Johannes Filous über Impfen, Corona-Demos und harte Schicksale auf der Intensivstation episode artwork

EPISODE · Apr 16, 2021 · 45 MIN

Johannes Filous über Impfen, Corona-Demos und harte Schicksale auf der Intensivstation

from CoronaCast aus Dresden · host Sächsische.de

Abgesehen davon, dass man Menschen nicht in Schubladen steckt, würde man bei Johannes Filous ohnehin einen ganzen Schrank brauchen. Der Dresdner ist angehender Arzt, arbeitet in einer Klinik, impft im Impfzentrum Menschen gegen Corona, engagiert sich gesellschaftlich bei der Band Offbeat Cooperative und ist mit dem Twitter-Projekt "Straßengezwitscher" Grimme-Online-Award-Preisträger. Er ist also Mediziner, Reporter und Musiker in einem. Im CoronaCast, dem Podcast von Sächsische.de zur Pandemie, redet Filous über seine vielfältigen Tätigkeitsfelder. Die machen ihn während Corona sowohl zum Sprachrohr dauergestresster Mitarbeiter im Gesundheitswesen als auch zu einem aufmerksamen Beobachter der "Querdenken"-Bewegung. Im Podcast-Gespräch macht Filous auf die sich zuspitzende Lage auf sächsischen Intensivstationen eindringlich aufmerksam. Als Arzt im Studium arbeitet er momentan an einer Dresdner Klinik. "In diesem Haus ist momentan kein Intensivbett frei", sagt er. Wie schnell das flächendeckend zum Problem werde, habe er im Winter erlebt. "Da habe ich selbst auf einer Intensivstation Patienten versorgt." Filous beschreibt, wie aufwendig und kräftezehrend vor allem die pflegerischen Tätigkeiten auf so einer Station sind. "Die Menschen liegen im Koma, auf dem Bauch, werden beatmet und müssen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer wieder umgelagert werden." Dass sich Intensivpatienten nicht selbst bewegen könnten, sei zwar normal. Dass die Stationen über Wochen voll seien, mache aber den Unterschied. Hinzu kämen menschliche Schicksale, die zusätzlich belasten. Ein Fall hat Filous besonders nachdenklich gestimmt. "Wir hatten ein jüngeres Ehepaar auf der Intensivstation. Der Frau ging es schon bald besser, so dass sie auf Normalstation konnte. Ein paar Tage später kam sie dann wieder zu uns, um sich von ihrem Mann zu verabschieden." Den Weg raus aus der Krise sieht Filous in den Impfungen. Mit dem Start der Impfzentren in Sachsen wurde im Januar medizinisches Personal gesucht, das impfberechtigt ist. "Für mich war klar, dass ich da helfen will. Dann ging es ganz schnell." Inzwischen impft Filous immer dann, wenn es sein Dienstplan erlaubt. Das ist meist an Wochenenden. "Inzwischen habe ich schon 600 Menschen geimpft." Filous erklärt in dem Podcast detailliert die Abläufe in einem Impfzentrum. Und welche Vor- und Nachteile diese großen Einrichtungen im Vergleich zu Hausarztpraxen haben, wo die Corona-Impfung seit Anfang April ebenfalls möglich ist. Er spricht über die verschiedenen Impfstoffe und erklärt, wie Menschen vor dem Pieks optimal aufgeklärt werden sollten. Schließlich geht es auch um Impfverweigerer, Corona-Skeptiker und die "Querdenken"-Bewegung. Filous betont: "Von pauschalen Verurteilungen halte ich wenig." Man sollte nicht jeden, der etwa die rapide Entwicklung der Corona-Impfstoffe hinterfrage, "irgendein Label aufdrücken." Seriöse Aufklärung sei wirksamer. Die Corona-Demonstrationen, bei denen sich gewöhnliche Bedenkenträger mit Rechtsextremen vermischen, hält er jedoch für ein ernstzunehmendes Phänomen. Auf das hat er als Reporter für "Straßengezwitscher" ein Auge. Auch am kommenden Wochenende in Dresden, wo trotz eines Demo-Verbots Versammlungen erwartet werden. Das Podcast-Gespräch wurde über einen Videoanruf aufgezeichnet. Alle am Gespräch beteiligten Personen saßen ausreichend weit voneinander getrennt an verschiedenen Orten.

