EPISODE · Jun 24, 2026 · 34 MIN
Religion im Fußball verbieten?
from Eine Meine Deine Meinung - EMDM · host Djamil Deininger, Tim Koschwitz
Auslöser dieser Folge ist die FIFA Fußball-WM und ein Vorfall, der für Gesprächsstoff gesorgt hat: DFB-Spieler Felix Nmecha bildete nach dem Spiel gegen Curaçao einen Gebetskreis am Anstoßpunkt – und sagte anschließend im Interview, Jesus werde durch das Spiel verherrlicht. Nmecha gehört zwei Netzwerken christlicher Fußballer an, die wiederholt durch queer- und transfeindliche Positionen aufgefallen sind. Die Frage, die sich daraus ergibt: Sollten religiöse Gesten im Fußball verboten werden? Wie immer wurde ausgelost: Djamil argumentiert für ein Verbot, Tim dagegen. Wer fordert, Queerness solle privat bleiben, muss dasselbe für den Glauben gelten lassen – Neutralität muss konsequent sein Die Regenbogenbinde wurde in Katar verboten, während religiöse Gesten unkommentiert bleiben – ein doppelter Standard Nmecha ist kein passiver Gläubiger, sondern tritt aktiv als Ambassador von „Ballers in God" auf – einem Netzwerk mit engen Verbindungen zu evangelikalen Christen aus den USA, die einen christlichen Gottesstaat anstreben Missionierung findet nachweislich in Fußballkabinen statt – Beispiel: Ruben Vargas wurde durch Felix Udokei in das religiöse Netzwerk eingeführt Wenn man nicht sicher sein kann, wer gläubig für sich ist und wer übergriffig missioniert, sollte es für alle gelten: keinerlei religiöse Gesten Die mediale Doppelmoral beim Vergleich Nmecha/Rüdiger deutet auf versteckten Rassismus hin Religion ist für Millionen Menschen identitätsstiftend – Vielfalt feiern heißt, auch das einzuschließen Ein Gebetskreis oder ein Kreuz um den Hals ist freie Meinungsäußerung und durch Menschenrechte geschützt Der DFB-Präsident hat Nmechas Distanzierung von Vorwürfen der Homophobie ausdrücklich anerkannt Die Aufregung über Rüdiger (ein erhobener Finger als muslimische Geste) war unverhältnismäßig und rassistisch motiviert Ein WM-Turnier ist ein Spiegel der Weltgesellschaft – religiöse Gesten gehören dazu, solange sie niemandem schaden Fußballer sind keine gesellschaftspolitischen Vorbilder und sollten auch nicht so behandelt werden Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
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Auslöser dieser Folge ist die FIFA Fußball-WM und ein Vorfall, der für Gesprächsstoff gesorgt hat: DFB-Spieler Felix Nmecha bildete nach dem Spiel gegen Curaçao einen Gebetskreis am Anstoßpunkt – und sagte anschließend im Interview, Jesus werde durch das Spiel verherrlicht. Nmecha gehört zwei Netzwerken christlicher Fußballer an, die wiederholt durch queer- und transfeindliche Positionen aufgefallen sind. Die Frage, die sich daraus ergibt: Sollten religiöse Gesten im Fußball verboten werden? Wie immer wurde ausgelost: Djamil argumentiert für ein Verbot, Tim dagegen. Wer fordert, Queerness solle privat bleiben, muss dasselbe für den Glauben gelten lassen – Neutralität muss konsequent sein Die Regenbogenbinde wurde in Katar verboten, während religiöse Gesten unkommentiert bleiben – ein doppelter Standard Nmecha ist kein passiver Gläubiger, sondern tritt aktiv als Ambassador von „Ballers in God" auf – einem Netzwerk mit engen Verbindungen zu evangelikalen Christen aus den USA, die einen christlichen Gottesstaat anstreben Missionierung findet nachweislich in Fußballkabinen statt – Beispiel: Ruben Vargas wurde durch Felix Udokei in das religiöse Netzwerk eingeführt Wenn man nicht sicher sein kann, wer gläubig für sich ist und wer übergriffig missioniert, sollte es für alle gelten: keinerlei religiöse Gesten Die mediale Doppelmoral beim Vergleich Nmecha/Rüdiger deutet auf versteckten Rassismus hin Religion ist für Millionen Menschen identitätsstiftend – Vielfalt feiern heißt, auch das einzuschließen Ein Gebetskreis oder ein Kreuz um den Hals ist freie Meinungsäußerung und durch Menschenrechte geschützt Der DFB-Präsident hat Nmechas Distanzierung von Vorwürfen der Homophobie ausdrücklich anerkannt Die Aufregung über Rüdiger (ein erhobener Finger als muslimische Geste) war unverhältnismäßig und rassistisch motiviert Ein WM-Turnier ist ein Spiegel der Weltgesellschaft – religiöse Gesten gehören dazu, solange sie niemandem schaden Fußballer sind keine gesellschaftspolitischen Vorbilder und sollten auch nicht so behandelt werden Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
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