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PODCAST · music

Berlin Booth

Berlin Booth porträtiert Künstlerinnen, Bookerinnen, Barpersonal, Türsteherinnen, Partymacherinnen, Kollektive, Clubbetreiber*innen, sowie Publikum auf Augenhöhe und zeigt so die Einzigartigkeit der Club- und Ravekultur.Unser Videocast zeichnet ein lebendiges Schaubild der Berliner Elektroszene und darüber hinaus. Wir porträtieren wichtige Persönlichkeiten aller Clubbereiche und zeigen die anhaltende Vitalität der elektronischen Szene. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  1. 89

    Tine Jpla über Technikbegeisterung, DIY-Reels und gelebte Feierkultur

    Seit mehr als einem Jahrzehnt bewegt sich Tine Jpla an der Schnittstelle von Clubkultur, Technik und künstlerischer Gestaltung. Ihre ersten, markanten Schritte machte sie 2014, als sie an der Entstehung des IFZ in Leipzig mitwirkte. Von 2014 bis 2024 war sie dort als Resident-DJ aktiv und gestaltete die Entwicklung des Clubs maßgeblich mit. Tine Jpla wirkt(e) an einer Vielzahl prägender Veranstaltungsreihen wie No Show, Q-TEKK, Pillenrealitæt, Connwax, Rillendisco und ://whatever mit. In ziemlich unterhaltsamen Reels beweist sie außerdem regelmäßig ihre Affinität zu elektronischen Gerätschaften. Berlin Booth unterhielt sich mit der DJ und Veranstaltungstechnikerin über ihre Zeit in Leipzig und Berlin, ihre Veranstaltungsreihen, über ihre Social-Media-Präsenz und die Kunstfertigkeit, mit Technik Menschen zu begeistern. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  2. 88

    Sanna Sand (Krachgarten Kollektiv) und Andreas Schropp live vom Wurzelfestival 2026

    Wer schon einmal auf einem Festival geduscht hat, kennt das Drama: lange Schlangen, mitunter improvisierte Sanitäranlagen und die Hoffnung auf ein paar Minuten warmes Wasser. Für Sanna Sand war das keine zufriedenstellende Lösung. Stattdessen entwickelte sie eine Idee, die heute zu den ungewöhnlichsten Attraktionen der Festivallandschaft zählt: „Human Wash“, die menschliche Waschanlage. Künstlerinnen, DJs und sogenannte „Schwamm-Kräfte“ verwandeln jede Waschsession in ein interaktives Spektakel aus Wasser, Musik und gemeinschaftlichem Erleben. Doch hinter den kreativen Installationen und dem besonderen Festivalflair steckt auch viel organisatorische Arbeit. Eine zentrale Rolle beim Wurzelfestival spielt dabei Andreas Schropp. Er begann 2022 als Praktikant und gehört heute zum festen Leitungsteam. Mit seinem Engagement steht er beispielhaft für den Generationswechsel, den das Festival derzeit durchläuft, und gestaltet die Zukunft der Veranstaltung aktiv mit. Berlin Booth traf Sanna Sand und Andreas Schropp während des Wurzelfestivals zum Gespräch. Wir sprachen über kreative Visionen und deren Umsetzung, über die Herausforderungen und Freuden der Festivalorganisation sowie über die Bedeutung subkultureller Veranstaltungen in einer Zeit, in der unabhängige Kulturorte und alternative Freiräume zunehmend unter Druck geraten. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  3. 87

    Anja Schneider über ihre Liebe zu Detroit, den Wandel Berlins und Diversität in der Szene

    Seit mehr als drei Jahrzehnten zählt Anja Schneider zu den prägenden Figuren der Berliner House- und Techno-Szene. 1994 zog sie nach Berlin, begann ihre Karriere beim Radio und etablierte sich in den 2000er-Jahren als international gefragte DJ und Produzentin. 2005 gründete sie gemeinsam mit Ralf Kollmann das einflussreiche Label Mobilee, bevor sie mit Sous Music ihr eigenes Label ins Leben rief. In ihrem Podcast "Anja Schneider Backstage" gewährt sie Einblicke hinter die Kulissen der elektronischen Musikszene. Berlin Booth sprach mit ihr nicht nur über die Eckpfeiler ihrer Musikkarriere und den Spirit der 1990er- und 2000er Jahre, sondern auch über das Reisen, Detroit und die Hürden, denen sie als Frau innerhalb der Szene begegnet ist. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  4. 86

    Jonas Radschuwait über Licht- und Stagedesign und seine Arbeit beim Whole-Festvial

    Jonas Radschuwait macht nicht einfach nur irgendwas mit Veranstaltungen. Wenn auf einer Festivalbühne jedes Licht sitzt, Produktionen reibungslos ineinandergreifen und das Publikum davon kaum etwas mitbekommt, steckt oft auch seine Arbeit dahinter. Seine Karriere begann in der Berliner Clubszene: Lange prägte er das Schwuz mit, heute ist seine Expertise bei Formaten wie dem Whole Festival, der re:publica oder der Most Wanted: Music gefragt. Dort sorgt er im Hintergrund dafür, dass große Produktionen funktionieren – präzise, flexibel und unter Hochdruck. Wir haben mit ihm über die Unterschiede zwischen Club- und Festivalproduktion gesprochen, über seinen persönlichen Weg durch die Berliner Nachtkultur und darüber, warum gute Veranstaltungsarbeit oft unsichtbar bleibt. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  5. 85

    Feel Festival-CEO Kira Taige über Kunst, kollektives Erleben und ihren Weg in die Festivalwelt

    Menschen eine Bühne zu geben und Freiräume für Kunst und Kultur zu schaffen – das ist der Antrieb von Kira Taige. Seit zwei Jahren leitet sie als Geschäftsführerin das Feel Festival und zählt längst zu den prägenden Stimmen der hiesigen Festivallandschaft. Mit ihr haben wir über ihren Weg von der Praktikantin zur Geschäftsführerin gesprochen, über nachhaltige Festivalstrukturen, kreative Verantwortung – und über die besondere Magie, wenn über Monate hinweg ein temporäres Dorf aus Kunst, Musik und Gemeinschaft entsteht. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  6. 84

    Dave Dinger über seine Anfänge in der Bar 25, Club als Sinnbild für Freiheit und mentale Gesundheit

    Dave Dinger gehört zu den prägenden Figuren der Berliner Partykultur. Er war nicht nur maßgeblich an der Entwicklung des Konzepts der legendären Bar 25 beteiligt, sondern formte als Gründungsmitglied des Bachstelzen-Kollektivs auch dessen Partys und Veranstaltungen zu eigenständigen sozialen, musikalischen und ästhetischen Räumen. Nach einem schweren Burnout richtet sich sein Fokus heute auf die Begleitung von Künstler*innen und Kollektiven. In Coachings und Beratungen gibt er seine langjährigen Erfahrungen aus der Arbeit mit kreativen Gemeinschaften weiter. Mit Berlin Boot sprach er über die Entstehung der Bar 25, die Gestaltung von Clubräumen als soziale Orte, Flowmanagement, die Veränderungen der Club- und Festivalkultur nach Corona und über das Gefühl des Aneinandervorbeilebens in einer Szene, die sich oft für besonders verbunden hält. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  7. 83

    Christian Reckmann vom Wurzelfestival über die Krise der Festivalszene und neue Perspektiven

