EPISODE · Jan 14, 2021 · 25 MIN
„Nach anfänglichem Ruckeln hat alles sehr gut geklappt“
from Starke Pflege in Münster · host Starke Pflege in Münster
Erfolgreiche Impfkampagne in der stationären Pflege: Vodcast mit Bernhard Sandbothe von den Alexianern in Münster Der Imfpstoff gegen Corona ist in den stationären Einrichtungen in Münster angekommen. Seit Weihnachten 2020 läuft die Impfkampagne in den Pflegeheimen auf Hochtouren. Entgegen der vielfach zu hörenden Kritik in den Medien ist die Impfung der Pflegebedürftigen und der Beschäftigten in der stationären Pflege gut gelaufen. „Während der Vorbereitung waren wir schon sehr aufgeregt. Als es dann losging, war es fast unspektakulär. Wir haben James Bond erwartet und es kam ein Auto, welches eher einem „bofrost*“-Wagen ähnelte“, erzählt Bernhard Sanbothe, der für die Alexianer in Münster zwei stationäre Einrichtungen die Seniorenpflegeheime Haus Heidhorn und Achatius-Haus leitet. Mit ihm haben wir in unserem Vodcast über die Impfkampagne in den stationären Einrichtungen in Münster gesprochen und eine erste Bilanz gezogen. Mit wenig Vorbereitungszeit und vielen offenen Fragen ging es kurz nach Weihnachten in den Einrichtungen los. Informationsmaterial verteilen, Einverständniserklärungen einholen und Absprachen mit Ärzten treffen stand auf dem Programm. „Das hat alles nach anfänglichem Ruckeln sehr gut geklappt. Es haben sich fast hundert Prozent der Bewohner und 80 % der Mitarbeitenden impfen lassen“, zieht Bernhard Sandbothe eine positive Bilanz. Am 30. und 31. Dezember letzten Jahres fanden die ersten beiden Impfungen statt. Inzwischen fragen Bewohner und Mitarbeitende, die nicht teilgenommen haben, schon nach einem weiteren Impftermin. Die Logistik und Verteilung ist mit dem sehr empfindlichen Impfstoff von Biontech aber eine echte Herausforderung. „Wir haben in den einzelnen Wohnbereichen Impfstrassen aufgebaut, damit es nicht zu einer Vermischung der Kohorten kommt. Der Impfstoff wurde vor Ort aufbereitet und durfte dann nicht mehr über längere Strecken transportiert werden,“ beschreibt der Einrichtungsleiter die Umsetzung vor Ort. Insgesamt haben alle Akteure gut zusammengearbeitet. In ein paar Tagen steht der zweite Impftermin an. Danach sollten dann die geimpften Personen geschützt sein. In den Teams der Einrichtungen war die Impfaktion natürlich das beherrschende Thema. Bernhard Sandbothe berichtet von einem Prozess innerhalb der Mitarbeiterschaft: „Am Anfang hatten wir eine Impfbereitschaft von 10 %. Das hat sich dann kontinuerlich gesteigert. Wir haben viel diskutiert und zahlreiche Materialien verteilt. Man kann das Geschehen nicht einfach laufen lassen und muss fortlaufend Gesprächsangebote machen, wenn man die Mitarbeiter zur Teilnahme bewegen will.“ Von einer Impfpflicht hält Bernhard Sandbothe „nix“. Aktuelle Debatten darüber hält er für verfrüht und nicht zielführend. „Mit Ehrlichkeit und vernüftiger Ansprache erreicht man mehr“, setzt Bernhard Sandbothe auf Kommunikation statt gesetzlicher Verpflichtung. Auch bei ihm selber selbst war die Entscheidung zur Impfung ein Prozess. „Am Anfang war ich auch nicht überzeugt, dass ich mich impfen lassen sollte. Das hat sich aber mit der Zeit geändert“, schildert er seine eigene Entwicklung. Für die nächste Zeit erwartet Bernahrd Sandbothe keine schnelle Rückkehr zur Normalität. Die AHA-Regeln werden weiter gelten und wohl auch die Schnelltests werden kurzfristig nicht überflüssig. Was man noch beachten sollte, wenn es an die Umsetzung der Impfungen in den Pflegeeinrichtungen geht, kann man in unserem Vod- und Podcast sehen und hören.
