Umstrittene chinesische Investitionen in Ungarn episode artwork

EPISODE · Mar 18, 2026 · 26 MIN

Umstrittene chinesische Investitionen in Ungarn

from International

Unter Viktor Orban hat sich Ungarn bewusst gegenüber China geöffnet. Mit Erfolg: Kein anderes Land in der EU erhält so viele chinesische Investitionen. Chinesische Firmen bauen Fabriken für Batterien und E-Autos. Doch viele fürchten Umweltschäden und eine ökonomische Sackgasse. Das Dorf Mikepercs wäre eigentlich eine Idylle. Doch hier baut eine chinesische Firma gleich mehrere Batteriefabriken. Anwohnerin Eva Komza fürchtet sich vor Umweltschäden. Eine bereits eröffnete Fabrik, ebenfalls von einer chinesischen Firma betrieben, hat den Dorfbach verschmutzt. Die Lokalen Behörden ignorierten die Umweltschäden allerdings lange Zeit. Eva Komza ist daher überzeugt: «Die Behörden arbeiten nicht für uns, sondern für die internationalen Firmen». Weitere Beispiele ausländischer Firmen, die jahrelang für schwere Umweltschäden verursachten, nähren das Misstrauen in der Bevölkerung. Hinzu kommt der hohe Wassert- und Stromverbrauch der Produktion in einem Land, das zunehmend mit Wasserknappheit zu kämpfen hat und von ausländischer Energie abhängig ist. Doch auch Wirtschaftsexperten und -expertinnen sind skeptisch. Die Produkte, welche die Fabriken herstellen, werden in Ungarn nur zusammengesetzt. Die Einzelteile, und damit auch ein Grossteil der Wertschöpfung, kommen aus China. Ein Wissenstransfer findet kaum statt. Ungarns Wirtschaft profitiere daher langfristig nicht davon, sondern begehbe sich nur in weitere Abhängigkeiten. Das Misstrauen gegenüber der Regierung, das sich am Beispiel der chinesischen Fabriken zeigt, spiegelt sich auch in den Umfragewerten nieder. Langzeit Premierminister Orban liegt hinter Oppositionsführer Peter Magyar zurück. Die von den Fabriken ausgelösten Umweltprobleme sind Teil des Wahlkampfes für die Wahlen im April, die Victor Orban nach 16 Jahren das Amt kosten könnten.

Unter Viktor Orban hat sich Ungarn bewusst gegenüber China geöffnet. Mit Erfolg: Kein anderes Land in der EU erhält so viele chinesische Investitionen. Chinesische Firmen bauen Fabriken für Batterien und E-Autos. Doch viele fürchten Umweltschäden und eine ökonomische Sackgasse. Das Dorf Mikepercs wäre eigentlich eine Idylle. Doch hier baut eine chinesische Firma gleich mehrere Batteriefabriken. Anwohnerin Eva Komza fürchtet sich vor Umweltschäden. Eine bereits eröffnete Fabrik, ebenfalls von einer chinesischen Firma betrieben, hat den Dorfbach verschmutzt. Die Lokalen Behörden ignorierten die Umweltschäden allerdings lange Zeit. Eva Komza ist daher überzeugt: «Die Behörden arbeiten nicht für uns, sondern für die internationalen Firmen». Weitere Beispiele ausländischer Firmen, die jahrelang für schwere Umweltschäden verursachten, nähren das Misstrauen in der Bevölkerung. Hinzu kommt der hohe Wassert- und Stromverbrauch der Produktion in einem Land, das zunehmend mit Wasserknappheit zu kämpfen hat und von ausländischer Energie abhängig ist. Doch auch Wirtschaftsexperten und -expertinnen sind skeptisch. Die Produkte, welche die Fabriken herstellen, werden in Ungarn nur zusammengesetzt. Die Einzelteile, und damit auch ein Grossteil der Wertschöpfung, kommen aus China. Ein Wissenstransfer findet kaum statt. Ungarns Wirtschaft profitiere daher langfristig nicht davon, sondern begehbe sich nur in weitere Abhängigkeiten. Das Misstrauen gegenüber der Regierung, das sich am Beispiel der chinesischen Fabriken zeigt, spiegelt sich auch in den Umfragewerten nieder. Langzeit Premierminister Orban liegt hinter Oppositionsführer Peter Magyar zurück. Die von den Fabriken ausgelösten Umweltprobleme sind Teil des Wahlkampfes für die Wahlen im April, die Victor Orban nach 16 Jahren das Amt kosten könnten.

NOW PLAYING

Umstrittene chinesische Investitionen in Ungarn

0:00 26:16

No transcript for this episode yet

We transcribe on demand. Request one and we'll notify you when it's ready — usually under 10 minutes.

Tracking Nuclear Weapons Programs Center for Strategic and International Studies The CSIS Proliferation Prevention Program talks to experts about transparency and nuclear weapons. JAPANESE EGG SANDWICH Simon Hawker WITH OR WITHOUT WASABI AN INTERNATIONAL CLASSIC LML/CPL Lecture: 'To Die or not to Die: Assisted Dying in England and Wales - The current legal, moral and societal issues' The Centre for Law, Medicine and Life Sciences (LML) and the Centre for Public Law (CPL) hosted Saimo Chahal to deliver a lecture on 7 March 2017.Saimo Chahal is a leading figure in public law, human rights and international law. She has acted as the solicitor in the leading assisted suicide cases of R (Jane Nicklinson and Paul Lamb) v The Ministry of Justice & the DPP & The Attorney General UKSC [2013] and R (Debbie Purdy) v The Director of Public Prosecutions (2009). Further legal challenges to the law prohibiting assisted suicide are imminent and will be heard in the courts this year.Saimo Chahal:- She is listed in the Thompson Reuter’s Top 100 Super lawyers List- In January 2016, Black Lawyers Directory (BLD) first ever “Movers and Shakers” list of the most influential and powerful black lawyers;- In April 2014, Ms Chahal was awarded the tile of Honorary QC in recognition of her major contribution to the development of the law of England and Wales. The title has only been a Across The Pond Liberty Stacia Whittecar and Kirstin Clark Welcome to "Across the Pond Liberty," the podcast that paints the New York Liberty's journey in vibrant colours, uniting fans from both sides of the Atlantic. Join hosts Stacia from Kansas and Kirstin from Scotland, as they embark on an exhilarating season-long journey with the Liberty, delivering the latest news, updates, and a shared passion for the team. Meet Your Hosts: 🏀 Stacia: Hailing from Kansas, Stacia's love for the New York Liberty transcends geographical boundaries. With her deep understanding of the game and unwavering support for the team, Stacia is your guide to all things Liberty, both on and off the court. 🏀 Kirstin: Crossing the ocean from Scotland, Kirstin adds an international touch to the podcast. Her genuine passion for the Liberty and her unique perspective from across the pond contribute a fresh outlook that connects fans worldwide. Diving into the Liberty's World: "Across the Pond Liberty" is you

Frequently Asked Questions

How long is this episode of International?

This episode is 26 minutes long.

When was this International episode published?

This episode was published on March 18, 2026.

What is this episode about?

Unter Viktor Orban hat sich Ungarn bewusst gegenüber China geöffnet. Mit Erfolg: Kein anderes Land in der EU erhält so viele chinesische Investitionen. Chinesische Firmen bauen Fabriken für Batterien und E-Autos. Doch viele fürchten Umweltschäden...

Can I download this International episode?

Yes, you can download this episode by clicking the download button on the episode player, or subscribe to the podcast in your preferred podcast app for automatic downloads.
URL copied to clipboard!