Börsendurchblick

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Börsendurchblick

Wo ist in den Störgeräuschen und konkurrierenden Argumenten der Börsen die Mitte des Geschehens zu finden? Wie sieht ein Risikomanager den Markt?In den Podcasts hören Sie Börsenradio-Interviews mit Martin Weinrauter. Schwerpunktthemen sind Risikomanagement und Nachhaltigkeit. Risikomanager ist Martin Weinrauter seit 30 Jahren. Nachhaltigkeit betrachtet er realistisch als die große Herausforderung unseres Zeitalters, aber auch als ebenso große Chance.Martin Weinrauter leitet die Vermögensverwaltung und das Fondsmanagement von Grohmann & Weinrauter (G&W) in Königstein. Unterstützt von einer Nachhaltigkeits-Coachin führt er das Unternehmen seit 2019 Richtung Nachhaltigkeit. Das G&W-Team besteht aus überzeugten „Quants“ und folgt mit seinen Algorithmen der Leitlinie: Der Markt hat immer Recht.https://www.grohmann-weinrauter.de/

  1. 49

    Martin Weinrauters Börsendurchblick: "Die aktuelle Folge der großen Börsen-Serie führt jeden Abend zu einem Cliffhanger"

    "Die langfristigen Aufwärtstrends sind weiterhin intakt, wir sind jetzt in einem neuen Kapitel der Börsengeschichte angekommen." Martin Weinrauter vergleicht das Marktgeschehen mit einer Netflix-Serie, die mit Cliffhangern operiert: "Großes Kino." Der Risikomanager über Elon Musks Terafab: "Die Tech-Werte, die aktuell in der KI-Story das Heft in der Hand halten, sind die Hersteller von Speicherchips. Sie haben einen atemberaubenden Sprint bergauf gezeigt." Elon Musk will die übliche Trennung von Chip-Design, Fertigung, Verpackung und Tests aufheben. Das beflügelt einen "alten Börsenstar" wie Intel, das Unternehmen hat im vergangenen Monat um 91 % zugelegt. "Die Börse feiert diese Vision." Auf den vordersten Plätzen im Nasdaq: Western Digital, Seagate und Micron. "Wir sind mit unserer Momentumstrategie und als Trendfolger dabei, weil wir auf die Kurse und ihre Entwicklung relativ zu anderen Kursen schauen." Weinrauter betont die Notwendigkeit von Disziplin beim Investieren: "Schafft es der Markt über die Klippe der Allzeithochs oder stürzt er ab?"

  2. 48

    DAX im Boxring - Risikomanager Martin Weinrauter bleibt ruhig:

    Krieg im Nahen Osten, steigende Energiepreise, nervöse Anleger. Viele sprechen bereits vom Börsensturm. Risikomanager Martin Weinrauter widerspricht. Die großen Märkte bleiben im Aufwärtstrend. Korrekturen gehören dazu. Doch der DAX zeigt Schwäche. Welche Marken jetzt entscheiden? Warum US-Aktien stabiler wirken? Und weshalb sein Modell derzeit Risiko reduziert? Ein Gespräch über Strategie statt Panik.

  3. 47

    Risikomanager Weinrauter - Von lauten Kranichen und krachenden Bitcoin Verlusten:

    Fliegen, rutschen, bruchlanden. Mit der Metapher ziehender Kraniche beschreibt Martin Weinrauter seine Strategie: Nicht zu früh aufbrechen, sondern den breiten Marktbewegungen folgen. "Die Kraniche sind im Februar noch nicht zu sehen, aber zu hören: sie trompeten regelrecht." Die Börse allerdings beschreibt derzeit ein paar "Bruchlandungen": Der Bitcoin "unter Stress", Silber und Gold rutschen nach Höhenflügen deutlich ab. Als Risikomanager schließt Weinrauter "extreme Risiken" nicht aus. Das heißt auch: "Wir können keine Antizykliker sein. Deshalb greifen wir auch nicht nach dem fallenden Messer." Darüber hinaus analysiert Martin Weinrauter die Performance des Nasdaq und des Dow Jones. Er erkennt "Zweifel", die momentan die große Big-Tech-Geschichte und somit auch die KI-Story untergraben.

  4. 46

    Martin Weinrauter: "Risikomanagement wichtiger als Prognosen!"

