PODCAST · society
BackstageClassical
by Axel Brüggemann
Der Podcast von BackstageClassical.com – Der Musikjournalist Axel Brüggemann trifft in unregelmäßigen Abständen die Player der klassischen Musik und redet, kurz oder lang, über Themen, die die Welt der Musik bewegen: Oper, Konzert und Bühne.
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Good morning, Benjamin Bernheim!
Tenor Benjamin Bernheim takes aim at the classical music industry: too many blind dates when it comes to new productions, too much power in the hands of directors, and too much panic about losing relevance. In a conversation with BackstageClassical, he calls for new ways of working, greater honesty, and the courage to accept opera for what it is: a valuable niche art form. Why less can also mean better — and why, in the end, only quality and authenticity matter.
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»Mehr Ernsthaftigkeit wagen«
Die Sommerlichen Musiktage Hitzacker setzen auf radikale Ehrlichkeit statt auf Klischees. Intendant Oliver Wille kritisiert oberflächliches Jugendmarketing und fordert mehr Sensibilität im Umgang mit Machtmissbrauch. Mit dem Motto »Von wegen Papa Haydn« rücken die 81. Sommerlichen Musiktage Hitzacker (25. Juli bis 2. August) Joseph Haydn als revolutionären Erfinder in das Zentrum ihres Programms. Intendant Oliver Wille will das Festival nutzen, um die »unmittelbare Kraft« und den intelligenten Humor des Komponisten neu zu beleuchten. In der Debatte um ein jüngeres Publikum warnt Wille im BackstageCLassical-Podcast vor einer bloßen Anbiederung durch Lifestyle-Themen, während er im Fall des Dirigenten John Eliot Gardiner zu einer neuen Sensibilität mahnt, aber vor pauschalen Vorverurteilungen warnt.
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Guten Morgen, Yoel Gamzou!
Klare Worte und große Ambitionen: Yoel Gamzou tritt sein Amt als Generalmusikdirektor der Polnischen Nationaloper an. Gemeinsam mit Intendant Boris Kudlička will er das Haus grundlegend erneuern – mit mehr Gegenwartsbezug und künstlerischem Risiko.
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Guten Morgen Hein Mulders!
Nach einer 15-jährigen Sanierungsodyssee und Kosten von rund 1,5 Milliarden Euro bereitet sich die Kölner Oper auf ihre Rückkehr zum Offenbachplatz vor: Die Sanierungen sind abgeschlossen, die neue Saison findet im frisch renovierten Haus statt. Doch hinter dem Glanz der neuen Spielstätten verbirgt sich ein existenzieller Konflikt: Intendant Hein Mulders erklärt im Podcast von Backstage Classical , warum sich eine Stadtgesellschaft Kultur leisten sollte – und warum massive Einsparungen im Laufenden Betrieb gefährlich wären. Dieser Podcast wird unterstütz von: www.future-demand.com/backstage
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Die Orchester der Zukunft
Mehr Vielfalt in den Programmen, gezielter KI-Einsatz im Marketing und neue Ausbildungsmodelle: Beim Podcast „Takt und taktlos“ haben Branchenvertreter am Rande des Deutschen Orchestertages zentrale Zukunftsfragen des Musikbetriebs diskutiert. Marlene Brüggen, Leiterin der künstlerischen Planung beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO), zog eine positive Bilanz der Initiative „Kein Konzert ohne Komponistin“. Trotz teils heftiger Kritik in sozialen Netzwerken habe das Orchester die höchste Auslastung seiner Geschichte erreicht. Repräsentation sei jedoch nur ein erster Schritt, betonte Brüggen. Projekte wie „Composing While Black“ und die kommende Saison unter dem Motto „Ach Mensch“ zielten auf eine stärkere intersektionale Vielfalt und gesellschaftliche Reflexion. Anselm Rose, Geschäftsführer der Rundfunk-Orchester und -Chöre Berlin (ROC), sieht in der Digitalisierung eine strategische Notwendigkeit. Derzeit entwickle man ein KI-gestütztes System zur gezielteren Ticketvermarktung. Mithilfe von „Taste Clustern“ sollen neue Publikumsschichten erschlossen werden, die über klassische Abonnements kaum erreichbar sind. Die künstlerische Entscheidungshoheit bleibe jedoch ausdrücklich beim Menschen. Andrea Tober, Rektorin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, verwies auf einen Wandel in den Berufsvorstellungen junger Musiker. Starre Orchesterstellen verlören an Attraktivität, während flexible „Patchwork“-Karrieren an Bedeutung gewännen. Ausbildungsinstitutionen müssten darauf reagieren und Exzellenz neu definieren – über technische Perfektion hinaus. Einigkeit bestand darin, dass programmatische Öffnung, datenbasiertes Marketing und flexiblere Strukturen entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Musikbetriebs sind.
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Guten Morgen, Hans Werner Henze!
Mit einer Badehose fing alles an: Axel Brüggemann erinnert sich in einer Sonderausgabe des BackstageClassical-Podcasts an eine ungewöhnliche Begegnung mit dem Komponisten Hans Werner Henze. Anlass ist der 100. Geburtstag des Musikers am 1. Juli. Das Treffen fand auf Henzes Anwesen im italienischen Marino bei Rom statt, gegenüber der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo. Brüggemann, damals noch am Beginn seiner journalistischen Laufbahn, wurde am Morgen seines Interviewtermins von einem Anruf geweckt. »Henze hier! Herr Brüggemann, haben Sie eine Badehose mit?«, habe der Komponist gefragt. Als Brüggemann verneinte, erklärte Henze ihm, dass man auch ohne Badebekleidung bei ihm schwimmen könne. Wenig später ließ er den Journalisten von einem Chauffeur abholen. Während des eintägigen Gesprächs hat Henze mit Sommerhut am Pool gesessen, während ihm sein Freund Fausto die Füße massierte. Das Feature basiert auf Originalaufnahmen dieser Begegnung und zeichnet ein vielschichtiges Porträt des Komponisten. Henze spricht darin über seine bewusst unkonventionelle Position in der Musikwelt. Den strengen Dogmen der Darmstädter Schule oder den ästhetischen Vorgaben in Donaueschingen habe er sich stets entzogen. Stattdessen betonte er seine »lebendige und permanente Beziehung zu der Kunst der vergangenen Jahrhunderte« und bekannte sich offen zu Vorbildern wie Mozart und Bach.
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Guten Morgen, Neil Barry Moss!
Neil Barry Moss nennt sich selbst gern »Opernfreak«. Er wurde in Südafrika geboren, musikalisch in Italien sozialisiert, und Deutschland wurde für ihn zum Kulturschock: »Mit den manchmal radikalen Inszenierungen in Hannover oder Berlin hat sich für mich eine vollkommen neue Perspektive geöffnet«, sagt er im Podcast von BackstageClassical. Seither ist Theater für Moss immer auch Raum unendlicher Möglichkeiten und Freiheiten. Ein Gespräch über die Rolle von Stadttheatern, die Inszenierung von »Brünnhilde brennt«, über Punkbands – und über Tattoos.
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Takt & taktlos: Performatives Gähnen?
Es geht hoch her dieses mal zwischen Hannah und Axel. Ihre Debatte kreist besonders um das Provokationspotenzial von Florentina Holzinger. Schockiert sie? Will sie überhaupt schockieren? Warum regen sich alle auf? Axel kritisiert Holzingers Ästhetik, die durch Nacktheit, Blut und religiöse Motive geprägt ist, als redundant und langweilig. Hannah verteidigt Holzingers feministischen und emanzipatorischen Ansatz. Es gehe darum, den weiblichen Körper sowie nicht-normschöne Körper dem »Male Gaze« zu entziehen. Ist Axel nur ein bequemer »performativer Gähner«? Ein weiteres Thema: Der Hierarchische-Konflikt zwischen Generalmusikdirektoren (und Intendanten. Wird die künstlerisch-musikalische Arbeit durch administrative Aufgaben entwertet? Eine Debatte auch für Salzburg: Wie wäre es hier in Zukunft mit fluiden Führungsstrukturen und Verantwortung, die auf mehreren Schultern verteilen wird? Und dann geht es noch um die Eindrücke der beiden Hosts vom Deutschen Orchestertag – und um die Idee eines »Tutti-Fonds« – ein solidarisches Modell zur gegenseitigen Unterstützung der Orchester bei Mittelkürzungen. Für Hannah eine notwendige »Bandenbildung«, für Axel eine »Vollkaskomentalität«. Es geht hoch her.
