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EPISODE · May 24, 2022 · 47 MIN

Open Source für die öffentliche Verwaltung: das Beispiel Schleswig-Holstein

from Digitalgespräch · host Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung

Unsere Informationsgesellschaft hat sich in Abhängigkeiten hinein entwickelt, die eigentlich völlig inakzeptabel sind: Wenige Digitalkonzerne diktieren Preise und Geschäftsbedingungen, denn um die Nutzung ihrer Software kommt niemand mehr herum. Auch auf die Integrität internationaler Lieferketten müssen wir uns blind verlassen. Wir haben die Funktionen und das Funktionieren unserer digitalen Infrastrukturen also längst nicht selbst in der Hand. Oft werden die Systeme, die wir nutzen, zudem den europäischen Anforderungen z. B. in puncto Daten- und Grundrechtschutz nicht gerecht. Mindestens setzt eine vernünftige, also beherrschbare Digitalität aber voraus, dass die Funktionsweise unserer Technik nachvollziehbar bleibt und auch rechtskonform angelegt ist. Ein Stichwort, das dabei immer wieder fällt, wird auch für den öffentlichen Sektor relevant: Open Source. Die Informatikerin Marit Hansen ist Datenschutzbeauftrage des Landes Schleswig-Holstein – des ersten Bundeslandes, das sich vorgenommen hat, die gesamte öffentliche Verwaltung, Schulen und Behörden vollständig auf Open Source umzustellen. Die Expertin erklärt im Digitalgespräch, wie diese Strategie zustande kam, wie ein solches Vorhaben in die Praxis umgesetzt wird, wie man Politik, Mitarbeiter:innen und IT-Expert:innen motiviert, an einem Strang zu ziehen und auch, wie sich die Zusammenarbeit innerhalb des Bundes und Europas entwickelt. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert Hansen, welche Rolle Open Source für das Fernziel der digitalen Souveränität spielt, warum dabei nicht nur die Software, sondern auch die Hardware „open“ sein muss, wie es um die IT-Kompetenz auf Seiten des Staates bestellt ist – und warum man der Langsamkeit bei der Digitalisierung deutscher Verwaltung trotz aller Versäumnisse auch etwas Gutes abgewinnen kann.

Unsere Informationsgesellschaft hat sich in Abhängigkeiten hinein entwickelt, die eigentlich völlig inakzeptabel sind: Wenige Digitalkonzerne diktieren Preise und Geschäftsbedingungen, denn um die Nutzung ihrer Software kommt niemand mehr herum. Auch auf die Integrität internationaler Lieferketten müssen wir uns blind verlassen. Wir haben die Funktionen und das Funktionieren unserer digitalen Infrastrukturen also längst nicht selbst in der Hand. Oft werden die Systeme, die wir nutzen, zudem den europäischen Anforderungen z. B. in puncto Daten- und Grundrechtschutz nicht gerecht. Mindestens setzt eine vernünftige, also beherrschbare Digitalität aber voraus, dass die Funktionsweise unserer Technik nachvollziehbar bleibt und auch rechtskonform angelegt ist. Ein Stichwort, das dabei immer wieder fällt, wird auch für den öffentlichen Sektor relevant: Open Source. Die Informatikerin Marit Hansen ist Datenschutzbeauftrage des Landes Schleswig-Holstein – des ersten Bundeslandes, das sich vorgenommen hat, die gesamte öffentliche Verwaltung, Schulen und Behörden vollständig auf Open Source umzustellen. Die Expertin erklärt im Digitalgespräch, wie diese Strategie zustande kam, wie ein solches Vorhaben in die Praxis umgesetzt wird, wie man Politik, Mitarbeiter:innen und IT-Expert:innen motiviert, an einem Strang zu ziehen und auch, wie sich die Zusammenarbeit innerhalb des Bundes und Europas entwickelt. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert Hansen, welche Rolle Open Source für das Fernziel der digitalen Souveränität spielt, warum dabei nicht nur die Software, sondern auch die Hardware „open“ sein muss, wie es um die IT-Kompetenz auf Seiten des Staates bestellt ist – und warum man der Langsamkeit bei der Digitalisierung deutscher Verwaltung trotz aller Versäumnisse auch etwas Gutes abgewinnen kann.

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Open Source für die öffentliche Verwaltung: das Beispiel Schleswig-Holstein

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This episode was published on May 24, 2022.

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