    Christian Reckmann ist Mitgründer und Geschäftsführer der Secret Forest GmbH und Veranstalter des Festivals „Zurück zu den Wurzeln“. Seit über drei Jahrzehnten prägt er die Berliner Clubkultur- und Eventbranche. Sein Fokus: nachhaltige Eventstrukturen mit Bestand. Im Gespräch mit Berlin Booth spricht Reckmann über die Krise der hiesigen Musikfestivals, die vor allem subkulturelle Festivals jenseits des Mainstreams trifft, über neue Wege aus der Krise, die Bedeutung von Communityarbeit – und darüber, warum das Wurzelfestival von Beginn an auf Inklusion gesetzt hat. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  8. 82

    Lara Hanto von whereto.dance über die elektronische Festivalszene, Zeltplatzleben und Gemeinschaft

    Lara Hanto ist das Gesicht hinter whereto.dance. Als Festival-Influencerin nimmt sie ihre Community sowohl mit zu den großen Bühnen als auch zu kleineren Festivals und liefert dabei Einblicke in die Welt des elektronischen Festivallebens. Doch ihr Alltag besteht nicht nur aus Musik und Euphorie. Als Influencerin ist sie ebenso mit den Schattenseiten sozialer Medien konfrontiert – Hasskommentare und Kritik gehören für sie zum digitalen Alltag. Mit Berlin Booth spracht sie über ihren allsommerlichen Festivalalltag, kreative Pausen, die schwierige Situation, in der sich viele Festivals heute wiederfinden, und ihren Umzug von Nordrhein-Westfalen nach Berlin. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  9. 81

    Klub Verboten-Gründer Karl über Social Media-Zensur, Fetisch-Kultur und sexpositive Partys

    Wie schafft man sichere Räume für Sexualität im Clubkontext – und wer trägt die Verantwortung dafür? Für Klub Verboten beginnt die Antwort beim Dialog: zwischen Gästen, Veranstaltenden, Clubbetreibenden und Behörden. Vor zehn Jahren schlug Klub Verboten einen neuen Weg ein und setzte zunächst in London ein Zeichen, das weit über die Stadt hinaus Wirkung zeigte.Heute prägt Klub Verboten auch in Berlin und international die Standards einer Kink-Community, in der Konsens, Respekt und klare Strukturen im Mittelpunkt stehen. Die Mission ist dabei unverändert: Räume zu schaffen, die Schutz und Verantwortung nicht nur versprechen, sondern aktiv leben – etwas, das in vielen sexpositiven Kontexten noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.Im Gespräch mit Berlin Booth spricht Gründer Karl Verboten über die Grenzen der Freiheit und die Zensur auf Instagram, die Ambivalenzen sexpositiver Partys – und seinen ganz persönlichen Weg zu Klub Verboten.Moderation /Redaktion: Martin DaßinniesKamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  10. 80

    TBXX vom Gleis 44 in Ulm über Clubkultur im Ländle, Sperrstunden und Durchhaltevermögen

    Seit Oktober 2025 wird das Gleis 44 in Ulm – nach langem Hin und Her bis hin zur Schließung – als gemeinnütziger Verein betrieben. Auf mehr als 2.000 Quadratmetern entfaltet sich ein vielschichtiges Programm: Ateliers und Werkstätten treffen auf Clubkultur, Workshops, Vorträge und Konzerte. Ein Ort, der sich nicht festlegen lässt. Der Weg dorthin war steinig. Von bürokratischen Hürden bis zu strukturellen Herausforderungen: Die Betreibenden mussten sich ihr Projekt buchstäblich erkämpfen. Wie sich das konkret angefühlt hat, erzählt Tim alias TBXX – Resident-DJ, Produzent und verantwortlich fürs Booking – im Gespräch mit Berlin Booth. Es geht um Anwohnerbeschwerden und Lärmschutz, um die Realität von Sperrstunden. Aber auch um die größere Frage, welche Rolle Nachtleben in Ulm heute spielt – als kultureller Resonanzraum ebenso wie als wirtschaftlicher Faktor. Und nicht zuletzt um den unbedingten Antrieb, Räume für Musik zu schaffen und zu erhalten. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  11. 79

    Günther Krabbenhöft über die Kraft von Techno, das Berghain, Individualismus und Konformität

    Günther Krabbenhöft ist eine Berliner Stil-Ikone. Seine einzigartige Erscheinung erregte 2015 durch einen zufälligen Schnappschuss eines Touristen internationale Aufmerksamkeit. Das Bild ging viral und machte ihn über Nacht berühmt. Nicht viel später entschied sich Krabbenhöft, die Nacht zum Tag zu machen und tauchte in die Berliner Techno- und Housewelt ein. Berlin Booth sprach mit Krabbenhöft über die Kraft elektronischer Musik, Individualismus und Konformität, das legendäre Berghain, sowie den feinen Unterschied zwischen Mode und dem Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  12. 78

    Daniel Stenger über Live-Sets, Heimat und Fernbeziehungen, Queen und Tischtennis

    DJ und Produzent Daniel Stenger alias Flashbaxx lebt Musik mit Leib und Seele. Seine DJ-Sets sind fließende Klangreisen: Mühelos verbindet er Downbeat mit House, durchzogen von warmen Disco-Vibes, groovigem Boogie sowie Einflüssen aus Jazz und Funk. Seit 2024 steht er auch als Live-Act auf der Bühne und verwandelt den Dancefloor mit Synthesizern und Samplern in ein pulsierendes Spielfeld seiner eigenen Disco- und House-Mash-ups. Berlin Booth hat mit ihm über seine Wurzeln in Aschaffenburg gesprochen, über seine Fernbeziehung zu Berlin, die nicht nur von Tischtennis geprägt ist, sowie über Queen und die Relevanz von Social Media. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  13. 77

    Reese über die Leipziger Clubszene, die Liebe zu House und das Groovers-Kollektiv

    Die Clubkultur ist allerorten in Bewegung, vor allem die kritischen Aspekte (Clubsterben, Preissteigerung) sind überall spürbar. In Leipzig haben in den vergangenen Jahren einige Clubs wie das IfZ und das Axxon geschlossen. Die Distillery hat auf dem Leipziger Messegelände 2025 ihre dritte Inkarnation gefeiert. Wie steht es also um die Leipziger Clubkultur und welche Rolle spielt House in der Stadt?Berlin Booth sprach mit DJ Reese über die Arbeit und Gründung des Kollektivs Groovers, Politik auf dem Dancefloor und den Spaß an der Gestaltung einer eigenen Radioshow.Moderation /Redaktion: Martin DaßinniesKamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  14. 76

    Tigerhead über Karriere mit Kind, Hater, Labelarbeit und Influcencer in der Booth

    Seit über 15 Jahren bewegt sich Tigerhead durch elektronsiche Grenzbereiche – und das mit einer Konsequenz, die man nicht lernen kann. Ihre Sets gelten als roh, intensiv und kompromisslos – eine Mischung aus industrieller Härte und rhythmischer Fragmentierung. Im Berghain, im Tresor oder in der inzwischen legendären Griessmuehle: Tigerhead hat sich ihren Platz im Techno erspielt und arbeitet gerade konsequent an ihrem eigenen Label 66.circuit. Berlin Booth hat sich mit ihr aber nicht nur über Musik und ihre Karriere unterhalten, sondern auch über die Vereinbarkeit von Kind und Nachtleben, den Umgang mit Hatern, Labelarbeit und die Rolle von Influencern in der Clubwelt. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  15. 75