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Guten Morgen, Marie Jacquot!
Die Dirigentin Marie Jacquot sieht die klassische Musikbranche in einem tiefgreifenden Wandel und warnt davor, dass die Kunst sich dem Markt anpasst. Im BackstageClassical-Podcast spricht die künftige Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters über strukturelle Zwänge, veränderte Prioritäten und ihren eigenen künstlerischen Anspruch. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Opera Bert!
Es sind ungewohnte Bilder: Ein junger Mann joggt durch Berlin, stemmt Gewichte oder steht im Bad – und spricht dabei mit ansteckender Begeisterung über Opern von Mozart, Puccini oder Bellini. Bert Heldt, bekannt als „Opera Bert“, erreicht auf TikTok und Instagram ein Publikum, das mit klassischer Musik oft wenig Berührung hat. Innerhalb kurzer Zeit ist er zu einer der auffälligsten Stimmen einer neuen, digitalen Opernvermittlung geworden – und stellt damit auch die Frage, wie viel Nähe die Hochkultur heute verträgt. Ein Podcast von BackstageClassical.
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Takt&taktlos: Die Klassik-Nerds und der Rest der Welt
Hannah Schmidt und Axel Brüggemann über die aktuellen Themen der Klassik: Wie gerechtfertigt sind staatliche Zuschüsse von über 250 Euro bei Operntickets? Wie geht es weiter bei den Salzburger Festspielen? Und was versprechen die neuen Spielzeithefte? Warum Hannah unbedingt nach Mainz will und Axel nach Dresden. Ja, und was machen die anderen Häuser? Und dann gibt es da noch eine Frage, die Hannah zur Weißglut bringt: Warum ist Wolfram Weimer eigentlich noch immer Kulturstaatsminister? [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Julia Pasch!
Die Wiener Geigenbauerin Julia Pasch fordert eine neue Haltung im Instrumentenbau und will sich bewusst vom bloßen Kopieren alter Modelle lösen. Statt im Schatten des 18. Jahrhunderts zu verharren, versteht Pasch ihr Handwerk als lebendige Kunst der Gegenwart. In ihrem Atelier entstehen Instrumente, die zunehmend auch in großen Orchestern gegen die ehrwürdigen Altmeister bestehen. Pasch verbindet traditionelle Arbeitstechniken mit modernen Analysemethoden und nutzt digitale Vermessung, Austausch und Klangforschung, um die besten Eigenschaften verschiedener historischer Schulen zu vereinen – etwa die Strahlkraft einer Stradivari mit der Wärme eines Montagnana-Cellos. Innovation statt Stillstand lautet ihr Credo.
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Guten Morgen, Wiener Philharmoniker!
Eine Hymne der Streitkultur: Die Wiener Philharmoniker verteidigen in einem ausführlichen Podcast-Gespräch mit BackstageClassical ihren Kurs gegen Kritik und betonen ihre politische wie künstlerische Eigenständigkeit. Die Vorstände Daniel Froschauer und Michael Bladerer verweisen dabei auf die demokratische Selbstverwaltung des traditionsreichen Klangkörpers und dessen spezifisches Klangideal. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Oper der Zukunft!
Die deutsche Opernlandschaft ringt nach neuen Modellen für die Zukunft. Während einige Häuser Rekordauslastungen melden, kämpfen andere mit maroder Bausubstanz, schrumpfenden Budgets und Legitimationskrisen. Führende Intendanten wie Viktor Schoner, Tobias Kratzer, Matthias Schulz oder Serge Dorny und Stefan Herheim debattieren im Podcast von BackstageClassical die Neuausrichtung des Genres – weg von der Von der »Bedeutungsbesoffenheit« hin zu mehr gesellschaftlicher Relevanz. Die Bayerische Staatsoper in München verzeichnet unter Serge Dorny eine Auslastung von 99 Prozent. Im Kontrast dazu zwingen leere Stadtkassen in Berlin und Leipzig zu Einschnitten. Tarifsteigerungen und explodierende Energiekosten verschärfen die Lage und werfen die Frage auf, wozu die Gesellschaft in digitalen Krisenzeiten noch opulente Opernmaschinerien brauche. Matthias Schulz, ehemals Intendant der Berliner Staatsoper, nun am Opernhaus Zürich, denkt, dass alte Selbstverständlichkeiten vorbei sind. »Die Budgets der Häuser stehen sehr unter Druck«, sagte er, man müsse »sehr handfest erklären, warum es uns braucht« und dürfe nicht »bedeutungsbesoffen« agieren. Während in Berlin grundsätzlich debattiert würde, herrsche in Zürich noch ein »extrem hoher Konsens« über kulturelle Ankerpunkte. Milliardengrab oder Standortfaktor? Viele Nachkriegsbauten zerfallen; in Stuttgart wird die Sanierung auf zwei Milliarden Euro kalkuliert. Intendant Viktor Schoner verteidigt das: »Über Schloss Neuschwanstein diskutiert ja auch keiner, ob man das renovieren oder erhalten soll.« Die Oper sei ein Standortfaktor für Talente bei Bosch, Mercedes oder Allianz und ein »Identifikationsort in der Downtown-Situation einer bürgerlichen Stadt«. Vom „Krawalltheater“ zur Umarmung Tobias Kratzer, Intendant der Hamburgischen Staatsoper, denkt Oper ganzheitlich – von Garderobe bis Pausensnack. »In dem Moment, wo ich jetzt vom Regisseur zum Intendanten gewechselt bin, denke ich diese Aspekte adäquat mit«, sagte er. »Die Zeiten des Krawalls um des Krawalls willen sind vorbei«; das Publikum suche »Umarmung, Trost und das Menschliche«. Schoner betont Provokantes wie Sancta von Florentina Holzinger: »Wir müssen raus aus unserer Bubble und gleichzeitig für Qualität und [...] L’art pour l’art kämpfen«. Strukturelle Fesseln Stefan Herheim am Theater an der Wien kritisiert starre Abläufe: Das System ersticke die Kunst. Er fordert Leidenschaft und künstlerisches Handeln sowie eine »größere demokratische Idee für Oper als gemeinsames Projekt«. Nachwuchs und Marketing Aviel Cahn, designierter Intendant der Deutschen Oper Berlin, sieht Bildungspflichten: »Früher gab es Lehrer und Schulen, die das von selber konnten. Heute müssen wir das für die Schulen machen.« Mehr Marketing sei nötig: »Man muss auch viel mehr ins Marketing investieren, in die Kommunikation als früher.« Zukunftsvision Serge Dorny und Schulz setzen auf Ensembles mit Stars wie Jonas Kaufmann als Identifikationsfiguren. Die Häuser müssen sich als regionale Diskussionsorte behaupten. Der Vorhang zur Zukunft der Oper sei erst aufgegangen, hieß es. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Hedwig Kainberger!
