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Judas (Karfreitag)

Sagenumwoben, sprichwörtlich, zwielichtig erscheint diese Judasgestalt. Eine Figur, die polarisiert. Um sie ranken sich unzählige Mythen. Einen poetischen Mythos fügen wir heute hinzu und wagen einen Blick in ihn hinein.

An episode of the Predigten der FeG Fischbacherberg podcast, hosted by Freie evangelische Gemeinde Fischbacherberg, titled "Judas (Karfreitag)" was published on March 30, 2018 and runs 8 minutes.

March 30, 2018 ·8m · Predigten der FeG Fischbacherberg

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Sagenumwoben, sprichwörtlich, zwielichtig erscheint diese Judasgestalt. Eine Figur, die polarisiert. Um sie ranken sich unzählige Mythen. Einen poetischen Mythos fügen wir heute hinzu und wagen einen Blick in ihn hinein. Neben dem hörbaren Podcast gibt es diesmal auch den Text zum Nachlesen. Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, zu den Hohenpriestern und sprach: Was wollt ihr mir geben?  Ich will ihn euch verraten. Sie boten ihm dreißig Silberlinge. Von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn ausliefere. (Luther 2017*)   Und wenn sie mich sehen? Was wenn Nächte mich nicht schützen Blicke anfangen zu richten Wohin sollte ich dann fliehen? Und wenn sie mich hören? Wie ich das ich noch teile wie in Rausch und Angst verspiele Wozu sollte ich es ehren? Mir ist es zu unsicher geworden. Irgendetwas stimmt nicht. Der Rabbi dreht durch, sieht es nicht kommen oder will es nicht sehen. Sieht es niemand außer mir? Das nimmt kein gutes Ende. Nett war es, drei Jahre Himmelreich als Erdenbürger. Viel gelernt, noch mehr gesehen, dem Leben neue Bedeutung abgerungen. Verrückt, was er tat, verrückt, was er sagte. Attraktiv war es, komplett neu anzufangen. Diese stille Sehnsucht wusste er genau zu bespielen, also ging ich mit. Vielleicht war es unüberlegt. Vielleicht war es das wert. Kaum in Silber aufzuwiegen, geschweige denn in Gold. Jetzt das große Schweigen nach dem Reden. Ich glaube, ich habe den Absprung verpasst. Es passte nicht mehr. Tolle Ideen, fantastisches Leben – nur zu radikal. Bleib mal auf dem Teppich, hätte ich am liebsten gesagt. Fahr mal einen Gang runter, Rabbi. Aber im Gegenteil. Kein Wunder. Kein Wunder, dass nach vielen Wundern, das eine Wunder in Wunden enden wird. Jerusalem, du großes Finale ohne Happy End. Ohne mich. Und wenn sie mir glauben? Wenn ich alles was, ich liebe für ein paar Silberstücke gebe Warum sollte ich nicht leben? Und wenn sie mit mir fühlen? wie Verzweiflung mich zerfrisst mir kaum noch Luft zum Atmen lässt Und wenn sie mit mir fühlen? Und wenn sie mit mir fühlen? Versteht mich denn keiner? 17 Aber am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten? 18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern. 19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm. 20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. 21 Als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln zu ihm zu sagen: Herr, bin ich’s?  23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschen- sohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. 25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich’s, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es. (Luther 2017*) Zum Essen hat er eingeladen. Ich ahne, dass es das letzte Mal sein wird. Merkwürdige Stimmung im Raum. Jerusalem, du großes Finale. Aber was redet er da? Einer von uns? Wie kommt er darauf? Er hat uns doch selbst ausgesucht. Aus unseren Reihen nun sollte der kommen, mit dem sein Ende eingeläutet wird?

