EPISODE · Apr 28, 2022 · 19 MIN
Wie Elon Musk Twitter beerdigt
from MeTacheles Tonspur · host Sascha Pallenberg
Es ist angerichtet fuer eine ganz persoenliche Zeitenwende. Nach ueber 14 Jahren verlasse ich Twitter & stelle meinen Account mit ueber 44 000 Follower:innen auf “Read Only”! Warum? Elon Musk kauft den Laden und damit habe ich ein fundamentales Problem. Wieso das so ist und welche Historie die Plattform mit Musk hat, das versuche ich in dieser Ausgabe zu erklaeren!Alle begleitenden Infos 👉 https://www.metacheles.deMeTacheles-Kanal-Uebersicht 👉 https://t.ly/meta1WhatsApp-Kanal 👉 https://t.ly/WhatsTachelesTelegram-Kanal 👉 https://t.ly/MeTalegramGet full access to MeTacheles at www.metacheles.de/subscribe
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Es ist angerichtet fuer eine ganz persoenliche Zeitenwende. Nach ueber 14 Jahren verlasse ich Twitter & stelle meinen Account mit ueber 44 000 Follower:innen auf “Read Only”! Warum? Elon Musk kauft den Laden und damit habe ich ein fundamentales Problem. Wieso das so ist und welche Historie die Plattform mit Musk hat, das versuche ich in dieser Ausgabe zu erklaeren!Anmerkung: Den begleitenden Podcast mit weiteren Statements & Infos koennt ihr hier direkt oben im Browser, aber auch auf diversen Plattformen wie u.a.Apple - Spotify - Google - Amazon oder als RSS-Feed anhoeren.Uebrigens koennt ihr die “Tonspur” dort bewerten und wenn ihr meine Monologe via Apple konsumiert, dann freue ich mich auch ueber ein persoenliches Feedback auf der Plattform. Danke!Die "K3" aka Kreative KommunikationsKonzepte GmbH aus Velbert sponsort auch diese aktuelle Ausgabe… und da ich nicht nur den Gruender Gerd Schroeder seit vielen Jahren kenne, sondern auch den von ihn erstellten Content schaetze, war das einfach ein perfektes Match.btw. der gute Gerd hat auch eine Mastodon Instanz aufgesetzt und hilft dem Fediverse damit, die so wichtige dezentrale Infrastrukur auszubauen!Bye Twitter!Das wird jetzt hier keine leichte Nummer fuer mich und duerfte die Schnittmenge zwischen einem emotionalen Farewell und einem fundamentalen Rant (ueber einen der groessten Bullys des Netzes) voellig neu definieren. Es wird polemisch, es wird persoenlich, aber letztendlich wird es vor allen Dingen ein Abgesang auf eine Idee und Vision, die nur Verlierer:innen hinterlaesst. Und genau das ist das Problem unserer Zeit und wie sich unser romantisch verklaerte Blick auf das Netz als ein best case scenario-Traum entpuppt, der von denen zerstoert wird, die all das hassen was wir lieben. Freie Netze, freier Zugriff auf Informationen, Mitgefuehl und Toleranz, demokratische Systeme und Strukturen, aber vor allen Dingen auch Respekt.Wir steigen emotional ein, MAN O TO laeuft auf Dauerschleife… zum ersten Mal nachdem ich meinen Abschiedsartikel auf Mobilegeeks Ende 2016 geschrieben habe. Mit der Veroeffentlichung dieses Newsletters und Podcasts werde ich nach auf den Monat genau 14 Jahren und ueber 123 000 Tweets (mein Gott ne, was ne Zahl) die Plattform verlassen, die mein wichtigster Distributions-, News-, Kontakt- und ganz klar auch Freund:innen-Kanal war… ne, auch immer bleiben wird. Nur ich kann dort einfach keine Inhalte mehr bereitstellen.Das ist nicht nur irgendein Netzwerk fuer mich, sondern war lange Zeit auch eine Plattform auf der ich mein “Geek sein” ausleben konnte, da sie Anfangs natuerlich vor allen Dingen technikaffine User:innen anzog. Ich hatte eines der ersten verifizierten Accounts in Deutschland, mich mehrfach mit diversen Mitarbeiter:innen getroffen und ausgetauscht, Jack Dorsey in seinen Anfaengen auf der Le Web kennengelernt.. ker ich hab mir sogar Sessions auf der SXSW mit der Designerin des Twitter-Wals gegeben, falls den ueberhaupt noch jemand kennt!Twitter war die erste und letzte App, die ich an einem ganz normalen Tag oeffnete, bespielte und ja, vielleicht ist das auch ehrlich gesagt dann genau der Moment wo du dir sagen musst: sag mal… ist noch alles ok mit dir?Ja, ist es. Wahrscheinlich geht es mir inzwischen, trotz all der Frustration ueber die Tatsache, dass ein durchgeknallter Milliardaer die Plattform kauft, die er immer wieder dazu nutzte um andere User:innen zu beleidigen, diskreditieren und seiner Kultisten-Armee zum Frass vorzuwerfen, besser. Und damit kann ich die Emo-Klammer wirklich schon schliessen, denn der Traum von dem zuvor beschriebenen Netz der Empathie ist geplatzt und zwar mit dem groessten Knall, den man sich ueberhaupt vorstellen kann.Elon Musk is evilSo, da ist es raus. Als wuerde man mir diese Position nicht schon seit vielen Jahren unterstellen koennen (und die meisten machen das ja auch), aber nie war es es offensichtlicher, dass Musk nicht nur irgendein exzentrischer Giga-Reicher ist, sondern einer der sich rechten Verschwoerungstheorien genuesslich entgegenwirft. Was an dieser Konversation schlimm sein soll? Cernovich war einer der groessten Multiplikatoren von Pizzagate, also der Verschwoerungstheorie, dass Hillary Clinton unter einer Washingtoner Pizzeria Kinder schlachtet! Jau, die gleiche Story die nun der gute Xavier Naidoo so gar nicht mehr glauben moechte. Fuer Musk kein Problem!Wer Musk kritisiert oder ihm im Wege steht, der hat ein Problem. Bodyshaming fuer Bill Gates, Lebensretter “Pedo” nennen, vom bereits erfolgten Ableben Bernie Sanders ausgehen, Twitter Mitarbeiter:innen seinen Mob auf den Hals hetzen, Justin Trudeau mit Hitler vergleichen, darauf besteht kritische Anwaelte zu feuern und immer mal wieder gerne Frauen ihre Kompetenz absprechen! Alleine ueber seine A*******-Moves koennte ich ein ganzes Buch schreiben. Da muss ich nicht erst erklaeren, dass er den groessten Security Fraud in der Geschichte der USA begangen hat und dafuer Twitter als Plattform nutzte. Auch die Art und Weis...
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