Local Area Social Network -- Microblog für Spaces, Messen oder das Heimnetz (gpn23) episode artwork

EPISODE · Jun 22, 2025 · 52 MIN

Local Area Social Network -- Microblog für Spaces, Messen oder das Heimnetz (gpn23)

from Chaos Computer Club - recent events feed (high quality) · host irrlicht

In diesem Vortrag möchte ich _"Lichtung"_ vorstellen -- eine kleine Server/Client-Anwendung, die einen simplen Micorblogging-Service zur Verfügung stellt und somit eine Lichtung in den dichten Internet-Wald schlägt. Sie ist entworfen, um innerhalb eines IP-Netzwerks einen deterministischen Feed von Beiträgen und verschlüsselte Chatrooms zwischen je zwei Parteien bereitzustellen. Besonderen Fokus lege ich dabei auf die möglichen **Einsatzgebiete eines lokalen Sozialen Netzwerks**, die **technische Umsetzbarkeit** von persistenten Nutzer-Identitäten über nicht-föderierte Serverinstanzen hinweg und die **Probleme**, die sichere Verschlüsselung und echte Anonymität **für Moderatoren** mit sich bringen. --- Aus technischer Sicht werden hier diverse spannende Themen rund um asymmetrische Verschlüsselung/Signaturen, generative Kunst und Netzwerk-Routing verbunden: - Wie könnte ein Client aussehen, der mehrere Server gleichzeitig anspricht? - Wie stellt man eine pseudonyme Identiät über mehrere voneinander getrennte Netzwerke hinweg dar? - Und wie konstruiert man ein sicheres Netzwerk, in dem Server und Client sich gegenseitig niemals gänzlich vertrauen können? Umgesetzt wird das über asymmetrische Kryptografie, bei der immer zwei zusammengehörige Schlüssel generiert werden: Ein geheimer zum Signieren und ein öffentlicher zum Verifizieren. Genauso beim Verschlüsseln von Direktnachtichten: Mit dem öffentlichen Schlüssel können Nachrichten verschlüsselt werden, die nur mit dem dazugehörigen, privaten Schlüssel wieder geöffnet werden können. Auf diesem Prinzip lässt sich ein Kommunikationssystem aufziehen, das die klassischen Funktionen eines sozialen Netzwerkes implementiert, ohne dass der Server Anmeldedaten halten muss. Dabei spielen Identicons eine große Rolle, die aus den maschinenlesbaren Hashes des kryptographischen Unterbaus hübsche, für den Menschen leicht wiedererkennbare Muster generieren. Sie machen die hidden patterns des asymmetrischen Signieren und Verschlüsselns somit deutlich und greifbar! --- Aber auch die gesellschaftliche Perspektive muss bei einem solchen Projekt betrachtet werden: - Wie kann und muss ein digitaler, sozialer Raum moderiert werden? - Was sind die Implikationen von voller Anonymität im Internet und wie sicher darf eine Verschlüsselung überhaupt sein? - Welche Überlegungen muss ich treffen, bevor ich Inhalte von Nutzern auf meiner eigenen Seite bereitstelle? - Und wie können wir technische Lösungen schaffen, um Content-Moderation angenehmer zu gestalten? Moderne soziale Netzwerke, wie Instagram, Twitter oder TikTok sind für datenschutz-bewusste Menschen nahezu vollkommen unbenuzbar geworden. Erst kürzlich kündigte Meta an, **alle Nutzerdaten in state-of-the-art Machine-Learning-Systeme** zu füttern, um damit möglichst realistisches Nutzerverhalten zu simulieren. Das Fediverse mit Mastodon, Pixelfed, Feddit und vielen anderen Anwendungen setzt dagegen einen gesunden, dezentralen Kontrapunkt. Doch was _alle diese Netzwerke_ gemein haben ist, dass sie global und für jeden Menschen mit Internetzugang verfügbar sind. Dabei ist das Anwengungs-Modell, kreative oder lustige Text- und Bildbeiträge in einen zeitlich sortierten Feed zu posten, auch für **kleinere lokale Netzwerke** interessant! In Hackspaces oder Vereinsräumen könnte ein solcher Feed als **gemeinschaftliches Gästebuch** genutzt werden; auf Messen oder Festivals könnte **lokale Kommunikation und Vernetzung** vereinfacht werden, aber auch im privaten Heimnetz könnte eine solche Anwendung z.B. als **WG-Tagebuch** genutzt werden. Natürlich spricht auch nichts dagegen, eine Instanz ins **öffentliche Internet** zu stellen, und einen herkömmlichen Microblogging-Dienst zu betreiben. _"Lichtung"_ ist eine kleine Server/Client-Anwendung, die einen simplen Microblogging-Service zur Verfügung stellt. Sie ist entworfen, um innerhalb eines IP-Netzwerks einen deterministischen Feed von Beiträgen und verschlüsselte Chatrooms zwischen je zwei Parteien bereitzustellen. **Dabei sollen Nutzer-Identitäten über verschiedene Server-Instanzen und Netzwerke hinweg persistent sein und gleichzeitig eine hohe Datendiskretion gewahrt bleiben.** Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://cfp.gulas.ch/gpn23/talk/YE7PYL/

