EPISODE · Sep 18, 2023 · 35 MIN
Leo Trotzki - Das Zetergeschrei um Kronstadt
from Marxistische Hörbücher - Dialektischer Materialismus für die Ohren · host N. Spreenin
Die dreisteste und billigste Lüge ist, Trotzki sei a) ein Liberaler oder sogar b) ein Nazi-Agent gewesen. Er hat mehrmals unversöhnliche Maßnahmen befohlen und die Konterrevolution im Keim erstickt - worauf hin Lenin meinte: "Genossen, ich kenne den strengen Charakter der Verfügungen des Genossen Trotzki und bin so tief überzeugt, in so vollkommenem Maße überzeugt von der Richtigkeit, Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit der von Genossen Trotzki im Interesse der Sache erteilten Verfügung, dass ich die erteilte Verfügung voll und ganz unterstütze." W. Uljanow (Lenin)" - Lenins "Blankovollmacht" an Trotzki, Juli 1919 *1 Die stalinistischen Märchen die über ihn erzählt werden wurden auf den früheren Aussagen seiner Entwicklungsphase vor der Revolution aufgebaut - als er den Bolschewismus Lenins noch nicht durchblickt hatte. Damals schloss Lenin: "Worin bestehen unsere Differenzen mit Trotzki? […] Kurz er ist ein Kautskianer." - Lenin, Brief an Henriette Roland-Holst 1916 *H Denn niemand kommt als ausgebildeter Kader zur Welt! Als Trotzki jünger war schwankte er wie andere Bolschewiken Meinungsmäßig zwischen Versöhnlertum, Bolschewismus und Menschewismus hin und her. Lenin meinte diesbezüglich: "Trotzki" hätte "bislang in keiner ernsten Frage den Marxismus betreffend eine feste Position bezogen. Es" glänge "ihm stets, in die Spalten dieser oder jener Meinungsverschiedenheit einzudringen und dann die eine Seite wieder zugunsten der anderen" zu verlassen. - Lenin, Über das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung' *2 Diese Eigenart änderte sich aber zunehmen. Trotzkis Blick wurde klarer. Er wurde natürlich nicht als kompletter Bolschewist geboren, sondern entwickelte sich mit der Zeit zu einem (und zwar dem Besten, wie lenin sagte): "Was eine Koalition [im Sinne der Versöhnler zwischen Menschewismus und Bolschewismus] angeht, so kann ich darüber nicht einmal ernstlich sprechen. Trotzki hat schon vor langer Zeit gesagt, dass eine Verbindung unmöglich sei. Trotzki begriff das, und von jener Zeit an hat es keinen besseren Bolschewiken gegeben." - Lenin über die Koalitionsfrage auf der Versammlung des Petrograder Ausschusses vom 14. November 1917 *3 Quellen: 1: in 'Gesammelte Werke', Band 4, London 1943, S. 286 H: Lenin, Brief an Henriette Roland-Holst 1916 2: in 'Gesammelte Werke', Band 4, London 1943, S. 286 "Worin bestehen unsere Differenzen mit Trotzki? […] Kurz er ist ein Kautskianer." - Lenin, Brief an Henriette Roland-Holst 1916 3: aus "Die Fälschung der Geschichte der Oktoberrevolution (1927/1928)", Trotzki, Internationale Arbeiterliteratur, Dortmund, 2. Auflage, 1997, S. 22
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Die dreisteste und billigste Lüge ist, Trotzki sei a) ein Liberaler oder sogar b) ein Nazi-Agent gewesen. Er hat mehrmals unversöhnliche Maßnahmen befohlen und die Konterrevolution im Keim erstickt - worauf hin Lenin meinte: "Genossen, ich kenne den strengen Charakter der Verfügungen des Genossen Trotzki und bin so tief überzeugt, in so vollkommenem Maße überzeugt von der Richtigkeit, Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit der von Genossen Trotzki im Interesse der Sache erteilten Verfügung, dass ich die erteilte Verfügung voll und ganz unterstütze." W. Uljanow (Lenin)" - Lenins "Blankovollmacht" an Trotzki, Juli 1919 *1 Die stalinistischen Märchen die über ihn erzählt werden wurden auf den früheren Aussagen seiner Entwicklungsphase vor der Revolution aufgebaut - als er den Bolschewismus Lenins noch nicht durchblickt hatte. Damals schloss Lenin: "Worin bestehen unsere Differenzen mit Trotzki? […] Kurz er ist ein Kautskianer." - Lenin, Brief an Henriette Roland-Holst 1916 *H Denn niemand kommt als ausgebildeter Kader zur Welt! Als Trotzki jünger war schwankte er wie andere Bolschewiken Meinungsmäßig zwischen Versöhnlertum, Bolschewismus und Menschewismus hin und her. Lenin meinte diesbezüglich: "Trotzki" hätte "bislang in keiner ernsten Frage den Marxismus betreffend eine feste Position bezogen. Es" glänge "ihm stets, in die Spalten dieser oder jener Meinungsverschiedenheit einzudringen und dann die eine Seite wieder zugunsten der anderen" zu verlassen. - Lenin, Über das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung' *2 Diese Eigenart änderte sich aber zunehmen. Trotzkis Blick wurde klarer. Er wurde natürlich nicht als kompletter Bolschewist geboren, sondern entwickelte sich mit der Zeit zu einem (und zwar dem Besten, wie lenin sagte): "Was eine Koalition [im Sinne der Versöhnler zwischen Menschewismus und Bolschewismus] angeht, so kann ich darüber nicht einmal ernstlich sprechen. Trotzki hat schon vor langer Zeit gesagt, dass eine Verbindung unmöglich sei. Trotzki begriff das, und von jener Zeit an hat es keinen besseren Bolschewiken gegeben." - Lenin über die Koalitionsfrage auf der Versammlung des Petrograder Ausschusses vom 14. November 1917 *3 Quellen: 1: in 'Gesammelte Werke', Band 4, London 1943, S. 286 H: Lenin, Brief an Henriette Roland-Holst 1916 2: in 'Gesammelte Werke', Band 4, London 1943, S. 286 "Worin bestehen unsere Differenzen mit Trotzki? […] Kurz er ist ein Kautskianer." - Lenin, Brief an Henriette Roland-Holst 1916 3: aus "Die Fälschung der Geschichte der Oktoberrevolution (1927/1928)", Trotzki, Internationale Arbeiterliteratur, Dortmund, 2. Auflage, 1997, S. 22
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