    Nico Mohammadi über seinen C115 Club, Risikobereitschaft und die Clubszene Berlins

    Ein prall gefülltes Curriculum Vitae ist heute mehr als nur eine Auflistung von Stationen – es erzählt Geschichten. Bei Nico Mohammadi liest sich das so: Komponist, Multi-Instrumentalist, Live-Performer und DJ mit Stationen in Halle, Graz und Berlin. Dann: Gastronom, Barbesitzer (YSY Bar). Und ganz aktuell: Clubbetreiber. Er hat in geschichtsträchtiger Lage den Club C115 eröffent. Während Berlins Gastro- und Kulturszene noch mit den Nachwehen der Corona-Jahre ringt, Clubräume knapper werden und die Kosten steigen, hat Mohammadi in kurzer Zeit erst eine Bar für audiophile Nachtschwärmer eröffnet – und nun auch einen Club in geschichtsträchtiger Lage. Berlin Booth hat mit ihm über Chancen und Risiken der Berliner Clubgastronomie, über das Konzept hinter C115 und über die Verbindung von Geschichte, Partykultur und Risikobereitschaft gesprochen. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  16. 74

    Lucinee über ihr Label Distant Lifeforms, Kunstförderung und Tinitus in der Clubwelt

    Berlin und Hamburg sind für DJ, Musikerin und Labelchefin Lucinee eine logische Achse. Berlin ist Metropole und Melting Pot der elektronischen Szene, Epizentrum für neue Strömungen und klangliche Experimente. Hamburg ist für sie eine langjährige Heimat – verbunden mit einer bis heute lebendigen Erinnerung an den Club PAL, wie sie im Interview erzählt. Ende 2025 veröffentlichte sie die EP „First Contact“, die den Auftakt ihres Techno-Labels Distant Lifeforms markiert, das sie gemeinsam mit Lifka gegründet hat. Die Split-Veröffentlichung vereint jeweils zwei Tracks beider Künstler*innen. Berlin Booth sprach mit Lucinee über die Gründung ihres Labels, ihren Anspruch an Musik und Marketing, Reisen, Förderprogramme für Künstler*innen - und über ein Thema, das in der Clubkultur meist nur unterschwellig präsent ist: Gehörschutz. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  17. 73

    GHOST DE über Lost Places, Bunker-Raves und Eigeninitiative im Techno

    Wie feiern, wenn es weder erlaubt ist noch einen geeigneten Ort gibt? Diese Frage erscheint heute paradox. Während der Corona-Pandemie war sie bittere Realität. GHOST DE hat in dieser Zeit das Kollektiv Kinder der Nacht mitbegründet, um Raum für sich, seine Musik und Gleichgesinnte zu schaffen. Heute pendelt GHOST DE zwischen Berlin und Brandenburg und hat sich von semi-illegalen Partys in Lost Places und verfallenen Industrieruinen in den regulären Berliner Clubbetrieb gespielt. Berlin Booth sprach mit ihm über Eigeninitiative im Underground, die Partyszene Brandenburgs und den Charme des Verfallenen. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  18. 72

    DJ und Experience Creator Isis Lutz über authentische Partys, Dosenstechen und Techno-Zähne

    Festival- und Floor-Hosting, Event-Management, diverse Mottopartys in der Renate, im Kater, im Ritter Butzke, Jobs auf Festivals wie dem Garbicz, Feel, dem Melt und zahlreiche selbst organisierte Festivals: Diese Liste lässt sich ganz entspannt erweitern, denn Isis Lutz ist seit langem in Berlin keine Unbekannte in der Partyszene der Stadt. Mit ihrer Partyreihe, den Berliner Techno-Zähnen, hat sie eine Projekt gegründet, das gleichermaßen Partykultur feiert und Spenden für Zahnärzte ohne Grenzen e.V. sammelt und damit ziemlich typisch für die DIY-Attitüde Berlins ist. Die Idee für diese Party entststand aus einem kleineren Unfall auf der Tanzfläche. #zahnausschlagen Berlin Booth hat sich mit Isis Lutz darum über Scheitern und Aufstehen, die Gestaltung von Mottopartys, Konfetti auf der Tanzfläche, Authentizität in der Clubwelt und übers Dosenstechen unterhalten. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  19. 71

    Mischa Fanghaenel über seine Arbeit als Bouncer, verschwommene Bildwelten und die Freiheit der Nacht

    Selten ist ein Gesicht hinter der Kamera so sichtbar wie Mischa Fanghaenels. Er ist seit über zwei Jahrzehnten Fotograf und vielen Clubgänger*innen zugleich als Bouncer bekannt. Fanghaenel ist eine der Personen, die an der Tür Ja oder Nein sagen. Aber auch eine derer, die die Partys im Club zu dem machen, was sie sind: nicht vergleichbar.Fotografie und Nachtleben – das ist für Fanghaenel ein Match. Denn wo findet sich so viel Diversität wie in der Clubwelt? Berlin Booth hat sich deshalb mit ihm über seine Arbeit als Türsteher und Fotograf, die Schönheit des Berliner Clublebens und die Freiheit der Nacht unterhalten.Moderation : Martin DaßinniesRedaktion: Martin DaßinniesKamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  20. 70

    Pauli Pocket über ihr Aufwachsen in der Clubszene, Role Models und das sich wandelnde Berlin

    Man wird nur einmal volljährig im Leben. Pauli Pocket hat diese Realität mit ihrer Karriere als DJ erfolgreich widerlegt. Anfang Januar feierte sie ihr 18-jähriges Jubiläum als DJ und Musikerin. Als Kind der 90er Jahre ist das eine außergewöhnliche Leistung. Denn Pauli Pocket hat früh angefangen. Mit 14 das erste Mal im Club, danach ging es ziemlich schnell mit dem Auflegen los. Mit 17 zog sie nach Berlin, um mit Anfang 20 bereits Resident im Kater zu sein. Entsprechend viel kann die Musikerin über die hiesige Szene erzählen.Berlin Booth hat sich mit ihr über darum ihren Start in die Clubwelt, die Relevanz von Role Models und die Diversität der Szene, ihr Aufwachsen in Rostock, Berlin und ihren Umzug nach Hamburg unterhalten.Moderation: Max FingerRedaktion: Martin Daßinnies / Max FingerKamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  21. 69

    Line über Wahlfamilien, Gäste mit Attitüde und den Abschied vom Schwuz

    Die Clubwelt verspricht vieles: Eskapismus, Exzess, ein kurzes Abtauchen aus dem Alltag. Doch bevor die Nacht beginnt, wartet oft der kritischste Moment – Einlass und Kasse, jener Flaschenhals, der gerade in Berlin Ehrfurcht auslöst. Für Line ist dieses Ritual jedoch nur Randnotiz.Was Clubnächte wirklich trägt, sagt sie, ist die Community selbst: Freundinnen, Weggefährtinnen, Wahlfamilien. Menschen, die sich im Kosmos der Clubs immer wieder begegnen und für viele weit mehr bedeuten als bloße Bekanntschaften.Line kennt man – zumindest, wenn man im Schwuz oder im Sisyphos schon einmal in der Schlange stand. Als freundliches Gesicht an der Kasse, aber auch hinter den Kulissen, wo sie in der Künstlerbetreuung arbeitet. Berlin Booth hat mit ihr darum über Gäste mit Attitüde, den sozialen Kern der Clubszene und das Ende des Schwuz gesprochen.Moderation: Martin DaßinniesKamera / Ton: FlorisMorlok Postproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  22. 68

