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Zivilcourage im Netz!

Der Hass im Netz ist allgegenwärtig, diese Menschen tun etwas dagegen. Dieses Panel dient als Einladung an alle Nutzer*innen der Sozialen Medien, sich angesichts der dortigen Wut nicht wegzuducken, sondern Betroffene zu stärken bzw. selbst aktiv zu werden. Diskutiert werden Herausforderungen wie die tägliche Auseinandersetzung um Deutungshoheit,  die Eigenmotivation sowie die Motivation der Community und der Umgang mit Populisten.

Episode 25 of the re:publica 18 - Politics & Society podcast, hosted by Hannes Ley, Gerald Hensel, Kübra Gümüşay, Franzi von Kempis, titled "Zivilcourage im Netz!" was published on May 3, 2018 and runs 60 minutes.

May 3, 2018 ·60m · re:publica 18 - Politics & Society

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Hannes Ley, Gerald Hensel, Kübra Gümüşay, Franzi von Kempis Wer hat es noch nicht erlebt? Ein Klick an der falschen Stelle, ein kritischer Kommentar bei einer Medienseite, ein Blick in die Facebook-Kommentare und schon sehen wir uns mit den negativen Seiten im Netz konfrontiert – Beleidigungen, Diffamierungen, Fake News, Empörung. Die verbale Schlammschlacht, die mit der Aufnahmekrise ein neues Level erreichte, ist in den Sozialen Netzwerken in vollem Gange. Wo die Sozialen Netzwerke Teilhabe und Austausch vieler versprachen, sind sie anscheinend gleichermaßen zum Hilfsmittel für Wutakteure und Bühne für populistisches Schwarz-Weißdenken geworden, dessen schiere Lautstärke einen Großteil der Nutzer*innen verstummen lässt. Doch das muss nicht sein! Nutzer*innen haben es selbst in der Hand, die Art und Weise der Kommunikation zu gestalten und die relevanten Themen zu besetzen um ein Gegengewicht darzustellen. Unsere Panelisten haben ganz unterschiedliche Initiativen gegen Hass im Netz gegründet und sind dabei teilweise selbst zum Ziel von Shitstorms geworden. Doch auch wenn die Wut einen zuerst alleine trifft, stellen sie fest: Wir sind nicht allein, denn es gibt eine Stille Mitleserschaft, die der aufgeheizten Stimmung nicht weiter schweigend gegenüber stehen möchte. Diese gilt es zu aktivieren. Kübra Gümüsay, freie Autorin und Aktivistin, studierte Politikwissenschaften in Hamburg und London. Sie initiierte und gründete mehrere Vereine und Kampagnen, u.a. die anti-rassistische Kampagne #SchauHin, das feministischen Bündniss #Ausnahmslos und die Kampagne “Organisierte Liebe” gegen Hass und für mehr Wohlwollen im Netz. Das Magazin Forbes zählte sie 2018 zu den Top 30 unter 30 in Europa im Bereich Media und Marketing. Hannes Ley, Kommunikationsberater aus Hamburg, wollte nicht länger zusehen, wie Hasskommentare auf Facebook unwidersprochen stehen bleiben. Er gründete nach schwedischem Vorbild die Facebookgruppe #ichbinhier, die fast 38.000 Mitglieder täglich zum Schreiben sachlicher Kommentare aufruft und mit dem 'many to many' - Ansatz einseitige Hasskommentare nachhaltig um ein vielfältiges Meinungsbild erweitert. Gerald Hensel ist Berater für digitales Branding und 1. Vorsitzender des Vereins Fearless Democracy e.V. Nachdem er bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Scholz & Friends die private Aktion #KeinGeldFürRechts gestartet hatte, wo er Marken aufrief mehr Verantwortung mit ihren Werbegeldern zu übernehmen, wurde er selbst zum Ziel eines massiven Shitstorms mit Rufmordkampagne und zahlreichen Morddrohungen. Er ließ sich nicht unterkriegen und steht mit seinem Verein Opfern digitaler Massengewalt bei und versucht, digitalen Hass für die Zivilgesellschaft verständlicher zu machen. Franzi von Kempis ist im Netz als “Die besorgte Bürgerin” unterwegs, die in kurzen Videos gesellschaftliche Phänomene wie Verschwörungstheorien, Populismus oder Hassrede anschaulich wie auch kritisch-humorvoll beleuchtet. Beruflich leitet die Journalistin seit Januar 2018 als Chefin-vom-Dienst das Videoteam bei t-online.de. Moderatorin Carline Mohr   Dieses Panel wird organisiert vom ichbinhier e.V. Kontakt Susanne Tannert: [email protected]