    Rekordstände, klare Trends und harte Regeln. Martin Weinrauter erklärt, warum 2026 kein Jahr für Prognosen ist. Die Handelssoftware IVY setzt konsequent auf Trendfolge und striktes Risikomanagement. Investiert wird nur in langfristigen Aufwärtstrends mit klaren Ein- und Ausschaltern. Emotionen bleiben außen vor. Kapital arbeitet dort, wo Trends tragen – oder wartet konsequent an der Seitenlinie.

  5. 45

    Börse plus Überraschung. Durch- und Rückblicke mit Martin Weinrauter:

    "The same procedure as every year" im Börsenjahr 2025? Martin Weinrauter möchte sich mit Prognosen zurückhalten und verspricht kein alljährliches saisonales Muster in Gestalt einer Weihnachtsrallye. Nicht selten aber steigen die Kurse zum Jahresende, weil sie zuvor gefallen sind. "Die größte Überraschung 2025? Das Ausmaß der Stabilität im Kursanstieg nach dem Absturz der Märkte aufgrund der US-Zollpolitik." Eine Situation mit Goldwert für Risikomanager wie Grohmann & Weinrauter, sofern sie rechtzeitig ein- und wieder aussteigen: "Immer müssen wir aus der Ungewissheit handeln, Disziplin ist das Herz unserer Vorgehensweise." Besonders der schlechte US-Dollar hat die Performance belastet. "Das Glas in Deutschland ist halbvoll, denn der Markt hat nur seitwärts korrigiert. Europa liegt zurück. Wahnsinn in den USA: ein aberwitziger politischer Pendelausschlag. Kaufsignale erreichen uns aus den Emerging Markets." An den Bitcoin glauben möchte Weinrauter (vorerst) nicht, aber dafür ist die Vermögensverwaltung seit 25 Monaten "long" im Gold.

  6. 44

    "Gewinne aushalten" mit Martin Weinrauter: "USA-Markt ein absoluter Hingucker an Konstanz"

    Martin Weinrauter ist zurück - mit klarer Marktansage! US-Aktien stark wie nie, Europa hinkt. Trotz Politikchaos bleibt sein Blick ruhig. Keine Bitcoin-Fantasien, sondern Trend-Strategie pur. Risiko managen, Chancen reiten - so denkt der Profi!

  7. 43

    Martin Weinrauter: "Es ist ein enormes Risiko, zu verkaufen, weil (!) der Markt auf einem Allzeithoch steht."

    Risikomanager Martin Weinrauter (Grohmann & Weinrauter VermögensManagement) nimmt die nahezu gleiche Wertentwicklung von S&P 500 und STOXX 600 seit Jahresanfang (ca. + 8,3 %) zum Anlass, noch einmal den entscheidenden Unterschied für europäische Investoren herauszuarbeiten: Es war die Schwäche des US-Dollar. Ein Verkauf von Aktien auf Allzeithochs kann zu verpasster Performance führen: „Allzeithochs sind Marktphasen, in denen Gewinne gemacht werden. Die gesamte Performance der Märkte wurde in Zeiten von Allzeithochs erzielt.“ Daraus folgt, dass sich Investoren nicht zu früh aus dem Märkten zurückziehen und Allzeithochs ertragen sollten. Weitere Schwerpunkte des Interviews führten zu einem Vergleich zwischen den Vor- und Nachteilen von pro- und antizyklischen Investmentstilen. Kann es nur lauten: Entweder, oder? Die Auflösung führt über die Bilder einer Hochgebirgstour und eines Strandspaziergangs zur Wirksamkeit von Diversifikation und einem: „Sowohl, als auch.“

  8. 42

    Risikomanager Martin Weinrauter: "Der Devisenmarkt ist das ultimative Haifischbecken"

    "Beifang" Währungsrisiko und "Mühlstein" Dollar. "Der Devisenmarkt ist das ultimative Haifischbecken" "Die tiefsten Spuren hat die Wertentwicklung des Dollars hinterlassen", so Risikomanager Martin Weinrauter. Seit Jahresbeginn ist der Euro gegenüber dem US-Dollar um 13 % gestiegen. "Aber der Devisenmarkt ist das ultimative Haifischbecken." Währungsrisiken im Cross-Atlantik-Modell elegant über die Bande disponieren.

