J.S. Bach: Johannes-Passion für Soli, Chor und Orchester BWV 245 episode artwork

EPISODE · Mar 23, 2026 · 1H 59M

J.S. Bach: Johannes-Passion für Soli, Chor und Orchester BWV 245

from Diskothek

Die Johannespassion gehört zu den eindrucksvollsten geistlichen Werken von J.S. Bach und ist – neben der Matthäuspassion – die einzige vollständig erhaltene Passion des Komponisten. Bach hat vermutlich insgesamt fünf Passionen geschrieben, doch nur diese beiden sind vollständig überliefert; die übrigen gelten als verschollen. Die Johannespassion wurde am Karfreitag des Jahres 1724 in Leipzig uraufgeführt. Für Bach war dies eine besondere Situation: Erst kurz zuvor hatte er sein Amt als Thomaskantor angetreten und stand damit erstmals in der Verantwortung für die Kirchenmusik an den Leipziger Hauptkirchen. Mit der Johannespassion präsentierte er ein Werk von grosser musikalischer und dramatischer Intensität. Die Passion erzählt die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelium des Johannes – jedoch nicht nur als Bericht, sondern als emotionales musikalisches Geschehen. Schon bei der Uraufführung beeindruckte das Werk durch seine starke Ausdruckskraft. Chorpassagen voller dramatischer Energie, bewegende Arien und eindringliche Rezitative lassen die biblische Handlung sehr plastisch erscheinen. Gleichzeitig rief diese emotionale Wirkung auch Kritik hervor: Zeitgenossen empfanden die Musik stellenweise als zu leidenschaftlich und beinahe «opernhaft» für den kirchlichen Rahmen. Bach selbst arbeitete immer wieder an dem Werk und nahm im Laufe seines Lebens mehrere Überarbeitungen vor. Nach seinem Tod geriet die Passion zunächst in Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert, im Zuge der sogenannten Bach-Renaissance, wurde sie wiederentdeckt und zunehmend aufgeführt. In dieser Zeit interpretierte man Bachs Musik oft in grossen Besetzungen und suchte einen monumentalen Klang. Heute versuchen Musikerinnen und Musiker im Rahmen der historischen Aufführungspraxis, sich dem ursprünglichen Klangbild des 18. Jahrhunderts anzunähern. Mit kleineren Ensembles, historischen Instrumenten und einem neuen Blick auf Bachs Partitur wird erforscht, wie die Johannespassion zur Zeit ihrer Entstehung geklungen haben könnte. In der Diskothek stehen fünf unterschiedliche Interpretationen im Vergleich. Gäste von Eva Oertle sind die Sopranistin Stephanie Pfeffer und der Chorleiter Tobias Stückelberger.

Die Johannespassion gehört zu den eindrucksvollsten geistlichen Werken von J.S. Bach und ist – neben der Matthäuspassion – die einzige vollständig erhaltene Passion des Komponisten. Bach hat vermutlich insgesamt fünf Passionen geschrieben, doch nur diese beiden sind vollständig überliefert; die übrigen gelten als verschollen. Die Johannespassion wurde am Karfreitag des Jahres 1724 in Leipzig uraufgeführt. Für Bach war dies eine besondere Situation: Erst kurz zuvor hatte er sein Amt als Thomaskantor angetreten und stand damit erstmals in der Verantwortung für die Kirchenmusik an den Leipziger Hauptkirchen. Mit der Johannespassion präsentierte er ein Werk von grosser musikalischer und dramatischer Intensität. Die Passion erzählt die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelium des Johannes – jedoch nicht nur als Bericht, sondern als emotionales musikalisches Geschehen. Schon bei der Uraufführung beeindruckte das Werk durch seine starke Ausdruckskraft. Chorpassagen voller dramatischer Energie, bewegende Arien und eindringliche Rezitative lassen die biblische Handlung sehr plastisch erscheinen. Gleichzeitig rief diese emotionale Wirkung auch Kritik hervor: Zeitgenossen empfanden die Musik stellenweise als zu leidenschaftlich und beinahe «opernhaft» für den kirchlichen Rahmen. Bach selbst arbeitete immer wieder an dem Werk und nahm im Laufe seines Lebens mehrere Überarbeitungen vor. Nach seinem Tod geriet die Passion zunächst in Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert, im Zuge der sogenannten Bach-Renaissance, wurde sie wiederentdeckt und zunehmend aufgeführt. In dieser Zeit interpretierte man Bachs Musik oft in grossen Besetzungen und suchte einen monumentalen Klang. Heute versuchen Musikerinnen und Musiker im Rahmen der historischen Aufführungspraxis, sich dem ursprünglichen Klangbild des 18. Jahrhunderts anzunähern. Mit kleineren Ensembles, historischen Instrumenten und einem neuen Blick auf Bachs Partitur wird erforscht, wie die Johannespassion zur Zeit ihrer Entstehung geklungen haben könnte. In der Diskothek stehen fünf unterschiedliche Interpretationen im Vergleich. Gäste von Eva Oertle sind die Sopranistin Stephanie Pfeffer und der Chorleiter Tobias Stückelberger.

