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ANDI - der andere Nachrichtendienst von ORANGE 94.0
ANDI – Der andere Nachrichtendienst auf ORANGE 94.0 ist jeden Freitag ab 17 Uhr zu hören. Was wir wollenIn der wöchentlichen Nachrichtensendung bringt eine Redaktionsgruppe von Radio ORANGE 94.0-Team aktuelle Nachrichten aus Wien, Österreich und aller Welt. Die Themen sind Krieg und Frieden, internationale Ökonomie und Ökologie, internationale Feminismen und Aktuelles aus der Stadt. Berichte über Projekte und Initiativen der Zivilgesellschaft, weniger beachtete Aspekte der Corona-Auswirkungen und ganz allgemein über an den Rand der Gesellschaft gedrängte Gruppen sind weitere Themenfelder von ANDI. Wie wir arbeitenDie Sendereihe ANDI – der andere Nachrichtendienst produziert wöchentlich Nachrichten aus kritischem Blickwinkel. Aufgrund der besonderen Corona-Situation auch im Radio wird in Kleingruppen jeweils eine Sendung produziert, wobei Interviews zum Teil bei Veranstaltungen aufgenommen
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 3.4.2026
Themen: Wiener Aktionsplan gegen Rassismus | 61. Todestag von Ernst Kirchweger | Kreislaufwirtschaft als Hebel im Klimaschutz Sendungskoordination: Stefan Resch Wiener Aktionsplan gegen Rassismus In der Schule, im Gesundheitssystem, bei der Wohnungssuche… Struktureller Rassismus ist auch in einer vielfältigen Stadt wie Wien ein Problem. Dagegen möchte die Stadt mit einem neuen Aktionsplan vorgehen, der unter Mitarbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen ausgearbeitet wurde. Am 23. März 2026 lud die Stadt Wien erstmals in den Festsaal des Rathauses zur jährlichen Veranstaltung „Wien gegen Rassismus“, um über den Plan zu diskutieren. Aufnahmen von der ganzen Veranstaltung können hier nachgehört werden. Beitragsgestaltung: Simon INOU 61. Todestag von Ernst Kirchweger Am 2. April 1965 starb Ernst Kirchweger an den Verletzungen, die ihm ein Neonazi zwei Tage zuvor bei einer Demonstration zugefügt hatte. Er gilt als das erste politische Todesopfer Österreichs nach 1945. Am 61. Jahrestag von Kirchwegers Tod kamen rund 60 Menschen zusammen, um neben der Staatsoper, nahe dem Schauplatz des tödlichen Angriffs auf den damals 67-jährigen ehemaligen Widerstandskämpfer, an ihn zu erinnern. Kritik wird dabei besodners am offiziellen Gedenken laut: Während Kirchwegers nur mit einem kleinen Stein der Erinnerung vor dem Café Sacher gedacht wird, ist der Platz unmittelbar daneben nach Herbert Karajan benannt, einem NDSAP-Mitglied. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Kreislaufwirtschaft als Hebel im Klimaschutz Österreich hat heuer bereits am 2. April seinen Welterschöpfungstag erreicht, was zeigt, wie dringend ein Umdenken beim Ressourcenverbrauch nötig ist. Ein Mediengespräch von „Diskurs – Das Wissenschaftsnetz“ und Global 2000 beleuchtet das Potenzial der Kreislaufwirtschaft: ein Wirtschaftsmodell, das weit über bloßes Recycling hinausgeht und auf Suffizienz, Langlebigkeit und Reparierbarkeit setzt. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 27.3.2026
Themen: Österreichs Gletscher verschwinden | Salman Rushdie in Heidenreichstein | Gastbeitrag: Was Melonis gescheiterte Justizreform in Italien mit Seenotrettung zu tun hat Sendungskoordination: Stefan Resch Österreichs Gletscher verschwinden Die Klimakatastrophe schmilzt das Eis von den Gipfeln der Alpen. Fast alle beobachteten Gletscher in Österreich haben sich im letzten Jahr deutlich zurückgezogen. Mittelfristig werden wir uns an eine alpine Landschaft ohne Gletcher vorbereiten müssen, warnt der Alpenverein im neuen Gletscherbericht. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier Salman Rushdie in Heidenreichstein Zum zwanzigsten Jubiläum des Festivals Literatur im Nebel war Salman Rushdie in Heidenreichstein zu Gast. Nach der ersten Auflage des Festivels 2006 war es bereits der zweite Besuch des Autors im Waldviertel. Er sprach über den Unterschied zwischen Fiktion und Lüge und las gemeinsam mit Erika Pluhar aus seinem neuesten Werk. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier Gastbeitrag: Was Melonis gescheiterte Justizreform in Italien mit Seenotrettung zu tun hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist mit ihren Plänen für eine grundlegende Justizreform in einer Volksabstimmung gescheitert. In der Volksabstimmung am Montag lehnten vorläufigen Endergebnissen zufolge knapp 54 Prozent der Italienerinnen und Italiener die Reform ab. Im Vorfeld des Referendums warben Meloni und Lega-Chef Salvini offen damit, die Reform als Werkzeug gegen zivile Seenotrettungsorganisationen und Menschen auf der Flucht einzusetzen. Radio Corax sprach mit Nolte Bauer , dem Vorsitzenden von Mission Lifeline International, über die Bedeutung des Referendums. Das gesamte Interview kann hier nachgehört werden.
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 20.3.2026
Themen: Künstler*innen fordern Anerkennung des IAA-Ausweises im Kunsthistorischen Museum | Simon INOU im Interview zur 3. österreichischen Antirassismus.Messe | Protest gegen schlechte Versorgung Postakuter Infektionssyndrome wie ME/CFS | My Voice, My Choice: Abtreibungsrechte in der EU Sendungskoordination: Stefan Resch Künstler*innen fordern Anerkennung des IAA-Ausweises im Kunsthistorischen Museum „Wir produzieren, ihr stellt aus“, sagt die IG Bildende Kunst zur Leitung des Kunsthistorischen Museums. Denn dort, in der größten Kunstsammlung Österreichs, wird der Ausweis der International Association of Art (IAA) nicht mehr anerkannt. Wollen Künstler*innen für ihre Arbeit im KHM recherchieren oder sich inspirieren lassen, müssen sie den vollen Eintrittspreis bezahlen, immerhin 24 Euro an der Museumskasse. Unzumutbar für die oft prekär arbeitenden und lebenden Künstler*innen, ohne deren Arbeit es nichts auszustellen gäbe, findet die IG Bildende Kunst. Beitragsgestaltung: Franziska Knörr; Aufnahme: Stefan Resch Simon INOU im Interview zur 3. österreichischen Antirassismus.Messe Rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März finden die Österreichischen Antirassismus.Tage statt. Seit 2024 stellt die Antirassismus.Messe den Start in das Programm, dieses Jahr fand sie am 13. März in der CEU statt. Einer der Organisatoren ist unser Kollege Simon Inou. Wir haben mit ihm auf der dritte jährliche AntirassismusMesse über seine Bilanz gesprochen. Das weitere Programm der Antirassismus.Tage gibt es hier nachzulesen. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Protest gegen schlechte Versorgung Postakuter Infektionssyndrome wie ME/CFS Schikanen bei der ärztlichen Begutachtung, zu Unrecht verweigerte Ansprüche, kaum Kentnisse über die Krankheitsbilder im Gesundheitssystem – die Lsite ließe sich lange fortsetzen. Wer in Österreich ein einem Postakuten Infektionssyndrom wie ME/CFS, POTS oder Long Covid leidet, bekommt nur selten die besten Versorgung, Gegen diese Missstände im Gesundheits- und im Sozialsystem protestierten protestierten rund 1000 Menschen am 15. März anlässlich des Long-Covid-Awareness-Days vor dem Parlament. Beitragsgestaltung: Alexandra Ganz und Michael Haderer My Voice, My Choice: Abtreibungsrechte in der EU Die Europäische Bürgerinitiative „My Voice, My Choice“ hat mit über 1,12 Millionen Unterschriften die EU zum Handeln bewegt. Doch der Kampf für sichere Abtreibungen geht weiter. Flora Bachmann von der Organisation „Aufstehn“ und Kathi vom Verein Changes for Women erklären, warum Frauen in Österreich und Europa noch immer mit rechtlichen Hürden, hohen Kosten und gesellschaftlichem Stigma konfrontiert sind. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 13.3.2026
Themen: Zwei Kundgebungen zum feministischen Kampftag am 8. März | Männerdemo gegen Gewalt an Frauen | Interview: Die iranische Diaspora und ihr Blick auf den Krieg Sendungskoordination: Stefan Resch Zwei Kundgebungen zum feministischen Kampftag am 8. März Am vergangenen Sonntag, dem 8.März 2026 fanden anlässlich des globalen feministischen Kampftages in Wien mehrere Demonstrationen statt. Die größte Demonstration wurde von Take Back The Streets organisiert – ein Zusammenschluss linker, queer-feministischer Aktivist*innen. Mehrere tausend Teilnehmende dürften sich versammelt haben. Auch im Helmut-Zilk-Park im 10. Bezirk fand eine Demo zum feministischen Kampftag statt. Etwa 700 Personen kamen am 8. März um 15:00 unter dem Motto „Make Feminism a Threat Again“ zusammen. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier und Sophia Tietjen Männerdemo gegen Gewalt an Frauen Am 7. März, einen Tag vor dem feministischen Kampftag, kamen vor dem Parlament hunderte Menschen zusammen, um Männer im Kampf gegen geschlechtsbezogene Gewalt in die Pflicht zu nehmen. Männer müssen sich aktiv gegen Gewalt durch ihre Geschlechtsgenossen einsetzen, so der Tenor. Beitragsgestaltung: Michael Haderer und Jonas Lammert Interview: Die iranische Diaspora und ihr Blick auf den Krieg Wie erlebt die iranische Diaspora in Wien den derzeitigen Krieg im Iran? Die Unternehmerin und Politikerin Farangis Firozian spricht über Angst um Angehörige, die Hoffnung auf demokratische Veränderungen und über Spannungen innerhalb der Exil-Community. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 6.3.2026
Themen: Akademikerball-Proteste in Wien | Interview: Die iranische Diaspora und das Regime Teheran | Netzpolitischer Abend: Altersnachweise im Internet | Veranstaltungshinweise: Sonderprogramm zum 8. März und die Antirassismustage | Gastbeitrag: Umsetzung der EU-GEAS-Reform mit verschärften Asyl-Regeln Sendungskoordination: Stefan Resch Akademikerball-Proteste in Wien Rund 300 bis 400 Personen demonstrierten am 20. Februar in Wien gegen den Akademikerball und deutschnationale Burschenschaften. Die Redner:innen warnten vor einem gesellschaftlichen Rechtsruck, verwiesen auf personelle Verflechtungen mit der FPÖ und thematisierten zunehmende Repression gegen antifaschistische Gruppen. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier, mit Aufnahmen von Gerhard Kettler Interview: Die iranische Diaspora und das Regime Teheran Die Lage im Nahen Osten eskaliert weiter. Nach der Niederschlagung der Proteste im Jänner 2026 durch das diktatorische Regime im Iran folgte Ende Februar ein Angriff auf den Iran durch Israel und die USA. Iran antwortete darauf mit militärischen Gegenschlägen in Israel sowie den benachbarten Golfstaaten. Eine Iranerin der Diaspora schildert im Interview die gewalttätige Vorgehensweise der iranischen Regierung gegen die eigene Bevölkerung sowie ihre eigenen Ängste und Hoffnungen bezüglich der Zukunft des Irans. Beitragsgestaltung: Sophia Tietjen Netzpolitischer Abend: Altersnachweise im Internet Wie können wir Kinder vor den Gefahren des Internets schützen? Soziale Medien wirken sich so stark auf die psychische Gesundheit junger Menschen aus wie noch nie. Gleichzeitig ist die Online-Welt voll von für Kinder ungeeigneten Inhalten. Ein Altersnachweis im Cyberspace, um Kinder und Jugendliche von den gefährlichen Seiten des Netzes fern zu halten könnte aber weitgehende Auswirkungen auf die Privatsphäre aller Nutzer*innen haben. Beitragsgestaltung: Michael Haderer, mit einer Aufnahme von Herbert Gnauer Veranstaltungshinweise: Sonderprogramm zum 8. März und die Antirassismustage Radio Orange sendet am 8. März den ganzen Tag ein Sonderprogramm zum feministischen Kampftag; Am Freitag, den 13. März beginnen die Antirassismus-Tage mit der 3. Österreichischen Antirassismus.Messe. Gastbeitrag: Umsetzung der EU-GEAS-Reform mit verschärften Asyl-Regeln Genau wie Österreich will auch Deutschland bei der Umsetzung der neuen EU-Asyl-Regeln mit besonderer Härte auffallen. Unsere Kolleg*innen bei Radio Corax in Halle haben mit Maximilian Pichl von der Vereinigung demokratischer Jurist*nnen, kurz VDJ, gesprochen. Er zeigt auch verpasste Chancen der neuen Regeln auf. Das gesamte Gespräch kann hier nacheghört werden.