  9. 41

    Aida, Verdi und Vivace - Risiko, Weinrauter und Strauß - Triumphmarsch Duett

    Die Wahrheit liegt auf dem Parkett, und: Mit dem Zweiten sieht man die Börse besser. Martin Weinrauter hat mit David Strauß von Vivace Capital eine sehr hohe Übereinstimmung in Fragen des Asset- und Risikomanagements: "Wenn wir im Vivace Strategy ein Allzeithoch haben, dann feiern wir gemeinsam. Martin schickt mir dann immer den Triumphmarsch aus der Verdi Oper Aida", so David Strauß.

  10. 40

    "Immer so positioniert sein, dass man gar nicht erst in den Panikmodus kommen kann!"

    "Phase 1 eines neuen Marktzyklus": Vermögensverwalter Martin Weinrauter analysiert die 19 %-Korrektur seit Februar nüchtern und klar. Im Fokus: Risikomanagement, Diversifikation und emotionale Stabilität. Warum er derzeit nicht investiert ist und wann er wieder einsteigen würde, erklärt er im Interview. Ein Gespräch über kluge Strategien in unsicheren Zeiten – und die Kunst, Panik zu vermeiden.

  11. 39

    Martin Weinrauter: "Die Renaissance der europäischen Aktien war die Überraschung des ersten Quartal"

    Martin Weinrauter blickt auf die Märkte: US-Tech-Aktien verlieren massiv, Europa punktet mit Stärke. Was steckt hinter der Umkehr der Trends? Korrektur oder dauerhafter Wandel? Der Fondsmanager spricht über Risikomanagement, fallende Dollarwerte und politische Unsicherheiten. "Trends halten länger - aber nichts steigt ewig." Weinrauter reagiert konsequent: Aktienquote runter, Europa rein.

  12. 38

    Risikomanager Weinrauter und der Kranichzug an den Börsen:

    Europas Aktien überraschen mit Stärke - Zufall oder Trend? Martin Weinrauter analysiert die Marktentwicklung und erklärt, warum kluges Abwarten oft erfolgreicher ist als hektisches Reagieren. Mit der Metapher ziehender Kraniche zeigt er, warum Anleger nicht zu früh aufspringen sollten. Wie beeinflusst das seine Strategie? Und was bedeutet das für den Markt? Jetzt im Podcast!

  13. 37

    "Größe macht den Unterschied" - Risikomanager Martin Weinrauter analysiert Trends und Zyklen

    Tech-Giganten dominieren 2024 die Börsen - kleinere Unternehmen kämpfen. Risikomanager Martin Weinrauter analysiert, wie Zyklen und Trends das Jahr prägen. Inflationszyklen, Marktgewichtungen und die Rolle von Erwartungen stehen im Fokus.

  14. 36

    Risikomanager Weinrauter: "Surflehrer mit Börsendurchblick"

    Martin Weinrauter erklärt, warum systematische Trendfolge überlegen ist. Seine Cross-Atlantic-Strategie zeigt optimale Investments für 2025. Was bringt mehr Erfolg – Disziplin oder situative Entscheidungen?

  15. 35

    Risikomanagementkompetenz hält G&W weiterhin im US-Aufwärtstrend

    Der US-Vorzeigeindex S&P 500 ist im Aufwärtstrend. Europa kommt mit dem STOXX 600 seit April nicht von der Stelle. G&W investiert in ihrer Cross-Atlantik Strategie daher aktuell 80 % in den USA und 20 % in Europa, „dabei ist diese Allokation keinesfalls in Stein gemeißelt … aber eine Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten wäre kein ausreichender Grund, reflexartig US-Aktien zu verkaufen.“ Den chinesischen Markt stellt Martin Weinrauter in einen größeren Kontext: „Der Bruch des Hongkong-Versprechens – ein Land, zwei Systeme – war ein Menetekel,“ dem China seither nicht entrinnen konnte und er lässt die Frage offen, ob die erratischen Pendelausschläge des vergangenen Monats ein Befreiungsschlag oder doch nur ein Strohfeuer waren. Ganz anders dagegen wird NVIDIA gesehen, das nach wie vor erfolgreichste Investment von G&W in diesem Jahr. „Der Abgesang auf die KI-Story im Frühsommer hat sich nicht bestätigt,“ sodass auch die Zeit für einen Favoritenwechsel – weg von den großen Tech-Werten und hin zu den Nebenwerten - bisher nicht stattgefunden hat.