Abgesehen davon, dass man Menschen nicht in Schubladen steckt, würde man bei Johannes Filous ohnehin einen ganzen Schrank brauchen. Der Dresdner ist angehender Arzt, arbeitet in einer Klinik, impft im Impfzentrum Menschen gegen Corona, engagiert sich gesellschaftlich bei der Band Offbeat Cooperative und ist mit dem Twitter-Projekt "Straßengezwitscher" Grimme-Online-Award-Preisträger. Er ist also Mediziner, Reporter und Musiker in einem. Im CoronaCast, dem Podcast von Sächsische.de zur Pandemie, redet Filous über seine vielfältigen Tätigkeitsfelder. Die machen ihn während Corona sowohl zum Sprachrohr dauergestresster Mitarbeiter im Gesundheitswesen als auch zu einem aufmerksamen Beobachter der "Querdenken"-Bewegung. Im Podcast-Gespräch macht Filous auf die sich zuspitzende Lage auf sächsischen Intensivstationen eindringlich aufmerksam. Als Arzt im Studium arbeitet er momentan an einer Dresdner Klinik. "In diesem Haus ist momentan kein Intensivbett frei", sagt er. Wie schnell das flächendeckend zum Problem werde, habe er im Winter erlebt. "Da habe ich selbst auf einer Intensivstation Patienten versorgt." Filous beschreibt, wie aufwendig und kräftezehrend vor allem die pflegerischen Tätigkeiten auf so einer Station sind. "Die Menschen liegen im Koma, auf dem Bauch, werden beatmet und müssen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer wieder umgelagert werden." Dass sich Intensivpatienten nicht selbst bewegen könnten, sei zwar normal. Dass die Stationen über Wochen voll seien, mache aber den Unterschied. Hinzu kämen menschliche Schicksale, die zusätzlich belasten. Ein Fall hat Filous besonders nachdenklich gestimmt. "Wir hatten ein jüngeres Ehepaar auf der Intensivstation. Der Frau ging es schon bald besser, so dass sie auf Normalstation konnte. Ein paar Tage später kam sie dann wieder zu uns, um sich von ihrem Mann zu verabschieden." Den Weg raus aus der Krise sieht Filous in den Impfungen. Mit dem Start der Impfzentren in Sachsen wurde im Januar medizinisches Personal gesucht, das impfberechtigt ist. "Für mich war klar, dass ich da helfen will. Dann ging es ganz schnell." Inzwischen impft Filous immer dann, wenn es sein Dienstplan erlaubt. Das ist meist an Wochenenden. "Inzwischen habe ich schon 600 Menschen geimpft." Filous erklärt in dem Podcast detailliert die Abläufe in einem Impfzentrum. Und welche Vor- und Nachteile diese großen Einrichtungen im Vergleich zu Hausarztpraxen haben, wo die Corona-Impfung seit Anfang April ebenfalls möglich ist. Er spricht über die verschiedenen Impfstoffe und erklärt, wie Menschen vor dem Pieks optimal aufgeklärt werden sollten. Schließlich geht es auch um Impfverweigerer, Corona-Skeptiker und die "Querdenken"-Bewegung. Filous betont: "Von pauschalen Verurteilungen halte ich wenig." Man sollte nicht jeden, der etwa die rapide Entwicklung der Corona-Impfstoffe hinterfrage, "irgendein Label aufdrücken." Seriöse Aufklärung sei wirksamer. Die Corona-Demonstrationen, bei denen sich gewöhnliche Bedenkenträger mit Rechtsextremen vermischen, hält er jedoch für ein ernstzunehmendes Phänomen. Auf das hat er als Reporter für "Straßengezwitscher" ein Auge. Auch am kommenden Wochenende in Dresden, wo trotz eines Demo-Verbots Versammlungen erwartet werden. Das Podcast-Gespräch wurde über einen Videoanruf aufgezeichnet. Alle am Gespräch beteiligten Personen saßen ausreichend weit voneinander getrennt an verschiedenen Orten.