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 27.2.2026
Themen: „Kettensäge stoppen“ – Zivilgesellschaft warnt vor europaweiter Deregulierung | Gastbeitrag: „Tag der Ehre“ in Budapest | Solidarität mit den Protesten gegen den „Tag der Ehre“ in Wien Sendungskoordination: Franziska Knörr „Kettensäge stoppen“ – Zivilgesellschaft warnt vor europaweiter Deregulierung Auf EU-Ebene gäbe es Möglichkeiten, wirksame Maßnahmen gegen Umweltzerstörung und Ausbeutung zu setzen. Im Namen der Deregulierung und unter dem Einfluss internationaler Konzerne werden solche Vorhaben jedoch ausgehölt – wie zum Beispiel das Lieferkettengesetz. Vor dem Kahlschlag solcher Schutzmechanismen für Mensch und Umwelt warnt das neue NGO-Bündnis „Kettensäge stoppen“. Beitragsgestaltung: Michael Haderer Gastbeitrag: „Tag der Ehre“ in Budapest Spätestens seit der Auslieferung von Maja T. Nach Ungarn ist der rechtsextreme Aufmarsch jeden 14. Februar in Budapest auch im deutschen Sprachraum breit bekannt. Kurz nach dem erstinstanzlichen Urteil gegen Maja T. war es in Budapest wieder Zeit für die den sogenannten „Tag der Ehre“. Unsere Kolleg*innen der Redaktion von Unten waren vor Ort. Deren gesamter Beitrag kann hier nachgehört werden Solidarität mit den antifaschistischen Protesten in Wien Während in der Hauptstadt Ungarns Rechte und Rechtsextreme an Wehrmacht, SS und Honved erinnern, die 1945 die faschistische Herrschaft zu verteidigen versuchten, fand in Wien eine Solidaritätskundgebung statt. Vor der ungarischen Botschaft in der Bankgasse sprachen sich rund 60 Menschen vehement gegen die Glorifizierung der faschistischen Krieger und die Kriminalisierung antifaschistischen Widerstandes aus. Weitere Redebeiträge von der Demonstration können hier nachgehört werden. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier, Michael Haderer; Aufnahme: Gerhard Kettler
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 20.2.2026
Themen: Monitor Journalismusfreiheit zeigt Missstände auf | Tierschützer*innen kritisieren Kärnten für Wolfsabschüsse | Gastbeitrag: Akademikarball-Proteste in Graz Sendungskoordination: Stefan Resch Monitor Journalismusfreiheit zeigt Missstände auf Mediengesetz und -förderung gehen in Österreich noch immer von einem Bild großer Redaktionen mit festabgestellten Redakteur*innen aus. Mit der Realität hat dieser Rahmen nicht mitgehalten, sodass die Freiheit des Journalismus in Österreich nicht nur durch „Message Control“, sondern auch auf einer wirtschaftlichen Ebene gefährdet ist. Freie Journalist*innen sind etwa leichter durch SLAPP-Klagen einzuschüchtern oder abzuschrecken. Beitragsgestaltung: Alexandra Ganz Tierschützer*innen kritisieren Kärnten für Wolfsabschüsse Das Land Kärnten erlaubt per Verordnung den Abschuss von sogenannten „Risikowölfen“ unter stark erleichterten Bedingungen. Tierschützer*innen kritisieren, dass dieser Begriff unwissenschaftlich sei und die Abschüsse gegen EU-Recht verstößen. Sie verlangen, im Zusammenleben mit wilden Wölfen auf Herdenschutz zu setzen und untermauern diese Forderung mit einem Verweis auf das Tierschutzgesetz. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Gastbeitrag: Akademikarball-Proteste in Graz Anlässlich der Proteste gegen den Wiener Akademikerball bringen wir zum Schluss der Sendung einen Gastbeitrag: In Graz hat der dortige Akademikerball bereits im Jänner stattgefunden. Unsere Kolleg*innen der Nachrichtenredaktion von Unten auf Radio Helsinki haben über die Proteste in Graz berichtet.
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 13.2.2026
Themen: Feiertag zum Februargedenken | Umbau statt Abriss und renovieren statt spekulieren | Gastbeitrag: Spanien legalisiert Sans Papiers Moderation: Alexandra Ganz Sendungskoordination: Stefan Resch Feiertag zum Februargedenken Am 12. Februar 1934 begann der bewaffnete Aufstand gegen den Austrofaschismus. Zur Erinnerung an diese erste Erhebung gegen ein faschistisches Regime fordert das Bündnis 12. Februar einen gesetzlichen Feiertag und besucht jedes Jahr die Schauplätze der Kämpfe. Dieses Jahr war der dritte Bezirk an der Reihe, mit Stationen beim Hanuschhof, auf der Schlachthausgasse und beim Rabenhof. Eine Reportage. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Umbau statt Abriss und renovieren statt spekulieren Rund 70 Personen beteiligten sich am 25. Jänner 2026 in Wien an einer Demonstration gegen Häuser-Abrisse, Vertreibung aus Wohnräumen, Spekulationen und Miethai*innen unter den Titeln „Renovieren statt Spekulieren“ und „Umbau statt Abriss“. Weitere Redebeiträge von der Demonstration können hier nachgehört werden. Beitragsgestaltung: Michael Haderer; Aufnahme: Gerhard Kettler Gastbeitrag: Spanien legalisiert Sans Papiers Rund eine halbe Million Menschen ohne Aufenthaltsstatus sollen in Spanien legalisiert werden. Fabian hat mit dem Spanienkorrespondenten von Radio Dreyeckland Ralf Streck über die Gründe und Auswirkungen dieses Schrittes gesprochen. Das gesamte Gespräch kann hier nachgehört werden.
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 6.2.2026
Themen: NeuGIERIGE Blicke in Menschenzoos | Rechtsextremismus: „Die Größte Bedrohung für die Demokratie in Österreich“ | Gastbeitrag: Urteil gegen Maja T. in Budapest Sendungskoordination: Stefan Resch NeuGIERIGE Blicke in Menschenzoos Elfriede Windischbauer erforscht in ihrem neuen Buch Menschenzoos in Salzburg. „Völkerschauen“ gab es im 19. und 20. Jahrhundert nicht nur in den großen Metropolen Europas und Nordamerikas, auch im vergleichsweise kleinen Salzburg wurden Menschen von anderen Kontinenten als Kuriositäten oder Unterhaltungsprogramm ausgestellt. Simon INOU war bei der Vorstellung des Buches dabei, die gesamte Veranstaltung kann hier nachgehört werden. Rechtsextremismus: „Die Größte Bedrohung für die Demokratie in Österreich“ Rund ein halbes Jahrhundert beobachtet das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes schon die Rechtsextreme Szene des Landes. Seit 2021 veröffentlicht das DÖW im Auftrag von Innen- und Justizministerium dazu regelmäßig Lageberichte. Im Jänner dieses Jahres wurde die Aufarbeitung für 2024 vorgestellt – ein weiterer Anstieg von polizeilich als rechtsextreme eingestuften Straftaten ist nur eine Facette der Entwicklung, die Kampfbegriffe aus dem Umfeld der „Neuen Rechten“ immer mehr im politischen Diskurs normalisiert. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Gastbeitrag: Urteil gegen Maja T. in Budapest Die nichtbinäre deutsche Antifaschistin Maja T. Wurde in Budapest zu acht Jahren Haft verurteilt. Gemeinsam mit anderen soll Maja Rechtsextreme in der Hauptstadt Ungarns angegriffen haben. Radio Nordpol aus Dortmund hat mit einem Beobachter des Prozesses gesprochen, wir bringen einen Auschnitt des Interviews. Das ganze Gespräch kann hier nachgehört werden.
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 30.1.2026
Themen: Holocaust-Gedenken am 27. Jänner | Österreichs Afrikastrategie & EU-AU-Partnerschaft | Gastbeitrag: Männer müssen über mannliche Gewalt reden Sendungskoordination: Stefan Resch Holocaust-Gedenken am Heldenplatz Seit 15 Jahren erinnert die Plattform Jetzt Zeichen setzen am internationalen Holocaust-Gedenktag an die Opfer von Shoah und Porajmos. Auch in diesem Jahr kamen knapp 400 Menschen am 27. Jänner, dem Jahrestag des Konzentrations- und Vernichtungslagers beim äußeren Burgtor zusammen. In den Redebeiträgen ging es nicht nur um die Erinnerung an die Toten der Vergangenheit, sondern auch um Lektionen für Gegenwart und Zukunft. Die gesamte Veranstaltung mit musikalischen Darbietungen kann hier nachgehört werden. Beitragsgestaltung: Stefan Resch; Aufnahme: Gerhard Kettler Österreichs Afrikastrategie & EU-AU-Partnerschaft Die geplante Afrikastrategie von Außenministerin Meinl-Reisinger zielt darauf ab, die Zusammenarbeit Österreichs mit afrikanischen Staaten in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft, Migration sowie Bildung und Umwelt zu vertiefen. Zivilgesellschaftliche Organisationen begrüßen die Initiative, fordern jedoch stärkere Einbindung sowie klare Menschenrechts- und Arbeitsstandards. Gleichfalls bemüht sich die EU um die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union, wie bei einem Wiener Panel des VIDC und Kreisky-Forums im Dezember diskutiert wurde. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier; Aufnahme VIDC Gastbeitrag – Femizide: Männer müssen über männliche Gewalt reden Im Jänner 2026 gab es in Österreich bereits zwei Femizide. Für Johanna, die in der Steiermark mutmaßlich von einem Polizisten ermordet wurde, fand am 15. Jänner in Graz eine Gedenkvernastaltung statt. Der ganze Beitrag der Nachrichtenredaktion Von Unten auf Radio Helsinki kann hier nachgehört werden.
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O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 23.1.2026
Themen: Solidarität mit den Protesten im Iran | Das Netzwerk gemeinwohlorientierter Journalismus startet | Urteilsverkündung gegen Maja T. im Budapest-Prozess steht bevor Sendungskoordination: Stefan Resch Solidarität mit den Protesten im Iran Am Wochenende vom 17. und 18. Jänner 2026 fanden mehrere Demonstrationen und Kundgebungen von unterschiedlichen Gruppierungen innerhalb der iranischen Diaspora statt, um auf die Gewalt und die politischen Repressionen des iranischen Regimes gegen die Protestbewegung und die eigene Zivilbevölkerung im Iran aufmerksam zu machen. Trotz unterschiedlicher politischer Standpunkte verlangten sie nach einem Ende der Gewalt und einer Befreiung des Irans von der Diktatur. Beitragsgestaltung: Sophia Tietjen; Aufnahmen: Gerhard Kettler und Stefan Resch Das Netzwerk gemeinwohlorientierter Journalismus startet Abhängigkeit von Marktlogiken, von Förderungen, die auf antiquierten Bildern basieren, und von Inseraten aus privater oder öffebtlicher Hand: Der Journalismus ist 2026 in einer prekären Situation. Gleichzeitig geht immer mehr Vertrauen in herkömmliche Medien verloren. Dagegen will das Netzwerk gemeinwohlorientierter Journalismus vorgehen. Bei der Gründungsveranstaltung im Presseclub Concordia diskutierten Lea Susemichel, Helge Fahrnberger und Christian Jungwirth unter der Moderation von Luisa Niemann über den Beitrag, den Freie Medien zur Neuorientierung des Journalismus leisten können, Walter Strobl erörterte den rechtlichen HIntergrund. Die gesamte Diskussion kann hier auf OKTO TV nachgesehen werden. Beitragsgestaltung: Stefan Resch; Aufnahme: OKTO Urteilsverkündung gegen Maja T. im Budapest-Prozess steht bevor In Budapest geht der Prozess gegen Maja T. auf sein Ende zu, Anfang Februar soll das Urteil verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft fordert eine lange Haftstrafe wegen mutmaßlicher Angriffe auf Rechtsextreme im Umfeld des „Tages der Ehre“ 2023. Majas Unterstützer*innen sprechen dagegen von einem politischen Prozess, mit dem antifaschistisches Engagement zur Abschreckung kriminalisiert werden soll. Beitragsgestaltung: Sophie Tietjen mit Aufnahmen von Radio Dreyeckland. Das gesamte Interview kann hier nachgehört werden.
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O94News – wöchentlich aus Wien und der Welt vom 16.1.2026
Themen: Grete-Jost-Gedenken | Krieg im Sudan | Proteste im Iran | Gastbeitrag: Wende im Grazer Antifa-Prozess Sendungskoordination: Stefan Resch Grete-Jost-Gedenken im dritten Bezirk Am 15.Jänner 1934 wurde die Widerstandskämpferin Grete Jost vom Nazi-Regime hingerichtet. An ihrem früheren Wohnort im Rabenhof erinnert eine Tafel an die damals 27-jährige. Dort, in der Baumgasse 39, versammeln sich rund um ihren Todestag Antifaschist*innen aus dem dritten Wiener Gemeindebezirk, um an Grete Jost zu erinnern. Am 10. Jänner 2026 trotzen mehr als 30 Menschen Kälte und Schneefall. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Krieg im Sudan Der tödliche Konflikt im Sudan ist aus westlichen Medien weitesgehend verschwunden. Die Situation vor Ort bleibt jedoch weiter angespannt, noch immer sind mehr als neun Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Gleichzeitig nimmt besonders sexuelle Gewalt gegen Frauen zu. Während Europa und Amerika Hilfen kürzen, unterstützt die Diaspora selbst die Bevölkerung des Sudans. Beitragsgestaltung: Lotte Worster und Ines Stiermeier Solidarität mit den Protesten im Iran Seit Ende Dezember protestieren im Iran tausende Menschen gegen das autoritäre Regime. Auch die iranische Diaspora in Wien zeigt sich solidarisch: Bei einer Kundgebung am 03. Jänner versammelten sich auf dem Platz der Menschenrechte rund 100 bis 150 Personen, organisiert von einem breiten Bündnis aus Exil-Organisationen, um Unterstützung für die Protestierenden zu zeigen und politische Konsequenzen einzufordern. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier mit Mitarbeit von Stefan Resch; Aufnahmen: Gerhard Kettler Gastbeitrag: Wende im Grazer Antifa-Prozess Der Prozess gegen sieben Antifaschist*innen am Straflandesgericht in Graz wurde nicht wie erwartet am 9.Jänner abgeschlossen, sondern auf den März vertagt. Hauptverantwortlich dafür: Ein neues Gutachten, das die Verletzungen des seiner Kappe beraubten Burschenschafters nicht nur mit Gewalteinwirkung der Angeklagten erklärt. Unsere Kolleg*innen der Nachrichtenredaktion Von Unten auf Radio Helsinki haben ausführlich über den Fall berichtet. Hier lässt sich die ungekürzte Version des Interviews mit den Anwältinnen Julia Kolda und Pia Kern nachhören.
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O94 News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 9.1.2025
Themen: AntifaGraz25-Prozess | US-Intervention in Venezuela | Der Fall Freud: Dokumente des Unrechts Sendungskoordination: Stefan Resch AntifaGraz25-Prozess In Graz stehen seit dem 7. Jänner sieben junge Menschen wegen Schweren Raubes vor Gericht. Es geht um einen Vorfall vor knapp einem Jahr, in der Nacht vom 25. auf den 26. Jänner 2025. Im Congress in der Grazer Innenstadt findet in dieser Nacht der Akademikerball statt. Wie sein Pendant in Wien in ist auch der Grazer Akademikerball eine Veranstaltung der Burschenschaftlichen Szene und wird gerne von rechten bis rechtsextremen Gästen besucht. Gegen den Ball der Burschenschafter demonstrierten rund 1500 Menschen – in den Worten des ORF Steiermark „laut, aber friedlich“. Erst gegen drei Uhr Nachts kam es zu dem Vorfall, der nun in am Grazer Straflandesgericht verhandelt wird. Einem Ballgast wurde auf dem Weg von der Tanzveranstaltung ins Hotel sein „Deckel“, die typische Kappe der Farbentragenden Burschenschaften, entwendet. Der Mann stürzte bei dem Vorfall, er zog sich schwere Verletzungen zu. Was folgte war eine groß angelegte Jagd auf die Verdächtigen: Internationale Haftbefehle, eine Interpol-Fahndung, Telefonüberwachung und Hausdurchsuchungen mit schwer bewaffneten Spezialeinheiten, dazu wochenlange Untersuchungshaft für einen Beschuldigten. Dieses Vorgehen von Polizei und Justiz hat zu Vorwürfen geführt, der Prozess sei politisch motiviert oder gefärbt, antifaschistischer Protest würde kriminalisiert. Unsere Kolleg*innen der Nachrichtenredaktion Von Unten bei Radio Helsinki in Graz haben ausführlich über den Prozess berichtet und auch mit Pia Kern, der Anwältin mehrerer der Beschuldigten, gesprochen. Die gesamte Berichterstattung bei Von Unten kann hier und hier nachgehört werden. US-Intervention in Venezuela In den Internationalen Nachrichten gibt es seit dem 3. Jänner eine große Geschichte: Die Vereinigten Staaten von Amerika haben den Präsidenten von Venezuela Nicolas Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores aus Caracas entführt und nach New York ausgeflogen. Der Nachrichtenpool Lateinamerika berichtet in ihrem Magazin ONDA Info von den Reaktionen aus der Region und hat mit dem Venezuela-Experten Tobias Lambert gesprochen. Die gesamte Folge von ONDA Info kann hier nachgeghört werden. Der Fall Freud: Dokumente des Unrechts Die Sonderausstellung im Sigmund Freud Museum erlaubt einen detaillierten Blick auf die Vertreibung und Beraubung der Familie, die schließlich in der Ermordung mehrerer Familienmitglieder in der Shoah gipfelte. Anhand von Korrespendenzen der Opfer und Dokumenten der Täter wird die rasante Prozess der Entrechtung und Enteignung einer davor gut situierten, bürgerlichen Familie deutlich sichtbar gemacht. Beitragsgestaltung: Michael Haderer
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O94News Jahresrückblick 2025
In unserer letzten Sendung vor Sylvester blicken wir zurück auf ein turbulentes Jahr 2025. Mit Ausschnitten unserer Sendungen aus dem ablaufenden Jahr hören wir wieder in einige der Themen hinein, die uns besonders bewegt haben.
