Bewegungsmelder Kultur

PODCAST · society

Bewegungsmelder Kultur

Der Podcast der IG Kultur.

  1. 100

    Zivilgesellschaft am Rande

    Wie ist der Stand der Zivilgesellschaft in Österreich? Wie sehen das Akteur*innen in ihrer konkreten Arbeit? Wie können wir gegensteuern? Die Zivilgesellschaft am Ende? So schlimm ist es zum Glück noch nicht. Aber in Zeiten, in denen über die weitgehend ehrenamtliche und gemeinnützige Tätigkeit fast nur mehr mit Worten wie „Schlepper-Taxi“ und „NGO-Wahnsinn“  gesprochen wird, sieht es schon düster aus. Zumal das nun aus höchsten Regierungskreisen zu hören ist. Das ist auch eine bedrohliche Entwicklung für die Demokratie. Dafür wurde nun ein Solidaritätspakt gegründet, in dem wir gemeinsam mit vielen anderen Organisationen wie die attac, Greenpeace oder die Volkshilfe Mitglied sind. Mehr dazu auf solidaritaetspakt.org Wir haben mit Franz Neunteufl gesprochen, Geschäftsführer der IGO, der Interessensvertretung gemeinnütziger Organisationen in Österreich. Über die Bedeutung der Zivilgesellschaft für eine funktionierende Demokratie, aber auch über den rauer werdenden Ton.  Er bemerkt, dass es kaum mehr einen Austausch mit Fachministerien gibt. Das ganze Interview gibt es in voller Länge hier. Außerdem wurde der IG Kultur ein Civitates Projekt bewilligt, als eines von nur 16 Projekten von 200 Einreichungen aus ganz Europa. Ziel dabei ist ebenfalls eine Brücke zu schlagen zwischen zivilgesellschaftlichen AkteurInnen aus den verschiedensten Bereichen um Vernetzung und Kooperation zu fördern. Wir haben mit ein paar Teilnehmenden darüber gesprochen, ob sie merken, dass angesichts des raueren Klimas Spielräume enger werden, was sich dadurch in ihrer Arbeit verändert hat und welche Wege und Synergien vielleicht helfen könnten. Wir sprachen mit Stefanie Stadlober und Lukas Hiegelsberger vom Verein gemma aus Graz und Herbert Langthaler von der Asylkoordination. Zum Interview mit Franz Neunteufl (IGO) Alle Sendungen des Bewegungsmelder Kultur

  2. 99

    Die Kultur bei der schwarz-blauen EU-Ratspräsidentschaft

    Wer bestimmt in der EU? Irgendwelche Bürokraten? Nein, der Europäische Rat legt die Ziele und Prioritäten fest. Und der besteht aus den ganzen nationalen Regierungsspitzen. Am 1. Juli übernimmt Österreich für ein halbes Jahr. Das feiert Schwarz-Blau auf einem Gipfel in Schladming beim Picknick. Schön abgeschirmt und ungestört, weit weg von den Demos. Dafür wird es hübsche Pressefotos von Kurz und Strache auf der Alm geben. Volksnah sieht anders aus. Es bedeutet auch, dass sie den Vorsitz in den Verhandlungen zwischen den Mitgliedsstaaten zu führen. Bislang hat der Vorsitz seine nationalstaatlichen Interessen zurückgenommen und eher neutral, vermittelnd agiert. Die Europäische Kulturpolitik spielt meist kaum eine Rolle. Doch auch hier werden nun die Weichen gestellt, nämlich wieviel Budget ab 2021 für Kultur zur Verfügung steht und welche Prioritäten gesetzt werden. Diesmal gibt es aber auch einige heikle Themen, Flüchtlingspolitik, Handelsstreit, auch das EU-Budget, das wackelnde Europa für die Zukunft zu rüsten. Nun sind immer mehr nationale Regierungen rechtspopulistisch bis rechtsextrem besetzt. Was können wir erwarten und wie können wir uns darauf vorbereiten? Tere Badia ist neue Generalsekretärin bei Culture Action Europe. Sie übernimmt den Posten für das Europäische Kulturlobbying-Netzwerk zu einem kritischen Zeitpunkt, einige Erdbeben erschütterten die Europapolitik und wir sind immer noch am Scheideweg. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, was der Siegeszug der Rechtspopulisten für die Kulturpolitik auf EU-Ebene bedeutet und welche Strategien einen Ausweg bedeuten könnten. Auf unserer Website ist auch ein Artikel dazu. https://igkultur.at/artikel/tere-badia-culture-action-europe Am Ende hören wir Beiträge vom Symposium „Changing Politics – Changing Culture“, dass die Universität für Angewandte Kunst gemeinsam mit EDUCULT ausgerichtet hat. Da ging es um die Reflexion der neuen politischen Verhältnisse und Möglichkeiten der Intervention. Beim Artikel zur Sendung verlinken wir zu einem Videobeitrag vom Symposium. Wir hören erst Guillaume Paoli, Philosoph, darüber, wie Menschen so an die Ränder gedrängt wurden, dass es vielleicht mit dazu geführt hat, dass sie so gewählt haben, wie sie es getan haben. Dann hören wir die Ökonomin Ruth Simsa über die Indignados Bewegung in Spanien und welchen Einfluss das auf die Gesellschaft hatte. Am Ende spricht Cessy Leonard vom Zentrum für politische Schönheit über künstlerische und politischen Wandel und welche Rolle Emotionen dabei spielen. http://educult.at/veranstaltungen/changing-politics-changing-cultures/ Zum Langartikel über die Bedeutung von Kultur beim Schwarz-Blauen EU-Ratsvorsitz: https://igkultur.at/artikel/eu-rat-kulturpolitik Zum Interview mit Tere Badia, Culture Action Europe: https://igkultur.at/artikel/tere-badia-culture-action-europe

  3. 98

    Quo Vadis Europa?