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Lebe deine Wahrheit Larissa Geiges Was heißt es eigentlich die eigene Wahrheit zu leben? Und wie finde ich sie überhaupt?Für mich bedeutet es, die ehrlichste Version von mir selbst zu sein. All die Masken abnehmen, mit denen wir durch unser Leben gehen, den Menschen zu leben, der man im Kern ist.Wir dürfen immer entscheiden welchen Weg wir gehen. Den Eigenen oder den, den andere für uns gewählt haben. In diesem Podcast nehme ich dich mit auf meine Reise und wünsche mir, dass du viele wertvolle Impulse für dich und deinen Weg mitnehmen kannst. Ich teile mit dir welche Schritte ich auf dem Weg zu meiner Wahrheit gegangen bin und welche Prozesse ich auch heute noch durchlaufe. Ich teile meine Struggles und Ängste mit dir und meine Erkenntnise aus all den Phasen, durch die ich noch gehe und schon gegangen bin.Ich freue mich sehr, wenn du Teil hiervon bist und ich dich auf deinem Weg zu deiner ganz eigenen Wahrheit ein Stück begleiten darf.Alles Liebe für dich,deine Larissa Alben für die Ewigkeit audiowest, Freddy Kappen, Stephan Kleiber, Dieter Kottnik Es gibt Alben, die sind etwas Besonderes. Da ist nicht einfach nur Musik drauf – sondern Musik, die bleiben wird. Vielleicht für immer. Es sind Alben, die die Geschichte der Rock- und Popmusik um entscheidende Entwicklungen bereichert haben. Die nicht nur Erfolg, sondern auch Wirkung haben. Und hier stellen wir sie vor.Bei uns könnt Ihr zeitlose Klassiker der Musikgeschichte kennenlernen. Oder sie noch einmal neu erleben und sozusagen ein zweites Mal kennenlernen. Ihr erfahrt die Geschichten, die hinter diesen Alben stecken: Wann und wo sind sie entstanden? Was lässt sie hervortreten aus der Menge? Warum sind sie so, wie sie sind? Und was ist das Besondere an ihnen? Und: Natürlich spielen wir auch Musik. Jede Menge sogar — denn darum geht‘s ja bei uns. Frag Big Moes Mama 98.8 KISS FM Big Moes Mama ist genauso crazy wie ihr Sohn und ab sofort part of the podcast family! Ab jetzt jeden Dienstag ab 22 Uhr auf KISS FM in der Podcast Happy Hour: Frag Big Moe’s Mama! Big Moe und seine Mama beantworten gemeinsam alle möglichen Fragen aus der KISS Nation. Jedes Thema ist willkommen. Natürlich nutzt Big Moe’s Mama jede Möglichkeit, um diverse peinliche Geschichten aus Big Moe’s Leben zu erzählen! Was für Big Moe auch mal sehr unangenehm werden kann. Tune in! Beide Seiten Live PULS 24 Jede Geschichte hat immer zwei Seiten!Das tägliche PULS 24 Primetime-Newsmagazin “Beide Seiten Live” beleuchtet in einer Doppelmoderation die wichtigsten Themen des Tages aus verschiedenen Perspektiven und bietet einen Überblick über aktuelle Ereignisse und endet mit einem Interview des Tages mit hochkarätigen Gästen. Das Ergebnis: Das Publikum kann sich so seine eigene Meinung bilden.

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