Die Feuilletonredakteurin der Salzburger Nachrichten, Hedwig Kainberger, sieht die Salzburger Festspiele in einer tiefgreifenden Führungskrise. Im Podcast von BackstageClassical spricht sie von einem »massiven, drastischen und tiefgehenden Streit« zwischen Intendant Markus Hinterhäuser und dem Kuratorium. Der Konflikt markiere einen »tiefen Vertrauensbruch« im Innersten des Festivals. Auslöser sei nicht eine einzelne Personalentscheidung, sondern eine grundsätzliche Zerrüttung der Arbeitsbasis. Die Nominierung der früheren Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann zur Schauspielleiterin sei lediglich »der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat«. Das Kuratorium werfe Hinterhäuser mangelnde Verständigung und fehlende Loyalität vor. Kainberger zufolge entwickelt sich der Streit inzwischen auch zu einer juristischen Auseinandersetzung. Im Zentrum steht eine Vertragsklausel, die für die geplante dritte Amtszeit des Intendanten ab 2026 ein »Wohlverhalten« gegenüber dem Präsidium und Dritten fordert. »Das Kuratorium sagt, der Intendant erfüllt nicht die Bedingung des Wohlverhaltens«, erklärt sie. Hinterhäuser trage als Arbeitgeber Verantwortung für mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und habe zugleich eine Loyalitätspflicht gegenüber dem Eigentümer der Festspiele. Kritisch bewertet Kainberger zudem das Verhalten beider Seiten in der Kommunikation. »Weder das Kuratorium noch der Intendant sind sehr offen in der Kommunikation«, sagt sie. Viele Vorwürfe beruhten auf Gerüchten, eine unabhängige Klärung sei erschwert, da Hinterhäuser seit Wochen schweigt und das Kuratorium keine Details nennt, um »keine Schmutzwäsche zu waschen«. Für die entscheidende Sitzung des Kuratoriums am 20. März erwartet Kainberger keine Wende. Sie spricht sich für einen klaren Schnitt aus: »Ich glaube, dass die beiden sich zu beider Seite Schmerzlinderung am 21. März trennen sollten.« Trotz der aktuellen Spannungen zeigt sich Kainberger optimistisch, dass die Institution selbst nicht gefährdet ist: »Am 21. März werden nicht die Salzburger Festspiele in der Salzach versinken«, sagt sie. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Takt & taktlos: American Nightmares
In der aktuellen Ausgabe des Podcasts „Takt und Taktlos“ debattieren die Musikjournalisten Hanna Schmidt und Axel Brügemann über die zunehmende Spannung zwischen Kunst und politischer Realität. Im Zentrum der Diskussion stehen das kommende Lucerne Festival, provokante Bühneninszenierungen sowie die schwindende Unabhängigkeit des Kulturjournalismus. Für Aufsehen sorgt die Entscheidung des neuen Intendanten des Lucerne Festivals, Sebastian Nordmann, seine erste Saison unter das Motto „American Dreams“ zu stellen. Die Podcaster kritisieren diese Wahl angesichts der politischen Lage in den USA unter Donald Trump als „naiv“ und potenziell nostalgisches „Wokewashing“. Besonders die Aussage Nordmanns, das Thema nicht politisch diskutieren zu wollen, stößt auf Unverständnis. Angesichts katastrophaler Bedingungen für die freie Kunst in den USA sei ein unpolitischer Umgang mit dem „amerikanischen Traum“ eine „sozialdarwinistische Lüge“. Die Debatte beleuchtet zudem, wie die Realität die Kunst einholt. In Hamburg feierte die Oper „Monsters Paradise“ von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek Premiere, die einen Trump-ähnlichen Herrscher als „Riesenbaby“ karikiert. Während Schmidt darin eine Kunst sieht, die sich bereits in die Dystopie ergeben hat, diskutiert Brügemann über die Plakativität solcher Werke. Noch drastischer verlief die Premiere des Stücks „Katharina oder von der Schönheit Faschisten zu töten“ am Schauspielhaus Bochum. Dort kam es zu Tumulten und Handgreiflichkeiten, als Zuschauer versuchten, einen Schauspieler, der einen 15-minütigen Faschisten-Monolog hielt, von der Bühne zu zerren. Die Podcaster werten dies als Zeichen einer Gesellschaft, in der die Grenze zwischen künstlerischer Rolle und Realität verschwimmt, da das Bedürfnis nach antifaschistischem Widerstand im Alltag kaum noch Ventile finde. Stille der Hochkultur und Krise des Journalismus Brügemann kritisiert zudem die „Vakuumstille“ vieler Klassikstars gegenüber autoritären Entwicklungen. Während Rockgrößen wie Bruce Springsteen politisch Stellung bezögen, herrsche in der Hochkultur oft eine Art „innere Emigration“ vor. Parallel dazu wird die Prekarität des Klassikjournalismus thematisiert. Es gebe eine problematische Vermischung von unabhängiger Berichterstattung und bezahlter PR-Arbeit, da viele Journalisten mittlerweile direkt auf der Gehaltsliste großer Häuser oder Festivals stünden. Trotz der Abwanderung des Diskurses in soziale Nischen und PR-getriebene Formate zeigen sich die Autoren vorsichtig optimistisch, dass der kritische Diskurs in der „Nische“ überleben wird. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Herr Wolffsohn!
Muss das Bild des Dirigenten Herbert von Karajan als Profiteur und überzeugter Anhänger des Nationalsozialismus revidiert werden? Im aktuellen Podcast von BackstageClassical stellt der Historiker Michael Wolffsohn sein neues Buch Genie und Gewissen vor, in dem er Karajans Vergangenheit auf Basis neuer Archivfunde neu bewertet. Wolffsohn kommt zu dem Schluss, dass Karajan zwar ein »Formal-Nazi«, aber kein Gesinnungstäter gewesen sei. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Alexander Liebreich!
Der deutsche Dirigent Alexander Liebreich wird neuer Chefdirigent in Taipeh, in einer Stadt, die angesichts der Spannungen mit China politisch im Fokus steht. Im Podcast-Gespräch mit BackstageClassical äußert sich Liebreich kritisch zur deutschen Kultur- und Bildungspolitik sowie zur internationalen Lage im Musikbetrieb. Liebreich bemängelt den geringen Stellenwert der Musikvermittlung in Deutschland. Im deutschen Bildungssystem fehle ein »Selbstverständnis« für klassische Kultur, sagt er. Während Musikunterricht in Ländern wie Polen oder in Asien selbstverständlich sei, fällt er hierzulande häufig aus. Als Beispiel nennt Liebreich ein Münchner Gymnasium, an dem Musik zugunsten von Mathematik gekürzt wird. Die geplante Einführung einer neuen Musikpädagogik-Kategorie beim Opus Klassik begrüßt er grundsätzlich, warnt aber vor oberflächlichem »Vermittlungsbranding«. Zur Situation bei den Salzburger Festspielen, wo Intendant Markus Hinterhäuser zuletzt in die Kritik geriet, vermutet Liebreich Kommunikationsprobleme. Nach langer Zeit in Führungspositionen bestehe die Gefahr, Entscheidungen nicht mehr ausreichend zu erläutern. Nach seinen Erfahrungen ist eine Amtszeit von sieben bis acht Jahren oft eine kritische Grenze im Kulturbetrieb. Mit Blick auf seine neue Aufgabe in Taiwan zeigt sich Liebreich optimistisch. Taipeh sei ein moderner Kulturstandort mit jungem Publikum und ehrgeizigen Projekten wie der geplanten neuen Concert Hall, die 2028 fertiggestellt werden soll. Zugleich spricht er über die unterschiedlichen kulturellen Rollen Chinas und Russlands: Während Auftritte russischer Künstler in Europa derzeit politisch heikel sind, treten westliche Spitzenorchester in China weiterhin selbstverständlich auf. Auftritte in Russland lehnt Liebreich derzeit ab, um keine falschen Signale zu senden. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Good morning, Chen Reiss!