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O94 News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 19.12.2025
Themen: Wien-Budget im Zeichen des Sparzwangs | Exillitraturpreis 2025 | Game On! – Menschenrechte in den WM-Gastegeberstaaten Sendunskoordination: Stefan Resch Moderation: Dejan Aleksić Wien-Budget im Zeichen des Sparzwangs Während im Wiener Gemeinderat der Budgetvoranschlag für 2026 diskutiert wurde, protestierte neben dem Rathaus das Bündnis SoWiSo. Sie sprachen von einem „Kahlschlag“ im Sozial- und Kulturbereich, während Stadträtin Barbara Novak im Sparbudget einen gelungen Balenceakt sieht. Wegen der Einbußen im Förderbudget der Stadt stehen viele langjährig aktive Projekt und Einrichtungen vor einer ungewissen Zukunft. Die Demonstrierenden reagieren mit Wut auf die Pläne der Koalition aus SPÖ und NEOS, aber auch mit großer Enttäuschung gegenüber der Sozialdemokratischen Partei. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić, Stefan Resch, mit Aufnahmen von Gerhard Kettler und dem Presseservice des Wiener Rathauses Exillitraturpreis 2025 Mit dem Exilliteraturpreis werden Autor*innen geehrt, die aus einer anderen Kultur und Erstsprache kommen und in deutscher Sprache schreiben. Vergeben wurden die Preise am 5. Dezember im Literaturhaus Wien, der Hauptpreis geht an Lali Gamrekelashvili. Ines Stiermeier stellt die Preisträger*innen dieses Jahres und ihre Texte vor. Beitragsgestltung: Ines Stiermeier Game On! – Menschenrechte in den WM-Gastegeberstaaten 2026 steht wieder eine Fußball-WM der Männer an. Wie schon bei den Turnieren 2018 in Russland und 2022 in Katar will die die Initiative Fairplay auch nach Nordamerika schauen. Es gilt, die Aufmerksamkeit der Weltmeisterschaft zu nützen, um die Menschenrechtssituation in den Asrichterländern unter die Lupe zu nehmen. In Mexiko werden etwa jährlich mehr Journalist*innen ermordert, als in irgendeinem anderen Land der Welt, in den USA und Kanada gibt es immer noch blinde Flecken in der Aufarbeitung der Indigenen Geschichte. Beitragsgestaltung: Michael Haderer
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O94 News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 12.12.2025
In der Dezember Sendung von FreshVibes nehmen wir euch mit auf eine Reise durch künstlerische Ausdrucksformen, gesellschaftliche Reflexion und kreative Community-Arbeit. Unsere Reise beginnt in Graz, wo wir am 15. November die Inszenierung von Les Blancs im Schauspielhaus erlebt haben. Das Stück, das sich intensiv mit kolonialer Geschichte, Identität und Verantwortung auseinandersetzt, ein Theaterabend, der Fragen stellt und lange nachhallt. Im Forum Stadtpark, ebenfalls in Graz, fand ein Spaziergang zu kolonialen Verstrickungen statt. Hier wurde in künstlerischen und diskursiven Beiträgen beleuchtet, wie tief koloniale Kontinuitäten in unsere Gegenwart hineinreichen und wo diese im Alltäglichen aufscheinen. Von Graz geht es zurück nach Wien, wo der Queer Writers Circle Vienna im Rahmen des Storytelling-Festivals Poetic Intuition eine eindrucksvolle Performance Night gestaltet hat. Die Energie des Abends, geprägt von queeren, mehrsprachigen und intersektionalen Stimmen, hat gezeigt, wie viel Kraft im gemeinsamen Erzählen liegt und wie sehr künstlerische Räume Empowerment schaffen können. Zum Abschluss richten wir den Blick auf die Winterzeit und ihre Bedeutung für die afrikanische Diaspora. Der erste Black Christmas Market in Köln bringt Community, Kunsthandwerk und Austausch zusammen und stimmt auf die Feiertage ein. Begleitet wird all das wie immer von sorgfältig ausgewählter Musik aus der afrikanischen Diaspora, die euch durch die Sendung trägt warm, vielfältig und voller Fresh Vibes.
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O94 News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 12.12.2025
Themen: Fotowettbewerb zu Wohnpolitik | Sozialen Menschenrechten fehlt die Absicherung | Myanmar Diaries: Leben im Bürgerkrieg Sendungskoordination: Stefan Resch Moderation: Alexandra Ganz Fotowettbewerb zu Wohnpolitik In Wien wächst der Bedarf an leistbarem Wohnraum deutlich schneller als das Angebot. Kurzzeitvermietung und rund 100.000 leerstehende Wohnungen verschärfen die Lage weiter. Die Jungen Linken machen mit einem Fotowettbewerb auf diese Problematik aufmerksam. Bei der Präsentation der besten Beiträge diskutierten Isabella Haag (KPÖ) und Daniel Harrasser (LINKS) über leistbaren Wohnraum, Leerstandsabgabe, Anlegerwohnungen, Mietpreise, gemeinschaftliches Wohnen und AirBnB. Beitragsgestaltung: Karla Kent Sozialen Menschenrechten fehlt die Absicherung FIAN Österreich und die Österreichische Armutskonferenz machen auf einen neuen zivilgesellschaftlichen Bericht zur Umsetzung des UN-Sozialpakts in Österreich aufmerksam. Der Parallelbericht der NGOs zur offiziellen Überprüfung ortet eine mangelhafte gesetzliche Verankerung sozialer Menschenrechte. Beitragsgestaltung: Lotte Worster Myanmar Diaries: Leben im Bürgerkrieg Am 04.12.2025 zeigte das Schikaneder-Kino, in Zusammenarbeit mit Amnesty International und dem Myanmar Film Collective, den Film „Myanmar Diaries“. Dieser ist eine Collage aus journalistischen Videoaufnahmen und zehn Kurzgeschichten. In diesen erzählen anonyme burmesische Filmschaffende vom Leben und Widerstand in der Militärdiktatur. Dabei zeichnen sie ein erschreckendes Bild der Menschenrechtslage in Myanmar seit dem Militärputsch im Februar 2021. Nach der Vorführung sprachen Nay Chi, eine der beteiligten Filmschaffenden, und der Myanmar-Experte Georg Bauer über die Lage im Land und die Entstehung des Films. Nay Chi schilderte, wie gefährlich die Mitarbeit an dem Projekt für sie und andere gewesen ist. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier und Sophia Tietjen
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o94 News – Wöchentlich aus Wien und der Welt: Themensendung Spardruck
Themen: Armutsdiskurse in österreichischen Medien | 30 Jahre Augustin | Sprachlos durch Spardruck | Das Amerlinghaus ist in Gefahr | Wien spart bei Sprachkursen für Geflüchtete | Rettet Radio Orange Sendungskoordination: Stefan Resch Armutsdiskurse in österreichischen Medien Wie sprechen österreichische Medien über Armut? Wer kommt überhaupt zu Wort und wie werden diese Menschen dargestellt? Die Studie „Armutsdiskurs und Narrative in Österreich“ hat ein ganzes Jahr lang die Berichterstattung heimischer Printmedien analysiert. Beitragsgestaltung: Lotte Worster 30 Jahre Augustin Die Straßenzeitung Augustin ist vieles gleichzeitig: Medium, soziales Projekt, Plattform für Kunst und Politik. Und seit diesem Herbst 30 Jahre alt. Oke Fijal war bei Radio Orange im Studio. Beitragsgestaltung: Felicia Rittersberger Themenblock Einsparung, Kürzungen und Spardruck: Sprachlos durch Spardruck Inklusion ist notwendig. Inklusion kostet aber auch Geld. In Zeiten von Kürzungen an allen Ecken und Enden sind auch Kommunikationshilfsmittel für Menschen ohne Lautsprache auf der Streichliste. Beitragsgestaltung: Viola Heller Das Amerlinghaus ist in Gefahr Die Stadt Wien hat wird, dem Kulturzentrum Amerlinghaus die Förderungen für das Jahr 2026 drastisch kürzen. Damit steht ein wichtiges Zentrum der Freien Szene und ein Treffpunkt kultureller und politischer Gruppen abseits des Mainstreams in Gefahr. Schon in wenigen Monaten könnte das seit einem halben Jahrhundert bestehende Amerlinghaus Geschichte sein. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Wien spart bei Sprachkursen für Geflüchtete Ebenfalls auf der Streichliste: Sprachkurse für Menschen im Asylverfahren. Die Stadt Wien streicht nun die Unterstützung für hunderte Plätze in Deutschkursen. Zuständig sei der Integrationsfonds, der aber auch nicht zahlen will. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier und Sophia Tietjen Rettet Radio Orange! Ein Beitrag in eigener Sache: Ende November hat NEOS-Stadträtin Bettina Emmerling erklärt, die Förderung für Radio Orange einstellen zu wollen. Rund die Hälfte des Budgets hat sich damit keine zwei Monate vor dem Jahreswechsel in Luft aufgelöst. Mit Nachverhandlungen konnte zwar ein stark reduziertes Notbudget für 2026 erreicht werden, der Betrieb in seiner jetzigen Form ist aber auch damit kaum aufrecht zu erhalten. Ab 2027 ist der Fortbestand des Senders in Gefahr. Anmerkung: Wegen technischer Gebrechen konnte in der Live-Sendung nur eine gekürzte Version dieses Beitrages ausgestrahlt werden. Beitragsgestaltung: Michael Haderer und Stefan Resch
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o94 News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 28.11.2025
Themen: Tag gegen patriarchale Gewalt | Gewaltschutz im Familienrecht| Interview mit Daniela Koweindl: Kulturberufe und das Ende des Zuverdienstes beim AMS Moderation: Viola Heller Sendungskoordination: Stefan Resch Tag gegen patriarchale Gewalt Protestierende versammelten sich am Dienstag, dem 25. November, um auf patriarchale Gewalt aufmerksam zu machen und der durch solche Gewalt getöteten Personen zu gedenken. Der Aktionstag geht auf die ermordeten Mirabal-Schwestern zurück und ist heute ein internationaler Gedenk- und Kampftag. Aktivistische Gruppen kritisierten vielfältige Formen patriarchaler Unterdrückung – von Alltagsbelästigung über Angriffe auf reproduktive Rechte und Konversionstherapien bis zu Sozialkürzungen und mangelnder Unterstützung durch die Justiz. Thematisiert wurden außerdem Rechtsruck, Trans-Misogynie sowie die Situation von FLINTA-Personen und Kindern auf der Flucht. Außerdem wurde thematisiert, dass geschlechtsspezifische Gewalt auch im Krieg eingesetzt wird, und internationale feministische Solidarität eingefordert. Beitragsgestaltung: Karla Kent und Kimija Valadbeigi Gewaltschutz im Familienrecht Das österreichische Familienrecht schützt Opfer von Gewalt nicht ausreichend, warnt der Verein Feministischer Alleinerzieherinnen FEM.A. In Sorgerechtsprozessen nach Partnergewalt werde fortgesetzter Kontakt mit den Tätern oft erzwungen. Frauen sind dabei physischer, psychischer, ökonomischer und institutioneller Gewalt ausgesetzt. Dazu kommt, dass Gerichte und Ämter laut FEM.A den betroffenen Frauen oft zu wenig Glauben schenken und Berichte über Gewalterfahrungen in Abrede stellten. Beitragsgestaltung: Michael Haderer Interview mit Daniela Koweindl: Kulturberufe und das Ende des Zuverdienstes beim AMS Mit dem Jahr 2026 sollen Zuverdienste zum Arbeitslosengeld nicht mehr erlaubt sein. Für Bereiche, in denen unbefristete Vollzeitverträge rar sind, führt das zu Problemen. So etwa im Kulturbereich. Viele Kulturschaffende bauen ihr Einkommen aus mehreren Jobs und selbständiger Tätigkeit zusammen. Fällt einer dieser Jobs plötzlich weg, sodass das Einkommen nicht mehr zum Leben reicht, konnten bis jetzt AMS-Gelder beantragt werden, ohne kleinere Tätigkeiten ebenfalls aufgeben zu müssen. Im neuen Modell soll das nicht mehr erlaubt sein – hoch problematisch für einen Bereich, der von Projektarbeit, geringfügigen Anstellungen Selbständigkeit geprägt ist. Daniela Koweindl, Vorstandsmitglied des Kulturrats, erzählt in diesem Gespräch von den Problemen, die das Ende des Zuverdienstes für Kulturschaffende mit sich bringt. Beitragsgestaltung: Kevin Miller Veranstaltungstipp: Sammelaktion von SOS Balkanroute am 30.11. SOS Balkanroute sammelt wieder Sachspenden. Am Sonntag, den 30. November können Spenden von 10 bis 19 Uhr in der Brunnenpassage abgegeben werden. Danach gibt es in der Brunnenpassage den Förderpreisträger des Österreichischen Kabarettpreises zu sehen und zu hören. Um 20 Uhr zeigt Der Kuseng sein Programm Hoamtaland, Hoamatland.