    Steven Shade über Kommerz, Underground und Politik in der Techno-Szene

    Steven Shade setzt in seiner Kunst auf Groove und Soul. In seiner Arbeit als Labelchef von Live from Moon begleitet er Künstler*innen unnachgiebig in ihrer Schaffenskraft. Diese Kombination und vor allem seine Langlebigkeit in der deutschen Elektro-Szene machen ihn zu einem nahezu perfekten Gesprächspartner. Hinzu kommt, dass das Herz des Musikers und Produzenten sowohl für den Underground – er hat mit illegalen Raves angefangen – als auch für die kommerzielle Clubkultur schlägt. Berlin Booth hat sich mit ihm über die schwierige Abgrenzung zwischen Underground und Kommerz, politische Haltung, Meilensteine für junge Künstler*innen und DJs sowie die Komplexität des israelisch-palästinensischen Konflikts unterhalten, der die Szene in Deutschland auf besondere Weise belastet. Moderation: Martin Daßinnies Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  23. 67

    Armin Mostoffi über die Liebe zum Rave, 90er Techno und die Silvesterdemo in Berlin

    Wenn es in den 1990er-Jahren irgendwo in der Bundesrepublik um Techno ging, dann war Armin Mostoffi als Event-Manager (u. a. Loveparade, Frontpage-Clubtouren) garantiert dabei. Mostoffi ist ein Kind des Techno und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich Techno zur Jugendkultur entwickelt hat. Mit welcher Leidenschaft er seine Arbeit bis heute betreibt, zeigt er aktuell beim Projekt „We are Berlin“, das für 2025/26 eine große Silvesterdemo am Brandenburger Tor plant und die obligatorische Party ersetzen soll. Berlin Booth sprach mit Armin Mostoffi über seine Liebe zum Rave, Techno als Jugendkultur, Berliner Kulturpolitik und selbstverständlich über die geplante Silvesterparty. Moderation: Martin Daßinnies Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  24. 66

    John von Das Techno Team über Techno Basics, Cringe-Momente und die religiöse Aura des Berghains

    Clubkultur ist Tanzkultur. Ravekultur ist Körperbewegung. Die einen finden sich in der Gleichförmigkeit der Feiernden wieder; für andere ist die Bewegung zur Musik ein Ausdruck von Individualität. Für John Fick von Das Techno Team hat der Tanz etwas Existentialistisches. Er selbst hat lange als Profitänzer an Wettkämpfen teilgenommen und in Berlin anderen als Tanzlehrer Choreographien und Bewegungsabläufe beigebracht. Dann – um es kurz zu fassen – traten Techno und das Berghain in sein Leben. Die Frage, was das Tanzen in einer Clubumgebung mit Körper und Geist machen kann, verändert den Blick. Das Ergebnis ist das sehr erfolgreiche Projekt "Das Techno Team" mit seinem Partner Maki Solomon. Berlin Booth hat sich mit John Fick darum über TikTok-Tänze, Cringe-Momente, Tanz als Form des freien Ausdrucks und über die religiöse Aura des Berghains unterhalten. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Marcus Kempe Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  25. 65

    C4RLOTTA über sportliche Disziplin, Vinyl Digging und Identität im Nachtleben

    Für C4RLOTTA waren die vergangenen Jahre ein Spiel aus Spannung und Kontrasten. In der Berliner Szene macht sie sich derzeit als Künstlerin und Vinyl-DJ einen Namen. Zuvor jedoch schrieb sie ein völlig anderes Kapitel: als Leistungssportlerin im deutschen Ruderteam, das sie bis zu den Olympischen Spielen in Tokio führte.An Willenskraft mangelt es ihr also nicht – ebenso wenig an der Lust aufs Record Digging. Doch was bringt jemanden dazu, eine etablierte Sportkarriere hinter sich zu lassen, um sich in ein neues kreatives Leben zu stürzen? Und welche Spuren der Spitzensportlerin prägen bis heute die House-DJ?Berlin Booth hat mit C4RLOTTA darum über Clubs als identitätsstiftende Räume gesprochen – über die Magie des Record Diggens, Vinyl-DJing und die Frage, wie man sich im Nachtleben selbst finden kann.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Martin DaßinniesKamera / Ton: Marcus KempePostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  26. 64

    Frederic. über die Anfänge von selected, den besonderen Vibe des R.SO und Boiler Room-Kritik

    Angefangen hatte alles 2015 mit der Organisation einer Geburtstagsparty. 10 Jahre später ist der DJ, Producer und Veranstalter Frederic. mit seiner [selected]-Crew eine feste Instanz in der Berliner Clubwelt. Frederic. kuratiert Veranstaltungen, legt national und international auf und ist zudem im Berliner R.SO und der Grellen Forelle in Wien Resident. Zwei seiner absoluten Lieblingsclubs. Im Interview mit Berlin Booth erzählt Frederic. was gerade diese beiden Clubs aus seiner Sicht ausmacht, was er sich in Berlin für frischen Wind in Bezug auf die Berliner Clublandschaft wünschen würde und wie er mit Kritik an seinem Boiler Room-Debüt umgegangen ist. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Max Finger Kamera / Ton: Marcus Kempe Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  27. 63

    Biesmans über erste Gigs, reparierte Synthesizer und Clubkultur in Zeiten des Krieges

    DJ, Produzent, Sounddesigner und Techniker – Joris Biesmans vereint viele Rollen in einer Person. Diese Vielseitigkeit prägt den Belgier seit Jahren und macht ihn zu einem der spannendsten Akteure der elektronischen Musikszene in Berlin. Biesmanns Karriere ist eng mit dem legendären Berliner Club Watergate verknüpft, wo er als Soundtechniker begann und sich bald zu einem der prägenden Residents und Gesichter des 2024 geschlossenen Clubs entwickelte. Mit der Schließung des Watergate endete für Biesmans ein wichtiges Kapitel. Im Gespräch mit Berlin Booth erzählt er von seinen ersten Auftritten in belgischen Clubs, von Berlin als sich wandelnder Heimat, über Reisen nach Mexiko, den Balanceakt zwischen Karriere und Familie – und darüber, warum Clubs und Nachtleben gerade in kriegsgeprägten Städten wie Kiew so wichtig sind. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Marcus Kempe Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  28. 62

    Cristina Plett über Berliner Stadtentwicklung, Clubkultur und die Bedeutung von Musikjournalismus

    Cristina Plett beschäftigt sich als Journalistin schon lange mit der Berliner Clubkultur. Ihre Texte sind bereits bei der Zeit, Groove dem dj-lab oder der taz erschienen. Aktuell arbeitet sie als Social Media-Redakteurin für den tagesspiegel und hat sich nebenbei auf ihren eigenen Social Media-Kanälen einen Namen gemacht. Regelmäßig berichtet sie bei Insta oder TikTok über aktuelle Geschehnisse in der Berliner Clubszene, über das sich verändernde Stadtbild, oder die Zusammenhänge von Clubkultur und Stadtentwicklung.Im September dieses Jahres konnte sie mit ihrem für den Tagespiegel erschienenen Text "Berliner Clubszene im Wandel" den Music Journalism Award für die beste Arbeit einer Journalist*in Unter 30 Jahren gewinnen. Beim diesjährigen Tag der Clubkultur saß sie unter anderem neben Asia James, Carmen Herold oder Dimitri Hegemann in der Jury, welche die herausragende Arbeit Berliner Kollektive auszeichnete. Im Interview mit Berlin Booth erzählt Cristina von ihren journalistischen Anfängen in kleinen Blogs, was sie mit Künstler*innen-Anfragen in ihrem Postfach macht und welche Hoffnungen sie für die Zukunft der Berliner Clubs hat.Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Max FingerKamera / Ton: Marcus KempePostproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  29. 61

