Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas episode artwork

EPISODE · Jul 25, 2025 · 23 MIN

Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas

from Gegen die Gewohnheit · host Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst

Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas Die weltgrößte Sammlung von Cultural Belongings der Eyak, einer Gruppe an der zentralen südlichen Küste Alaskas, befindet sich heute im Ethnologischen Museum Berlin. Grund dafür ist, dass von 1881 bis 1883 der norwegische Seemann Johan Adrian Jacobsen im Auftrag des Museums für Völkerkunde an der Nordwestküste Nordamerikas unterwegs war, um Cultural Belongings verschiedener Indigener Gruppen „ethisch zu erwerben“ – wobei nicht all seine Erwerbungen ethisch waren, auch wenn er er eine Vielzahl erhandelt oder gekauft hat. Nachdem es 2018 erste Rückgaben von aus Gräbern geraubten Gegenständen an die in der Region verortete Chugach Alaska Corporation gab, folgte das kollaborative Projekt „Getting our Stories Back“, in dem angesehen Vertreter*innen aller Gemeinschaften der Chugach-Region, unter anderem der Eyak, gemeinsam mit Museumsmenschen aus Berlin die Sammlungen erkundeten und sie digital mit ihren Communities teilten – um Verbindung aufzunehmen zu den Belongings ihrer Vorfahren und eben ihre Geschichten zurückzubekommen. Für diese Folge von „Gegen die Gewohnheit“ haben wir mit Vertreter*innen verschiedener Indigener Gruppen in Alaska und zwei Menschen, die von Berlin aus am Projekt beteiligt waren, gesprochen. Dazu geben wir einen kleinen Einblick, wie die Gruppen in Zukunft mit den Cultural Belongings umgehen wollen. Collaborative projects with Indigenous groups on the northwest coast of America The world’s largest collection of cultural belongings from the Eyak, a group on the southcentral coast of Alaska, is now housed in the Ethnologisches Museum Berlin. The reason for this is that from 1881 to 1883, the Norwegian sailor Johan Adrian Jacobsen travelled along the Northwest Coast of North America on behalf of the Museum für Völkerkunde to “ethically acquire” cultural belongings from various Indigenous groups – although not all his acquisitions were ethical, even if many were traded for or purchased. After the first objects robbed from graves were returned to the region’s Chugach Alaska Corporation in 2018, the collaborative project “Getting our Stories Back” followed, in which elder representatives from every community in the Chugach region, including Eyak, explored the collections together with museum people from Berlin and shared them digitally with their communities – in order to reconnect with their ancestral belongings and get their stories back. For this episode of “Going against the grain”, we spoke to representatives of various Indigenous groups in Alaska and two people who were involved in the project from Berlin. We also give a little insight into how the groups want to deal with cultural belongings in the future.

Kollaborative Projekte mit Indigenen Gruppen an der Nordwestküste Amerikas Die weltgrößte Sammlung von Cultural Belongings der Eyak, einer Gruppe an der zentralen südlichen Küste Alaskas, befindet sich heute im Ethnologischen Museum Berlin. Grund dafür ist, dass von 1881 bis 1883 der norwegische Seemann Johan Adrian Jacobsen im Auftrag des Museums für Völkerkunde an der Nordwestküste Nordamerikas unterwegs war, um Cultural Belongings verschiedener Indigener Gruppen „ethisch zu erwerben“ – wobei nicht all seine Erwerbungen ethisch waren, auch wenn er er eine Vielzahl erhandelt oder gekauft hat. Nachdem es 2018 erste Rückgaben von aus Gräbern geraubten Gegenständen an die in der Region verortete Chugach Alaska Corporation gab, folgte das kollaborative Projekt „Getting our Stories Back“, in dem angesehen Vertreter*innen aller Gemeinschaften der Chugach-Region, unter anderem der Eyak, gemeinsam mit Museumsmenschen aus Berlin die Sammlungen erkundeten und sie digital mit ihren Communities teilten – um Verbindung aufzunehmen zu den Belongings ihrer Vorfahren und eben ihre Geschichten zurückzubekommen. Für diese Folge von „Gegen die Gewohnheit“ haben wir mit Vertreter*innen verschiedener Indigener Gruppen in Alaska und zwei Menschen, die von Berlin aus am Projekt beteiligt waren, gesprochen. Dazu geben wir einen kleinen Einblick, wie die Gruppen in Zukunft mit den Cultural Belongings umgehen wollen. Collaborative projects with Indigenous groups on the northwest coast of America The world’s largest collection of cultural belongings from the Eyak, a group on the southcentral coast of Alaska, is now housed in the Ethnologisches Museum Berlin. The reason for this is that from 1881 to 1883, the Norwegian sailor Johan Adrian Jacobsen travelled along the Northwest Coast of North America on behalf of the Museum für Völkerkunde to “ethically acquire” cultural belongings from various Indigenous groups – although not all his acquisitions were ethical, even if many were traded for or purchased. After the first objects robbed from graves were returned to the region’s Chugach Alaska Corporation in 2018, the collaborative project “Getting our Stories Back” followed, in which elder representatives from every community in the Chugach region, including Eyak, explored the collections together with museum people from Berlin and shared them digitally with their communities – in order to reconnect with their ancestral belongings and get their stories back. For this episode of “Going against the grain”, we spoke to representatives of various Indigenous groups in Alaska and two people who were involved in the project from Berlin. We also give a little insight into how the groups want to deal with cultural belongings in the future.

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This episode is 23 minutes long.

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This episode was published on July 25, 2025.

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