcast: Pro und Contra werden vor der Sendung ausgelost. Tim argumentiert für die Möglichkeit, mit der AfD zu stimmen – basierend auf dem Prinzip des freien Mandats und der Notwendigkeit, politische Realitäten anzuerkennen. Djamil hingegen warnt vor den Gefahren einer schleichenden Normalisierung der Zusammenarbeit mit einer rechtsradikalen Partei und verweist auf historische Parallelen. Es geht um mehr als nur eine Abstimmung: Welche Konsequenzen hat eine Zusammenarbeit für die Demokratie? Ist es eine geschickte politische Strategie oder ein gefährlicher Tabubruch? Hört rein und bildet euch eure eigene Meinung – wir sind gespannt auf eure Gedanken! Pro- und Contra-Punkte der Diskussion Pro (Tim Koschwitz)✅ Freies Mandat der Abgeordneten: Nach Artikel 38 des Grundgesetzes sind Abgeordnete nur ihrem Gewissen verpflichtet. Sie dürfen mit jeder demokratisch gewählten Partei stimmen. ✅ Inhalt vor Partei: Wenn ein Antrag sinnvoll ist, sollte es egal sein, wer dafür oder dagegen stimmt. Wichtige Gesetze dürfen nicht an parteipolitischen Grabenkämpfen scheitern. ✅ CDU muss sich klar positionieren: Die Union ist eine konservative Partei und darf keine Angst davor haben, sich mit Themen wie Migration und Sicherheit klar zu profilieren. ✅ Merz könnte der AfD die Themen nehmen: Wenn die CDU eigene konservative Themen stark besetzt, könnte sie AfD-Wähler zurückholen und die Partei schwächen. ✅ Überbetonung der AfD stärkt sie nur: Eine Skandalisierung jeder Abstimmung mit AfD-Stimmen gibt ihr mehr Aufmerksamkeit und schadet der politischen Debattenkultur. Contra (Djamil Deininger)❌ Schleichende Normalisierung der AfD: Was als pragmatische Abstimmung beginnt, könnte zur Gewohnheit werden – und bald ist eine offene Zusammenarbeit nicht mehr ausgeschlossen. ❌ AfD profitiert von jeder Kooperation: Jede politische Legitimation stärkt die AfD, macht sie für gemäßigte Wähler salonfähiger und verhilft ihr zu mehr Einfluss. ❌ Es gab keine Notwendigkeit für die Abstimmung: Die bestehenden Gesetze hätten ausgereicht, um das Problem zu lösen. Die Abstimmung war Symbolpolitik – und das mit AfD-Stimmen. ❌ CDU riskiert Wählerverluste: Konservative Wähler, die keine Nähe zur AfD wollen, könnten sich von der Union abwenden oder in die politische Heimatlosigkeit gedrängt werden. ❌ Internationale Beispiele zeigen das Risiko: Österreich zeigt, wie schnell eine rechte Partei von politischer Tolerierung zur Regierungsbeteiligung kommt – mit dramatischen Folgen. Tim Koschwitz begann seine Karriere als Moderator bei Planet Radio und Radio Fritz vom rbb. Aktuell ist Tim Koschwitz in der Frühsendung „Guten Morgen Berlin“ beim Sender 88.8 vom rbb zu hören. Djamil Deininger zog es als Moderator von Augsburg über München und Hessen nach Berlin, wo er rund 7 Jahre für den rbb sendete. Er ist Vater einer Tochter und arbeitet aktuell in München. Über BosePark Distribution www.bosepark.com Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
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In dieser Folge von Eine meine, deine Meinung diskutieren Tim Koschwitz und Djamil Deininger ein heißes politisches Thema: Ist es vertretbar, mit der AfD für Anträge zu stimmen, wenn es der eigenen politischen Agenda dient? Ausgangspunkt ist die jüngste Abstimmung im Bundestag, bei der die Union mit Stimmen der AfD einen Antrag zu verschärften Migrationsregeln durchbrachte. Das Besondere an diesem Podcast: Pro und Contra werden vor der Sendung ausgelost. Tim argumentiert für die Möglichkeit, mit der AfD zu stimmen – basierend auf dem Prinzip des freien Mandats und der Notwendigkeit, politische Realitäten anzuerkennen. Djamil hingegen warnt vor den Gefahren einer schleichenden Normalisierung der Zusammenarbeit mit einer rechtsradikalen Partei und verweist auf historische Parallelen. Es geht um mehr als nur eine Abstimmung: Welche Konsequenzen hat eine Zusammenarbeit für die Demokratie? Ist es eine geschickte politische Strategie oder ein gefährlicher Tabubruch? Hört rein und bildet euch eure eigene Meinung – wir sind gespannt auf eure Gedanken! Pro- und Contra-Punkte der Diskussion Pro (Tim Koschwitz)✅ Freies Mandat der Abgeordneten: Nach Artikel 38 des Grundgesetzes sind Abgeordnete nur ihrem Gewissen verpflichtet. Sie dürfen mit jeder demokratisch gewählten Partei stimmen. ✅ Inhalt vor Partei: Wenn ein Antrag sinnvoll ist, sollte es egal sein, wer dafür oder dagegen stimmt. Wichtige Gesetze dürfen nicht an parteipolitischen Grabenkämpfen scheitern. ✅ CDU muss sich klar positionieren: Die Union ist eine konservative Partei und darf keine Angst davor haben, sich mit Themen wie Migration und Sicherheit klar zu profilieren. ✅ Merz könnte der AfD die Themen nehmen: Wenn die CDU eigene konservative Themen stark besetzt, könnte sie AfD-Wähler zurückholen und die Partei schwächen. ✅ Überbetonung der AfD stärkt sie nur: Eine Skandalisierung jeder Abstimmung mit AfD-Stimmen gibt ihr mehr Aufmerksamkeit und schadet der politischen Debattenkultur. Contra (Djamil Deininger)❌ Schleichende Normalisierung der AfD: Was als pragmatische Abstimmung beginnt, könnte zur Gewohnheit werden – und bald ist eine offene Zusammenarbeit nicht mehr ausgeschlossen. ❌ AfD profitiert von jeder Kooperation: Jede politische Legitimation stärkt die AfD, macht sie für gemäßigte Wähler salonfähiger und verhilft ihr zu mehr Einfluss. ❌ Es gab keine Notwendigkeit für die Abstimmung: Die bestehenden Gesetze hätten ausgereicht, um das Problem zu lösen. Die Abstimmung war Symbolpolitik – und das mit AfD-Stimmen. ❌ CDU riskiert Wählerverluste: Konservative Wähler, die keine Nähe zur AfD wollen, könnten sich von der Union abwenden oder in die politische Heimatlosigkeit gedrängt werden. ❌ Internationale Beispiele zeigen das Risiko: Österreich zeigt, wie schnell eine rechte Partei von politischer Tolerierung zur Regierungsbeteiligung kommt – mit dramatischen Folgen. Tim Koschwitz begann seine Karriere als Moderator bei Planet Radio und Radio Fritz vom rbb. Aktuell ist Tim Koschwitz in der Frühsendung „Guten Morgen Berlin“ beim Sender 88.8 vom rbb zu hören. Djamil Deininger zog es als Moderator von Augsburg über München und Hessen nach Berlin, wo er rund 7 Jahre für den rbb sendete. Er ist Vater einer Tochter und arbeitet aktuell in München. Über BosePark Distribution www.bosepark.com Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
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