EPISODE · Jun 19, 2026 · 52 MIN
German Angst? Parfum als Biografie: Daniel Matousek von ART BRÜT über experimentelle Duftkunst.
from The Transmute Tapes by Maison Douce · host Maison Douce
ART BRÜT versteht Parfum nicht als dekoratives Accessoire, sondern als künstlerisches Medium: als Erinnerungsträger, als Atmosphäre, als kleine Bühne auf der Haut. Die Düfte bewegen sich zwischen Berliner Nacht, Melancholie, Übermut, Sehnsucht, Körper, Biografie und Gegenwart. Sie tragen Namen wie German Angst, Disko Disko, Weltschmerz, Chasing Ghosts oder Je ne regrette rien – und wirken wie olfaktorische Kapitel eines Lebens, das sich nicht glätten lassen will. Mit Daniel sprechen wir über seinen Weg zwischen Unternehmertum und Kreativität: über die Frage, wie man eine Marke aufbaut, ohne sie dem Markt vollständig auszuliefern. Für Daniel funktioniert ART BRÜT fast wie eine Galerie. Jeder Duft ist ein Werk, jede Komposition eine Setzung, jede Veröffentlichung ein weiterer Raum innerhalb eines größeren künstlerischen Kosmos. Besonders faszinierend ist seine radikale Treue zur eigenen Intuition. Keine Markttests, kein Anpassungsreflex, kein vorsichtiges Abgleichen mit erwartbaren Zielgruppenwünschen. Daniel vertraut seinem Geschmack, seinem Bauch, seinem Blick auf die Welt. Was ihn interessiert, wird Material. Was ihn bewegt, wird Duft. Wir sprechen darüber, wie er mit seinen Parfums die letzten zwanzig Jahre Berlin rekapituliert: Nächte, Exzesse, Verluste, Freundschaften, Szenen, Übergänge, Stimmungen. ART BRÜT wird dabei zu einer autobiografischen Kartografie – nicht chronologisch, sondern sinnlich. Ein Archiv aus Geruch, Erinnerung und Haltung. Es geht um Parfum als Bühne, um das Verhältnis von Marke und Kunst, um die produktive Spannung zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, um Unternehmersein ohne Selbstverrat – und um die seltene Kraft, den eigenen Instinkten mehr zu glauben als jeder vermeintlichen Marktlogik.
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ART BRÜT versteht Parfum nicht als dekoratives Accessoire, sondern als künstlerisches Medium: als Erinnerungsträger, als Atmosphäre, als kleine Bühne auf der Haut. Die Düfte bewegen sich zwischen Berliner Nacht, Melancholie, Übermut, Sehnsucht, Körper, Biografie und Gegenwart. Sie tragen Namen wie German Angst, Disko Disko, Weltschmerz, Chasing Ghosts oder Je ne regrette rien – und wirken wie olfaktorische Kapitel eines Lebens, das sich nicht glätten lassen will. Mit Daniel sprechen wir über seinen Weg zwischen Unternehmertum und Kreativität: über die Frage, wie man eine Marke aufbaut, ohne sie dem Markt vollständig auszuliefern. Für Daniel funktioniert ART BRÜT fast wie eine Galerie. Jeder Duft ist ein Werk, jede Komposition eine Setzung, jede Veröffentlichung ein weiterer Raum innerhalb eines größeren künstlerischen Kosmos. Besonders faszinierend ist seine radikale Treue zur eigenen Intuition. Keine Markttests, kein Anpassungsreflex, kein vorsichtiges Abgleichen mit erwartbaren Zielgruppenwünschen. Daniel vertraut seinem Geschmack, seinem Bauch, seinem Blick auf die Welt. Was ihn interessiert, wird Material. Was ihn bewegt, wird Duft. Wir sprechen darüber, wie er mit seinen Parfums die letzten zwanzig Jahre Berlin rekapituliert: Nächte, Exzesse, Verluste, Freundschaften, Szenen, Übergänge, Stimmungen. ART BRÜT wird dabei zu einer autobiografischen Kartografie – nicht chronologisch, sondern sinnlich. Ein Archiv aus Geruch, Erinnerung und Haltung. Es geht um Parfum als Bühne, um das Verhältnis von Marke und Kunst, um die produktive Spannung zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, um Unternehmersein ohne Selbstverrat – und um die seltene Kraft, den eigenen Instinkten mehr zu glauben als jeder vermeintlichen Marktlogik.
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