EPISODE · May 10, 2025 · 39 MIN
»Kultur denken. Season 4 Episode 7: Alles bröckelt. Ruinen als Palimpseste
from Kultur denken · host Julia Grillmayr, Hanna Ronzheimer, Signation: Sebastian Klingovsky Produktion: Martin Gasteiner…
In dieser Folge sprechen wir mit Omar N‘Shea, einem multidisziplinären Forscher. Er erkundet Höhlen und Ruinen in Malta aus den Perspektiven von Geologie, Archäologie, Anthropologie und Ethnografie. Mit diesem Repertoire beschreibt er Ruinen als »Palimpseste«, in denen sich historische Schichten überlagern und uns über kollektives Erinnern und Vergessen erzählen. Ein besonderes Thema des Gesprächs ist ein lange vergessenes neolithisches Grab, das durch Krieg und moderne Bauarbeiten zerstört wurde. Omar erzählt von seiner Suche nach Spuren des verlorenen Ortes und den Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung, die ihm halfen, die Geschichte dieses Ortes zu rekonstruieren. Die persönliche Dimension von Omars Arbeit wird deutlich, wenn er über den Tod seiner Mutter und die Entscheidung spricht, seine Forschung auf Maltesisch zu schreiben. Diese Verbindung macht seine wissenschaftliche Arbeit auch zu einer poetischen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Ruinen sind für Omar nicht nur archäologische Stätten, sondern soziale Räume, die mit Bedeutungen, Erinnerungen und Widerstand aufgeladen sind. (Interview in English)
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In dieser Folge sprechen wir mit Omar N‘Shea, einem multidisziplinären Forscher. Er erkundet Höhlen und Ruinen in Malta aus den Perspektiven von Geologie, Archäologie, Anthropologie und Ethnografie. Mit diesem Repertoire beschreibt er Ruinen als »Palimpseste«, in denen sich historische Schichten überlagern und uns über kollektives Erinnern und Vergessen erzählen. Ein besonderes Thema des Gesprächs ist ein lange vergessenes neolithisches Grab, das durch Krieg und moderne Bauarbeiten zerstört wurde. Omar erzählt von seiner Suche nach Spuren des verlorenen Ortes und den Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung, die ihm halfen, die Geschichte dieses Ortes zu rekonstruieren. Die persönliche Dimension von Omars Arbeit wird deutlich, wenn er über den Tod seiner Mutter und die Entscheidung spricht, seine Forschung auf Maltesisch zu schreiben. Diese Verbindung macht seine wissenschaftliche Arbeit auch zu einer poetischen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Ruinen sind für Omar nicht nur archäologische Stätten, sondern soziale Räume, die mit Bedeutungen, Erinnerungen und Widerstand aufgeladen sind. (Interview in English)
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