Hannes Ley, Gerald Hensel, Kübra Gümüşay, Franzi von Kempis Wer hat es noch nicht erlebt? Ein Klick an der falschen Stelle, ein kritischer Kommentar bei einer Medienseite, ein Blick in die Facebook-Kommentare und schon sehen wir uns mit den negativen Seiten im Netz konfrontiert – Beleidigungen, Diffamierungen, Fake News, Empörung. Die verbale Schlammschlacht, die mit der Aufnahmekrise ein neues Level erreichte, ist in den Sozialen Netzwerken in vollem Gange. Wo die Sozialen Netzwerke Teilhabe und Austausch vieler versprachen, sind sie anscheinend gleichermaßen zum Hilfsmittel für Wutakteure und Bühne für populistisches Schwarz-Weißdenken geworden, dessen schiere Lautstärke einen Großteil der Nutzer*innen verstummen lässt. Doch das muss nicht sein! Nutzer*innen haben es selbst in der Hand, die Art und Weise der Kommunikation zu gestalten und die relevanten Themen zu besetzen um ein Gegengewicht darzustellen. Unsere Panelisten haben ganz unterschiedliche Initiativen gegen Hass im Netz gegründet und sind dabei teilweise selbst zum Ziel von Shitstorms geworden. Doch auch wenn die Wut einen zuerst alleine trifft, stellen sie fest: Wir sind nicht allein, denn es gibt eine Stille Mitleserschaft, die der aufgeheizten Stimmung nicht weiter schweigend gegenüber stehen möchte. Diese gilt es zu aktivieren. Kübra Gümüsay, freie Autorin und Aktivistin, studierte Politikwissenschaften in Hamburg und London. Sie initiierte und gründete mehrere Vereine und Kampagnen, u.a. die anti-rassistische Kampagne #SchauHin, das feministischen Bündniss #Ausnahmslos und die Kampagne “Organisierte Liebe” gegen Hass und für mehr Wohlwollen im Netz. Das Magazin Forbes zählte sie 2018 zu den Top 30 unter 30 in Europa im Bereich Media und Marketing. Hannes Ley, Kommunikationsberater aus Hamburg, wollte nicht länger zusehen, wie Hasskommentare auf Facebook unwidersprochen stehen bleiben. Er gründete nach schwedischem Vorbild die Facebookgruppe #ichbinhier, die fast 38.000 Mitglieder täglich zum Schreiben sachlicher Kommentare aufruft und mit dem 'many to many' - Ansatz einseitige Hasskommentare nachhaltig um ein vielfältiges Meinungsbild erweitert. Gerald Hensel ist Berater für digitales Branding und 1. Vorsitzender des Vereins Fearless Democracy e.V. Nachdem er bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Scholz & Friends die private Aktion #KeinGeldFürRechts gestartet hatte, wo er Marken aufrief mehr Verantwortung mit ihren Werbegeldern zu übernehmen, wurde er selbst zum Ziel eines massiven Shitstorms mit Rufmordkampagne und zahlreichen Morddrohungen. Er ließ sich nicht unterkriegen und steht mit seinem Verein Opfern digitaler Massengewalt bei und versucht, digitalen Hass für die Zivilgesellschaft verständlicher zu machen. Franzi von Kempis ist im Netz als “Die besorgte Bürgerin” unterwegs, die in kurzen Videos gesellschaftliche Phänomene wie Verschwörungstheorien, Populismus oder Hassrede anschaulich wie auch kritisch-humorvoll beleuchtet. Beruflich leitet die Journalistin seit Januar 2018 als Chefin-vom-Dienst das Videoteam bei t-online.de. Moderatorin Carline Mohr   Dieses Panel wird organisiert vom ichbinhier e.V. Kontakt Susanne Tannert: [email protected]
re:publica 18 - Alle Sessions re:publica 18 Die kommende re:publica 2018 in Berlin findet vom 2. bis 4. Mai 2018 statt. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Seit ihren Anfängen 2007 mit 700 BloggerInnen hat sie sich zu einer "Gesellschaftskonferenz" mit in 2017 über 9.000 TeilnehmerInnen bei der elften re:publica in Berlin entwickelt. Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, Künstlern, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur. Rund 47 Prozent der SpeakerInnen auf der re:publica 2017 waren weiblich. Kaum eine andere Veranstaltung mit vergl re:publica 18 - re:publica re:publica Die kommende re:publica 2018 in Berlin findet vom 2. bis 4. Mai 2018 statt. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Seit ihren Anfängen 2007 mit 700 BloggerInnen hat sie sich zu einer "Gesellschaftskonferenz" mit in 2017 über 9.000 TeilnehmerInnen bei der elften re:publica in Berlin entwickelt. Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, Künstlern, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur. Rund 47 Prozent der SpeakerInnen auf der re:publica 2017 waren weiblich. Kaum eine andere Veranstaltung mit vergl re:publica 18 - Arts & Culture re:publica Wir leben mitten im postdigitalen Zeitalter. Das Netz ist allgegenwärtig, auch und gerade in Kunst und Kultur. re:publica 18 - Research & Education re:publica Wie können wir (digital) neu- lernen und weiter lernen? Research & Education präsentiert generationenübergreifende Konzepte, Ideen und Projekte im Bereich von Bildung und Wissenschaft.
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