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o94 News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 21.11.2025
Themen: Trans* Day of Rememberance 2025 | Performance Salle Privée zu den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen | Die Lobaubewegung geht wieder auf die Barrikaden | Psychosoziale Versorgung für Jugendliche Sendungskoordination: Stefan Resch Moderation: Michael Haderer Trans* Day of Rememberance 2025 Jedes Jahr am 20. November kommen die LGBTIQ+-Community zusammen, um der Opfer trans*feindlicher Gewalt zu gedenken. Knapp 400 Menschen trafen sich in Wien im Sigmund Freud Park und zogen über den Ring zum Heldenplatz, wo die Namen der Toten vorgelesen wurden. Zur Trauer kommt am Trans Day of Rememberance aber immer auch der Wille zum Kampf für eine bessere Welt. 2025 lag ein besonderes Augenmerk auf der Situation von trans* Jugendlichen. Beitragsgestaltung: Stefan Resch; Aufnahme: Gerhard Kettler. Performance Salle Privée zu den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen Gewalt gegen Frauen kann viele Gestalten annehmen und hinterlässt ihre Spuren in vielfältiger Weise. Die Performance Salle Privée widmet sich im Magdas Hotel ganz persönlichen Gewalterfahrungen auf körperlicher und geistiger Ebene. Jedes Zimmer eröffnet auf künstlerische Weise den Blick auf Gewalt, die sonst hinter verschlossenen Türen stattfindet. Beitragsgestaltung: Elli Sturm Die Lobaubewegung geht wieder auf die Barrikaden Nach der Ankündigung von Infrastrukturminister Hanke, den Lobautunnel doch bauen zu wollen, organisierte die Initiative „Esslinger für die Lobau“ einen Vortrag zur geplanten S1 und dem Lobautunnel. Wolfgang Rehm von der Umweltorganisation „Virus“ sprach dabei über umweltrechtliche Aspekte des umstrittenen Bauprojekts. Er kritisierte die Wiederaufnahme des Autobahnprojekts durch Verkehrsminister Hanke und die ASFiNAG, insbesondere die intransparente Kommunikation und die Gefährdung des Nationalparks Donau-Augen, unter welchem der geplannte Tunnel verlaufen soll. Audioaufnahmen, Interviewführung und Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier und Sophia Tietjen Psychosoziale Versorgung für Jugendliche Junge Menschen leben heute in einer Welt, die virtuelle und physische Räume miteinander verbindet. Dadurch entstehen auch neue Herausforderungen auf psychologischer Ebene, bei denen die Jugendlichen Unterstützung brauchen können. ProMente warnt jetzt davor, dass diese anspruchsvolle Versorgung in Gefahr sein könnte. Beitragsgestaltung: Rosalie Baumstieger, Aufnahme: Jonas Lammert
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o94 News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 14.11.2025
Themen: Pogromgedenken in der Brigittenau | Gedenkveranstaltung am ehemaligen Aspangbahnhof | Forderung: Schutzzonen um Abtreibungskliniken | Mitarbeiter*innen warnen vor Kürzungen in der Suchthilfe in Wien Sendungskoordination: Stefan Resch Pogromgedenken in der Brigittenau Zum Jahrestag der Novemberpogrome 1938 fanden in ganz Wien Gedenkveranstaltungen statt. So auch in der Brigittenau, dem 20. Bezirk, in dem Radio Orange beheimatet ist. Beitragsgestaltung: Simon INOU Gedenkveranstaltung am ehemaligen Aspangbahnhof Tausende jüdische Wiener*innen wurden vom Aspangbahnhof zu ihrer Ermordung deportiert. Den Bahnhof gibt es längst nicht mehr, der Platz ist heute aber nach den Opfern der Deportation benannt. Jedes Jahr am 9. November treffen sich hier Antifaschist*innen, um der Toten zu gedenken. Beitragsgestaltung: Michael Haderer, Aufnahme: Gerhard Kettler Forderung: Schutzzonen um Abtreibungskliniken Am 1. November fand beim Gynmed-Ambulatorium für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung in Wien die Abschlusskundgebung der Kampagne für wirksame Schutzzonen rund um Abtreibungseinrichtungen statt. Gefordert wurde die gesetzliche Verankerung solcher Schutzzonen, um ungewollt Schwangere und medizinisches Personal vor Belästigungen durch Abtreibungsgegner*innen zu schützen. Thematisiert wurden die weltweite Situation von Schwangerschaftsabbrüchen, persönliche Erfahrungen ungewollt Schwangerer sowie die enge Verknüpfung von körperlicher Selbstbestimmung und patriarchalen Machtverhältnissen. Beitragsgestaltung: Karla Kent, Aufnahme: Gerhard Kettler Mitarbeiter*innen warnen vor Kürzungen in der Suchthilfe in Wien Noch sind die Budgets der Stadt Wien für das Jahr 2026 nicht in Stein gemeißelt, der Spardruck wird aber schon jetzt spürbar. Im Bereich der Suchthilfe befürchten die Mitarbeiter*innen jetzt, dass es zu empfindlichen Kürzungen kommen wird. Mehrere Organisationen planen bereits Kündigungen, besonders die Arbeitsmarktintegration dürfte von den Kürzungen betroffen sein. Beitragsgestaltung: Felicia Rittersberger; Aufnahme: Stefan Resch
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o94 News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 7.11.2025
O94 News – wöchentlich aus Wien und der Welt Equal Pay Day 2025 | Ein Jahr nach Novi Sad | Solidarität für StudentInnenproteste in Serbien | Interview zum Untersuchungsbericht zum Peršmanhof Sendungskoordination: Franziska Knoerr Moderation: Felicia Rittersberger Equal Pay Day 2025 Der Equal Pay Day in Österreich fiel in diesem Jahr rechnerisch auf den 2. November 2025. Jener Tag, ab dem Frauen rein rechnerisch, ohne Entlohnung arbeiten. Wir haben mit Eva Maria der Leiterin der AK-Abteilung Frauen und Gleichstellungspolitik gesprochen. Beitragsgestaltung: Karla Kent Ein Jahr nach Novi Sad Ein Jahr nach der Tragödie von Novi Sad dauern die Proteste in Serbien an. Auch in Wien gedenkt die serbische Diaspora der Opfer und unterstützt mit der Initiative Blokada Beč die Bewegung, die sich gegen Korruption und staatliche Repression richtet. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier und Sophia Tietjen Aufnahme und Interview: Stefan Resch Solidarität für StudentInnenproteste in Serbien Die Ausstellung „Solidarität, die Grenzen überwindet“, die am 5. November im VZ Rudolfsheim stattfand, zeigt das Engagement der Initiative „Blokada Beč“ Beitragsgestaltung: Rosalie und Jonas Interview zum Untersuchungsbericht zum Peršmanhof Am 27. Juli 2025 wurde mit dem Peršmanhof die zentrale Gedenkstätte der Kärntner Slowenen im Zuge eines Polizeigroßeinsatz gestürmt. Nun liegt seit 23. Oktober der Abschlussbericht der multiprofessionellen Kommission Peršmanhof vor, die den Einsatz untersuchte. Zur Einordnung des Berichts und Schilderung aus der Sicht einer Betroffenen spricht Julia, eine kärntner Aktivistin und Antifavertreterin der Gruppe OLTA Koroška. Beitragsgestaltung: Michael Haderer
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o94 News – wöchentlich aus Wien und der Welt vom 31.10.2025
Themen: Frauenstreik in Wien | Reproduktive Rechte Weltweit | Wohlstandsbericht der AK | Demokratieindex 2025 | 10 Jahre System Change, not Climate Change |Deserteursgedenken am 26. Oktober Moderation: Viola Heller Sendungskoordination:Stefan Resch Frauenstreik in Wien Frauenstreik am Parlament: Am 24. Oktober fand der Protest anlässlich des 50. Jubiläums des isländischen Frauenstreiks von 1975 statt. Neben Redebeiträgen von verschiedensten Initiativen und Feminist*innen, legten sich die Protestierenden demonstrativ auf den Boden und setzten so ein Zeichen gegen die Benachteiligung von Frauen und FLINTA* in Österreich. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier und Sophia Tietjen; Aufnahme: Gerhard Kettler Reproduktive Rechte Weltweit Selbstbestimmung in reproduktiven und sexuellen Belangen ist ein Menschenrecht, gerade für Frauen ist sie aber oft nicht gegeben. Die Herausforderungen im globalen Süden und etwa Österreich sind jedoch sehr unterschiedlich. Das VIDC stellte in einer Podiumsdiskussion Verknüpfte Perspektiven aus Gesundheit, Entwicklungszusammenarbeit und Humanitärer Hilfe in den Fokus, Beitragsgestaltung: Lotte Worster Wohlstandsbericht der AK Der Wohlstand eines Landes lässt sich nicht nur an einzelnen Wirtschaftsdaten wie dem Bruttoinlandsprodukt ablesen. Soziale und Verteilungsgerechtigkeit gehören zu einem umfassenden Bild ebenso dazu wie die Umwelt. In Österreich hat sich dieses Bild im letzten Jahr verschlechtert, konstatiert die Arbeiterkammer in ihrem Wohlstandsbericht 2025. Beitragsgestaltung: Viola Heller und Kimija Valadbeigi Demokratieindex 2025 Der Demokratieindex 2025 zeigt einen kleinen Rückschritt im Vergleich zum Vorjahr. Österreich macht zwar in Sachen Informationsfreiheit kleine Fortschritte, fehlende digitale Bürger*innenrechte und eine immer stärker unter Druck stehende Medienlandschaft führen aber unter dem Strich zu einem Verlust von 0,6 Prozentpunkten. Der gesamte Demokratieindex kann hier nachgelesen werden. Beitragsgestaltung: Jonas Lammert 10 Jahre System Change, not Climate Change Am Althangrund feierte eines der Herzstücke des jungen Klimaaktivismus Geburtstag: Knapp zehn Jahre gibt es „System Change, not Climate Change“ schon. Dieser Beitrag verfolgt die Entwicklung der Bewegung von regionalen Gruppen bis zu den heuteigen internationalen Netzwerken. Beitragsgestaltung: Rosalie Baumstieger Deserteursgedenken am 26. Oktober Während am Heldenplatz das Bundesheer sein schweres Gerät vorführt, findet am Nationalfeiertag seit mehr als 20 Jahren im Donaupark ein anderes Gedenken statt. Unter dem Motto „Nie wieder Gleichschritt“ kamen rund 50 Menschen zusammen, um den Opfern der NS-Militärjustiz an einem Ort zu gedenken, der bis 1945 als Schießplatz Kagran eine Hinrichtungsstätte war. Die gesamte Veranstaltung gibt es hier nachzuhören. Beitragsgestaltung: Stefan Resch, Aufnahme: Gerhard Kettler
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o94 News – wöchentlich aus Wien und der Welt vom 24.10.2025
Themen: No Border Summit Protestdemo | „Migrationspanik“ von Migrationsforscherin Judith Kohlenbergers | Re:think Diversity Congress Sendungskoordination und Moderation: Franziska Knoerr No Border Summit Demonstration Das International Center for Migration Policy Development hält in Wien seine jährliche Vienna Migration Conference ab – und trifft auf Protest. Der No Border Summit fand vom 17. bis 21. Oktober als Gegenkonferenz statt und beschloss ebendiese mit einer Demonstration am vergangenen Dienstag, den 21. Oktober. Rund 600 Personen versammelten sich auf der Freyung, um ICMPD, einem zentralen Akteur der Europäischen Migrationspolitik einen menschlichen und solidarischen Zugang entgegenhalten. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Buchvorstellung: „Migrationspanik“ von Judith Kohlenberger In ihrem neuen Buch beschreibt Migrationsforscherin Judith Kohlenberger die ‚autoritäre Wende‘ in der Migrationspolitik. Welche Folgen das für Teilhabe, Zugehörigkeit und Zusammenhalt hat, diskutierte sie am Donnerstag, 23. Oktober in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik in Wien. Beitragsgestaltung: Karla Kent Re:think Diversity Congress Am Dienstag fand in Wien der re:think diversity Kongress statt – ein Fachkongress für Diversity, Equity, Inclusion & Belonging im DACH-Raum. Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten, wie Vielfalt als Motor für Innovation und gesellschaftlichen Zusammenhalt gestaltet werden kann. Wir berichten über zentrale Impulse und Perspektiven des Kongresses. Beitragsgestaltung: Franziska Knoerr
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No Border Summit und Armutsgefährdung – ANDI 345
Themen: No Border Summit als Protest gegen ICMPD-Konferenz | Versteckte Armutsgefährdung bei Frauen | Armutskonferenz fordert mehr Präventionsarbeit Sendungskoordination: Stefan Resch Moderation: Karla Kent No Border Summit als Protest gegen ICMPD-Konferenz Das International Center for Migration Policy Development hält in Wien seine jährliche Vienna Migration Conference ab – und trifft auf Protest. Der No Border Summit von 17. bis 21. Oktober will einem zentralen Akteur der Europäischen Migrationspolitik einen menschlichen und solidarischen Zugang entgegenhalten. Mit Workshops, Diskussionen, Filmabenden und zum Abschluss sollen Kämpfe gegen Rassismus, Kapitalismus, Krieg und Kolonialismus verbunden werden, so das Selbstverständnis der Organisator*innen. Das gesamte Programm ist auf der Website https://abolishicmpd.noblogs.org/ zu finden. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Versteckte Armutsgefährdung bei Frauen Am 15. Oktober hielt die Caritas eine Pressekonferenz zum Thema „Versteckte Armut“ ab. Konkret ging es dabei um das oft übersehene Armutsrisiko nicht alleinlebender Frauen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele Frauen zwar als finanziell abgesichert gelten, tatsächlich aber stark von den Einkommen ihrer Partner, beziehungsweise vom Einkommen anderer erwachsener Personen im Haushalt, abhängig sind. Besonders nach einer Familiengründung steigt ihr Armutsrisiko deutlich an. Nora Tödtling-Musenbichler, Präsidentin der Caritas Österreich und Katrin Gasior, die Autorin der diskutierten Studie, verdeutlichten wie unbezahlte Sorgearbeit, ungleiche Einkommen und soziale Strukturen zum Armutsrisiko von Frauen beitragen. Außerdem thematisierten sie die Rolle des Sozial- und Steuersystems, welches Ungleichheiten häufig zusätzlich verstärkt. Beitragsgestaltung: Karla Kent Armutskonferenz fordert mehr Präventionsarbeit Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut am 17. Oktober schlägt die Armutskonferenz Alarm: Auch in Österreich müsse mehr getan werden, um das Abrutschen ganzer Bevölkerungsgruppen in die Armut zu vermeiden. Beitragsgestaltung: Lotte Worster
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ME/CFS in Österreich, Decolonize Our Climate und Sozialhilfe – ANDI 344
Themen: ME/CFS-Patient*innen un ihre Angehörigen fordern mehr und bessere Unterstützung | Klimagerechtigkeit und Soziale Gerechtigkeit gehen Hand in Hand | Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen kämpfen mit der Sozialhilfe | 14. Filmtage zum Recht auf Nahrung Sendungskoordination: Stefan Resch ME/CFS-Patient*innen un ihre Angehörigen fordern mehr und bessere Unterstützung Am Freitag den 3. Oktober wurde vor dem Parlament in Wien demonstriert. Gefordert wurde mehr medizinische sowie politische Unterstützung für die Betroffenen von ME/CFS. Dabei handelt es sich um eine schwere, chronische Multisystemkrankheit. Besonders das Vorgehen der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) wird scharf kritisiert, da nicht angemessen auf Patient*innen eingegangen wird, was zu chronischen Zustandsverschlechterungen bei den Betroffenen führen kann. Beitragsgestaltung: Karla Kent Decolonize our Climate Klimagerechtigkeit muss den globalen Süden mit einbeziehen. Koloniale Kontinuitäten prägen die Geopolitik und damit auch den Kampf gegen den Klimawandel, die Debatte wird aber durch den Westen bzw. den globalen Norden dominiert. Das Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation VIDC veranstaltete zu diesem Thema eine Podiumsdiskussion im Café Depot. Beitragsgestaltung: Lotte Worster Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen kämpfen mit der Sozialhilfe Das letzte Auffangnetz in Österreich hat große Lücken. Viele fallen hindurch, manchen gibt das letzte Netz gar keine Absicherung. Die Sozialhilfe stellt Menschen mit Behinderung oder psychisch Erkrankte systematisch vor Probleme, warnt die Armutskonferenz. Das ganze Modell müsste überdacht und besser auf die Umstände der Betroffenen zugeschnitten werden. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić Gastbeitrag: Hunger.Macht.Profite Im Oktober 2025 findet wieder die Filmtage zum Recht auf Nahrung ab. Unter dem Titel Hunger.macht.Profite werden in ganz Österreich Filme gezeigt, die Missstände aufdecken und ansprechen sollen. Die Redaktion Von Unten bei Radio Helsinki hat mit Julia Kocher vom Foodfirst Informations- und Aktionsnetzwerk gesprochen. Das gesamte Interview kann hier nachgehört werden, hier ist das weitere Programm der Filmtage zu finden.