  16. 34

    Risikomanager Weinrauter: KI-Aktien - Ein Fragezeichen bestimmt aktuell den Markt

    Wird es einen Kaufkraftüberhang an den Börsen geben, der die neuen Allzeithochs nachhaltig bestätigt, oder wird sich der Aufwärtstrend hier die Zähne ausbeißen? Laut Martin Weinrauter steht die Bestätigung des Aufwärtstrends aktuell noch auf "tönernen Füßen". Rezession oder Soft-Landing, das Potenzial von Zinssenkungen auf Wachstumswerte und Small Caps, und nach all dem, was wir in diesem Jahr schon gesehen haben, der erneute Blick auf die KI-Story und ihren Star, NVIDIA, mit der Quintessenz: "Man sollte die KI-Story und einen ihrer aktuell wichtigsten Profiteure nicht als tot und beerdigt ansehen."

  17. 33

    Melodien für Milliarden - dabei sein ist hochspannend. M. Weinrauter:

    Paukenschlag am vermeintlich Schwarzen Montag in Japan, überbordende Emotionen in der Folge. Die Märkte zwischen Zweifel, Panikattacke und Hochspannung. "Drei unterschiedliche Töne, zusammen bilden sie einen Dreiklang. Und in den vergangenen Tagen haben sie ihre Fanfare ertönen lassen", so Risikomanager Martin Weinrauter im Börsendurchblick. Die "surrealen" KI-Werte fallen, die Nebenwerte holten kurz auf: "Die Verluste im Russell waren größer als im Nasdaq. Das ist nicht zum Verzweifeln, es ist einfach nur interessant." Die Angst vor einer Rezession aber bleibt: "Die schöne Zinsstory kippt in ein Löschwasserzinsstorytheater." Der "echte" Schwarze Montag am 19. Oktober 1987 war für Martin Weinrauter ein prägendes Ereignis und der Beginn von Grohmann & Weinrauter: "Ich wollte Risikomanager werden. Ich wollte die überbordenden Emotionen in den Griff bekommen."

  18. 32

    Börsendurchblick mit Martin Weinrauter: "Momentum zielt auf Home Runs...

    "Der US-Markt hat wieder einmal die Weichen gestellt. Das ist eine dynamische Geschichte", sagt Risikomanager Martin Weinrauter von Grohmann & Weinrauter. "Einer der spektakulärsten Home Runs der vergangenen Jahre: Nvidia! Mir kommt das vor wie bei einem Goldrausch. Nvidia ist wie der Batter beim Baseball und hat den Ball perfekt getroffen." Jedoch glaubt Weinrauter nicht an einen Selbstläufer. "Jedes Momentum verliert irgendwann seine Schwungkraft. Ich weiß, dass ich nicht weiß, wie die Geschichte weitergeht. Aber jetzt sollte man dabei sein, man muss diese Gewinne mitnehmen." Das Managed Account bei Grohmann & Weinrauter investiert über die Nasdaq in jenes Momentum. "Wenn das Spiel vorbei ist, pfeift das Risikomanagement das Spiel ab."

  19. 31

    AIRC Thinktank liefert die Lösung: Schnellboot statt träger Tanker. Martin Weinrauter: Wir bleiben im Markt.

    Martin Weinrauters Börsendurchblick: Jede Party geht einmal zu Ende - erfahrene Partygänger wissen das längst. Wann also werden die Kurse fallen, und auf welchem Niveau? "Es gibt nur eine Lösung: die komplette Entkopplung von der Emotionalität. Grohmann & Weinrauter geht mit dem Markt." Aktives, schnelles Risikomanagement ist ein hartes Geschäft, das Nichtzweifeln hat oberste Priorität. Dabei hilft dem Vermögensverwalter der vor 10 Jahren etablierte Thinktank namens AIRC, der den US-Markt mit dem europäischen Markt abgleicht und dabei Liquidität als Parkposition berücksichtigt. "Wir haben unser träges Handelssystem gegen ein dynamisches ausgetauscht." Funktioniert dieses Modell auch beim Rentenmarkt?

