EPISODE · Jan 29, 2026 · 48 MIN
Marina Weisband: Demokratie beginnt vor der Haustür
from 2 alte wei(s)e Männer · host Thomas Kirchberg und Michael Reinhard
Wir leben in einer Zeit, in der das Vertrauen in Institutionen schwindet, in der autoritäre Tendenzen weltweit erstarken und viele Menschen sich erschöpft und ohnmächtig fühlen. Doch was, wenn genau jetzt der Moment ist, in dem wir unsere demokratische Widerstandskraft neu entdecken müssen? In dieser Folge der Mutmacher-Staffel von „2 alte wei(s)se Männer“ sprechen wir mit Marina Weisband – Psychologin, Publizistin, Demokratie-Aktivistin und ehemalige politische Geschäftsführerin der Piratenpartei. Marina Weisband analysiert die Gefährdungen unserer Demokratie nicht isoliert, sondern als Zusammenspiel aus Konsumerismus, wachsender Ungleichheit, Hyperindividualismus und einer Medienlogik, die vor allem das Radikale und Negative verstärkt . Sie zeigt auf, wie Aufmerksamkeit zur entscheidenden Ressource geworden ist – und warum genau darin auch unsere Macht liegt. Als Kind kam sie aus der Ukraine nach Deutschland – eine Erfahrung, die sie selbst als tiefgreifenden Einschnitt beschreibt. Migration, so sagt sie, könne traumatisch sein, aber sie habe daraus auch eine besondere Fähigkeit gewonnen: zwischen Welten, Kulturen und politischen Lagern zu vermitteln . Später erkrankte sie schwer an ME/CFS. Seitdem muss sie ihre Energie radikal einteilen. Aus dieser Erfahrung entwickelte sie eine Haltung, die sie „antifragil“ nennt: Nicht nur Krisen überstehen, sondern an ihnen wachsen . Ihr persönliches Credo: Nur noch Dinge tun, die entweder wichtig sind oder Freude machen. Mutmacher-Kern dieser Folge Der größte Bremsklotz unserer Gesellschaft? Die Illusion von Einsamkeit. Marina Weisband erinnert daran, dass wir soziale Wesen sind – und dass direkte Hilfe, gegenseitige Unterstützung und bewusste Aufmerksamkeitslenkung revolutionäre Akte sein können . Am Ende bleibt ein starkes Bild: Die Gesellschaft besteht nur aus uns. Und wir sind viele. Eine Folge über Zuversicht ohne Naivität. Über Resilienz ohne Verdrängung. Und über die Kraft, Demokratie nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv zu gestalten. Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert 2 alte wei(s)se Männer, teilt den Podcast und folgt uns in den sozialen Medien: Instagram https://www.instagram.com/2alteweissemaenner?igsh=bjNsOGxtcHFvZ3Vl&ut Facebook https://www.facebook.com/share/16qwKMqsxZ/?mibextid=wwXIfr Youtube https://youtube.com/@2alteweissemanner-rw6gw?si=DyDKBPUF3KohcL
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Wir leben in einer Zeit, in der das Vertrauen in Institutionen schwindet, in der autoritäre Tendenzen weltweit erstarken und viele Menschen sich erschöpft und ohnmächtig fühlen. Doch was, wenn genau jetzt der Moment ist, in dem wir unsere demokratische Widerstandskraft neu entdecken müssen? In dieser Folge der Mutmacher-Staffel von „2 alte wei(s)se Männer“ sprechen wir mit Marina Weisband – Psychologin, Publizistin, Demokratie-Aktivistin und ehemalige politische Geschäftsführerin der Piratenpartei. Marina Weisband analysiert die Gefährdungen unserer Demokratie nicht isoliert, sondern als Zusammenspiel aus Konsumerismus, wachsender Ungleichheit, Hyperindividualismus und einer Medienlogik, die vor allem das Radikale und Negative verstärkt . Sie zeigt auf, wie Aufmerksamkeit zur entscheidenden Ressource geworden ist – und warum genau darin auch unsere Macht liegt. Als Kind kam sie aus der Ukraine nach Deutschland – eine Erfahrung, die sie selbst als tiefgreifenden Einschnitt beschreibt. Migration, so sagt sie, könne traumatisch sein, aber sie habe daraus auch eine besondere Fähigkeit gewonnen: zwischen Welten, Kulturen und politischen Lagern zu vermitteln . Später erkrankte sie schwer an ME/CFS. Seitdem muss sie ihre Energie radikal einteilen. Aus dieser Erfahrung entwickelte sie eine Haltung, die sie „antifragil“ nennt: Nicht nur Krisen überstehen, sondern an ihnen wachsen . Ihr persönliches Credo: Nur noch Dinge tun, die entweder wichtig sind oder Freude machen. Mutmacher-Kern dieser Folge Der größte Bremsklotz unserer Gesellschaft? Die Illusion von Einsamkeit. Marina Weisband erinnert daran, dass wir soziale Wesen sind – und dass direkte Hilfe, gegenseitige Unterstützung und bewusste Aufmerksamkeitslenkung revolutionäre Akte sein können . Am Ende bleibt ein starkes Bild: Die Gesellschaft besteht nur aus uns. Und wir sind viele. Eine Folge über Zuversicht ohne Naivität. Über Resilienz ohne Verdrängung. Und über die Kraft, Demokratie nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv zu gestalten. Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert 2 alte wei(s)se Männer, teilt den Podcast und folgt uns in den sozialen Medien: Instagram https://www.instagram.com/2alteweissemaenner?igsh=bjNsOGxtcHFvZ3Vl&ut Facebook https://www.facebook.com/share/16qwKMqsxZ/?mibextid=wwXIfr Youtube https://youtube.com/@2alteweissemanner-rw6gw?si=DyDKBPUF3KohcL
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