    DJ Tanith über Alterdiskriminierung im Techno, Rave Revivals und veränderte Clubkultur

    Nicht jeder Gast muss vorgestellt werden, aber jeder Gast sollte vorgestellt werden: DJ Tanith ist ein Urgestein der deutschen Technoszene. Seit den 1980er-Jahren ist er als DJ aktiv, war Resident in Clubs wie UFO und Tresor, und prägte maßgeblich Veranstaltungen wie die Tekknozid-Partys, die Loveparade und andere Groß-Raves wie die Mayday. Legendär ist sein Auftritt mit einem Panzer auf der Loveparade.Tanith ist aber mehr als ein DJ und Musiker mit Wurzeln im Punk. Er hat schon immer aktiv die Technoszene kommentiert und mit seinem Blog kritisch begleitet. Berlin Booth hat sich mit ihm deshalb nicht nur über seine 40-jährige Karriere unterhalten, sondern auch über Revival-Kultur und Alterdiskriminierung in der Szene.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Martin DaßinniesKamera / Ton: Bilal NasirullaPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta Winzheimer Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  30. 60

    Mark Pertuis von Queer Mama über Awareness, sexualisierte Gewalt und falschen Substanzgebrauch

    Awareness-Arbeit hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Bestandteil der Club- und Festivalkultur entwickelt. Ziel ist es, diskriminierungsfreie Räume zu schaffen und dazu beizutragen, dass möglichst viele Menschen entspannt, sicher und respektvoll miteinander feiern und leben können. Queer Mama entstand vor einigen Jahren aus dem Wunsch heraus, insbesondere der queeren Community zu helfen, sich selbst zu helfen. Ursprünglich hatte das Projekt keinen direkten Bezug zur Clubszene. Vielmehr sollten – so Mitbegründer Mark Pertuis – Menschen aus der Community im Alltag durch die Community unterstützt werden. Aus diesem Ansatz entwickelte sich ein Awareness-Team, das mittlerweile auf zahlreichen Partys und in vielen Clubs der Stadt präsent ist. Berlin Booth hat mit Mark Pertuis deshalb über die wachsende Bedeutung von Awareness-Arbeit für Clubs und Festivals gesprochen – insbesondere in der queeren und schwulen Community, über sexualisierte Gewalt, Substanzgebrauch und den Wunsch nach geschützten, solidarischen Räumen. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  31. 59

    Janus TB über Rituale an der Clubtür, Berliner Eigenheiten und Smalltalk als Offenbarung

    Ab und zu lohnt es sich, die Perspektive zu wechseln: Aus Sicht von Clubgänger*innen sind Türsteher*innen – oder auch Bouncer – das zentrale Nadelöhr, das zwischen ihnen und einer Clubnacht steht. Aus Sicht der Tür stellen sich andere Fragen: Wie geht man mit den hunderten Blicken um, die sich die ganze Nacht auf einen richten? Wie verarbeiten man negative Erlebnisse? Welche Erfahrungen braucht es, um an der Tür die richtigen Entscheidungen zu treffen? Und worauf freut sich ein Türsteher, wenn die Schicht beginnt? Janus arbeitet seit 2016 als Selekteur und Türsteher für verschiedene Veranstalter*innen und Clubs – darunter Orte wie das Ritter Butzke, Renate, Else, den ehemaligen Suicide Circus (heute Lokschuppen) und andere. Seit 2021 ist er fester Bestandteil des Teams im Sisyphos. Mit seiner Erfahrung trägt er als Selekteur wesentlich zur Clubatmosphäre und zum Erfolg einer Clubnacht bei. Berlin Booth hat sich mit ihm über seinen Werdegang, Kleiderordnungen, Do’s and Don’ts, das Clubsterben und die Einzigartigkeit der Berliner Clubkultur unterhalten. Moderation: Martin Daßinnies Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Kamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Floris Morlok Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  32. 58

    Charleen Herzig über TikTok-Raver, Techno als Lifestyle und Sober Life

    Charleen Herzig ist Digital Creator und widmet sich auf ihren Instagram- und TikTok-Kanälen der Rave- und Technokultur. Herzig gehört damit zu jener Generation, die ihr alltägliches Leben digital aufbereitet und mit liebgewonnenen Ritualen der Clubkultur bricht. #handyimclub Auf ihren Kanälen spricht sie über Cluboutfits, gibt Upcycling- und Schminktipps für die Nacht und nimmt ihre Follower mit auf Festivals und in ihre frisch gestartete DJ-Karriere – Techno-Lifestyle der Gen Z! Mit dieser Präsenz eckt @charleen.herzig natürlich an. Grund genug für Berlin Booth, sich mit ihr über ihren Blick auf die heutige Clubkultur, TikTok-Raver und kritische Aspekte des Techno-Lifestyles zu unterhalten. Ein Thema, das sich dabei authentisch wie ein roter Faden durch ihr digitales Leben zieht: Sober Life. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Floris Morlok Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  33. 57

    Loone-Founder Saeed über Livestream-Organisation, Talentförderung und Techno-Boxing im Berghain

    DJ-Livestreams sind spätestens mit Corona fester Bestandteil der (virtuellen) Clubszene geworden. Doch auch nach der Pandemie hört der Streaming-Erfolg nicht auf. Im Gegenteil: Es entstehen immer neue Plattformen. So auch in Berlin. Saeed Shahabi ist Gründer der loone-Streams. Zwar hatte er gemeinsam mit seinem Team auch schon während Corona gestreamt, doch den regelmäßigen loone-Stream startete er (erst) 2024.Bei loone stehen immer wieder renommierte DJ‘s an den Decks. Doch der Fokus liegt vor allem auf New Faces und Talents. Saeed, der seit 2012 fest in der Berliner Szene verankert ist, hat mit loone einen Raum geschaffen, den es in Berlin nicht mehr so oft gibt. Einen Raum, in dem Akteur*innen verschiedenster Generationen und Genre zusammenkommen und sich austauschen.Im Gespräch mit Berlin Booth erzählt Saeed von dem Gefühl, der Szene unbedingt etwas zurückgeben zu wollen, von der täglichen Arbeit mit loone und geplanten Veranstaltungen. Und er erzählt, wie er eine Verbindung zwischen seinen Leidenschaften Kickboxing und elektronischer Musik herstellen konnte.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Max FingerKamera / Ton: Bilal NasirullaPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  34. 56