Die israelische Sopranistin Chen Reiss äußert sich im Podcast von BackstageClassical besorgt über die weltpolitische Lage und die zunehmende Politisierung der Kultur. In dem Gespräch mit Axel Brüggemann zieht sie eine klare Trennung zwischen ihrer persönlichen politischen Haltung und der Verantwortung von Künstlern, hebt Deutschland als sicheren Zufluchtsort hervor und kritisiert den Trend zu Konzertabsagen aus politischen Gründen. Blick auf die Situation von Juden in Europa Reiss bezeichnet die aktuelle Ära als eine »absolut schreckliche Zeit«, die sich für sie »wie das Ende der Welt« anfühlt. Als Jüdin ist sie durch die Holocaust-Erzählungen ihrer Großeltern noch immer traumatisiert; die Geschichte ist für sie durch Dokumente über in Auschwitz ermordete Verwandte sehr real. Mit Blick auf die Gegenwart betont sie jedoch: »Deutschland ist heutzutage der sicherste Ort für Juden.« Scharfe Kritik übt Reiss an internationalen Institutionen wie der UN und der BBC, die ihrer Ansicht nach die jüdische Identität der Opfer des Holocaust verschleiern. Wenn die BBC lediglich von sechs Millionen Menschen spricht, ohne zu erwähnen, dass es sich um Juden handelt, sei man »einen Schritt davon entfernt zu leugnen, dass Juden im Holocaust ermordet wurden«. Reaktion auf die Israel-Absage von Zubin Mehta Zur Entscheidung des Dirigenten Zubin Mehta, aufgrund der israelischen Politik gegenüber Gaza vorerst nicht nach Israel zurückzukehren, zeigt sich Reiss zwiegespalten. Sie betont ihre Bewunderung für Mehta, erklärt jedoch, dass sie selbst Benjamin Netanjahu nicht gewählt hat und dessen Politik nicht unterstützt. Dennoch hinterfragt sie die Wirkung solcher Boykotte: »Wen bestrafen wir eigentlich?« Politische Führer würden sich nicht dafür interessieren, ob ein klassischer Musiker auftritt oder nicht. Leidtragende seien das Publikum und die Orchestermusiker. Reiss äußert den Wunsch, dass Mehta nach Israel zurückkehrt, da er der Öffentlichkeit »so viele Jahre Trost gespendet« hat: »Bitte, bitte, Zubin komm zurück, wir brauchen Dich!« Blick auf Donald Trump und die USA In Bezug auf die USA und die Sorge vor einer politischen Vereinnahmung von Kulturinstitutionen durch Donald Trump zeigt Reiss Verständnis für Künstler wie Philip Glass, die ihre Werke von bestimmten Bühnen zurückziehen. Sie warnt davor, dass die Politik »jeden Winkel des kulturellen Lebens dominiert«. Dennoch will sie weiterhin in Amerika auftreten, um »das Licht zu bringen« und Solidarität mit jenen zu zeigen, die sich der Politik widersetzen. »Ich stehe dafür ein, nicht auf Bühnen von Institutionen aufzutreten, deren Werte nicht mit den eigenen übereinstimmen«, so Reiss. Sie verweist dabei auf ein eigenes Beispiel aus Gent, wo sie einen Auftritt absagt, nachdem die dortigen Institutionen ankündigen, israelische Künstler nur unter der Bedingung einer Distanzierung vom Netanjahu-Regime auftreten zu lassen. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Michael Becker!
Gemeinsam mit dem Intendanten der Tonhalle Düsseldorf, Michael Becker, bespricht Axel Brüggemann die aktuelle Situation der Klassik: Von der Absage der Mannheimer Philharmoniker an Vadim Repin bis zu den Plänen von SWR-Intendant Kai Gniffke, an der Deutschen Radio Philharmonie zu sparen. Aber es geht natürlich auch um den Aufbruchsgeist bei den Düsseldorfer Symphonikern, um den Vorzeige-Dirigenten Adam Fischer, um rasante Abo-Steigerungen und um ein herausforderndes Programm, das beim Publikum ankommt. Die beiden sprechen außerdem über den 100. Geburtstag des einzigartigen Konzerthauses, das einst ein Planetarium war. Und zum Geburtstag seiner Tonhalle wünscht Becker sich eine Renovierung seines »Klangraumes«. Ach ja, um die Deutsche Bahn und ihre Verspätungen geht es natürlich auch! Im Podcast von BackstageClassical erklärt Becker, dass gerade Radioorchester in den aktuellen Debatten Antworten auf Ihre eigene Sinnhaftigkeit geben müssten. Er kehrt begeistert von eine China-Tournee zurück und glaubt fest daran, dass das Abonnement in der deutschen Kulturlandschaft eine Zukunft hat. Außerdem erklärt Becker, wie man in Düsseldorf ein Programm für alle Altersgruppen auf die Beine stellt. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Krystian Nowakowski!
Wie verändert KI das Marketing von Klassik-Künstlern? Wie sollten sich Orchester als Marken entwickeln? Wie organisieren wir die Konsolidierung des Marktes? Und Welche Formate müssen wir für TikTok und Instagram finden? Antworten vom Medienunternehmer Krystian Nowakowski. Im aktuellen Podcast von BackstageClassical spricht der Medienunternehmer Krystian Nowakowski über den radikalen Umbruch, der aktuell in der Klassik-Szene stattfindet. Er glaubt, dass Kulturinstitutionen sich zunehmend als Marken verstehen müssen, um im Wettbewerb mit anderen Unterhaltungsformen zu bestehen. Traditionsreiche Klangkörper wie die Wiener Philharmoniker erfüllten längst die Funktion einer global agierenden Marke – doch ein elitäres Erscheinungsbild könne neue Zielgruppen abschrecken. Um so wichtiger ist es, eine direkte Ansprache zu finden. Zentral für die Zukunft der Klassik sei die Präsenz in sozialen Medien. Auf Plattformen wie TikTok oder Instagram müsse die klassische Musik die dort üblichen Kommunikationscodes nutzen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen dürfe gleichzeitig aber nicht ihre Tiefe verraten. »Erst über eine gewisse Oberflächlichkeit lässt sich Interesse wecken, das dann im Konzert durch Tiefe eingelöst werden kann«, sagte Nowakowski. Der Medienunternehmer erwartet eine Konsolidierung des Marktes nach Jahren der Überkapazitäten bei Orchestern und Konzerthäusern. Künstlerinnen und Künstler müssten verstärkt auf moderne Technologien setzen, um ihre Karrieren zu sichern. Nowakowski arbeitet dafür mit eigens angepassten KI-Modellen, die Musikerinnen und Musiker bei Marketingaufgaben wie Texten oder Grafik-Design unterstützen sollen. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Good Morning, Tan Dun.
Tan Dun receives Bonn’s Beethoven Friendship Award. Hearing Beethoven’s 6th Symphony in Hunan’s rice fields in 1973 changed his life, inspiring him to unite Eastern ritual and Western art. He sees Beethoven as a symbol of freedom, peace, and the universal spirit of music.
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Takt & Taktlos: »Wir sind underwhelmed«
In dieser Vorweihnachts-Folge von »Takt & taktlos« diskutieren Hannah Schmidt und Axel Brüggemann verschiedene kulturpolitische und gesellschaftliche Themen. Ein zentrales Thema ist die Kritik am Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, insbesondere an seinem Auftritt ibei ttt – Hannah fühlt sich »vollkommen underwhelmed«. Einig sind sich die beiden beim Hamburger Opernprojekt des »Oligarchen« Klaus-Michael Kühne (»es folgt keinerlei demokratischen Prinzipien«). Abschließend behandeln die Moderatoren die aktuellen Kürzungen in den Kulturetats in Städten wie Berlin, Stuttgart und Wien (Axel fordert Strukturveränderungen, Hannah möchte erst einmal Bestehendes bewahren). Außerdem ein Shoutout an Viktor Schoner und die Oper Stuttgart: Wer wenn nicht er könnte die Frage nach Moral und Resozialisation besser debattieren als er? Links zu den Themen: ttt mit Wolfram Weimer: https://backstageclassical.com/junge-opfer-sind-wirkungsvoller/ Otello in Stuttgart: https://backstageclassical.com/wenn-ein-verurteilter-frauenschlaeger-den-otello-singt/
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Guten Morgen, Omer Meier Wellber!