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Safe Abortion Day und Afrotürk*innen in Izmir – ANDI 343
Themen: Safe Abortion Day | Afrotürk*innen in Izmir Sendungskoordination: Stefan Resch Safe Abortion Day 2025 Jedes Jahr soll der Aktionstag am 28. September daran erinnern, dass das Recht auf den Abbruch einer Schwangerschaft oft schwer durchzusetzen ist. Auch in einem medizinisch gut versorgten Land wie Österreich gibt es noch finanzielle und soziale Barrieren, die reproduktiver Selbstbestimmung im Wege stehen. Beitragsgestaltung: Elli Sturm Afrotürk*innen in Izmir Afrotürk*innen, die Nachfahren von Menschen, die schon zu Zeiten des osmanischen Reichses aus verschiedenen Ländern Afrikas in die Türkei gekommen sind, gelten als stark assimilierte Minderheit. Simon Inou berichtet aus Izmir über Geschichte und Kultur der Afrotürk*innen.
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Barrierefreiheitsgesetz, Frankreich und Lohnklau – ANDI 342
Themen: Das Barrierefreiheitsgesetz auf dem Prüfstand | «Bloquons tout»: Erneut regierungskritische Proteste in Frankreich | Wie Unternehmen ihre Lohnkosten auf die Allgemeinheit abwälzen Sendungskoordination: Stefan Resch Moderation: Charlotte Worster Das Barrierefreiheitsgesetz auf dem Prüfstand Was kann das neue Barrierefreiheitsgesetz? Der Österreichische Behindertenrat befasste sich in der Fachkonferenz am 25 September 2025 mit dem neuen Gesetz, seinen Stärken und seinen Schwächen. Trotz einiger Kritik ist die österreichische Umsetzung des European Accessability Acts ein Fortschritt, befanden die Konferenzteilnehmer*innen im ÖGB-Catamaran. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Gastbeitrag: «Bloquons tout» – Erneut regierungskritische Proteste in Frankreich Nach dem Sturz von Premierminister Bayrou kam es in ganz Frankreich zu Protesten gegen die Sparpolitik der Regierung. RaBe aus Bern hat mit Isabelle Attard über die Forderungen und Ziele der Bewegung „Bloquons tout“. Hier ist der Beitrag nachzuhören. Wie Unternehmen ihre Lohnkosten auf die Allgemeinheit abwälzen Vor Sozialbetrug durch Unternehmen warnt die Arbeiterkammer. Durch den gezielten Einsatz von Subunternehmen und deren Insolvenzen wollen Unternehmen um ausstehende Lohnforderungen herum kommen, sagt AK-Jurist Ludwig Dvořák. Beitragsgestaltung: Karla Kent
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Eternos Retornos, Sommer der Solidarität und mehr: ANDI 341
Themen: Eternos Retornos bei der Wienwoche | Kurznachrichtenblock | Rückblick auf den Sommer der Solidarität 2015 | Demonstration gegen Zusammenarbeit mit dem Taliban-Regime Sendungskoordination: Stefan Resch Eternos Retornos bei der Wienwoche Die Performance Eternos Retornos fordert die Rückgabe des Federkopfschmucks Quetzalapanecoatl. Vor rund 500 Jahren wurde der in Europa als Federkrone des Moctezuma bezeichnete Federkopfschmuck aus Mexiko geraubt. Bis heute will das Weltmuseum das Artefakt nicht zurückgeben – offiziell, weil die empfindliche Federkrone den Transport nicht überstehen würde. Das Projekt Eternos Reternos hat als Antwort auf diese Argumentation eine Transportkiste entwickelt, die die Schwingungen auf der Reise neutralisieren kann. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić Kurznachrichtenblock gestaltet von Marius Marincek Rückblick auf den Sommer der Solidarität 2015 Die Ereignisse des Sommers und Herbst 2015 liegen ein Jahrzehnt zurück. Zu hunderten halfen Freiwillige an den Bahnhöfen und in der ganzen Stadt mit, Menschen auf der Flucht aufzunehmen und zu versorgen. Wir blicken auf diese bewegten Wochen zurück. Dieser Beitrag wurde gestaltet von Stefan Resch. Einen ausführlicheren Spiegel des Sommers der Solidarität hat Gerhard Kettler hier zusammengestellt. Demonstration gegen Zusammenarbeit mit dem Taliban-Regime Anfang September war eine Delegation des Taliban-Regimes aus Afghanistan in Wien, um mit dem Bundesamt für Asyl und Fremdenwesen Verhandlungen zu führen. Denn um nach Afghanistan abzuschieben, wie es das Innenministerium will, braucht es ein Rücknahmeabkommen. Am 15. September kamen in Wien rund 150 Menschen zusammen, um gegen jegliche Zusammenarbeit mit den Taliban zu protestieren. Beitragsgestaltung: Karla Kent, mit Aufnahmen von Gerhard Kettler
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Schwerpunktsendung Wienwoche 2025 – ANDI 340
ANDI – die Nachrichtensendung auf Radio Orange kehrt mit einem Schwerpunkt zur Wienwoche 2025 aus der Sommerpause zurück. Wir lassen die künstlerischen Leiter*innen Jelena Micić und Araba Evelyn Johnston-Arthur zu Wort kommen und unternehmen einen Streifzug durch das Programm des Festivals für Kunst und Aktivismus. Sendungsgestaltung: Stefan Resch
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LGBTIQ+ in Ungarn, Bürger*innenrat Medien und Demokratie und Weltflüchtlingstag – ANDI 339
Themen: Queeres Leben in Ungarn | Der Bürger*innenrat Medien und Demokratie stellt seine Ergebnisse vor | Der Stopp des Familiennachzuges wird auch im Ministerrat abgesegnet | Demonstration zum Weltflüchtlingstag | SOS Balkanroute macht auf den Bürglkopf aufmerksam Sendungskoordination: Stefan Resch Moderation: Elli Sturm Queeres Leben in Ungarn – Interview mit Lídia Nádori Ungarn fährt unter Ministerpräsident Viktor Orbán eine zunehmend restriktive Politik gegen queere Menschen. Ein neues Gesetzt verbietet es etwa, LGBTIQ+-Inhalte auf öffentlichen Veranstaltungen zu teilen, wenn Jugendliche sie sehen könnten. Damit ist auch die Budapest Pride gefährdet. Lídia Nádori erzählt im Interview vom Leben als queerer Mensch in Orbáns Ungarn. Beitragsgestaltung: Elli Sturm Der Bürger*innenrat Medien und Demokratie stellt seine Ergebnisse vor Wie können Medien zur Stärkung der Demokratie beitragen? Was ist mit der Teilhabe der Bevölkerung? 50 Resolutionen hat der Bürger*innenrat Medien und Demokratie erarbeitet, um diese Fragen zu beantworten. Gerichtet sind die Forderungen nicht nur an die Medienhäuser, sondern auch an Social-Media-Plattformen, sowie an die nationale und europäische Politik. Beitragsgestaltung: Franziska Knörr Der Stopp des Familiennachzuges wird auch im Ministerrat abgesegnet Um den Familiennachzug für Asyl- und Schutzberechtigte zu stoppen, erklärt die Bundesregierung einen Notstand. Durch diesen Bezug auf die Notfallklausel kann Österreich von EU-weit gültigem Recht abweichen. Hilfsorganisationen kritisieren diese Vorgangsweise, sie sehen die absolute Ausnahmesituation, die die Notfallklausel verlangt, nicht gegeben. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić Demonstration zum Weltflüchtlingstag Etwas mehr als 100 Menschen kamen am 20. Juni zur Demonstration anlässlich des Weltflüchtlingstages zusammen. Auf der Route vom Yppenplatz über das Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel zum Parlament forderten sie einen menschlichen Umgang mit all jenen, die in Österreich Schutz suchen. Die gesamte Aufzeichnung der Kundgebung kann hier nachgehört werden. Beitragsgestaltung: Selina Zenz; Aufnahme: Gerhard Kettler SOS Balkanroute macht auf den Bürglkopf aufmerksam Die Hilfsorganisation beging den Weltflüchtlingstag mit einem Screening des preisgekrönten Dokumentarfilms „Bürglkopf“ von Regisseurin Lisa Polster. Mit der Vorstellung im Gartenbaukino wollten sie auf die erschwerten Bedingungen im abgelegenen „Ausreisezentrum“ mitten in den Tiroler Bergen hinweisen. Beitragsgestaltung: Stefan Resch
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Antimuslimischer Rassismus, Marsch für’n Arsch und mehr – ANDI 338
Themen: Antimuslimischer Rassismus Report | Ausgesetzte Asylverfahren für Syrer*innen | Marsch für’n Arsch 2025 | Gastbeitrag von Radio Corax: Queers in Polen – Die Wahl des neuen, rechtskonservativen Präsidenten Nawrocki Sendungskoordination: Stefan Resch Antimuslimischer Rassismus Report 2024 vorgestellt Musliem und Menschen, die als muslimische gelesen werden, haben in Österreich mit Diskriminierung zu kämpfen. Das zeigt die Dokustelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus mit ihren jährlichen Berichten auf. Für 2024 weist der Report ein weiter hohes Level an Vorfällen aus, Österreich steht auch im europäischen Vergleich schlecht da. Im vergangenen Jahr kam es rund um globale Konflikte und den Wahlkampf für den Nationalrat zu besonders vielen Vorfällen. Der Vollständige Report kann auf der Website der Dokustelle heruntergeladen werden. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić; Aufnahme: Stefan Resch Ausgesetzte Asylverfahren für Syrer*innen Seit dem Sturz von Diktator Al Assad setzt Österreich Asylverfahren von Menschen aus Syrien aus, eine erste Welle an Aberkennungsverfahren des Asylstatus wurde bereits gestartet. Darin sehen die NGOs Asyl in Not und Helping Hands eine Schikane für die Betroffenen. Obwohl Syrien nach wie vor nicht sicher ist, werden durch die Aussetzung oder Aberkennung von Asylverfahren auch andere Rechte untergraben. Angefangen von Neugeborenen, die monatelang ohne Status und dadurch mit weniger Unterstützung auskommen müssen, bis hin zu Einbürgerungsverfahren, die unterbrochen werden. Beitragsgestaltung: Stefan Resch „Marsch für’n Arsch“ 2025 Der „Marsch für’n Arsch“ hat sich ursprünglich als Gegenprotest zum sogenannten Marsch für die Familie formiert. Während sich die chrsitlich-konservative, queerfeindliche Kundgebung dieses Jahr auf 40 Menschen im Gebet hinter dem Stephansdom beschränkte, war der „Marsch für’n Arsch“ größer denn je: Rund 2000 Menschen zogen vom Stephansplatz auf den Heldenplatz und wieder zurück. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Gastbeitrag von Radio Corax: Queers in Polen – Die Wahl des neuen, rechtskonservativen Präsidenten Nawrocki In Polen wurde am 02.06.2025 der rechtskonservative Karol Nawrocki, mit knappen Vorsprung, per Stichwahl ins Amt des Präsidenten gewählt. Nach einem Jahrzehnt unter Präsident Andrzej Duda von der Rechtskonservativen PiS Partei, gab es besonders aus der queeren Community große Hoffnungen auf einen Machtwechsel. Dieser blieb nun aus. Radio Corax wirft einen Blick zurück auf den Wahlausgang und berichtet, was der neue Präsident für queere Menschen in Polen bedeuten könnte. Der gesamte Beitrag kann hier nachgehört werden.
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Live aus dem Funkhaus – ANDI 337
Themen: Maja tritt in den Hungerstreik | Gastbeitrag: Washington auf Konfrontationskurs – Einordnung der Protestwelle in Los Angeles | Zum Funkhaus | Studiodiskussion mit Jason Acid Sendungskoordination: Stefan Resch Technik und Bild: Peter Supp Maja tritt in den Hungerstreik Seit fast einem Jahr sitzt Maja T. in Budapest in Haft. Die ungarische Staatsanwaltschaft wirf Maja vor, an Angriffen auf den rechtsextremen „Tag der Ehre“ im Feberuar 2023 beteiligt gewesen zu sein. Seit der rechtswidrigen Auslieferung aus Deutschland nach Ungarn leidet Maja unter den Haftbedingungen in Budapest – seit 5. Juni ist Maja im Hungerstreik, um dagegen zu protestieren. In Wien kamen 120 bis 140 Menschen zu einer Solidaritätsdemonstration zusammen, antifaschistische Aktivist*innen sind auch beim Prozess in Budapest vor Ort. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Gastbeitrag: Washington auf Konfrontationskurs – Einordnung der Protestwelle in Los Angeles In der US-Stadt Los Angeles sind massive Proteste gegen Razzien der US-Einwanderungsbehörde ICE entstanden. Als Reaktion auf die Proteste entsandte die Trump Regierung am Montag 2.000 Soldat:innen aus der Nationalgarde, um „die Gesetzlosigkeit anzugehen, die man hat wuchern lassen“ – so sein Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die Tagesaktuelle Redaktion von Radio Corax in Halle sprach zur Einordnung und fürs bessere Verständnis, was da gerade passiert, mit Frau Dr. Grit Grigoleit-Richter. Sie ist tätig in einem Forschungsprojekt der Amerikanistik der Universität Passau – mit einer rassismuskritischen Perspektive auf die Einwanderung in die USA. Der ungekürzte Beitrag kann hier nachgehört werden. Zum Funkhaus Anlässlich der Livesendung aus dem Funkhaus in der Argentinierstraße beschäftigt sich ANDI mit der Geschichte dieses in der österreischischen Mediengeschichte einzigartigen Ortes. Vom Monumentalbau des Austrofaschismus über die NS-Propagandazentrale „Reichssender Wien“ bis zur Zentrale der ORF-Radios und dem Verkauf an einen Investor inklusive Zwischnnutzung als Kunst- und Kulturraum. Text: Ella Horn und Franziska Knörr Studiodiskussion mit Jason Acid Anlässlich unseres Nachmittages im Funkhaus haben wir Jason Acid in die Sendung eingeladen. Er ist Mitgleid des Rates der Republik der Wiener Festwochen und im Vorstand der Türkis Rosa Lila Villa aktiv. Mit Ella Horn, Dejan Aleksić und Stefan Resch spricht Jason über queere Themen bei den Festwochen, die Kommerzialisierung der Pride und die Zukunftsperspektive für queere Communities.
