Nicole Deitelhoff: Frieden statt Friedhofsruhe – Wie geht dauerhafte Konfliktlösung? episode artwork

EPISODE · Apr 9, 2026 · 50 MIN

Nicole Deitelhoff: Frieden statt Friedhofsruhe – Wie geht dauerhafte Konfliktlösung?

from 2 alte wei(s)e Männer · host Thomas Kirchberg und Michael Reinhard

Wie kann in Zeiten wie diesen überhaupt noch Frieden entstehen? Der Krieg gegen Iran ist weiter eskaliert, in der Ukraine ist ein Ende des Krieges nicht in Sicht – und gleichzeitig merken wir, wie schnell wir uns daran gewöhnen, fast nur noch in Kategorien von Eskalation, Abschreckung und militärischer Stärke zu denken. Genau darüber sprechen wir in dieser Folge mit Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Direktorin der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und eine der bekanntesten deutschen Friedens- und Konfliktforscherinnen.  Nicole Deitelhoff erklärt, warum es gerade in laufenden Kriegen wichtig ist, weiter über Frieden zu sprechen – nicht naiv, sondern realistisch. Sie macht deutlich: Verteidigungsfähigkeit und Friedenssuche schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Gerade in Zeiten realer Bedrohung kommt es darauf an, auch die kleinen Öffnungen zu erkennen, in denen Kooperation noch möglich ist. Als Beispiel nennt sie den Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine – ein Hinweis darauf, dass selbst in hochverfeindeten Konflikten Gesprächs- und Handlungsspielräume bestehen bleiben.  Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, was Frieden heute überhaupt bedeutet. Deitelhoff unterscheidet zwischen einem „negativen Frieden“, also dem Ende organisierter Gewalt, und einem „positiven Frieden“, der darüber hinaus auf Gerechtigkeit, Teilhabe und tragfähige gesellschaftliche Ordnung zielt. Ihr nüchterner Befund: Im Moment wären wir schon froh, wenn zumindest der „dürre Hahn“ des negativen Friedens wieder erreichbar würde.  Und schließlich spricht sie darüber, was Friedensforschung heute konkret leisten kann: nicht den großen Wurf versprechen, sondern in festgefahrenen Konflikten genau hinschauen, wo Kooperation noch trägt, wo Vermittlung möglich ist und wie aus kleinen Schritten irgendwann tragfähigere Friedensordnungen werden können. Friedensfähigkeit, so ihr Mutmacher-Gedanke, ist lernbar – durch gerechte Sprache, klares Denken und strategische Geduld.  Eine Folge über Krieg und Frieden, über strategische Geduld, europäische Verantwortung – und über die Frage, wie man auch in sehr dunklen Zeiten die Möglichkeit von Verständigung nicht aufgibt. 📘 Und wenn Sie unsere Gespräche auch jenseits des Podcasts nachlesen möchten: Unser neues Buch ist erschienen: „2 alte wei(s)e Männer: Mutmacher für schwere Zeiten – was hoffen lässt“ Jetzt im Buchhandel und auf allen gängigen Plattformen erhältlich. Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert 2 alte wei(s)se Männer, teilt den Podcast und folgt uns in den sozialen Medien: Instagram https://www.instagram.com/2alteweissemaenner?igsh=bjNsOGxtcHFvZ3Vl&ut  Facebook https://www.facebook.com/share/16qwKMqsxZ/?mibextid=wwXIfr Youtube https://youtube.com/@2alteweissemanner-rw6gw?si=DyDKBPUF3KohcL

Wie kann in Zeiten wie diesen überhaupt noch Frieden entstehen? Der Krieg gegen Iran ist weiter eskaliert, in der Ukraine ist ein Ende des Krieges nicht in Sicht – und gleichzeitig merken wir, wie schnell wir uns daran gewöhnen, fast nur noch in Kategorien von Eskalation, Abschreckung und militärischer Stärke zu denken. Genau darüber sprechen wir in dieser Folge mit Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Direktorin der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und eine der bekanntesten deutschen Friedens- und Konfliktforscherinnen.  Nicole Deitelhoff erklärt, warum es gerade in laufenden Kriegen wichtig ist, weiter über Frieden zu sprechen – nicht naiv, sondern realistisch. Sie macht deutlich: Verteidigungsfähigkeit und Friedenssuche schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Gerade in Zeiten realer Bedrohung kommt es darauf an, auch die kleinen Öffnungen zu erkennen, in denen Kooperation noch möglich ist. Als Beispiel nennt sie den Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine – ein Hinweis darauf, dass selbst in hochverfeindeten Konflikten Gesprächs- und Handlungsspielräume bestehen bleiben.  Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, was Frieden heute überhaupt bedeutet. Deitelhoff unterscheidet zwischen einem „negativen Frieden“, also dem Ende organisierter Gewalt, und einem „positiven Frieden“, der darüber hinaus auf Gerechtigkeit, Teilhabe und tragfähige gesellschaftliche Ordnung zielt. Ihr nüchterner Befund: Im Moment wären wir schon froh, wenn zumindest der „dürre Hahn“ des negativen Friedens wieder erreichbar würde.  Und schließlich spricht sie darüber, was Friedensforschung heute konkret leisten kann: nicht den großen Wurf versprechen, sondern in festgefahrenen Konflikten genau hinschauen, wo Kooperation noch trägt, wo Vermittlung möglich ist und wie aus kleinen Schritten irgendwann tragfähigere Friedensordnungen werden können. Friedensfähigkeit, so ihr Mutmacher-Gedanke, ist lernbar – durch gerechte Sprache, klares Denken und strategische Geduld.  Eine Folge über Krieg und Frieden, über strategische Geduld, europäische Verantwortung – und über die Frage, wie man auch in sehr dunklen Zeiten die Möglichkeit von Verständigung nicht aufgibt. 📘 Und wenn Sie unsere Gespräche auch jenseits des Podcasts nachlesen möchten: Unser neues Buch ist erschienen: „2 alte wei(s)e Männer: Mutmacher für schwere Zeiten – was hoffen lässt“ Jetzt im Buchhandel und auf allen gängigen Plattformen erhältlich. Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert 2 alte wei(s)se Männer, teilt den Podcast und folgt uns in den sozialen Medien: Instagram https://www.instagram.com/2alteweissemaenner?igsh=bjNsOGxtcHFvZ3Vl&ut  Facebook https://www.facebook.com/share/16qwKMqsxZ/?mibextid=wwXIfr Youtube https://youtube.com/@2alteweissemanner-rw6gw?si=DyDKBPUF3KohcL

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This episode was published on April 9, 2026.

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