Sagenumwoben, sprichwörtlich, zwielichtig erscheint diese Judasgestalt. Eine Figur, die polarisiert. Um sie ranken sich unzählige Mythen. Einen poetischen Mythos fügen wir heute hinzu und wagen einen Blick in ihn hinein. Neben dem hörbaren Podcast gibt es diesmal auch den Text zum Nachlesen. Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, zu den Hohenpriestern und sprach: Was wollt ihr mir geben?  Ich will ihn euch verraten. Sie boten ihm dreißig Silberlinge. Von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn ausliefere. (Luther 2017*)   Und wenn sie mich sehen? Was wenn Nächte mich nicht schützen Blicke anfangen zu richten Wohin sollte ich dann fliehen? Und wenn sie mich hören? Wie ich das ich noch teile wie in Rausch und Angst verspiele Wozu sollte ich es ehren? Mir ist es zu unsicher geworden. Irgendetwas stimmt nicht. Der Rabbi dreht durch, sieht es nicht kommen oder will es nicht sehen. Sieht es niemand außer mir? Das nimmt kein gutes Ende. Nett war es, drei Jahre Himmelreich als Erdenbürger. Viel gelernt, noch mehr gesehen, dem Leben neue Bedeutung abgerungen. Verrückt, was er tat, verrückt, was er sagte. Attraktiv war es, komplett neu anzufangen. Diese stille Sehnsucht wusste er genau zu bespielen, also ging ich mit. Vielleicht war es unüberlegt. Vielleicht war es das wert. Kaum in Silber aufzuwiegen, geschweige denn in Gold. Jetzt das große Schweigen nach dem Reden. Ich glaube, ich habe den Absprung verpasst. Es passte nicht mehr. Tolle Ideen, fantastisches Leben – nur zu radikal. Bleib mal auf dem Teppich, hätte ich am liebsten gesagt. Fahr mal einen Gang runter, Rabbi. Aber im Gegenteil. Kein Wunder. Kein Wunder, dass nach vielen Wundern, das eine Wunder in Wunden enden wird. Jerusalem, du großes Finale ohne Happy End. Ohne mich. Und wenn sie mir glauben? Wenn ich alles was, ich liebe für ein paar Silberstücke gebe Warum sollte ich nicht leben? Und wenn sie mit mir fühlen? wie Verzweiflung mich zerfrisst mir kaum noch Luft zum Atmen lässt Und wenn sie mit mir fühlen? Und wenn sie mit mir fühlen? Versteht mich denn keiner? 17 Aber am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten? 18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern. 19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm. 20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. 21 Als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln zu ihm zu sagen: Herr, bin ich’s?  23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschen- sohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. 25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich’s, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es. (Luther 2017*) Zum Essen hat er eingeladen. Ich ahne, dass es das letzte Mal sein wird. Merkwürdige Stimmung im Raum. Jerusalem, du großes Finale. Aber was redet er da? Einer von uns? Wie kommt er darauf? Er hat uns doch selbst ausgesucht. Aus unseren Reihen nun sollte der kommen, mit dem sein Ende eingeläutet wird? Das kann ich nicht glauben. Wir glaubten doch an ihn, wir alle. Sind ihm bedingungslos gefolgt. Haben alles aufgegeben. Warum sollte einer von uns jetzt ihn aufgeben – wo wir außer ihm doch nichts mehr haben! „Nein, Petrus, ich weiß nicht, wen er meint!“ Andreas vielleicht? Thomas? Kann ich mir nicht vorstellen. Was bezweckst du damit, Rabbi, frage ich mich? Dass wir uns untereinander verdächtigen? Warum?
25 -- Ch 11, Parts 1-3

Apr 13, 2026 ·19m

26 -- Ch 11, Parts 4 & 5

Apr 13, 2026 ·20m

27 -- Epilogue

Apr 13, 2026 ·34m

04 -- Ch 2, Parts 3-5

Apr 13, 2026 ·24m

05 -- Ch 3, Parts 1-3

Apr 13, 2026 ·22m

06 -- Ch 3, Parts 4 & 5

Apr 13, 2026 ·26m

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