Der Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper, Omer Meir Wellber, legt im Podcast-Gespräch mit Backstage Classical seine Vision für die Kunst in einer sich radikal verändernden Welt dar. Wellber betont die Pflicht des Künstlers zur Ehrlichkeit und fordert eine Abkehr vom »Theater der Antwort« hin zu einem »Theater der Suche«. Er äußert sich zudem kritisch zur neuen Mediokrität in der US-Kultur und verteidigt die Annahme von Spendengeldern für den Hamburger Opernneubau durch den umstrittenen Mäzen Klaus-Michael Kühne. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Anselm Rose
Im Podcast von BackstageClassical hebt Anselm Rose, Geschäftsführer der ROC (Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin), die zentrale Bedeutung und die Zukunftsstrategie der vier Berliner Radioensembles hervor. Die Radioensembles hätten seit ihrer Gründung die Funktion gehabt, den musikalischen Content allen zuggängig zu machen. Dies sei nach wie vor ihre Kernaufgabe: »Wir wollen 24 Stunden, sieben Tage die Woche erreichbar sein – live im Konzert, im Radio oder on Demand.« [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Diversität ist kein »Happy Object«
Live vom tuned-Festival: »Takt & Taktlos« debattiert die Zukunft der Musik mit Elisa Erkelens, Kian Jazdi und Lena Krause. Klassik in Zeiten des Postkulturalismus, Diversität und der Musik und die strukturelle Aufstellung der Kulturpolitik sind die großen Themen in der aktuellen Folge von Takt und Taktlos – dieses Mal live vom tuned festivals im Anneliese Brost Musikforum in Bochum. Hannah Schmidt und Axel Brüggemann widmen sich der Zukunft der Musik. Im ersten Teil der Diskussion, erklären die freie Kuratorin Elisa Erkelens und der künstlerische Co-Leiter des Liedstadt Festivals, Kian Jazdi, die Notwendigkeit, postmigrantische Klassik und transtraditionelle Musik neu zu gestalten. Erkelens verweist dabei auf den von Sara Ahmed stammenden Begriff des »Happy Object«, den sie auf die Diversitätsdiskurse der Klassik anwendet. Zentral sei es, die Strukturen und Institutionen der Klassik so zu öffnen, dass sie der Realität einer postmigrantischen Gesellschaft entsprächen. Es fehle vielen Menschen der gleiche Zugang zur Musik, etwa beim Erlernen von Instrumenten. Erkelens plädiert für die Einrichtung von »dritten Orten« – Orten der Gemeinschaft und Begegnung, aus denen neue kulturelle Kommunikationen entstehen könnten. Kian Jazdi schärft die Begriffe »Postmigrantisch« und »Transkulturell« und betont, dass es bei der Förderung um eine gerechte Verteilung von Mitteln gehen müsse. Im zweiten großen Themenblock des Podcasts, spricht die die Geschäftsführerin des Verbandes Freo und Politikerin Lena Krause über die aktuelle Kulturpolitik. Krause beobachtet, dass das Kultur in vielen demokratischen Parteien ein Schattendasein führe und als Nischenthema abgetan werde. Gleichzeitig würden antidemokratische Kräfte dieses Feld gezielt für sich bespielen. Links zu unseren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern: Kian Jazdi: https://www.instagram.com/kianjazdi https://www.kianjazdi.de Elisa Erkelenz: https://www.instagram.com/elisaerkelenz https://www.despudelskern.de Lena Krause: https://www.instagram.com/lena_krause https://freo-netzwerk.de Fluctoplasma-Festival: https://www.fluctoplasma.com tuned festival https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/projekte/musik_und_klang/detail/tuned_ideenfestival.html
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Guten Morgen, Jan Nast!
Der Intendant der Wiener Symphoniker, Jan Nast, betont im Podcast von BackstageClassical, dass die Positionierung eines modernen Orchesters auf der Balance zwischen globaler Präsenz und lokaler Verwurzelung beruht. Der ehemalige Orchesterdirektor der Staatskapelle Dresden hat die Wiener Symphoniker in den letzten sechs Jahren so ausgerichtet, dass sie sowohl international als auch vor Ort in Wien verankert sind. »Ein international agierendes Orchester, das weltweit auf Tourneen geht, kann ohne die tiefe Verbindung zu seiner Heimatstadt eigentlich überhaupt nicht erfolgreich sein«, sagt Nast. »Die Relevanz des Orchesters ergibt sich daraus, dass es für die Wienerinnen und Wiener da ist und in die Welt strahlt.« Die Gründungsschrift der Wiener Symphoniker hat bereits vor 125 Jahren verlangt, klassische Musik auf höchstem Niveau einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dieser Idee sind die Wiener Symphoniker noch immer verbunden, sagt Nast. »Wir müssen uns kontinuierlich weiterentwickeln: Wir haben uns vorgenommen, jede Saison konsequent zwei bis drei musikalisch innovative Formate zu präsentieren, mit denen wir die Menschen direkt und unmittelbar erreichen.« Lokale Relevanz schafft das Orchester durch innovative Formate wie das Prater Picknick und Beiselkonzerte in Stadtvierteln. Kooperationen mit Museen und Nachwuchsförderung ergänzen das Programm. Chefdirigent Petr Popelka prägt die musikalische Ausrichtung und fokussiert sich auf die internationale Strahlkraft des Ensembles. »Für einen Dirigenten ist die Arbeit bei den Wiener Symphonikern auch ein Investment in sich selbst«, sagt Nast. Sein 125-jähriges Jubiläum feiert das Orchester mit Ur- und Erstaufführungen, gefolgt von einer Europatournee, die auch nach Berlin, Hamburg und Baden-Baden führt. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Partick Lange!
In Köln läuft der German Conducting Award. Dirigent Patrick Lange sitzt in der Jury und berichtet live vom Wettbewerb. Ein Podcast über die Zukunft des Dirigentenberufes. Patrick Lange ist Juror beim German Conducting Award in Köln. Im Podcast von BackstageClassical beleuchtet er die neuen Herausforderungen im Beruf des Dirigierens. Die Jury des Wettbewerbs ist mit Dirigierenden, Managern und einer Komponistin besetzt und bringt unterschiedliche Blickwinkel auf das Repertoire und die Kandidaten mit. Beschleunigung und digitaler Druck Dirigent Patrick Lange, der selbst den klassischen Weg über Chöre und Assistenzstellen (etwa bei Claudio Abbado) gegangen ist, stellt fest, dass sich die Karrierewege insgesamt stark beschleunigt haben. Der Markt fordert heute oft »frische junge Namen«, und soziale Medien spielen eine wachsende Rolle, da sie Reichweite und damit Aufmerksamkeit schaffen. Diese Dynamik führt dazu, dass die junge Generation unter einem »unfassbaren Druck« steht, schnell Erfolge zu erzielen. Die klassische »Ochsentour«, das langsame Hocharbeiten an Stadttheatern, sei in ihrer früheren Form kaum noch existent. Dennoch hält Lange die Erfahrung aus der Praxis für unersetzlich. Ohne »Bodenhaftung« sei es schwierig, ein reiner Weltstar zu sein. Lange bekräftigt, dass das Dirigieren ein »Ausbildungsberuf« sei, in dem man gute wie schlechte Erfahrungen machen und lernen müsse. https://www.forum-dirigieren.de/wettbewerbe/german-conducting-award
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Guten Morgen, Mendelssohn!
Die Mendelssohn-Festtage in Leipzig versprechen ein hochkarätiges Programm und die Fortsetzung des Mendelssohn-Preises. Im Guten Morgen-Podcast von BackstageClassical erklärt der Direktor des Mendelssohn-Hauses, Patrick Schmeing, die Bedeutung des Komponisten für die Stadt und beantwortet die Frage, wie man ein Museum betreibt, das die Geschichte ins Zentrum unserer Zeit stellt. Hier geht es zum Podcast mit Michael Blumenthal: https://backstageclassical.com/ein-sieg-trumps-waere-fatal/ [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Kulturpropaganda!
tel Brüggemann und Jeanny Wasiliewsky sprechen über ihren neuen ARD-Podcast »Klang der Macht«. Im Fokus steht die Frage, wie Kultur zur Bühne weltpolitischer Entwicklungen werden kann. Dabei spannt der Podcast einen Bogen vom Herbst 1989 über Putins Zeit als KGB-Agent in Dresden bis zur Gegenwart – mit überraschenden Begegnungen und historischen Parallelen. Der Erzählfaden beginnt 2009 in der Semperoper, als Wladimir Putin dort den St. Georgs-Orden für seine angeblichen Verdienste um das "Gute in der Welt" erhält. In der Rückschau führt die Geschichte zurück ins Jahr 1989: Putin erlebt in Dresden den Zusammenbruch der DDR hautnah mit. In dieser Zeit entsteht auch eine besondere Inszenierung von Beethovens Freiheitsoper "Fidelio" unter der Regie von Christine Mielitz – mitten im Umbruch der DDR. Doch die kulturelle Verbindung zu Russland endet nicht mit der Wende. Der Podcast beleuchtet, wie bekannte Künstlerpersönlichkeiten, Festivals und Kulturmanager über viele Jahre hinweg kulturelle Brücken zwischen Deutschland und Russland geschlagen haben. [Der Podcast erscheint am 30.9. in der ARD Mediathek](https://www.ardkultur.de/genresprenger/podcast-klang-der-macht-ard-kultur-100)
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Takt & Taktlos: »Wir sind doch auch nur aufgeschmissen«
Die drei großen Themen, die Hannah Schmidt und Axel Brüggemann in diesem Podcast besprechen sind: 1. Eine Frage der Moral – warum wollen immer weniger Opernhäuser moralisch sein? Ist das Richtig, oder sollen wir wieder mehr Moral wagen? 2. Gibt es Alternativen zu Spotify? Wenn ja, welche? Und wenn nein: Warum sollten wir uns neue Wege überlegen? 3. Was ist eigentlich modern? Wie klingt ein modernes Orchester, und welchen Strukturen sollte es folgen? Fragen über Fragen! [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Good Morning, Mr Fraad!