In diesem Vortrag möchte ich _"Lichtung"_ vorstellen -- eine kleine Server/Client-Anwendung, die einen simplen Micorblogging-Service zur Verfügung stellt und somit eine Lichtung in den dichten Internet-Wald schlägt. Sie ist entworfen, um innerhalb eines IP-Netzwerks einen deterministischen Feed von Beiträgen und verschlüsselte Chatrooms zwischen je zwei Parteien bereitzustellen. Besonderen Fokus lege ich dabei auf die möglichen **Einsatzgebiete eines lokalen Sozialen Netzwerks**, die **technische Umsetzbarkeit** von persistenten Nutzer-Identitäten über nicht-föderierte Serverinstanzen hinweg und die **Probleme**, die sichere Verschlüsselung und echte Anonymität **für Moderatoren** mit sich bringen. --- Aus technischer Sicht werden hier diverse spannende Themen rund um asymmetrische Verschlüsselung/Signaturen, generative Kunst und Netzwerk-Routing verbunden: - Wie könnte ein Client aussehen, der mehrere Server gleichzeitig anspricht? - Wie stellt man eine pseudonyme Identiät über mehrere voneinander getrennte Netzwerke hinweg dar? - Und wie konstruiert man ein sicheres Netzwerk, in dem Server und Client sich gegenseitig niemals gänzlich vertrauen können? Umgesetzt wird das über asymmetrische Kryptografie, bei der immer zwei zusammengehörige Schlüssel generiert werden: Ein geheimer zum Signieren und ein öffentlicher zum Verifizieren. Genauso beim Verschlüsseln von Direktnachtichten: Mit dem öffentlichen Schlüssel können Nachrichten verschlüsselt werden, die nur mit dem dazugehörigen, privaten Schlüssel wieder geöffnet werden können. Auf diesem Prinzip lässt sich ein Kommunikationssystem aufziehen, das die klassischen Funktionen eines sozialen Netzwerkes implementiert, ohne dass der Server Anmeldedaten halten muss. Dabei spielen Identicons eine große Rolle, die aus den maschinenlesbaren Hashes des kryptographischen Unterbaus hübsche, für den Menschen leicht wiedererkennbare Muster generieren. Sie machen die hidden patterns des asymmetrischen Signieren und Verschlüsselns somit deutlich und greifbar! --- Aber auch die gesellschaftliche Perspektive muss bei einem solchen Projekt betrachtet werden: - Wie kann und muss ein digitaler, sozialer Raum moderiert werden? - Was sind die Implikationen von voller Anonymität im Internet und wie sicher darf eine Verschlüsselung überhaupt sein? - Welche Überlegungen muss ich treffen, bevor ich Inhalte von Nutzern auf meiner eigenen Seite bereitstelle? - Und wie können wir technische Lösungen schaffen, um Content-Moderation angenehmer zu gestalten? Moderne soziale Netzwerke, wie Instagram, Twitter oder TikTok sind für datenschutz-bewusste Menschen nahezu vollkommen unbenuzbar geworden. Erst kürzlich kündigte Meta an, **alle Nutzerdaten in state-of-the-art Machine-Learning-Systeme** zu füttern, um damit möglichst realistisches Nutzerverhalten zu simulieren. Das Fediverse mit Mastodon, Pixelfed, Feddit und vielen anderen Anwendungen setzt dagegen einen gesunden, dezentralen Kontrapunkt. Doch was _alle diese Netzwerke_ gemein haben ist, dass sie global und für jeden Menschen mit Internetzugang verfügbar sind. Dabei ist das Anwengungs-Modell, kreative oder lustige Text- und Bildbeiträge in einen zeitlich sortierten Feed zu posten, auch für **kleinere lokale Netzwerke** interessant! In Hackspaces oder Vereinsräumen könnte ein solcher Feed als **gemeinschaftliches Gästebuch** genutzt werden; auf Messen oder Festivals könnte **lokale Kommunikation und Vernetzung** vereinfacht werden, aber auch im privaten Heimnetz könnte eine solche Anwendung z.B. als **WG-Tagebuch** genutzt werden. Natürlich spricht auch nichts dagegen, eine Instanz ins **öffentliche Internet** zu stellen, und einen herkömmlichen Microblogging-Dienst zu betreiben. _"Lichtung"_ ist eine kleine Server/Client-Anwendung, die einen simplen Microblogging-Service zur Verfügung stellt. Sie ist entworfen, um innerhalb eines IP-Netzwerks einen deterministischen Feed von Beiträgen und verschlüsselte Chatrooms zwischen je zwei Parteien bereitzustellen. **Dabei sollen Nutzer-Identitäten über verschiedene Server-Instanzen und Netzwerke hinweg persistent sein und gleichzeitig eine hohe Datendiskretion gewahrt bleiben.** Licensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ about this event: https://cfp.gulas.ch/gpn23/talk/YE7PYL/

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