    Wem gehört die Stadt: Maria Bischof über Politik, Clubkultur und die Tanzdemo

    Mieten steigen. Kulturorte schließen. Die Preise steigen beständig und gefährden Clubs und soziokulturelle Räume. Freiräume verschwinden. Auf diese Probleme – die ja nicht nur für Berlin gelten – macht alljährlich das Kollektiv Kirsch mit der Tanzdemo aufmerksam, die 2025 am 13. September stattfinden wird. Das Kollektiv Kirsch setzt sich seit Jahren für mehr kulturelle Vielfalt in der Stadt ein. Seine Mitglieder stammen sowohl aus der Club- und Partyszene als auch aus dem politischen Kontext der Hauptstadt. Mit Maria Bischof, die selbst leidenschaftlich gern feiern geht und sich seit Jahren beim Kollektiv Kirsch engagiert, hat sich Berlin Booth darum über die Sichtbarkeit politischer Ansprüche, die Veränderungen der Berliner Clubwelt und über die Verdrängung und das Verschwinden von Freiräumen unterhalten. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  35. 55

    Mystigrix über Community, Labelarbeit und Festivalorganisation

    Mystigrix war, bevor es ihn nach Berlin verschlagen hat, ein wesentlicher Bestandteil des Zugvögelfestivals und hat lange im Kollektiv an der Festivalorganisation mitgewirkt. Dabei spielte bei ihm gerade die Community eine tragende Rolle. Sie hat so manche Anstregnungen positiv überschattet, wie er im Gespräch mit Berlin Booth erzählt. #Komposttoiletten Nach Stationen in Hamburg und Bremen fokussiert sich Mystigrix in Berlin auf seine Musik. Hier hat er sein Label Flirt Records gegründet. Berlin Booth hat sich mit ihm darum über die Gründung des Labels, Ansprüche an die eigene Musik und die Höhen und Tiefen in der Festivalorganisation unterhalten. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  36. 54

    Overdosed Berlin über illegale Raves, Lost Places und Freiheit beim Feiern

    Es gibt Gründe für Veränderungen, die so tiefgreifend sind, dass sie immer wieder Erwähnung finden. In der Clubwelt ist das wohl die Corona-Zeit. Alles ist seither teurer, zahlreiche Clubs mussten schließen. Schlimmer noch: Eine ganze Generation von Feiernden scheint die Lust auf Clubnächte verloren zu haben. So zumindest liest man es in der einschlägigen Fachpresse.Ob das wirklich stimmt, ist schwer zu sagen. Richtig ist, Corona war eine Zäsur. Menschen konnten indoor nicht mehr feiern und taten es darum draußen. Legal oder illegal – ganz egal! Das Kollektiv Overdosed Berlin ist genau in dieser Zeit entstanden und wurde bekannt für wilde, meist illegale Partys in Abrisshäusern und Lost Places.Dabei geht es dem Kollektiv um das, was wohl auch die erste Generation an Ravern in den frühen 1990er Jahren antrieb: Freiheit. Berlin Booth hat sich mit Overdosed Berlin deshalb über Katz- und Maus-Spiele mit der Polizei, die Schönheit verfallener Gelände und die Grundsätze illegalen Feierns unterhalten.Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  37. 53

    Clemens Schick über seinen neuen Film "Rave On", tanzen im Berghain und Feiern im Rausch der Musik

    Die Regisseure Nikias Chryssos und Viktor Jakovleski haben mit "Rave On" dem Technoclub einen Film gewidmet, der in Bildern, Leidenschaft und Farben stark an Gaspar Noés "Climax" erinnert. Dass "Rave On", mit Aaron Altaras und Clemens Schick in den Hauptrollen, stark an die Berliner Clubszene erinnert, kommt nicht von ungefähr: Große Teile des Films wurden im Berliner Club RSO gedreht.Clemens Schick spielt im Film einen geisterhaften Freund, der die Hauptfigur Cosmo, gespielt von Aaron Altaras, durch eine intensive, drogenreiche und vielleicht erkenntnisreiche Nacht begleitet.Berlin Booth hat sich mit Clemens Schick über die Dreharbeiten zu „Rave On“ im Live-Betrieb des RSO, seine Beziehung zum Berghain, Drogen und zur Technoszene der Stadt unterhalten.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Martin DaßinniesKamera / Ton: Bilal NasirullaPostproduktion: Leo PrüferGrafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  38. 52

    Rüdiger Schmolke über Club - und Drogenkultur und Awarenessarbeit auf Festivals

    Wo fangen wir im Gespräch eigentlich an? Mit Rüdiger Schmolke ist ein Start gar nicht so einfach, denn er blickt mittlerweile auf 35 Jahre Ravekultur zurück. Die Entwicklung der hiesigen Rave- und Clubkultur hat er von Beginn an miterlebt und seine persönliche Lust am Feiern hat er bereits früh mit der aktiven Arbeit in der Festival- und Partykultur verbunden. Heute ist Schmolke Dozent für Soziale Arbeit an der Fachhochschule Potsdam sowie Vorstandsmitglied des Akzeptanz- und Bundesverbands für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik. Er ist Mitglied und ehemaliger Geschäftsführer von Sonics, dem Bundesverband für Safer Nightlife, aktiver Bildungsreferent bei Chill Out Potsdam sowie Initiator und ehemaliger Koordinator von Sonar (Safer Nightlife Berlin). Berlin Booth hat sich darum mit ihm über die Entstehung von Antidiskriminierungs- und Drogenarbeit auf Festivals und in Clubs unterhalten. Wir sprechen darüber, welche Ansätze sich in Berlin, Deutschland und Europa bis heute etabliert haben, wie Best-Practice-Projekte arbeiten und worauf es ankommt, wenn Menschen im Kontext der Clubkultur psychische Belastungen entwickeln oder in psychische Krisen geraten. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Leo Prüfer Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  39. 51

    Isabelle Beaucamp über den Anspruch an Sets, nachhaltige Mode und den Januskopf Social Media

    2. Juristisches Staatsexamen, Musikproduzentin, DJ, Gründerin des Musiklabels Bazar Sauvage und des Modelabels Bazar Sauvage Couture: Nach dem Gespräch mit Isabelle Beaucamp bleibt vor allem eine Frage im Kopf hängen, wie schafft sie es, all das unter einen Hut zu bringen? Die Antwort ist aber nicht so wichtig. Relevant ist: Sie tut es.Bekannt wurde Beaucamp durch abwechslungsreiche Sets, in denen sie Techno mit orientalischer Musik, Tribal Beats und Trance kombiniert. Kurz nach Corona gründete sie ein eigenes Modelabel, bei dem sie – ähnlich wie in ihrer Musik – ziemlich frei interpretiert, Gegensätze zusammenbringt und eindrucksvoll Normen ignoriert. Mit Berlin Booth hat sich Isabelle Beaucamp ausführlich über ihren Weg in die Musik und ihre Modekarriere unterhalten.Wie zwiespältig sie dabei Social Media in ihrer Arbeit wahrnimmt und welche Relevanz die amerikanischen Social-Media-Plattformen für Künstler*innen, Agenturen und die gesamte Musikbranche haben, erfahrt ihr im Interview.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Martin DaßinniesKamera / Ton: Bilal NasirullaPostproduktion: Leo PrüferGrafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  40. 50

    Jana Falcon über Neid in der Clubszene, ihr Jubiläum bei BRENN. und Arbeit bis zur Erschöpfung