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Sex Worker’s Day, Bundestrojaner und Pepeks Geschichte – ANDI 336
Themen: Forderungen zum International Sex Worker’s Day | Kritik an Gesetzesentwurf zu Messengerüberwachung | Buchvorstellung: Pepek – Ein Kind überlebt den Holocaust Sendungskoordination: Stefan Resch Moderation: Elli Sturm Forderungen zum International Sex Worker’s Day Der 2. Juni 2025 markiert den 50. Jahrestag der Besetzung der Kirche St. Nizier in Lyon durch mehr als 100 Sexarbeiter*innen. Aus dieser Protestaktion entstand der jährlich begangene International Sexworker’s Day. Auch in Österreich wünschen sich die Aktivist*innen Anerkennung ihrer Arbeit und ein Ende der Stigmatisierung. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić Kritik an Gesetzesentwurf zu Messengerüberwachung Messengerüberwachung oder Bundestrojaner? Datenschützer*innen kritisieren einen Entwurf, der es staatlichen Stellen erlauben würde, verdeckte Überwachungssoftware auf Computern und Handys zu installieren. Weder rechtlich, noch moralisch oder teschnisch sei das Vorhaben durchführbar, meinen Expert*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Buchvorstellung: Pepek – Ein Kind überlebt den Holocaust Die Historikerin Shoshana Duizend-Jensen berichtet in ihrem neuen Buch über die Kindheit ihres Schwagers Josef Salomonovic. Pepek, so sein Spitzname, überlebte das Ghetto Lodz, die Konzentrationslager Auschwitz und Stutthof und die Bombardierung Dresdens vor seinem siebten Geburtstag. Diese persönliche Biographie zeigt durch ausführliche Interviews und Erinnerungsstücke einen erschütternden Einblick in das dunkelste Kapitel der europäischen Geschichte. Beitragsgestaltung: Stefan Resch
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Klimacamp, OMV-Protest, Obsorge und mehr – ANDI 335
Themen: Das Klimacamp kommt unter dem Motto „Stadt für alle“ nach St. Marx | Proteste bei der Hauptversammlung der OMV | Wie Väterrechtler und Rechte Netzwerke Mütterrechte aushebeln | Bürger*innenrat zum Thema Medien und Demokratie | Veranstaltungstipp: Das Welttellerfeld in der Donaustadt Sendungskoordination: Stefan Resch Das Klimacamp kommt unter den Motte „Stadt für alle“ nach St. Marx Von 24. Mai bis 1. Juni hat das Klimacamp bei Wien im Stadtteil St. Marx Station gemacht. Das Gelände im 3. Wiener Gemeindebezirk Tangente soll schon bald einer neuen Eventhalle weichen. Cleo spricht im Interview über die Beweggründe und Visionen der Klimacamper*innen. Beitragsgestaltung: Ella Horn und Franziska Knörr Proteste bei der Hauptversammlung der OMV Anlässlich der jährlichen Hauptversammlung der OMV protestierten Umweltaktivist*innen gegen das Geschäft des Konzerns mit Öl und Gas. Besonders im Fokus stand dieses Jahr das Projekt Neptune Deep, in dessen Rahmen unter Beteiligung der teilstaatlichen OMV ein Gasfeld vor Rumänien im Schwarzrn Meer erschlossen werden soll. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Wie Väterrechtler und Rechte Netzwerke Mütterrechte aushebeln Durch pseudowissenschaftliche Gutachten versuchen Gruppen von Männerrechtler, die Rechte von Müttern in Obsorgestreitigkeiten auszuhebeln, warnt der Verein feminisitischer Alleinerzieherinnen. Der Soziologe Wolfgang Hammer berichtet über die Situation in Deutschland, während die Anwältin Sonja Aziz über die österreichische Rechtslage aufklärt. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić Bürger*innenrat zum Thema Medien und Demokratie Im Frühling 2025 trat in Wien ein von COMMIT organisierter und begleiteter Bürger:innenrat zum Thema „Medien und Demokratie“ zusammen. Insgesamt verabschiedete der Rat rund 50 Resolutionen, die mehr Transparenz und die konsequente Erfüllung von Qualitätskriterien als Voraussetzung fordern. Am 25. Juni 2025 werswn die kompletten Ergebnisse um 18:00 Uhr im Presseclub Concordia vorgestellt. Beitragsgestaltung: Christine Schwab Veranstaltungstipp: Das Weltterllerfeld in der Donaustadt. Auf 3.000 Quadratmetern zeigt das Welttellerfeld auf, wieviel Bodenfläche verbraucht wird, für ein Jahr zu ernähren. Der Besuch des Feldes ist kostenfrei und rund um die Uhr möglich, nähere Informationen gibt es auf der Website http://www.welttellerfeld.at . Beitragsgestaltung: Christine Schwab
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Artikel 7, IDAHOBIT, Festwochen und Besuch aus Halle – ANDI 334
Themen: Minderheitenstreik für Artikel 7 | Kundgebung zum IDAHOBIT in Wien | Interview mit Festwochen-Produktionsleiter Matthias Vieider | Rede an Europa von Lea Ypi | Engagierter Journalismus, Medienaktivismus und das Potential Freier Medien: Studiodiskussion mit der Tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax Sendungskoordination: Stefan Resch Minderheitenstreik für Artikel 7 Der Staatsvertrag von 1955 schreibt in Artikel 7 die Rechte der slowenischen und kroatischen Minderheiten in Österreich fest. Die darin garantierten Rechte sehen die Vertreter dieser beiden und anderer Minderheiten allerdings bis heute als nicht vollständig umgesetzt. Zum 70. Jährigen Jubiläum des Staatsvertrages rief das Bündnis „Čl_n 7/Artikel 7“ daher zum Minderheitenstreik auf. Knapp 400 Menschen versammelten sich am Ballhausplatz und zogen über das Parlament weiter auf den Schillerplatz. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Kundgebung zum IDAHOBIT in Wien Zum International Day againat Homo-, Bi-, Inter- ans Transphobie, kurz IDAHOBIT am 17. Mai versammelten sich rund 250 Menschen unter dem Motto „Break the Binary“ auf der Mariahilferstraße. Beitragsgestaltung: Franziska Knörr; Aufnahme: Gerhard Kettler Interview mit Festwochen-Produktionsleiter Matthias Vieider Fünf Wochen lang wird das ehemalige Funkhaus im vierten Bezirk zur Festivalzentrale der Wiener Festwochen. Dort konnten wir diese Woche Matthias Vieider für ein Interview treffen. Ein Gespräch über die Arbeit hinter den Kulissen, die Republiksidee der Festwochen und die Republic of Love. Betragsgestaltung: Ella Horn Rede an Europa von Lea Ypi Zur Eröffnung der Wiener Festwochen hielt Lea Ypi eine Rede an Europa über Migration, Staatsbürgerschaft und europäische Werte. Darin prangerte sie das Versagen der liberalen Gesellschaften in der demokratischen Politik, der sozialen Gerechtigkeit und der internationalen Solidirität an. Denn „Europäische Werte“ bedeuten nicht viel, wenn sie nur für einige wenige gelten. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić Studiodiskussion mit der Tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax Anschließend an die übliche ANDI-Nachrichtensendung am 23. Mai diskutierte die Redaktion mit Radiomacher*innen von Radio Corax aus Halle. Clay moderierte das Gespräch über engagierten Journalismus und die Rolle der Freien Radios in der breiteren Medienlandschaft.
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Inklusion, ME/CFS, Budget und Burkina Faso: ANDI 333
Themen: Protesttag für die Inklusion von Menschen mit Behinderung | ME/CFS-Tag am 12. Mai | Alternative Budgetrede | Demonstration für den Übergangspräsidenten von Burkina Faso Sendungskoordination: Stefan Resch Protesttag für die Inklusion von Menschen mit Behinderung Die UN-Behindertenrechtskonvention ist in Österreich seit fast 17 Jahren in Kraft und verpflichtet die Republik, die Inklusion von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen voran zu treiben. Trotzdem gibt es noch große Löcher bei der Umsetzung, ob durch bauliche Maßnahmen, am Arbeitsmarkt oder im Bildungsbereich. Um gegen diese und ähnliche Missstände zu protestieren, lasen Menschen mit und ohne Behinderung am 5. Mai zehn Stunden lang vor dem Parlament aus der Behindertenrechtskonvention und aus eigenen Texten vor. Beitragsgestaltung: Stefan Resch ME/CFS-Tag am 12. Mai ME/CFS, kurz für myalgische Enzephalomyelitis/ Chronic Fatigue Syndrome, wird zwar seit 1969 von der WHO anerkannt, passende Versorgung gibt es aber auch in Österreich bis heute fast gar nicht. Keine eigenen Ambulanzen, dafür Schikanen bei den Versicherungsträgern. Am 12. Mai protestieren Betroffene und ihre Unterstützer*innen gegen die Vernachlässing ihrer Krankheit durch das Gesundheitssystem. Beitragsgestaltung: Franziska Knörr Alternative Budgetrede 2025 Das Bündnis Fairsorgen stellte anlässlich der ersten Budgetrede von Finanzminister Markus Martrbauer einen alternativen Zugang zur Budgetplanung für die nächsten Jahre vor. Statt Einschnitten bei der Daseinsvorsorge und im Sozialsystem soll ein Investitionspaket von 15 Milliarden Euro geschnürt werden, gegenfinanziert durch Abgaben auf Vermögen, Kapitalerträge und Erbschaften. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić Demonstration für den Übergangspräsidenten von Burkina Faso Ibrahim Traoré ist seit 2022 Übergangspräsident von Burkina Faso. Das erklärte Ziel seiner Regierung ist es, den Terrorismus in der Sahel-Region zu bekämpfen und das Land aus kolonialen Abhängigkeiten heraus zu führen. Wegen seines harten Vorgehens gegen Opositionelle steht Traoré international in der Kritik, viele Menschen sehen sich bei ihm aber auch Thomas Sankara erinnert, unter dessen Regierung Burkina Faso in den 1980ern große Modernisierungsschritte vollzog. In Wien demonstrierten am 30. April mehr als 100 Menschen für die Unterstützung von Präsident Traoré. Beitragsgestaltung: Simon INOU
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Achter Mai, Spesenaffäre und KI in Asylverfahren – ANDI 332
Themen: 80 Jahre Befreiung vom Nazi-Regime | Whistleblower berichten über Parteispesen in der FPÖ | Wie KI in Asylverfahren eingesetzt wird Sendungskoordination: Stefan Resch Moderation: Toma Khandour 80 Jahre Befreiung vom Nazi-Regime Am achten Mai jährt sich die bedingungslose Kapitulation des Nazi-Regimes zum 80. Mal. Am Heldenplatz fand aus diesem Anlass wieder das Fest der Freude statt. Vor dem Konzert der Wiener Symphoniker sprach Paul Lendvai als Zeitzeuge und der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Willi Mernyi. Beitragsgestaltung: Selina Zenz Whistleblower berichten über Parteispesen in der FPÖ Der Verein Ans Licht! will Aufdecker*innen und Whistleblower*innen unterstützen. An der Universität Wien sprachen zwei dieser Whistleblower, Heinz-Christian Straches ehemaliger Leibwächter Oliver Ribarich und der Grazer Gemeinderat Alexander Pascuttini mit Investigativjournalist*innen des Standard über ihre Erfahrungen mit Parteispesen. Beitragsgestaltung: Toma Khandour A.I.Syl: KI in Asylverfahren Das Forschungsprojekt A.I.Syl an der Universität Graz befasst sich mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz in Asylverfahren. Das ist schon jetzt Realität, so die Ergebnisse des Projekts, trotz vieler Bedenken. So wird etwa der Datenschutz nicht beachtet und fehleranfällige KI mit Entscheidungen über potentiell lebensrettendes Asyl betraut. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić
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Solidarität für Lorenz A., 70 Jahre Staatsvertrag und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung: ANDI 331
Themen: Wiener Solidaritätskundgebung für Lorenz A. | 2025 ist das 70. Jubiläum des Staatsvertrags der Republik Österreich | Tipp: Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Sendungskoordination: Franziska Knörr, Stefan Resch Wiener Solidaritätskundgebung für Lorenz A. Nachdem in Oldenburg der 21-jährige Lorenz A. von einem Polizisten erschossen wurde, kamen in Deutschland Proteste gegen Polizeigewalt an Schwarzen Menschen auf. In Wien bekundeten am 25. April mehrere hundert Menschen ihre Solidarität und brachten ihre Wut über tödliche, rassistische Gewalt zum Ausdruck. Beitragsgestaltung: Franziska Knörr, Luca Manca; Aufnahmen: Stefan Resch 70 Jahre Staatsvertrag Mit dem Jubiläum des Staatsvertrages aus dem Jahr 1955 feiert auch dessen Artikel sieben Geburtstag. Diese Bestimmung zum Minderheitenschutz ist zwar Teil eines der zentralen Dokumente der Republik Österreich, wurde aber trotzdem nur schleppend bis gar nicht umgesetzt. Im Haus der Geschichte Österreich blickt man auf die Auswirkungen des Staatsvertrags zurück. Beitragsgestaltung: Simon INOU Tipp: Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Am fünften Mai protestieren in ganz Europa Menschen mit Behinderung gegen fehlende Gleichstellung trotz klarer Vorschriften. Um auf die zu wenig bearbeitete Baustelle Inklusion aufmerksam zu machen, wollen 12 Organisationen vor dem Parlament eine Aktion veranstalten: Menschen mit Behinderung werden zehn Stunden lang die UN-Behindertenrechtskonvention verlesen. Beitragsgestaltung: Margit Wolfsberger Gastbeitrag: Kampftag der Arbeitslosen am 2. Mai Auf den Tag der Arbeit folgt am 2. Mai der internationale Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen. Die Tagesaktuelle Redaktion von Radio Corax hat mit einem Aktivisten der Erwerbsloseninitiative BASTA! gesprochen. Der vollständige Beitrag kann hier nachgehört werden.
