EPISODE · Sep 16, 2023 · 29 MIN
Stefan Zweig - Lenin im versiegelten Zug
from Marxistische Hörbücher - Dialektischer Materialismus für die Ohren · host N. Spreenin
Stefan Zweig beschreibt meisterhaft die Reise Lenins im plombierten Zug, in dem Lenin am 9. April 1917 die Schweiz verlässt und ins umkämpfte Russland reist, um in die Revolution einzugreifen. Nach der Februarrevolution 1917 kehrten Lenin und andere prominente Kommunisten mit Unterstützung der deutschen Obersten Heeresleitung aus der Schweiz über Deutschland, Schweden und Finnland nach Russland zurück. Sie fuhren in einem versiegelten Zug, der zu exterritorialem Gebiet erklärt worden war. Das Kaiserreich hoffte sich von der Beförderung des verhassten Klassenkämpfers den Friedensvertrag die Entlasstung eines Großen Frontabschnittes und somit die Aufhebung der Situation des Zweifrontenkrieges. Sie ahnten nicht dass Sie damit der internationalen Revolution einen gewaltigen Stoß versetzen würden, welche auch Deutsche Matrosen, Soldaten und Arbeiter inspirierte sich gegen die alte Ordnung zu erheben. Die umjubelte Rückkehr Lenins nach Russland änderte die Situation nachhaltig. Zweig schreibt im letzten Abschnitt: „Und wie Wladimir Iljitsch Uljanow jetzt heraustritt, ist der Mann, der vorgestern noch bei dem Flickschuster gewohnt, schon von Hunderten Händen gefaßt und auf ein Panzerautomobil gehoben. Scheinwerfer von den Häusern und der Festung sind auf ihn gerichtet, und von dem Panzerautomobil herab hält er seine erste Rede an das Volk. Die Straßen beben, und bald haben die »zehn Tage, die die Welt erschüttern«, begonnen. Das Geschoß hat eingeschlagen und zertrümmert ein Reich, eine Welt.“
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Stefan Zweig beschreibt meisterhaft die Reise Lenins im plombierten Zug, in dem Lenin am 9. April 1917 die Schweiz verlässt und ins umkämpfte Russland reist, um in die Revolution einzugreifen. Nach der Februarrevolution 1917 kehrten Lenin und andere prominente Kommunisten mit Unterstützung der deutschen Obersten Heeresleitung aus der Schweiz über Deutschland, Schweden und Finnland nach Russland zurück. Sie fuhren in einem versiegelten Zug, der zu exterritorialem Gebiet erklärt worden war. Das Kaiserreich hoffte sich von der Beförderung des verhassten Klassenkämpfers den Friedensvertrag die Entlasstung eines Großen Frontabschnittes und somit die Aufhebung der Situation des Zweifrontenkrieges. Sie ahnten nicht dass Sie damit der internationalen Revolution einen gewaltigen Stoß versetzen würden, welche auch Deutsche Matrosen, Soldaten und Arbeiter inspirierte sich gegen die alte Ordnung zu erheben. Die umjubelte Rückkehr Lenins nach Russland änderte die Situation nachhaltig. Zweig schreibt im letzten Abschnitt: „Und wie Wladimir Iljitsch Uljanow jetzt heraustritt, ist der Mann, der vorgestern noch bei dem Flickschuster gewohnt, schon von Hunderten Händen gefaßt und auf ein Panzerautomobil gehoben. Scheinwerfer von den Häusern und der Festung sind auf ihn gerichtet, und von dem Panzerautomobil herab hält er seine erste Rede an das Volk. Die Straßen beben, und bald haben die »zehn Tage, die die Welt erschüttern«, begonnen. Das Geschoß hat eingeschlagen und zertrümmert ein Reich, eine Welt.“
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