    Im Sommer 2025 feiert Jana Falcon ihr zweijähriges Jubiläum als Resident von BRENN. Das Kollektiv, welches 2017 von Nikki aka. Flemish Fetish gegründet wurde, konzentriert sich vor allem auf BIPoC-queer-feministische Anliegen und ist für Jana mittlerweile zur musikalischen Heimat in Berlin geworden. Jana ist in der Berliner Szene eine feste Größe: Die gelernte Vinyl-Schnitt-Ingeneurin spielt nicht nur selbst regelmäßig national und international, sie produziert, gibt Workshops und spielt Theater. Im Interview mit Berlin Booth erzählt Jana, weshalb die Arbeit mit BRENN. so wichtig ist wie noch nie, warum sie dazu neigt, sich zu übernehmen und wie sie zum Beispiel auf die Frankfurter Clublandschaft blickt. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Max Finger Kamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Leo Prüfer Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  41. 49

    DJ Jauche über Vinyl only, die Wandlungsfähigkeit der Berliner Szene und den blauen Planet

    Mit den heutigen digitalen Möglichkeiten kann eigentlich jede Person DJ sein. Der Einstieg ins Mixing wird durch die digitale Automatisierung ziemlich vereinfacht. Das bedeutet einerseits Freiheit, andererseits mitunter aber den Verlust von Qualität. Denn technisches Know-how ist verknüpft mit individuellem Stil, Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit. Oliver Marquardt alias DJ Jauche hat den Beginn der Technometropole Berlin live erlebt und mitgestaltet. Er hat schon im Walfisch – dem heutigen KitKat – Platten aufgelegt, in den 90ern Partys organisiert und quasi in jedem Laden gespielt, der in dieser Stadt einmal wichtig war. Marquardt setzt bis heute bei seinen Sets ausschließlich auf Vinyl. Kennengelernt haben wir Oliver Marquardt aber auf der Tanzfläche. Beim Tanzen in der Menge, bei einem dieser Gespräche, die man während einer längeren Klubnacht führt und sich freudig daran zurückerinnert. Aber worüber spricht man später in einem Interview mit einem Künstler, der quasi alles mitgemacht hat, was die elektronische Musikszene in den letzten 30 Jahren ausgemacht hat? Vielleicht gerade darüber: die 80er, in denen sein Wunsch, DJ zu werden, heranreifte; die 90er, in denen Techno und House in Berlin zum Standard wurden – und natürlich die Jetztzeit, in der die Berliner Szene wieder einmal Veränderungen erlebt. Und da gäbe es noch die eine Frage zum Klassiker „Der blaue Planet“ der DDR-Band Karat, den Marquardt vor einiger Zeit neu interpretiert hat. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin DaßinniesKamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Leo Prüfer Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  42. 48

    Daniel Priller von Sekko Soziale über den politischen Charakter des Trinkens und Kollektivarbeit

    Wie landet man eigentlich im Organisationsteam eines Festivals? Für Daniel Priller war das kein steiniger, sondern ein Weg voller Umwege und Wendungen. Möglich gemacht hat das der inklusive Ansatz, den viele Menschen in der Clubkultur besitzen: Wer etwas beisteuern kann und will, der findet seinen Weg!Für Daniel Priller, der unter anderem das Moyn-Festival mit aus der Taufe gehoben hat, ging der Weg aber neben der Arbeit im Kollektiv noch weiter. Gemeinsam mit David Caspers gründete er vor ein paar Jahren Sekko Soziale, mit dem Ziel, Schaumwein zu verkaufen und soziale Projekte zu unterstützen. Rassismus und Faschismus sind in Deutschland ein wachsendes Problem, deshalb fließt ein garantierter Prozentsatz der Einnahmen aus dem Schaumwein-Verkauf in ein Aussteigerprogramm für Rechtsradikale.Berlin Booth hat sich mit Daniel Priller deshalb über den inklusiven Charakter des Trinkens, chaotische Festivalorganisation und die Komplexität der Müllorganisation auf Festivals unterhalten.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Martin DaßinniesKamera / Ton: Bilal NasirullaPostproduktion: Leo PrüferGrafik: Cleo Beater  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  43. 47

    Miriam Mondshein über das Klubnacht 01-Artwork, Ayurveda-Coaching und nervige Gästelistenfragen

    Ende Mai erschien nach vier Jahren Funkstille und für viele überraschend ein neues Release des legendären, eng mit dem Berghain verbundenen Berliner Labels Ostgut Ton. Das Artwork für die Compilation "Klubnacht 01", auf der sich unter anderem DJs wie JakoJako, Fadi Mohem, CINTHIE und Lydia Eisenblättler wiederfinden, stammt von Miriam Mondshein. Miriam hat eine lange Beziehung zum Berghain. Sie ist DJ, Produzentin und sie malt. Und das nicht irgendwie: In ihren Bildern verknüpft sie ihr Hörerleben mit ihrem Seh- und Tastsinn. Möglich wird diese besondere Verschmelzung der Sinneswahrnehmungen durch Synästhesie. Außergewöhnlich ist bei Miriams Bildern nicht nur die Art der Entstehung, sondern auch das Material, mit dem gemalt wird – besser gesagt, die Farbe. Miriam malt mit Blut.Im Interview mit Berlin Booth erzählt sie, wie schwierige Zeiten in ihrem Leben und die Ausbildung zur Ayurveda-Therapeutin ihren künstlerischen Ansatz geprägt haben, wie sie anderen Menschen mit Synästhesie helfen möchte und wie die Idee zu ihrem eigenen Podcast entstanden ist. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Max FingerKamera / Ton: Bilal Nasirulla Postproduktion: Leo Prüfer Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  44. 46

    Thomas Karsten über die Architektur des Berghain, gute Raumgestaltung und relevante Detailfragen

    Gebäude erzählen immer eine Geschichte. Doch ihr ursprünglicher Zweck kann sich im Laufe der Zeit verändern. Das Berghain mit seiner neoklassizistischen Fassade wurde in den 1950er Jahren als Heizkraftwerk gebaut. Heute ist es untrennbar mit der Berliner Clubkultur verbunden.Doch wie gelingt es, eine marode Industriearchitektur in einen Technoclub umzuwandeln? Für das Architekturehepaar Alexandra Erhard und Thomas Karsten ist das Berghain ein außergewöhnliches und besonderes Projekt – aber nur eines von vielen, die sie realisiert haben. Mit ihrem Studio Karhard setzten sie vielfältige Konzepte um, darunter die Food-Etage des Berliner KaDeWe, die Büros von Sony Music, Zahnarztpraxen und zahlreiche Bars.Im Gespräch mit Berlin Booth spricht Thomas Karsten über die vielseitigen Facetten seiner Arbeit, Laufwege im Nachleben, das Herausragende am Club Kyiv und warum die Bouncer der Berghain-Tür unlängst mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht wurden.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Martin DaßinniesKamera / Ton: Leo PrüferPostproduktion: Leo PrüferGrafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  45. 45

    Andre Kronert von Matter of Fact über das eigene Vinyl-Presswerk und seine Beziehung zu Berlin

    Andre Kronert ist Vinyl-Leidenschaft in Person. Viele DJs haben das Medium der Schalplatte generationenübergreifend für sich entdeckt (oder nie vergessen). Andre jedoch legt nicht nur sein Leben lang mit Vinyl auf und produziert Musik. Er ist dazu noch CEO eines eigenen Presswerkes. 2018 gründete er Matter of Fact und produziert seitdem mit seinem Team für nationale und internationale Künstler*innen Schalplatten. Mit Berlin verbindet Andre eine lange und intensive persönliche wie geschäftliche Beziehung. Und dass, obwohl er selbst nie hier gelebt hat. Im Interview mit Berlin Booth erzählt Andre, was beim Herstellen von Vinyl alles schiefgehen kann, wie sich seine Prioritäten über die Jahre verändert haben und schlechte Qualität auf dem Vinyl-Markt. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Max Finger Kamera / Ton: Leo Prüfer Postproduktion: Leo Prüfer Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  46. 44