  20. 30

    European Angst vs. American Homerun Mentalität. Weinrauter: "Jetzt ist an der Börse Erntezeit"

    Der Börsendurchblick mit Martin Weinrauter von Grohmann & Weinrauter. Stell dir vor, es ist Allzeithoch, und keiner geht zur Party ... "Die Stimmung, die ich wahrnehme, ist bestenfalls verhalten", so Risikomanager Martin Weinrauter, "in Europa herrscht Skepsis, in den USA Euphorie." Braucht man in dieser Hausse überhaupt einen Risikomanager? "Unbedingt!" Denn ein Risikomanager weiß mit diffusen Stimmungen wie Skepsis umzugehen. "Das echte Risiko aktuell ist ja, nicht dabei zu sein. Der Risikoanleger kann seine Gewinne ertragen und zieht sich nicht zu früh aus dem Markt zurück, denn er weiß, dass sein Risikomanagement greift, wenn es notwendig wird. Seitwärtsbewegungen - das sind die harten Zeiten."

  21. 29

    Der Börsendurchblick mit Martin Weinrauter - Aufwärtstrend intakt

    Wie gehen Sie eigentlich mit dem Schatten auf dem Börsenbild um, Herr Weinrauter? "Ein Unbehagen kann sich anschleichen, wie es will: Es juckt mich nicht." Wobei Martin Weinrauter einräumt, dass das gerade Börsenjahr 2024 aufgrund der US-Wahlen schwierig verlaufen könnte. Die Statistik sagt, dass auf eine schlechte erste Börsenwoche häufig kein gutes Börsenjahr folgt. "Der Markt steht immer zwischen den beiden Polen Ja und Nein. Von dieser Spannung kann man sich aufreiben lassen, man kann es aber auch sein lassen." Der Risikomanager von Grohmann & Weinrauter möchte viel lieber dem intakten Aufwärtstrend mit relativ hohen Positionen folgen. "Wir können im nach wie vor intakten Aufwärtstrend im Markt bleiben und müssen nicht auf Verdacht hin verkaufen, weil wir wissen, dass unsere Risikomanagementsysteme reagieren werden."

  22. 28

    Risikomanager Martin Weinrauter: "Woher kommt der Treibstoff für eine Fortsetzung der Rallye?"

    Der Börsendurchblick mit Risikomanager Martin Weinrauter von Grohmann & Weinrauter. "Einige Märkte stehen an ihren Allzeithochs. Sie müssen darüber hinweg, wenn der Aufwärtstrend fortgesetzt werden soll. Die Frage lautet: Woher kommt der Treibstoff für eine Fortsetzung der Rallye? Powell hat einen Nachbrenner gezündet. Ist das Pulver bereits verschossen, oder kommt da noch etwas?" Weinrauter weiß es nicht mit Gewissheit, aber er wünscht: Good luck! Mehr Ausblick möchte er nicht wagen, denn Börsenausblicke haben nur eins: Unterhaltungswert. Für die Weihnachtsfeiertage hat er dennoch einen Unterhaltungstipp: nämlich den Western "Die Glorreichen Sieben". Börsianer sollten allerdings beachten: Am Ende des Films sind Vier der Glorreichen Sieben nicht mehr am Leben.

  23. 27

    Wir investieren in die nachhaltigsten Unternehmen der Welt

    "Nur ein bisschen nachhaltig..?", das ist eine rhetorische Frage für Risikomanager Martin Weinrauter, "das sollte es nicht sein. Konnte es für uns nicht sein. Wir haben gesagt, dass wir in die nachhaltigsten Unternehmen der Welt investieren wollen. In die Spitze der Spitze des Eisbergs!" Herausgekommen ist in gemeinsamer Arbeit fachkundiger Kollegen und Banken der ÖKOBASIS SDG - Investments for Future. Und der Fonds wird im Dezember drei Jahre alt. "Ein Investment für die Zukunft, weil er eine herausragende Nachhaltigkeitsqualität hat. Das Ding ist nicht zu toppen." Breit gestreut, doppelt abgesichert und mehrfach ausgezeichnet. Der Zeitpunkt ist günstig. "Der Pendelausschlag ist von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt ausgeschlagen und in solch einem Szenario sollte man aller Erfahrung nach nicht weglaufen, sondern kaufen.