    Bewegungsmelder. Die Radiosendung der IG Kultur.   Quo Vadis Europa? Diese Frage stellt man sich, beim allgegenwärtigen Aufschwung des Neonationalismus, Abspaltungs- und Unabhängigkeitsbestrebungen. Spätestens seit dem sehr realen Breixit aber auch angesichts Trumps USA und der neuen Weltordnung. Wo geht es hin? Eine entscheidende Frage könnte auch sein: Wo wollen wir überhaupt hin und was sind unsere Möglichkeiten? Was haben wir verpasst, woran sind wir gescheitert und welchen Herausforderungen sollten wir uns dringend annehmen? Diesen Frage widmeten sich Europas Kulturplayer bei der Konferenz „Beyond the Obvious“ von Culture Action Europe in Budapest. Catherine Cullen meint, „Beyond the Obvious“ sei nichts, was unsere Vorstellungskraft länger anstrengen müsste. Wir wären längst „Beyond the Obvious“. Es war nur zu offensichtlich, was nicht passieren könnte, was undenkbar war. „Breixit was obviously not going to happen. Trump, never! But we see that it is happening“. Doch genau diese Grenze haben wir überschritten. Und müssen erst verstehen lernen, was es bedeutet. Zunächst erzählt uns Carla Schiavone von Culture Action Europe, was das Netzwerk versucht zu erreichen und wie es die Sache angeht. Dann beschäftigen wir uns gleich mit den Inhalten der Konferenz. Yamam Al Zubaidi meint, der Westen erzittere vor den unvorhergesehenen Veränderungen, dabei hätte er sie selbst vor Jahrzehnten bereits angezettelt. Die Probleme kämen letzten Endes einfach nur nachhause. Dann erzählt uns Bel Olid von den katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen und wie der Faktor der Kultur ein Motiv darstellt, aber auch wiederum Zugehörigkeit stiften könnte. Abschließend fragt Clymene Christoforou, was Kultureinrichtungen gegen den Breixit hätten tun können. In unserem Metier waren immerhin 96% gegen den Austritt. Warum färben wir so schlecht ab? Und lauschen wir den andächtigen Klängen aus der Soundperformence ABYSSUS von Zoltan Mizsei und Abris Gryllus. Videos zu den einzelnen Beiträgen   Bewegungsmelder. Die Radiosendung der IG Kultur.   igkultur.at

  4. 97

    Zeitgenössischer Zirkus. Perspektiven, Probleme, Chancen.

    Zeitgenössischer Zirkus? Ein Zirkus jenseits von simpler Unterhaltung aus Tierspektakel, Popcorn und Wohnwägen? Im Zirkus haben in den letzten Jahrzehnten viele Umbrüche stattgefunden. Der sogenannte „Neue Zirkus“ ist zeitgenössischem Theater, Tanz oder Performance-Kunst fast näher, als seinen traditionellen Ursprüngen. Dabei erreicht er ein anderes Publikum gerade durch seine inhaltliche Ausrichtung: Der neue Zirkus kann sich nämlich kritisch mit der Gesellschaft auseinandersetzen und tut das auch. Er hat mittlerweile eine ausdifferenzierte Infrastruktur in Ausbildung und Produktion gebildet. Doch hier hinkt Österreich ein wenig hinten nach. http://www.igkultur.at/medien/bewegungsmelder Videobeiträge zum Thema zeitgenössischer Zirkus unter

  5. 96

    The Matryoshka Effect – Cultural Policies and its Ideologies

    Über die Lage von Kunst und Kultur in zeitgenössischen kapitalistischen Gesellschaften wurde auf dem Symposium „Matryoshka Effect – Cultural Policies and its Ideologies“ am Freitag, 25. November 2016 an der Universität Graz lebhaft diskutiert. Seit dem Aufschwung des Neoliberalismus befinden sich der Kunst- und Kulturbereich in einem ständigen Wandel. Die permanenten Änderungen der Reglementierung in diesen Gebieten beeinflussen nicht nur den Inhalt und die Bedeutung von Kunst und Kultur. Vielmehr bedingen sie auch neue Arten der Kunst- und Kulturproduktion. Im Symposium wurden die Prozesse, die die kulturelle Produktion heute verändern wie bei einer Matrjoschka-Puppe aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und diskutiert.   Wir bringen im Bewegungsmelder Kultur die Vorträge von:   Monika Mokre – Culture and the Arts – Between Societal Relevance and Economic Utilization Franco Berardi – Financial Aggression, Social Impoverishment, Humiliation and Social Nationalism in Europe  

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Patrick Kwasi

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