EPISODE · Jun 5, 2026 · 35 MIN
Iran - Alltag im Ausnahmezustand
from Zwischen Hamburg und Haiti
Seit ihrer Kindheit reist unsere NDR-Kollegin regelmäßig zu ihrer Familie in den Iran. Als sie Ende 2025 erneut nach Teheran fliegt, ahnt sie noch nicht, dass sich das Land wenige Monate später im Krieg befinden wird.Doch schon kurz nach ihrer Ankunft spürt sie: Diesmal ist etwas anders. In Taxis, Werkstätten und bei Familienessen kreisen die Gespräche immer wieder um dieselben Themen - steigende Preise, Zukunftsängste und die Frage, wie lange das Leben im Iran noch bezahlbar bleibt.Für diese Folge von „Zwischen Hamburg und Haiti“ fährt sie mit ihrem Cousin in den Süden Teherans. Dort besucht sie eine kleine Sockenproduktion, versteckt in einer gemieteten Wohnung mitten in Shahr-e Rey. Frauen arbeiten hier stundenlang zwischen Kartons, heißen Metallformen und Verpackungsbergen - darunter auch die 18-jährige Somaye aus Afghanistan, die seit ihrem 14. Lebensjahr arbeitet und kaum Zugang zu Bildung hatte.Wenige Tage später erlebt unsere Kollegin im Norden Teherans das persische Familienfest Shab-e Yalda - die längste Nacht des Jahres. Zwischen Musik, Tanz und Familienessen wird deutlich: Selbst in wohlhabenderen Vierteln bestimmt die wirtschaftliche Krise längst den Alltag vieler Menschen.Kurz bevor die Proteste eskalieren, reist sie weiter in den Süden des Landes - auf die Inseln Qeshm und Hormoz im Persischen Golf. Dort begegnet sie einer völlig anderen Seite des Iran: farbenfrohe Salzlandschaften, kleine Tuk-Tuks, alternative Cafés und Menschen, die vom Tourismus leben und gleichzeitig mit Inflation, Wasserknappheit und wirtschaftlicher Unsicherheit kämpfen.Eine Reise durch ein Land voller Gegensätze - zwischen Herzlichkeit, Erschöpfung und der Angst vor dem, was kommen könnte.Unsere Kollegin war für uns dort.Weltspiegel Podcast https://www.ardsounds.de/sendung/weltspiegel-podcast/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/
What this episode covers
Seit ihrer Kindheit reist unsere NDR-Kollegin regelmäßig zu ihrer Familie in den Iran. Als sie Ende 2025 erneut nach Teheran fliegt, ahnt sie noch nicht, dass sich das Land wenige Monate später im Krieg befinden wird. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft spürt sie: Diesmal ist etwas anders. In Taxis, Werkstätten und bei Familienessen kreisen die Gespräche immer wieder um dieselben Themen - steigende Preise, Zukunftsängste und die Frage, wie lange das Leben im Iran noch bezahlbar bleibt. Für diese Folge von „Zwischen Hamburg und Haiti“ fährt sie mit ihrem Cousin in den Süden Teherans. Dort besucht sie eine kleine Sockenproduktion, versteckt in einer gemieteten Wohnung mitten in Shahr-e Rey. Frauen arbeiten hier stundenlang zwischen Kartons, heißen Metallformen und Verpackungsbergen - darunter auch die 18-jährige Somaye aus Afghanistan, die seit ihrem 14. Lebensjahr arbeitet und kaum Zugang zu Bildung hatte. Wenige Tage später erlebt unsere Kollegin im Norden Teherans das persische Familienfest Shab-e Yalda - die längste Nacht des Jahres. Zwischen Musik, Tanz und Familienessen wird deutlich: Selbst in wohlhabenderen Vierteln bestimmt die wirtschaftliche Krise längst den Alltag vieler Menschen. Kurz bevor die Proteste eskalieren, reist sie weiter in den Süden des Landes - auf die Inseln Qeshm und Hormoz im Persischen Golf. Dort begegnet sie einer völlig anderen Seite des Iran: farbenfrohe Salzlandschaften, kleine Tuk-Tuks, alternative Cafés und Menschen, die vom Tourismus leben und gleichzeitig mit Inflation, Wasserknappheit und wirtschaftlicher Unsicherheit kämpfen. Eine Reise durch ein Land voller Gegensätze - zwischen Herzlichkeit, Erschöpfung und der Angst vor dem, was kommen könnte. Unsere Kollegin war für uns dort. Weltspiegel Podcast https://www.ardsounds.de/sendung/weltspiegel-podcast/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/
NOW PLAYING
Iran - Alltag im Ausnahmezustand
No transcript for this episode yet
Similar Episodes
Dec 30, 2024 ·19m
Dec 30, 2024 ·24m
Nov 19, 2024 ·18m
Nov 6, 2024 ·20m
Oct 23, 2024 ·15m
Oct 9, 2024 ·20m