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Erfolgreiche Impfkampagne in der stationären Pflege: Vodcast mit Bernhard Sandbothe von den Alexianern in Münster Der Imfpstoff gegen Corona ist in den stationären Einrichtungen in Münster angekommen. Seit Weihnachten 2020 läuft die Impfkampagne in den Pflegeheimen auf Hochtouren. Entgegen der vielfach zu hörenden Kritik in den Medien ist die Impfung der Pflegebedürftigen und der Beschäftigten in der stationären Pflege gut gelaufen. „Während der Vorbereitung waren wir schon sehr aufgeregt. Als es dann losging, war es fast unspektakulär. Wir haben James Bond erwartet und es kam ein Auto, welches eher einem „bofrost*“-Wagen ähnelte“, erzählt Bernhard Sanbothe, der für die Alexianer in Münster zwei stationäre Einrichtungen die Seniorenpflegeheime Haus Heidhorn und Achatius-Haus leitet. Mit ihm haben wir in unserem Vodcast über die Impfkampagne in den stationären Einrichtungen in Münster gesprochen und eine erste Bilanz gezogen. Mit wenig Vorbereitungszeit und vielen offenen Fragen ging es kurz nach Weihnachten in den Einrichtungen los. Informationsmaterial verteilen, Einverständniserklärungen einholen und Absprachen mit Ärzten treffen stand auf dem Programm. „Das hat alles nach anfänglichem Ruckeln sehr gut geklappt. Es haben sich fast hundert Prozent der Bewohner und 80 % der Mitarbeitenden impfen lassen“, zieht Bernhard Sandbothe eine positive Bilanz. Am 30. und 31. Dezember letzten Jahres fanden die ersten beiden Impfungen statt. Inzwischen fragen Bewohner und Mitarbeitende, die nicht teilgenommen haben, schon nach einem weiteren Impftermin. Die Logistik und Verteilung ist mit dem sehr empfindlichen Impfstoff von Biontech aber eine echte Herausforderung. „Wir haben in den einzelnen Wohnbereichen Impfstrassen aufgebaut, damit es nicht zu einer Vermischung der Kohorten kommt. Der Impfstoff wurde vor Ort aufbereitet und durfte dann nicht mehr über längere Strecken transportiert werden,“ beschreibt der Einrichtungsleiter die Umsetzung vor Ort. Insgesamt haben alle Akteure gut zusammengearbeitet. In ein paar Tagen steht der zweite Impftermin an. Danach sollten dann die geimpften Personen geschützt sein. In den Teams der Einrichtungen war die Impfaktion natürlich das beherrschende Thema. Bernhard Sandbothe berichtet von einem Prozess innerhalb der Mitarbeiterschaft: „Am Anfang hatten wir eine Impfbereitschaft von 10 %. Das hat sich dann kontinuerlich gesteigert. Wir haben viel diskutiert und zahlreiche Materialien verteilt. Man kann das Geschehen nicht einfach laufen lassen und muss fortlaufend Gesprächsangebote machen, wenn man die Mitarbeiter zur Teilnahme bewegen will.“ Von einer Impfpflicht hält Bernhard Sandbothe „nix“. Aktuelle Debatten darüber hält er für verfrüht und nicht zielführend. „Mit Ehrlichkeit und vernüftiger Ansprache erreicht man mehr“, setzt Bernhard Sandbothe auf Kommunikation statt gesetzlicher Verpflichtung. Auch bei ihm selber selbst war die Entscheidung zur Impfung ein Prozess. „Am Anfang war ich auch nicht überzeugt, dass ich mich impfen lassen sollte. Das hat sich aber mit der Zeit geändert“, schildert er seine eigene Entwicklung. Für die nächste Zeit erwartet Bernahrd Sandbothe keine schnelle Rückkehr zur Normalität. Die AHA-Regeln werden weiter gelten und wohl auch die Schnelltests werden kurzfristig nicht überflüssig. Was man noch beachten sollte, wenn es an die Umsetzung der Impfungen in den Pflegeeinrichtungen geht, kann man in unserem Vod- und Podcast sehen und hören.
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