Eric Fraad, director and founder of the Irish label Heresy, believes in music’s transformative power even in crisis. Moving from New York to Dublin, he left traditional opera to create hybrid works of music, theater, and dance. With Heresy, he champions concept-driven projects spanning Irish traditions to Philip Glass, aiming to revitalize classical music. His latest film Partita blends Bach, poetry, and performance to confront today’s global “polycrisis,” offering art as a path to transcendence and renewal.
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Guten Morgen, Nora Schmid
In der aktuellen Ausgabe des Podcasts von BackstageClassical erklärt die Intendantin der Semperoper Dresden, Nora Schmid, die Relevanz der Oper, ihre gesellschaftliche Rolle und die Bedeutung von Komplexität und Moral in der heutigen Zeit. Schmid versteht die Oper als »einen Ort, der Gemeinschaft«, an dem Menschen unterschiedlichster Auffassungen zusammenkommen, ein Opernerlebnis teilen und anschließend miteinander ins Gespräch treten. Sie sieht die Kunstform als »Schule des Zuhörens und des Zuschauens« und als »gutes Training für Empathie«. Besonders in einer Stadt wie Dresden, die sich auch politisch positioniert, agiert das Opernhaus als verbindender Ort, der nicht belehren wolle. Schmid hebt die Semperoper als »mega international« hervor, als »möglichen Musterbetrieb für Sachsen«, der zeige, wie Menschen aus fünf Kontinenten im Miteinander Großes schaffen. Schmid lehnt »didaktisches Theater« ab. Ihr Anliegen sei es nicht, mit einer Aufführung zu zeigen, »was richtig und was falsch ist«, sondern das Publikum zur eigenen Auseinandersetzung anzuregen, da die Frage nach Richtig und Falsch oft nicht einfach zu beantworten sei. Dies stehe im Kontrast zur heutigen Suche nach »ganz einfachen Antworten« und »markanten, kurzen Sprüchen«. Die Oper fungiere stattdessen als »Schule der Komplexität und des gemeinsamen Weges«. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Matthias Schulz
Mit einer 24-Stunden-Eröffnung am 19. September startet Matthias Schulz in seine erste Saison als Intendant der Oper Zürich. Der frühere Intendant der Staatsoper Berlin erklärt im Podcast von BackstageClassical, dass der finanzielle Druck in Berlin »deutlich höher« gewesen sei als in Zürich. Was er in Deutschland vermisst, ist eine staatliche Förderung privater Kultur-Mäzene. Darüber habe er auch schon mit Friedrich Merz gesprochen. Grundsätzlich herrsche in der Schweiz ein breiter Konsens über die Bedeutung kultureller Ankerpunkte. Schulz verweist dabei auf das Mischfinanzierungsmodell mit staatlichen Mitteln, Ticketverkäufen und über 11 Millionen Franken aus privaten Geldern. Seine erste Saison bringt Höhepunkte wie den Rosenkavalier in der Regie von Lydia Steier und mit Joana Mallwitz am Pult sowie Initiativen für mehr Zugänglichkeit. Im Exkino finden experimentelle Formate statt, die erfolgreiche Veranstaltungsreihe »Oper für alle« geht weiter und neue Werke wie The Monsters Paradise stehen auf dem Programm. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Herr Kränzle
Kurz vor der lebensrettenden Therapie nahm er Franz Schuberts Liederzyklus Die Winterreise auf, der nun bei Hänssler Classic erschienen ist. Kränzle, der im Januar eine Stammzelltransplantation erhielt (bereits die zweite in seinem Leben innerhalb von zehn Jahren), beschriebt seine schnelle Rückkehr ins Leben und auf die Bühne im Podcast von BackstageClassical als »fast ein Wunder«. Nur sieben Monate nach dem Eingriff konnte er wieder ein fast normales Leben führen und kehrte bei den Salzburger Festspielen in Zaide triumphal auf die Opernbühne zurück. »Schöner kann es gar nicht sein, so zurückzukommen und die Stimme hat auch mitgemacht«, freut sich Kränzle im Podcast. Zur Winterreise mit Kränzle: https://haensslerprofil.de/shop/sonstige-klassik/winterreise-d911-op-89/ Sie wollen Stammzellenspender werden: https://www.dkms.de/aktiv-werden/spender-werden [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Mit Schildkröten in den Sommerurlaub
Hannah Schmidt und Axel Brüggemann debattieren in ihrem Podcast Takt&taktlos den Festspielsommer, den Orgelhype, die Musikkritik und die Kulturförderung – und die Frage, wie sich Kritiker zu Schildkröten verwandeln. In der vierten Folge von Takt&taktlos berichtet Hannah Schmidt über einen Friseurbesuch, bei dem sie am Ende »exakt die gleiche Frisur wie Johanna Malwitz« hatte – »nur halt in grün«. Axel spricht über eine Begegnung mit »Christian Thielemann« unter dessen Foto in Bayreuth. Ein zentrales Thema dieser Folge ist die Selbstkritik im Musikjournalismus. Während Hannah über ihre eigene Rolle reflektiert, bemerkt Axel, das es ihm vorkommt, als würden am Ende ihres Lebens alle Musikjournalisten zu Schildkröten mutieren. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Valentin Schwarz!
Der zukünftige Chefregisseur des Deutschen Theaters Weimar, Valentin Schwarz, über das Neudenken von Stadttheater-Strukturen, der Bedeutung der Bühne in unserer Zeit und die Öffnung der Kunst in die Gesellschaft. Das Deutsche Nationaltheater Weimar steht vor einer neuen Ära: Regisseur Valentin Schwarz tritt ab September seine Rolle als Teil einer neuen, dreiköpfigen Führungsspitze an. Gemeinsam mit Dorian Dreher und Timon Jansen übernimmt er die Intendanz in einer Stadt, in der sich die Widersprüchlichkeiten deutscher Geschichte und Kultur zwischen Weimarer Klassik und Buchenwald spiegeln. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Matthias Davids!
Die diesjährigen Bayreuther Festspiele werden am 25. Juli mit einer Neuproduktion von Richard Wagners Oper Die Meistersinger von Nürnberg eröffnet. Regisseur wird Matthias Davids sein, der eine bewusst entpolitisierte Herangehensweise an das Werk verfolgt. Davids erklärt im BackstageClassical-Podcast, er habe versucht, »zurück an die Wurzeln des Stückes zu gehen« und zu ergründen, was Wagner eigentlich mit den Meistersingern vermitteln wollte. Sein Ziel ist es, dem unterhaltsamen und komödiantischen Geist der Oper nachzuspüren, den Wagner selbst beabsichtigte, da er die Oper als »Hit« schrieb, um Geld zu verdienen. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Veranstalter!
Der BDKV hat einen neuen Preis ins Leben gerufen: Beim Bola – Best of Live sollen die besten Konzertformate ausgezeichnet werden. Ein guter Anlass, um mit Johannes Everke vom Bundesverbande der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) und der Konzertveranstalterin Sonja Simmenauer über den aktuellen Zustand des Veranstaltungsmarktes in der Klassik zu sprechen. Welche Formate funktionieren? Ist ein YouTube Star auch automatisch ein guter Live-Performer? Wie macht sich der Rückzug des Staates aus der Kultur bemerkbar? Und wie sieht das Konzert der Zukunft aus? [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Katharina Wagner!