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Pass-egal-Wahl, Volksanwaltschaft, Wahlen in Rumänien und LGBTIAQ+ in Ungarn – ANDI 330
Themen: Die Pass-egal-Wahl zur Wiener Landtagswahl 2025 ist abgeschlossen | Rumänien wiederholt die annulierte Präsidentschaftswahl | Die Volksanwaltschaft stellt den Jahresbericht für 2024 vor | Gastbeitrag: Verfassungsänderung in Ungarn – Veranstaltungen der queeren Community können jetzt verboten werden | Der österreichische Nationalrat kritisiert das neue Gesetz in Ungarn Sendungskoordination: Stefan Resch Die Pass-egal-Wahl zur Wiener Landtagswahl 2025 ist abgeschlossen Am 23. April schlossen die Wahllokale der Pass-egal-Wahl. Die NGO SOS Mitmensch will mit der Aktion auf den zunehmenden Ausschluss vom Wahlrecht aufmerksam machen, der mit den rigiden Staatsangehörigkeitsgesetzen zusammen hängt. Wienweit betrifft das rund ein Drittel der Menschen im Wahlalter. Beitragsgestaltung: Selina Zenz Rumänien wiederholt die annulierte Präsidentschaftswahl Ende des Vorjahres annullierte der Verfassungsgerichtshof die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Rumänien wegen Einflussnahme aus dem Ausland. Diesen Mai steht die Widerholung der Wahl statt. Welche Richtungsentscheidungen können die Wähler*innen treffen? Und wie geht das Land dieses Mal mit Einflussnahme auf den Wahlkampf um? Beitragsgestaltung: Franziska Knörr Die Volksanwaltschaft stellt den Jahresbericht 2024 vor Knapp 24.000 Beschwerden gingen im Jahr 2024 bei der Volksanwaltschaft ein. Die drei Volksanwält*innen kontrollieren die öffentliche Verwaltung des Bundes und von sieben Ländern, dazu ist die Behörde mit der Kontrolle der Einhaltung von Menschenrechten betraut. Große Mängel ortet sie in den Gefängnissen, bei der Barrierefreiheit und im Gesundheitssystem. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić; Mitarbeit: Stefan Resch Gastbeitrag: Verfassungsänderung in Ungarn – Veranstaltungen der queeren Community können jetzt verboten werden In Ungarn ist letzte Woche eine Verfassungsänderung mit einer zwei-drittel-Mehrheit verabschiedet worden, die es ermöglicht unter anderem Veranstaltungen der queeren Community zu verbieten. Veranstalter:innen und Teilnehmer:innen müssen bei Verstößen mit Geldstrafen von etwa 500€ rechnen, zudem darf auch Gesichtserkennungssoftware eingesetzt werden um Personen zu identifizieren. Vorallem für Menschen, die sich nicht öffentlich geoutet haben ist das eine Katastrophe, sagt Erik Jödicke. Er ist Vorstandsmitglied beim LSVD und sprach mit uns über die Verfassungsänderung in Ungarn. Der Beitrag von Radio Z in Nürnberg kann hier nachgehört werden. Der österreichische Nationalrat kritisiert das neue Gesetz in Ungarn Bei der Plenarsitzung am 24. April verurteilte der Nationalrat Österreichs mit großer Mehrheit das faktische Verbot von Pride-Veranstaltungen in Ungarn. Nur die FPÖ stimmte gegen den Beschluss. Beitragsgestaltung: Ella Horn
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Serbische Protestradler*innen machen in Wien Station, Kulturpolitik und Räume am Althangrund: ANDI 329
Themen: Tura do Strazbura in Wien | Vier-Themen-Plan der IGs aus Kunst und Kultur | Das Kulturzentrum 4lthangrund braucht neue Räumlichkeiten Sendungskoordination: Stefan Resch Moderation: Toma Khandour Serbische Protestradler*innen machen in Wien Station Auf dem Weg von Novi Sad nach Strasburg machte eine Gruppe von rund 80 Studierenden aus Serbien in Wien Station. Sie waren mit dem Fahrrad quer durch Europa unterwegs, um auf die Proteste gegen Korruption in der Regierung von Präsident Aleksandar Vučić aufmerksam zu machen und ihre Forderungen den europäischen Institutionen zu überbringen. Am 7. April war Wien das Etappenziel, die Protestradler*innen wurden von rund 2000 Menschen mit großer Begeisterung empfamgen. Beitrgasgestaltung: Dejan Aleksić; Aufnahme und Mitarbeit: Stefan Resch Vier-Themen-Plan der IGs aus Kunst und Kultur Im Vorfeld der Wien-Wahl stellten die Interessensvertretungen aus Kunst und Kultur ihre Forderungen vor. Dazu gehören eine bessere Absicherung für Kulturschaffende, ein „Kultur-Euro“ analog zur Ortstaxe, der aus dem Tourismus zweckgebundene Mittel für Kulturförderung generieren soll und eine Steigerung des Kulturbudgets im selben Ausmaß wie das Wachstum der Bundeshauptstadt selbst. Die gesamte Pressekonferenz kann hier nachgehört werden. Beitragsgestaltung: Toma Khandour; Aufnahme: Gerhard Kettler 4lthangrund mit Ablaufdatum Universität Wien und WU sind schon vor Jahren aus den alten Gebäuden am Althangrund im 9. Bezirk ausgezogen. Als Zwischennutzung vor dem Um- und Neubau sind verschiedene Initiativen und Vereine eingezogen – darunter das Kulturzentrum 4lthangrund. Dort finden unabhängig von kommerzieller Verwertbarkeit Kunst, Kultur, und politischer Aktivismus Platz. Mit Jahresende soll damit aber Schluss sein: Das Kulturzentrum muss spätestens im Jänner 2026 ausziehen und sucht neue Räume. Beitragsgestaltung: Stefan Resch
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Recht auf Asyl, Queere Zeitlichkeiten im QMV und Leerstand: ANDI 328
Themen: Ein Jahr GEAS-Reform | Pushbacks in die Wüste | Vernissage im Queer Museum Wien: Queere Zeitlichkeiten | Leerstand nutzen | Vorschau: Die Protestradler*innen aus Serbien machen in Wien Station Sendungskoordination: Stefan Resch Ein Jahr GEAS-Reform Am Donnerstag, den 10. April, jährte sich der Beschluss der Reform der Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (kurz GEAS) zum ersten Mal. Das EU-Parlament einigte sich in diesem Rahmen nach 8 Jahren der Verhandlung auf Schnellverfahren an den europäischen Außengrenzen, für die gefängnisähnliche Lager notwendig sind. Auch die Abschiebung in sogenannte sichere Drittstaaten wurde durch die Reform deutlich erleichtert. Schon vor einem Jahr formierten sich in zahlreichen europäischen Städten Proteste gegen die Entscheidung – nun, ein Jahr später, erinnerte eine Demonstration in Wien an die andauernden Folgen für Menschen auf der Flucht. Beitragsgestaltung: Hannag Krause Pushbacks in die Wüste Die auf Abschottung ausgerichtete Migrationspolitik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten wirkt bis auf den afrikanischen Kontinent. In Tunesien arbeitet Europa etwa mit dem zunehmend autoritären Präsidenten Kais Saied zusammen, der gegen Migrant*innen aus subsahara-Afrika hetzt. Die Kette der Pushbacks zieht sich tief in die Sahara, bis nach Niger. Das Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation besprach diese menschenrechtswidrigen Praxis am 20. März in einer Podiumsdiskussion. Beitragsgestaltung: Luca Manca; Aufnahme zur Verfügung gestellt vom VIDC Vernissage im Queer Museum Wien: Queere Zeitlichkeiten Brüche, Lücken, Sprünge – Sylvia Sadzinski kuratierte eine Ausstellung, in deren Rahmen sich Künstler*innen mit dem Erleben von Zeit aus queerer Perspektive beschäftigen. Im Interview spricht die Kuratorin über Coming-Outs als Brüche in der Biographie und einen queerfeministischen Blick auf Geschichtsschreibung. Die Ausstellung ist noch bis 19.6.2025 am Otto Wagner Areal auf der Baumgartner Höhe zu sehen. Beitragsgestaltung: Lenna Nickol Leerstand nutzen – neue Forderungen und ein virtuelles openbook-Themenheft Wie kann Leerstand in Wien produktiv genutzt werden? Nach einer Diskussionsreihe im letzten Herbst fassten die Teilnehmenden Organisationen ihre Ergebnisse zusammen und präsentierten einen aktualisierten Forderungskatalog. Darin finden sich nicht nur rechtlich eindeutige Definitionen von Leerstand und Leerstandabgaben, sondern auch Ideen für soziale und gemeinnützige Nutzung der Erdgeschoßzonen. Die gesamte Pressekonferenz kann hier nachgehört werden. Beitragsgestaltung: Franziska Knörr und Ella Horn; Aufnahme: Gerhard Kettler Vorschau: Die Protestradler*innen aus Serbien machen in Wien Station Die von Studierenden getragenen Proteste in Serbien gehen weiter. Auch in Wien macht die Tura do Strazbura Station, an deren Ende ein offender Brief an die europäischen Institutionen in Strasbourg übergeben werden soll. In der nächsten Ausgabe von ANDI beschäftigen wir uns weiter mit der Protestbewegung.
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Raiffeisen in Russland, 60. Todestag von Ernst Kirchweger und mehr – ANDI 327
Themen: Protest gegen Russland-Geschäfte der Raiffeisen Bank International | Welterschöpfungstag für Österreich | Blokada Beč unterstützt die Proteste in Serbien | Trans Day of Visibility | Andere Perspektiven auf den Autism Awareness Day | Gedenken zum 60. Todestag von Ernst Kirchweger Sendungskoordination: Stefan Resch Protest gegen Russland-Geschäfte der Raiffeisen Bank International Drei Jahre nach dem Angriff der Russichen Föderation auf die Ukraine besitzt die Raiffeisen Bank International noch immer eine in Russland aktive Tochterfirma. Dagegen protestieren Attac, BankTrack und B4Ukraine vor der Hauptversammlung des Konzerns in der Wiener Stadthalle. Sie fordern von der RBI einen sofortigen Rückzug aus dem Geschäft in Russland und werfen dem Konzern vor, den Krieg gegen die Ukraine mit zu finanzieren. Beitragsgestaltung: Toma Khandour; Aufnahme: Stefan Resch Welterschöpfungstag für Österreich am 29. März Knapp drei Monate nach Jahresbeginn hat Österreich bereits die Menge natürlicher Ressourcen verbraucht, die bei gleicher Verteilung und nachhaltiger Wirtschaft für ganz 2025 reichen müssten. Dieser „Overshoot Day“ rückt in den letzten Jahren immer weiter nach vorne. Die gesammelten Reden von der Demonstration am 29. März am Christian-Broda-Platz können hier nachgehört werden. Beitragsgestaltung: Selina Zenz, Aufnahme: Gerhard Kettler Blokada Beč unterstützt die Proteste in Serbien Am Sonntag, den 30. März rief die Gruppe Blokada Beč wieder zu einer Solidaritätskundgebung mit den Protesten in Serbien auf. Diesmal trafen sich die Demonstrierenden am Wiener Platz der Menschenrechte. Sie zeigten sich erfreut von der immer größeren internationalen Resonanz. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić Trans Day of Visibility Der Trans Day of Visibility am 31. März soll in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Anliegen von trans Personen schaffen. Auch im relativ fortschrittlichen Europa sind Diskriminierung und Gewalt gegen trans Menschen noch weit verbreitet, zeigt eine Studie der EU-Agentur für Grundrechte. Beitragsgestaltung: Ella Horn Andere Perspektiven auf den Autism Awareness Day Der Autism Awareness Day am 2. April soll ein Bewusstsein für die Bedürfnisse von Autist*innen schaffen. An dem Konzept gibt es aber auch Kritik: Neurodiversität solle nicht als zu korrigierende Krankheit gesehen werden, meinen Aktivist*innen aus der Community. Das gesamte Interview mit Rina gibt es hier nachzuhören. Beitragsgestaltung: Franziska Knörr, mit Tonmaterial der Redaktion von Unten. Gedenken zum 60. Todestag von Ernst Kirchweger Am 31. März 1965 wurde Ernst Kirchweger bei einer Demonstration gegen den Rechtsextremen Universitätsprofessor Taras Borodajkewycz von einem Teilnehmer der durch den RFS organisierten Gegenkundgegebung niedergeschlagen. Der 67-jährige Pensionist und ehemalige Widerstandskämpfer starb zwei Tage danach an seiner Verletzung. 60 Jahre später ist das Gedenken an das erste politische Todesopfer der zweiten Republik auch ein Anlass, über die Geschichte rechter Gewalt seit der Nachkriegszeit zu reflektieren. Die gesamte Aufnahme der Kundgebunf gibt es hier nachzuhören. Beitragsgestaltung: Christine Schwab; Aufnahme: Gerhard Kettler
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Wahlrecht in Wien, Rassismus-Report und mehr – ANDI 326
Themen: Umfrage zum Wahlrecht in Wien | SOS Mitmensch startet die Pass egal Wahl für den Wiener Landtag | Zara Rassismus-Report für 2024 vorgestellt | Greenpeace USA ist mit hohen Schadenersatzforderung konfrontiert | Demonstration gegen ein Ende der Familienzusammenführung für Geflüchtete Sendungskoordination: Stefan Resch Umfrage: Was denken die Menschen im 20. Bezirk über das Wiener Wahlrecht? Bei der Wien-Wahl am 27. April darf rund ein Drittel der Bevölkerung nicht mitstimmen. Weil der Gemeinderat gleichzeitig ein Landtag ist, dürfen nur Wiener*innen mit österreichsicher Staatsbürgerschaft an die Wahlurnen. In der Brigittenau etwa dürfen nur 57 Prozent der Bewohner*innen im Wahlalter wählen. Wir haben uns im Grätzel umgehört, was die Menschen darüber denken. Beitragsgestaltung: Luca Manca, Aufnahmen von Dejan Aleksić, Ella Horn, und Selina Zenz SOS Mitmensch startet die Pass Egal Wahl für den Wiener Landtag Wie demokratisch ist eine Stadt, in der ein Drittel der Bevölkerung nicht wählen darf? Diese Frage stellt die NGO SOS Mitmensch im Vorfeld der Wien-Wahl 2025. In Österreich werden wegen im internationalen Vergleich extrem harten Bedingungen immer weniger Menschen eingebürgert. Ohne Staatsbürgerschaft gibt es aber auch kein Wahlrecht oberhalb der Bezirksebene, sodass der Anteil der Wahlberechtigten an der Bevölkerung Wiens seit mehr als 20 Jahren schrumpft. Mit der Pass Egal Wahl will SOS Mitmensch auf diese Entwicklung aufmerksam machen und Wiener*innen ohne österreichischem Pass zumindest symbolisch ihre Stimmer abgeben lassen. Bis zum 23. April können alle ihre Stimme bei der Pass Egal Wahl abgeben. Eine Liste der Wahllokale gibt es auf https://www.passegalwahl.at/ Beitragsgestaltung: Stefan Resch ZARA Rassismus-Report für 2024 vorgestellt Rassismus ist in Österreich in Österreich noch immer Alltag, so die kürzeste Zusammenfassung des ZARA-Reportes für das vergangene Jahr. Der aktuelle Bericht legt einen besonderen Fokus auf Rassismus im Gesundheitssystem: Sowohl aus Sicht von Patient*innen, die nicht nach ihren Bedürfnissen behandelt werden, als auch aus der Sicht von Mediziner*innen und Pfleger*innen, denen in ihren Berufen Steine in den Weg gelegt werden. Abseits dieses Schwerpunkts fällt besonders ein starker Anstieg gemeldeter Vorfälle im Online-Raum auf. Beitragsgestaltung: Franziska Anja und Ella Moana; Aufnahmen: Alexis Neuberg Greenpeace USA ist mit hohen Schadenersatzforderung konfrontiert Mehrere hundert Millionen Dollar Schadenersatz soll die Umweltschutz-Organisation in den USA an einen Ölkonzern zahlen. Der Grund dafür: Proteste gegen den Bau einer Pipeline. Wir haben bei Greenpeace Österreich nachgefragt, ob sich dieses Urteil auch auf Aktionen hierzulande auswirken kann. Beitragsgestaltung: Selina Zenz Demonstration gegen ein Ende der Familienzusammenführung für Geflüchtete Die neue Bundesregierung aus ÖVP. SPÖ und NEOS will den Familiennachzug für Asylberechtigte aussetzen. Unter dem Motto „Familien gehören zusammen“ riefen mehrere NGOs zu Protesten gegen diesen Plan auf. Beitragsgestaltung: Dejan Aleksić; Aufnahme: Prince Njoku