NOW PLAYING

J.S. Bach: Johannes-Passion für Soli, Chor und Orchester BWV 245

0:00 1:59:59

No transcript for this episode yet

We transcribe on demand. Request one and we'll notify you when it's ready — usually under 10 minutes.

Mix From Mars Podcast - Mashup DJ Mixes Sam Basefeld DJ Sam Basefeld's Mix From Mars - MashUp DJ Mixes:: About Sam Basefeld: DJ for Mashup, EDM, House, Deep- & Tech-House, Electro- & Progressive-House and Rock - since 1999:: All mixes & podcasts are for promotion only. Please support the artists you like and buy their music. :: For more info check: www.facebook.com/basefeld :: For booking contact: [email protected] :: Credentials:CUE Nightlife (Höchstadt), UnfassBar (Erlangen) Resident, Diskothek Peak (Erlangen), Diskothek Puls (Höchstadt), Saigon Bar (Nürnberg), Orange Lounge (Rostock), 1. Rostocker Club Festival, Beatology DJ-Contest 2008 (Rank 3), Cordless Radio, Radio Quintessenz, FM 6 (AT). Mario Urien Mario Urien past:Skool DC Alicante /Chalet Club Berlin /End Art ? / Bohemia Musik/2019:04.01 Wilden Renate / Berlin08.01 Animan Night / Chalet Club21.01 Crack Bellmer / Berlin25.01 Moss Club / Murcia, ES01.02 --Winter Break--18.03 Kit Kat Club / Berlin25.03 Tba / Berlin06.04 Moss Club / Murcia, ES20.04 Sisyphos / Berlin04.05 Diskothek Melancholie / Berlin25.05 Ambiguous Party / Alicante, ES21.06 Soul Peckers Open Air / Alicante, ES28.06 Diskothek Melancholie / Berlin28.06 Sisyphos / Berlin06.07 Anomlie Art Club / Berlin12.07 Modeci Club / Seoul13.07 Scr / Seoul14.07 Modeci Sunday Open AIr / Seoul19.07 Apt / Seoul20.07 Concrete Bar / Seoul26.07 Globe / Seoul27.07 Busan Rock Festival 27.07 Output / Busan, S.Korea01.08 --Summer Break--12.10 Sisyphos / Berlin 15.10 Mad Monday / Berlin1.11 Moss Club / Murcia, ES06.12 Die Brucke / Moss Club , Murcia14.12 Modeci / Seoul, S.Korea20.12 Livin' / Seoul, S.Korea21.12 Nomad Club / Chengdu, China27.12 SCR / Seoul, S.Korea27. Super aktuelle Super 12 Michael Breidenbach Dieser Podcast ist eine Wiederbelebung der „Super aktuellen Super 12“. Mal Sondocks Hitparade war in den 80iger Jahren im WDR Radio eine absolute Kult Sendung. Als der WDR die Sendung absetze, wurde bei mir in Essen demonstriert. Mal Sondocks Hitparade war der Nachfolger der Diskothek im WDR. Jeder Jugendliche in Nordrhein Westfalen hörte damals diese Sendung. Bei meiner Super aktuellen Super 12 wählen natürlich keine Hörer des WDR, sondern die Mitglieder der wohl besten Facebook Gruppe, in der ich jemals war: Die Rammstein Elite. Klangwolken und Sprechblasen – Der Podcast von WERGO Wergo Seit über 50 Jahren ist WERGO ein Synonym für zeitgenössischer Musik in anspruchsvollen Präsentationsformen. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten, inzwischen über 600 CDs stellen eine bedeutende Diskothek der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts dar. WERGO stellt die Protagonist:innen der neuen Musik vor.

Frequently Asked Questions

How long is this episode of Diskothek?

This episode is 1 hour and 59 minutes long.

When was this Diskothek episode published?

This episode was published on March 23, 2026.

What is this episode about?

Die Johannespassion gehört zu den eindrucksvollsten geistlichen Werken von J.S. Bach und ist – neben der Matthäuspassion – die einzige vollständig erhaltene Passion des Komponisten. Bach hat vermutlich insgesamt fünf Passionen geschrieben, doch...

Can I download this Diskothek episode?

Yes, you can download this episode by clicking the download button on the episode player, or subscribe to the podcast in your preferred podcast app for automatic downloads.
URL copied to clipboard!