    Aylin Idah über Verantwortung als Modelagentin, Wertschätzung für DJs und Scouting im Berghain

    Aylin Idah ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Berliner Clubkultur. Die Berliner Vinyl-DJ hat sich aber nicht nur in vielen Clubs einen Namen gemacht. Auch in der Modelszene ist sie schon lange aktiv und betreibt seit bald 10 Jahren mit Girls Club Management eine international renommierte Modelagency. Ganz nebenbei hat sie sich ihre eigene DJ Karriere aufgebaut. Unter der Woche ist sie CEO - am Wochenende steht sie an den Decks. Im Gespräch mit Berlin Booth erzählt Aylin Idah von den Parallelen des DJ- und Modelbusiness, ihren musikalischen Anfängen als Schlagzeugerin und Modelscouting im Berghain. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Max Finger Kamera / Ton: Leo Prüfer Postproduktion: Leo Prüfer Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  47. 43

    The Jakob Sister vom Kollektiv Sachsentrance über den Trance-Boom und den Einzug des Mainstream

    Trance wird von vielen Menschen geliebt, doch ebenso leidenschaftlich gehasst. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich nicht zwischen diesen beiden Extremen, sondern vielmehr darin, dass viele Clubgänger*innen im anhaltenden Trance-Boom eine Art Ausverkauf sehen. Wo der Mainstream Einzug hält, scheint die Szene manchmal zu verlieren, was sie ausmacht.Das Trance-Kollektiv Sachsentrance erlebt gerade genau diesen Punkt. Sie sind Teil einer Welle, die sie mit viel Elan und einem feinen Gespür für den Zeitgeist aktiv mitgestalten – allerdings ohne die Absicht, massenkompatibel zu sein. Das Kollektiv versteht sich als ein linkes Kollektiv und Label, das sich in bunten, wilden Partys ausdrückt und gleichzeitig für Toleranz, Inklusion und einen respektvollen Umgang miteinander steht.Berlin Booth hat sich deshalb mit Sachsentrance-CEO The Jacob Sister über die Anfänge des Kollektivs unterhalten und darüber, wie sie die Trance-Szene mit ihrer zunehmenden Kommerzialisierung erleben. Ob Sachsen dabei heute eine Rolle spielt, klären wir im Interview.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Martin DaßinniesKamera / Ton: Leo PrüferPostproduktion: Leo PrüferGrafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  48. 42

    Lichtoperator Light Machinery über das Leuchten im Berliner Nachtleben

    Es ist nie nur die Musik allein! Natürlich steht sie im Zentrum jeder Clubnacht – ohne sie kein Tanz, kein Vibe, kein Grund überhaupt loszuziehen. Aber das, was einen Club wirklich ausmacht, entsteht erst im Zusammenspiel: Da ist die Crowd, die den Raum mit Leben füllt. Da ist der Sound, das körperlich spürbare Klangbild. Und da ist das Licht. Oft unterschätzt, doch essenziell! Lichtdesign kann subtil und pulsierend sein oder brutal und flackernd. In manchen Clubs ist es zurückhaltender, in anderen zentraler Bestandteil der Inszenierung. Doch eine Clubnacht ohne Stroboskopeffekte? Kaum denkbar. Licht setzt Akzente, steuert Emotionen – es macht den Raum lebendig. Mit genau solchen Konzepten kennt sich Julian aka Light Machinery aus. Er hat sich seine Sporen im KitKat verdient und ist heute regelmäßig im RSO oder im Sisyphos im Einsatz. Erstaunlich ist es aber, wie unsichtbar Lichtoperator*innen im Clubgeschehen bleiben. Dabei sind sie es, die die Musik und die Menschen überhaupt erst in Szene setzen. Berlin Booth leuchtet deshalb genau diesen dunklen Punkt aus: die stille, aber zentrale Rolle der Lichtgestaltung in der Clubkultur. Wir haben mit Julian über seine Erfahrungen, seine Arbeit und über eine Frage gesprochen, die im Berliner Nachleben immer wieder auftaucht: Wie viel stark lebt die Szene heute noch vom DIY-Geist? Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Leo Prüfer Postproduktion: Leo Prüfer Grafik: Cleo Beater Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  49. 41

    Dirty Doering über Jetset, Tourleben und die Vorteile vom Feiern am Tag

    Dirty Doering ist ein Tausendsassa, bei dem man sich fragt, welchen Club er in der Stadt eigentlich nicht bespielt hat. Er ist Chef des Labels Katermukke und ist einer der Berliner DJs und Musiker, die auch international relevant sind. Angefangen hat Doering bescheiden mit Afterhour-Partys. Das Leben in der Nacht und im Flugzeug hat dann sein letztes Jahrzehnt bestimmt. Wie ist das also mit der Berliner Clublandschaft und der anderen Clubwelt da draussen? Jammert die hiesige Clubszene gerade auf hohem Niveau? Oder ist alles wirklich so dunkel, wie es scheint? Doering hat sich in den vergangenen Jahren vom Nacht- zum Tagesmenschen gewandelt und entschwindet jeden Winter der frostigen Berliner Tristesse. Warum das für seine Kreativität entscheidend ist und weshalb das beständige Touren ein ewiger Drahtseilakt ist, hat er Berlin Booth im Interview erzählt. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Leo PrüferPostproduktion: Leo Prüfer Grafik: Florian Springfeldt Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  50. 40

    Angel über Diversität und die Pet- und Pupplay-Szene

    Wer über Clubkultur spricht, sollte nicht nur über musikalische Einflüsse, Veranstalter*innen und Clubbetreibende sprechen. Es sind letztlich auch die Feiernden selbst, die die Clublandschaft zu dem machen, was sie ist. Martin hat Angel quasi im Club kennengelernt. Dort war sie, sichtbar hinter ihrer Puppy-Maske verborgen, ein Teil der feiernden Menge. Die Fragen waren aber sofort offensichtlich: Wer ist der Mensch hinter der Maske? Warum trägt sie die? Und was verbirgt sich hinter dem Petplay, das in Berliner Clubs immer öfter anzutreffen ist? Berlin Booth hat sich mit Angel darum über die Facetten des Petplays, die Dominanz von Männern in der Pupplay-Szene und über die Unterschiede der Kölner und Berliner Clublandschaft unterhalten. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Leo Prüfer, Marcus Kempe Postproduktion: Leo Prüfer Grafik: Florian Springfeldt Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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Berlin Booth porträtiert Künstlerinnen, Bookerinnen, Barpersonal, Türsteherinnen, Partymacherinnen, Kollektive, Clubbetreiber*innen, sowie Publikum auf Augenhöhe und zeigt so die Einzigartigkeit der Club- und Ravekultur.Unser Videocast zeichnet ein lebendiges Schaubild der Berliner Elektroszene und darüber hinaus. Wir porträtieren wichtige Persönlichkeiten aller Clubbereiche und zeigen die anhaltende Vitalität der elektronischen Szene. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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