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Wien gegen Rassismus, SoliTank und Pride-Verbot in Ungarn – ANDI 325
Themen: Fachtagung Wien gegen Rassismus – wie wirken sich Rassismuserfahrungen auf junge Menschen aus? | Projekt SoliTank – emanzipatorischer Thinktank zum Thema Armut | Ungarn verbietet Pride-Demos, Wien zeigt Solidarität Sendungskoordination: Stefan Resch Wien gegen Rassismus: Wie wirken sich Rassismuserfahrungen auf junge Menschen aus? Zum Internationalen Tag gegen Rassismus veranstaltet die Abteilung Integration und Diversität eine Fachtagung in Kooperation mit dem Verein ZARA und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien. Beitragsgestaltung: Simon INOU Projekt SoliTank – emanzipatorischer Thinktank zum Thema Armut Der Verein SoliTank will in der Armutsbekämpfung neue Wege gehen: Armutsbetroffene selbst sollen als Expert*innen eingebunden werden und Lösungen erarbeiten, etwa im Rahmen von Runden Tischen. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Ungarn verbietet Pride-Demos, Wien zeigt Solidarität Zwischen 500 und 1000 Menschen demonstrierten vor der ungarischen Botschaft in Wien gegen das vergangene Woche beschlossene de-Facto-Verbot von Pride-Veranstaltungen in Ungarn. Beitragsgestaltung: Stefan Resch
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Antirassismus.Messe, diskriminierungsfreie Medien und Familiennachzug – ANDI 324
Themen: Die 2. östereichische Antirassismus.Messe als Auftakt zu den Antirassismus-Tagen | Ist diskriminierungsfreie Berichterstattung in Österreich möglich? | Familienzusammenführungen für Geflüchtete werden in Deutschland und Österreich in Frage gestellt Sendungskoordination: Stefan Resch Bericht von der Antirassismusmesse 2025 Eine Woche vor dem internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März findet die 2. Antirassismus.Messe in der Central European University statt. An diesem 14. März stellt sie den Auftakt der Antirassimustage dar, in deren Rahmen in ganz Österreich Veranstaltungen von Ausstellungen über Vorträge und Podiumsdiskussionen bis hin Workshops zum Thema Antirassismus angeboten werden. ANDI war bei der Eröffnung der Messe dabei und bringt eine Zusammenfassung des Vormittags. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Diskussion: Ist diskriminierungsfreie Berichterstattung in Österreich möglich? Auf der Antirassismus.Messe diskutieren Helga Schwarzwald, Geschäftsführerein des Verbands freier Rundfunk Österreich und Alexander Warzilek, Geschäftsführer des österreichischen Presserats über Antirassismarbeit in und durch Medien. Insbesondere die Freien Medien mit ihrem niederschwelligen Zugang können dabei Helfen, diskriminierende Berichterstattung zurück zu drängen. Beitragsgestaltung: Philine Dersch Familienzusammenführungen für Geflüchtete werden in Deutschland und Österreich in Frage gestellt Die neue österreichische Bundesregierung hat bereits angekündigt, dass sie den Familiennachzug für Asylberechtigte beenden will. Dabei könnten ihr aber EU-Gesetze in die Quere kommen. In Deutschland ist eine mögliche Koalition von Unionsparteien und SPD zwar noch nicht fix, in erste Sondierungspapieren ist aber bereits von ähnlichen Einschränkungen der Familienzusammenführung für subsidär Schutzberechtigte die Rede. Beitragsgestaltung: Benjamin Barner
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Der 8. März im Freien Radio, Proteste in Serbien und das Elevate-Festival – ANDI 323
Themen: Studierendenproteste in Serbien gehen weiter | Radio Orange feiert den 8. März | Das Elevate-Festival in Graz | Ankündigung: 2. Antirassismus.Messe in Wien Sendungskoordination: Stefan Resch Blokada Beč zeigt in Wien Solidarität mit den Studierendenprotesten in Serbien Seit fast vier Monaten wird Serbien von Protesten in Atem gehalten. Insbesondere Studierende gehen auf die Straße, um gegen Korruprion zu protestieren. Auch aus Wien gibt es regelmäßig Botschaften der Unterstützung, ANDI hat mit einer der Organisator*innen der Solidaritätskundgebungen gesprochen. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Der 8. März bei Radio Orange Zum internationalen feministischen Kampftag bringt Radio Orange ein Sonderprogramm. Was bedeutet Feminismus im Freien Radio und welche Möglichkeiten der Emanzipation liegen in der Auseinandersetzung mit politischen Themen On Air? Beitragsgestaltung: Philine Dersch Das Elevate-Festival in Graz eröffnet Am und um den Grazer Schlossberg kommen beim Elevate-Festival Kunst, Kultur und Diskurs zusammen. Florian Jauk hat sich das Programm für dieses Jahr angesehen. Beitragsgestaltung: Florian Jauk Ankündigung: 2. Antirassismus.Messe am 14.März Am 14. März 2025 findet zum zweiten Mal die Antirassismus.Messe in Wien statt und eröffnet damit die zweite Antirassismus.Tage 2025. Ab 10 Uhr gibt es in der CEU, Central European University in der Quellenstrasse 51-55 Stände von Austeller*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und dem staatlichen Bereich. Gleichzeitig finden Vorträge und Podiumsdiskussionen statt
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Nach dem Attentat von Villach – ANDI 322
Themen: Freiheitsrechte und Terrorbekämpfung | Solidaritätsdemo der Freien Syrischen Gemeinde Österreich | Gastbeitrag: Das Gesundheitssystem der USA unter Trump | Gastbeitrag: Probleme beim Einsatz von KI im Studium Sendungskoordination: Stefan Resch Messengerüberwachung, TikTok-Verbot etc.: Was könnte als Anti-Terror-Maßnahme kommen? Viele Reaktionen der Politik auf das Attentat von Villach am 15. Februar sehen mehr Überwachung des digitalen Raums zur Terrorprävention vor. Wie weit ist Österreich bereit, im Namen der Sicherheit zu gehen? Beitragsgestaltung: Sarah Roland Die Freie Syrische Gemeinde demonstriert gegen Gewalt und Terrorismus 220 bis 260 Menschen trafen sich am Nachmittag des 23. Februar, um gegen Terrorismus zu protestieren und Solidarität mit den Opfern zu zeigen. Der Verein Freie Syrische Gemeinde in Österreich warnt davor, das Attentat politisch zu instrumentalisieren, um Muslime und Menschen aus Syrien unter Generalverdacht zu stellen. Beitragsgestaltung: Stefan Resch; Aufnahmen: Gerhard Kettler Gastbeitrag von Radio Corax: US-Gesundheitspolitik unter Trump Gunnar von der Tagesaktuellen Redaktion sprach mit dem US-amerikanischen Investigativjournalisten Walker Bragman, Mitbegründer und Redaktionsleiter der OptOut Media Foundation sowie dem New Yorker Neurologen Jonathan Howard, regelmäßiger Autor beim Wissenschafts-Media-Watchblog „Science Based Medicine“ über lukrative Geschäft mit der Angst vor Impfungen und Zensur in der Wissenschaft. Der gesamte Beitrag kann unter https://www.freie-radios.net/133894 nachgehört werden Gastbeitrag von RadioBlau: ChatGPT kann Fehler und Vorurteile reproduzieren Ein Gespräch mit Mara Biesewinkel vom Academic Lab an der Uni Leipzig über Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des KI-Einsatzes im Studium. Der ungekürzte Beitrag kann unter https://www.freie-radios.net/133883 nachgehört werden.
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Streik der Buslenker*innen, People’s Platform und Wahlen in Deutschland – ANDI 321
Themen: Die Buslenker*innen streiken für bessere Arbeitsbedingungen | Internationale systemkritische Vernetzung auf der People’s Platform | Deutschland: Faktenchecks im Bundestags-Wahlkampf Sendungskoordination: Stefan Resch Buslenker*innen streiken in ganz Österreich für bessere Arbeitsbedingungen Der Kollektivvertrag für Buslenker*innen bei privaten Betreibern hat noch immer keinen Abschluss. Am vergangenen Donnerstag, den 20. Februar, griffen die Arbeitnehmer*innen daher zum nächsten Mittel des Arbeitskampfs: Dem Warnstreik. An rund 100 Standorten stellten die Lenker*innen von vier bis sechs Uhr Früh ihre Busse ab. Bei den Verhandlungen geht es den Arbeitnehmer*innen nicht nur um Prozente bei der Lohnerhöhung, sondern vor allem um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Gastbeitrag: „Reclaim the Initiative“ – Peoples‘ Platform Europe Die Nachrichtenredaktion Von Unten bei Radio Helsinki hat mit Marti vom von der Akademie der Demokratischen Moderne gesprochen. Er erklärt die Idee hinter der Konferenz der People’s Platform, die von 14. bis 16. Februar in Wien stattgefunden hat. Das ungekürzte Gespräch kann hier nachgehört werden. Gastbeitrag: Faktencheck des Volksverpetzers Am 23. Februar wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Anders als in Österreich wird die extreme Rechte mit der AfD wohl nicht den ersten Platz erreichen, ihre Themen bestimmen trotzdem den Wahlkampf. Thomas Laschyk ist der Gründer und Chefredakteur des anti-Fake-News-Blog „Volksverpetzer“ und spricht in diesem Interview mit Gunnar von Radio Corax über Faktenschecks und die Rolle des kritischen Journalismus im Wahlkampf. Das gesamte Interview kann hier nachgehört werden.
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Gender Pay Gap, Februargedenken und ein Gespräch mit Radio LoRa Zürich – ANDI 320
Themen: Equal Pay Day am 13. Februar | Erninnerung an die Februarkämpfe 1934 in Transdanubien | Im Gespräch mit Sarah von LoRa Zürich | Gastbeitrag: Studierendenproteste in Serbien Sendungskoordination: Stefan Resch Equal Pay Day am 13. Februar In Österreich besteht wie in den meisten anderen Ländern ein Gender Pay Gap, also geschlechtsspezifische Unterschiede beim Gehalt, durch die Frauen* benachteiligt werden. Ein durchschnittlicher Unterschied von 12,18 Prozent entspricht über ein Jahr gerechnet 44 Tagen. Vom 1. Jänner an gerechnet bedeutet das, dass Frauen* bis 13. Februar praktisch umsonst arbeiten. Beitragsgestaltung: Hannah Krause Februargedenken in Transdanubien Die Initiative Rassismusfreies Transdanubien rief für den 9. Februar zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des Österreichischen Bürger*innenkriegs im Fberuar 1934 auf. In Kagran und im Goethehof wurde an den bewaffneten Kampf gegen den Austrofaschismus erinnert – auch mit Bezug auf die Gegenwart. Beitragsgestaltung: Stefan Resch; Aufnahmen: Gerhard Kettler Im Gespräch mit Sarah von Radio LoRa Zürich Anlässlich der People’s Platform von 14. bis 16. Februar kam eine Delegation von Radio LoRa aus Zürich nach Wien. Sarah von der Inforedaktion des Senders sprach mit der ANDI-Redaktion über internationale Vernetzung und engagierten Journalismus. Beitragsgestaltung: Stefan Resch Gastbeitrag: „Im Moment ist der Kampf für Gerechtigkeit das Wichtigste für uns“ Seit im November vergangenen Jahres in Novi Sad 15 Menschen beim Einsturz des Vordaches am frisch sanierten Bahnhof ums Leben kamen, halten Antikorruptionsproteste Serbien in Atem. Besonders Studierende tragen die anhaltenden Demonstrationen, die Regierung von Präsident Aleksandar Vucic scheint ratlos. Die Studierendenredaktion von Radio Corax in Halle sprach mit Dunja, eine der Studierenden an der Universität in Belgrad. Das gesamte Gespräch und die englische Originalfassung gibt es unter https://www.freie-radios.net/133244 zu hören.
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ANDI – Der andere Nachrichtendienst auf ORANGE 94.0 ist jeden Freitag ab 17 Uhr zu hören. Was wir wollenIn der wöchentlichen Nachrichtensendung bringt eine Redaktionsgruppe von Radio ORANGE 94.0-Team aktuelle Nachrichten aus Wien, Österreich und aller Welt. Die Themen sind Krieg und Frieden, internationale Ökonomie und Ökologie, internationale Feminismen und Aktuelles aus der Stadt. Berichte über Projekte und Initiativen der Zivilgesellschaft, weniger beachtete Aspekte der Corona-Auswirkungen und ganz allgemein über an den Rand der Gesellschaft gedrängte Gruppen sind weitere Themenfelder von ANDI. Wie wir arbeitenDie Sendereihe ANDI – der andere Nachrichtendienst produziert wöchentlich Nachrichten aus kritischem Blickwinkel. Aufgrund der besonderen Corona-Situation auch im Radio wird in Kleingruppen jeweils eine Sendung produziert, wobei Interviews zum Teil bei Veranstaltungen aufgenommen
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