EPISODE · Feb 18, 2026 · 34 MIN
Wir sind das Volk! - Brauchen wir mehr direkte Demokratie?
from Eine Meine Deine Meinung - EMDM · host Djamil Deininger, Tim Koschwitz
In diesem Podcast werden die Pro und Contra-Positionen der Hosts immer zugelost. Politiker wie Jens Spahn fordern mehr Leistungsbereitschaft – das Renteneintrittsalter soll steigen, der Sozialstaat soll schrumpfen. Gleichzeitig fühlen sich viele Bürgerinnen und Bürger von der Politik abgehängt: bei Bildung, Mietpreisen, Rente. Die AfD nutzt diese Politikverdrossenheit schon seit Jahren und wirbt für mehr direkte Demokratie. Aber ist das wirklich die Lösung? Dafür (Djamil – zugelost) Wenn 90 % der Bevölkerung das Bildungssystem für gescheitert halten und trotzdem nichts passiert, zeigt das: Die repräsentative Demokratie versagt in der Responsivität. Direkte Beteiligung stärkt das Verantwortungsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Beispiel Hamburg (2024): 53 % stimmten für ambitioniertere Klimaziele – der Bürgermeister setzte es trotz persönlicher Ablehnung um. Schweiz 2023: Volksentscheid für verbindliche Klimaschutzziele (Netto Null 2050) wurde angenommen. Bayern: Volksbegehren schaffte den Bayerischen Senat ab (1998); Volksbegehren zum Rauchverbot in Gaststätten (63 % Zustimmung) wurde bundesweites Vorbild. Lobbyismus und Beeinflussung lassen sich durch klare gesetzliche Regelungen begrenzen (ähnlich wie bei Parteiwerbung vor Wahlen). Dagegen (Tim – zugelost) Komplexe Themen wie Steuerpolitik, Klimaschutz oder Freihandelsabkommen (z. B. Mercosur) lassen sich nicht per Bauchentscheid lösen – dafür fehlen Zeit und Fachwissen. Geld entscheidet: Wer am lautesten und teuersten Kampagne macht, beeinflusst das Ergebnis – Stichwort Lobbyismus. Beispiel: Das Kolumbianische Friedensabkommen 2016 scheiterte an einer gezielten Fake-News-Kampagne. Schweiz: Das Volksentscheid zur Einwanderungsbeschränkung (2020) kollidierte mit EU-Verträgen – jahrelange Nachverhandlungen waren nötig. Brexit als Warnung: Viele stimmten aus Protest, nicht aus Überzeugung – mit irreversiblen Konsequenzen. Länder mit regelmäßigen direkten Volksabstimmungen haben tendenziell höhere Staatsverschuldung, weil Populisten Steuersenkungen durchdrücken. 📣 Ankündigung: Eine Meine Deine Meinung live auf der Bühne! Wann: 26. März 2026 Wo: Rutz-Zollhaus, Karl-Herz-Ufer 30, Berlin-Kreuzberg (direkt am Landwehrkanal) Anmeldung/Reservierung: rutz-zollhaus.de Achtung: Es gibt keine Aufzeichnung dieser Veranstaltung – wer dabei sein will, muss live vor Ort sein. Die Plätze sind begrenzt! ----- Kapitel 00:00 Einführung in den Debattenpodcast 04:03 Aktuelle politische Themen und Sorgen der Bürger 08:05 Direkte Demokratie: Chancen und Herausforderungen 11:57 Beispiele für direkte Demokratie in Deutschland 15:50 Komplexität der Themen und die Rolle der Bürger 17:17 Die Herausforderungen der Volksabstimmung 20:09 Lobbyismus und öffentliche Meinung 22:44 Direkte Demokratie und ihre Grenzen 26:44 Erfahrungen mit Volksentscheiden 30:47 Die Rolle der Politik in der Demokratie 32:05 Ausblick auf die Zukunft der Demokratie Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
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In diesem Podcast werden die Pro und Contra-Positionen der Hosts immer zugelost. Politiker wie Jens Spahn fordern mehr Leistungsbereitschaft – das Renteneintrittsalter soll steigen, der Sozialstaat soll schrumpfen. Gleichzeitig fühlen sich viele Bürgerinnen und Bürger von der Politik abgehängt: bei Bildung, Mietpreisen, Rente. Die AfD nutzt diese Politikverdrossenheit schon seit Jahren und wirbt für mehr direkte Demokratie. Aber ist das wirklich die Lösung? Dafür (Djamil – zugelost) Wenn 90 % der Bevölkerung das Bildungssystem für gescheitert halten und trotzdem nichts passiert, zeigt das: Die repräsentative Demokratie versagt in der Responsivität. Direkte Beteiligung stärkt das Verantwortungsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Beispiel Hamburg (2024): 53 % stimmten für ambitioniertere Klimaziele – der Bürgermeister setzte es trotz persönlicher Ablehnung um. Schweiz 2023: Volksentscheid für verbindliche Klimaschutzziele (Netto Null 2050) wurde angenommen. Bayern: Volksbegehren schaffte den Bayerischen Senat ab (1998); Volksbegehren zum Rauchverbot in Gaststätten (63 % Zustimmung) wurde bundesweites Vorbild. Lobbyismus und Beeinflussung lassen sich durch klare gesetzliche Regelungen begrenzen (ähnlich wie bei Parteiwerbung vor Wahlen). Dagegen (Tim – zugelost) Komplexe Themen wie Steuerpolitik, Klimaschutz oder Freihandelsabkommen (z. B. Mercosur) lassen sich nicht per Bauchentscheid lösen – dafür fehlen Zeit und Fachwissen. Geld entscheidet: Wer am lautesten und teuersten Kampagne macht, beeinflusst das Ergebnis – Stichwort Lobbyismus. Beispiel: Das Kolumbianische Friedensabkommen 2016 scheiterte an einer gezielten Fake-News-Kampagne. Schweiz: Das Volksentscheid zur Einwanderungsbeschränkung (2020) kollidierte mit EU-Verträgen – jahrelange Nachverhandlungen waren nötig. Brexit als Warnung: Viele stimmten aus Protest, nicht aus Überzeugung – mit irreversiblen Konsequenzen. Länder mit regelmäßigen direkten Volksabstimmungen haben tendenziell höhere Staatsverschuldung, weil Populisten Steuersenkungen durchdrücken. 📣 Ankündigung: Eine Meine Deine Meinung live auf der Bühne! Wann: 26. März 2026 Wo: Rutz-Zollhaus, Karl-Herz-Ufer 30, Berlin-Kreuzberg (direkt am Landwehrkanal) Anmeldung/Reservierung: rutz-zollhaus.de Achtung: Es gibt keine Aufzeichnung dieser Veranstaltung – wer dabei sein will, muss live vor Ort sein. Die Plätze sind begrenzt! ----- Kapitel 00:00 Einführung in den Debattenpodcast 04:03 Aktuelle politische Themen und Sorgen der Bürger 08:05 Direkte Demokratie: Chancen und Herausforderungen 11:57 Beispiele für direkte Demokratie in Deutschland 15:50 Komplexität der Themen und die Rolle der Bürger 17:17 Die Herausforderungen der Volksabstimmung 20:09 Lobbyismus und öffentliche Meinung 22:44 Direkte Demokratie und ihre Grenzen 26:44 Erfahrungen mit Volksentscheiden 30:47 Die Rolle der Politik in der Demokratie 32:05 Ausblick auf die Zukunft der Demokratie Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
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