Die Bayreuther Festspiele eröffnen am 25. Juli, Intendantin Katharina Wagner spricht im aktuellen Podcast von BackstageClassical über die Neuproduktion der Meistersinger von Nürnberg, über Sparmaßnahmen und den Umgang mit Künstlerinnen und Künstlern während der Probezeit. [Hier den Newsletter von BackstageClassical abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/) Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Stürzt die Klassik-Päpste!
Hannah Schmidt und Axel Brüggemann messen das Testosteron im Feuilleton, suchen nach einem politischen Kompass der Klassik und streiten über das Tanzorchester Ehrenfeld. Hitzeschock in Podcast-Studio: Hannah fühlt sich wie eine alte Frau, und Axel benimmt sich wie ein alter Mann. In der neuen Folge von Takt und Taktlos geht es dieses Mal um die Rolle der Kulturpolitik (überfordern wir mit unserem Drängen auf Veränderung die Klassik-Bubble?) und um die Distanzlosigkeit der Musikkritik. Hannah verortet Frauenfeindlichkeit im Feuilleton, und Axel sagt, beknackte Kritiken sind beknackte Kritiken, egal, ob sie von Männern oder Frauen geschrieben wurden. Bleibt die Frage, warum sich der 2000er-Kritiker-Stil noch heute hält. Welche Rolle spielt die Musik in der Weltkrise? Ist Klassik noch ein moralischer Kompass – und kann sie es überhaupt sein? Ach ja, und dann ist da noch der Opus Classic. Der »Preis untergehenden Industrie«, wie Axel findet, der »durch totale Willkür glänzt«, sagt Hannah. Am Ende streiten die beiden noch über die Ästhetik des Tanzorchester Ehrenfeld: Trash oder Kult? Hannah findet die Show »wirklich lustig«, während Axel das »affektierte Rumgetanze« eher kritisch sieht. Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Rebekka Hartmann!
Die Geigerin Rebekka Hartmann veröffentlicht ein neues Album mit Werken von Hartmann, Ravel und Sadikova. Eine Art »Soundtrack Europas« und eine »Reise von der Dunkelheit ins Licht«. Die Aufnahme entstand in Zusammenarbeit mit dem Rachmaninoff International Orchestra und dem Dirigenten Kent Nagano und widmet sich der Frage, wie Musik unsere Identität definieren, an die Vergangenheit erinnern und Ideen für die Zukunft entwickeln kann. Im Podcast von BackstageClassical erklärt Rebekka Hartmann, wie die drei Werke einen Blick auf Europa werfen. Karl Amadeus Hartmanns Concerto funebre ist der persönliche Protest des Komponisten gegen das Naziregime und den Faschismus. Es folgt Maurice Ravels Tzigane als Plädoyer für die Freiheit der Roma. Das Werk Stradivari der Komponistin Aziza Sadikova schlägt eine Brücke in die Moderne und ist inspiriert von einem Film über eine gestohlene Geige. Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Good Morning, Peter Gelb!
Die Amtszeit von Donald Trump hat nach Ansicht von Peter Gelb, dem Intendanten der Metropolitan Opera in New York, massive Auswirkungen auf Amerikas Kulturlandschaft gehabt. Gelb beschreibt die Lage in den Vereinigten Staaten als »sehr kompliziert«. Ein spürbarer Rückgang der Touristenzahlen sei eine direkte Folge, so Gelb. Nach Trumps Amtsantritt kamen seinen Angaben zufolge 17 Prozent weniger Touristen nach New York. Die Zahl der kanadischen Besucher sei sogar um 75 Prozent gesunken. Dies habe auch die Einnahmen der Metropolitan Opera, die vor der Pandemie zu 20 Prozent von internationalen Besuchern abhing, negativ beeinflusst. "Ob es 17, 25 oder 30 Prozent sind, der Rückgang des Tourismus hatte einen negativen Einfluss auf unsere Abendkasse", so Gelb. Neben dem Besucherrückgang sei auch die Bundesfinanzierung für die Künste praktisch vollständig eingestellt worden, kurz nachdem die Trump-Regierung die Macht übernahm. Für die Met, die weniger als ein Prozent ihres Budgets von der Bundesregierung erhielt, hatte dies zwar keine "merklichen Auswirkungen". Doch Gelb warnte, dass diese Streichungen für kleinere Kunstorganisationen im ganzen Land "verheerend" sein könnten. Podcast von BackstageClassical. Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, digitale Noten!
Die Rundfunk Orchester und Chöre GmbH in Berlin (ROC) hat die digitale Transformation fest in seiner Unternehmensstrategie ROC 2026 verankert und setzt dabei verstärkt auf digitale Noten. Joshua Neumann, Digital Transformation Manager der ROC, ist für die Entwicklung und Steuerung der digitalen Strategie für die gesamte Organisation und ihre Klangkörper zuständig. Eine im Jahr 2023 zusammen mit den Beschäftigten erarbeitete digitale Roadmap umfasst über 30 Projekte, die sich in vier Handlungsfelder einordnen lassen: interne Verwaltung, künstlerischer Betrieb, Marketing und Vertrieb sowie digitale Angebote. Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Tölzer Knabenchor
Der Tölzer Knabenchor feiert eine Weltpremiere mit der Aufführung von Bach-Kantaten in einer Besetzung, wie sie Johann Sebastian Bach selbst im Jahr 1730 entwarf. Gleichzeitig ist das Ensemble mit zunehmenden Herausforderungen bei der Nachwuchsgewinnung konfrontiert. Die Geschäftsführerin des Chores, Barbara Schmidt-Gaden forderte in einem Gespräch mit BackstageClassical auch Poltisches Engagement, etwa von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, um mehr für den Schulunterricht in Deutschland zu tun. Podcast von BackstageClassical. Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Herr Germeshausen!
Heribert Germeshausen, Intendant der Oper Dortmund, verfolgt das ambitionierte Ziel, sein Opernhaus »deutlich breiter und tiefer in der Stadtgesellschaft als bisher zu verankern«, während es gleichzeitig ein »überregionaler Leuchtturm« bleiben soll. Das ist auch deshalb eine große Herausforderung eil es in er Stadt ein »klassisch tragendes Bürgertum kaum gebe« und ein »neues Publikum ohne große Opererfahrung begeistert werden« müsse, sagt Germeshausem im Guten-Morgen-Podcast von BackstageClassical. Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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Guten Morgen, Tobias Kratzer!
Der designierte Intendant der Hamburgischen Staatsoper, Tobias Kratzer, spricht im Podcast von BackstageClassical über seine Pläne für die erste Spielzeit, darüber, wie die Oper auf Donald Trump reagieren könnte, und warum es legitim ist, ins Theater zu gehen, um seinen alten Anzug Mal wider auszuführen. Weitere News auf www.BackstageClassical.com Helft uns [durch Eure Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J): Oder besucht [unseren Shop](https://backstageclassical.com/shop/#!/)
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»Ich kriege Puls«: Himmelfahrtskommando und Musik-Therapie
In der neuen Folge von »Takt und Taktlos« reden Hannah Schmidt und Axel Brüggemann über Joana Mallwitz, hohen Puls bei GMDs, über Peter Konwitschny und das Problem mit dem Klassik-Stolz. In der zweiten Ausgabe des Podcasts »Takt und taktlos« geh es erst einmal um die Planung der Sommer-Klassik-Festspiele: Hannah will die Darmstädter Ferienkurse besuchen (»crazy Scheiß«), Axel würde gern zum »romantischen Scheiß« nach Bayreuth und nach Aix-en-Provence fahren. Kritik an Joana Mallwitz: Ausgehend von Hannahs Zeit-Artikel, diskutieren die beiden die Rolle der Dirigentin Joana Mallwitz. Hannah schätzt ihre Arbeitsweise, Sprache über Musik, Charisma und Nahbarkeit. Axel kritisiert sie als altmodische Bildungsbürgerlichkeit. Axels Text über Hochkultur: Axel vertritt die These, dass Politiker und Öffentlichkeit wenig Interesse an Hochkultur haben, wodurch diese zur politisch nutzbaren Leerstelle wird. Er spricht von »Entkulturalisierung« und Verlust der Relevanz von Kultur als Diskursraum. Hannah hinterfragt die Trennung von Hochkultur und Popkultur und argumentiert, dass große Fragen auch in Letzterer verhandelt werden. Axel vermisst das ästhetische Denken in der Kunst. Sie diskutieren die Rolle des Kanons. Wiener Staatsoper und JJ (ESC): Die beiden sprechen über den Umgang der Wiener Staatsoper mit ESC-Teilnehmer JJ. Nach anfänglicher Unterstützung distanzierte sich die Oper wegen umstrittener politischer Äußerungen zu Israel/Ukraine. Axel kritisiert das Vorgehen der Staatsoper. Sie diskutieren JJs Jugend und seine Aussagen, z.B. den Vergleich Israels mit Russland und die Forderung nach Ausschluss israelischer Beiträge. Hannah bei der GMD-Konferenz: Hanna berichtet von ihrer Einladung zur Konferenz der GMDs zum Thema »Was wir alten weißen dirigierenden Männer anders machen können«. Sie stieß auf Abwehrhaltung und Definitionsunschärfen bei Begriffen wie »patriarchalisches System«. Axel sieht dies als nötige Konfrontation. Hannah empfand es als kränkend, glaubt aber ebenfalls, dass das Thema neu für die Runde war und reflektieren den Widerstand gegen anstehende Veränderungen. Peter Konwitschnys Ring in Dortmund: Axel besucht Peter Konwitschnys Ring-Inszenierung in Dortmund. Er stellte fest, dass sich die Welt weiterentwickelt hat, während Konwitschny bei alten Codes aus der DDR-Zeit verharrt. Axel fand es interessant, dass Regie bewusst gegen Zeitläufte argumentieren kann. Ein Treffen mit Konwitschny zeigte, dass dessen Antworten auf Axels Fragen keinen Zugriff mehr boten. AfD und Kulturkampf: Die beiden diskutieren den Vorstoß der AfD Sachsen-Anhalt, die Landeskampagne in »#deutschdenken« zu ändern und einen »Stolzpass« einzuführen. Sie sehen dies als skrupellosen Versuch, Kultur völkisch umzudeuten und Kultureinrichtungen zu Erziehungsanstalten zu machen. Sie erwähnen die Gefahr, dass Konzepte entarteter Kunst wieder aufleben. Hannah betont, kulturelle Überlegenheit sei im dt. Nationalismus immer mit völkischem Denken verbunden und falsch. DSO Berlin & diverse Programmierung: Hannah und Axel sprechen über die DSO-Strategie, gezielt diverse Komponisten und Themen zu programmieren (»Kein Konzert ohne Komponistin«). Das Orchester verzeichnet Publikumszuwächse trotz Shitstorms. Sie diskutieren, ob der Erfolg an Diversität oder Marketing liegt. Axel sieht es als Selbstverständnis eines Orchesters als relevanter Diskursraum in einer Großstadt. Hanna betont die Verantwortung öffentlich finanzierter Orchester. Popkultur sei oft vorbildlich in Diversität und gesellschaftlicher Bedeutung.
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Guten Morgen, Peter Konwitschny
Opernregisseur Peter Konwitschny, der kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte, hat sich am Rande des Wagner Kosmos in Dortmund mit Axel Brüggemann über den Wandel der Systeme, die Rolle der Regiearbeit und die existenzielle Bedeutung seiner Kunst ausgetauscht. Im Gespräch über die aktuelle politische Welt mit Persönlichkeiten wie Donald Trump und deren »verrückte« Politik, meinte Konwitschny auf die Frage, ob diese die besseren Künstler seien, entschieden: »Nein, das sind meiner Meinung nach Idioten, die nicht wissen, was sie tun«. Er sehe hier keine eigentlichen Rollen, sondern eher »Rollenbücher«, die aber nicht vor der Öffentlichkeit ausgespielt würden, da die eigentlichen Regisseure im Hintergrund agierten. Er beschrieb die Auswirkungen dieser Politik als »furchtbar«. Konwitschny blickte auch auf seine Arbeit in unterschiedlichen Systemen zurück. Er stammt aus dem Osten, der DDR. Seine Arbeit hier beschrieb Konwitschny als dialektisch, darauf ausgerichtet, dass der Sozialismus siege, indem sie das kompensierte, was den Funktionären fehlte. Die Funktionäre hätten oft Angst gehabt, dass etwas gegen den Staat gemacht werde, und für sie sei ausgerechnet Humor gefährlich gewesen – sogar »staatsgefährdend«. Leider schließe sich Humor mit Dummheit aus, erklärte Konwitschny.
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Guten Morgen, Olga Peretyatko!
Sopranistin Olga Peretyatko blickt im Gespräch mit Axel Brügemann im Backstage Classical Podcast auf ihre internationale Karriere zurück und spricht offen über ihre Herausforderungen und veränderten Prioritäten. Trotz großer Erfolge erlebte Peretyatko auch Krisen, darunter Burnout und Selbstzweifel. Das ständige Reisen als Teil des Berufs kann anstrengend sein. Irgendwann kommt Burnout, es sei »normal«. Um sich zu schützen, setzt sie auf Schlaf, Sport, Spaziergänge, Natur, Lesen und Stille. Peretyatko liest keine Meinungen über sich mehr, da dies früher zu Stress führte. Die Sängerin ist überzeugt, dass Burnout oft psychologisch bedingt ist und mit dem Verlust von Sicherheit zusammenhängt. Daher studiert sie nun Psychologie und hat die Idee, ein Zentrum für Musiker zu gründen, da diese sehr zerbrechlich seien. Positives Denken sei der Schlüssel, um gesund zu bleiben. Ihre Erfahrung im Umgang mit jungen Sängern teilt sie in Meisterkursen. Sie weiß, dass ein einziges Wort im Leben eines jungen Künstlers viel verändern kann und versucht, diese zu unterstützen. »Das ist ein Thema, über das nur wenige reden – aber es ist in unserem Beruf von großer Bedeutung«, sagt Peretyatko. Ein entscheidender Einschnitt in ihrer Karriere war die Geburt ihrer Tochter während der Pandemie. Dies veränderte ihren Blick und setzte Prioritäten neu: Gesundheit – ihre eigene und die ihrer Tochter – steht an erster Stelle. Peretyatko versucht seither, so viel Zeit wie möglich mit ihrer Tochter zu verbringen, die bereits im Alter von zehn Tagen zu reisen begann. In Bezug auf ihr Repertoire traf Peretyatko bewusste Entscheidungen. Sie lehnte Rollen im Wagner-Fach früh ab und betrachtet ihre Wagner-Karriere, die nur kleine Partien wie Waldvogel oder Blumenmädchen umfasste, als »schon beendet«. Auch Anfragen für anspruchsvolle Verdi-Rollen wie Lady Macbeth oder Lulu lehnte sie ab. Sie bleibt ihrem Belcanto-, Mozart- und Verdi-Repertoire treu. Zukünftig möchte sie sich vermehrt den ernsten Belcanto-Partien, wie den Königinnen von Bellini oder Donizetti, sowie dem ernsten Rossini widmen. Das erste Treffen zwischen Brüggemann und Peretyatko liegt über ein Jahrzehnt zurück, anlässlich der ZDF/Arte-Sendung Stars von morgen. Peretyatko hat seit 2011 in nahezu allen großen Opernhäusern der Welt gesungen und viele Partien verkörpert. Sie beschreibt ihren Weg als sehr lang, auf dem sie stets ihr Bestes gab. Als Perfektionistin wollte sie immer sofort perfekte Resultate.
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ABOUT THIS SHOW
Der Podcast von BackstageClassical.com – Der Musikjournalist Axel Brüggemann trifft in unregelmäßigen Abständen die Player der klassischen Musik und redet, kurz oder lang, über Themen, die die Welt der Musik bewegen: Oper, Konzert und Bühne.
HOSTED BY
Axel Brüggemann
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