  24. 26

    Risikomanager Weinrauter: "Tauziehen zwischen den Notenbanken und den Inflationserwartungen"

    Wie beim Tauziehen stehen sich seit Monaten Notenbanken und Inflationserwartungen gegenüber. Mal schlug das Pendel in die eine Richtung, dann wieder zurück. "Jetzt ist der Aufwärtstrend gebrochen beim DAX", sagt Risikomanager Martin Weinrauter, "ganz klar. Die Frage ist jetzt aber, was das bedeutet. Im ersten Reflex, wenn man hört, der Aufwärtstrend ist gebrochen, denkt man: so, das war es jetzt. Aber das stimmt nicht, dass ein gebrochener Aufwärtstrend zwangsläufig zu einem Abwärtstrend wird. Es kommt häufig dazu. Aber nicht immer. Zunächst einmal ist der Trend nur gebrochen. Nicht mehr und nicht weniger." Wie erkennt man einen guten Risikomanager? "Unser Ansatz ist: Wenn ein Kunde besorgt anruft, weil es die schlechten Nachrichten in die Tagesschau geschafft haben und fragt: Sollten wir nicht besser raus? Dann ist unsere Antwort: Wir haben schon reagiert. Das ist unser Verständnis von Risikomanagement."

  25. 25

    Der Himmel über der Börse: Risk on oder Risk off?

    Grohmann & Weinrauter sind Trendfolger und Prozykliker. Im DAX steht ein kurzfristiger Abwärtstrend einem langfristigen Aufwärtstrend gegenüber. "Die Bäume wachsen nicht in den Himmel", weiß Martin Weinrauter, "irgendwann ist jeder Trend zu Ende." Wenn es nach oben nicht weiter geht, ist das ein erstes Warnsignal. Vieles an den Märkten ist ungewiss. Wie wirken sich die Zinserhöhungen aus? Warum sind die Kurse tatsächlich gestiegen? "In dieser Ungewissheit, da lebt man drin. Ein echtes Dilemma." Der Markt kann also kippen, wenn er nicht mehr weiter steigt. Das Rezept lautet: Dem Trend folgen und reagieren, wenn der Trend bricht.

  26. 24

    Risikomanager Weinrauter: Markt zwischen "Never fight the Fed" und "die Fed hat ihr Ziel erreicht"

    Um den Durchblick zu bekommen, schaut Martin Weinrauter zunächst kurz zurück auf die großen Themen der vergangenen 18 Monate. Und auf deren Auswirkung auf die Börse. Lange hielt sich der Markt zurück und ließ die US-Notenbank Fed gewähren. Nach dem Motto: "Never fight the Fed." Doch dann drehte sich die Lage, und die Anleger sahen die Notenbank bereits am Ziel angekommen. Getrieben wurde der Aufschwung aber auch vom Trendthema KI. "Die KI Fantasie war der Hingucker schlechthin. Aber kann das reichen, wenn ein paar Aktien auf einer Fantasie-Welle reiten und den Markt nach oben reißen. Kann das eine Zukunft haben?" Das Handelsprogramm IVY sieht indes ein starkes Kaufsignal bei den Emerging Markets (ohne China!) und bei amerikanischen Immobilienaktien. "Die Frage ist, ob die Marktbreite zurückkommt, sonst werden wir eine Korrektur am Markt sehen."

  27. 23

    Japanische Gartenkunst, Karate und Autos mit Brennstoffzellen

    Herr Weinrauter, fahren Sie schon mal den Brennstoffzellenwagen vor … "Wenn ich gezielt investieren würde, würde ich einen Fonds aussuchen wie den GG Wasserstoff", so Martin Weinrauter im Börsendurchblick. Seine Reise durch Europa mit einem wasserstoffbetankten Mercedes GLC inklusive Brennstoffzelle fasziniert nicht nur andere Verkehrsteilnehmer an herkömmlichen Tankstellen. "Ich glaube, ich hätte dieses Auto in den 3,5 Jahren 20 mal verkaufen können." Und auch Martin Weinrauters Mutter (88) fragt zurecht: "Warum fahren wir nicht schon seit Jahrzehnten mit diesen Autos?"

  28. 22

    Risikomanager Weinrauter: "Wenn die Hoffnung der Marktteilnehmer stirbt...

    16.000 Punkte im DAX, ganz nah dran am Allzeithoch. Hat der deutsche Aktienmarkt sich zu weit vorgewagt? "Alle Welt hat die Aktien gekauft, die im Deutschen Aktienindex drin sind." Der Zins ist der Dreh- und Angelpunkt für die Stimmung an den Märkten. Damit hängt der Markt an der entsprechenden Politik der Zentralbank, und die wiederum hängt an der Inflationsrate. "Die Welt hat sich komplett geändert. Die Inflationsraten waren tot, jetzt sind sie nicht mehr tot. Jetzt ist sie sogar Markt-bestimmend." Normalerweise sagt man: Never fight the Fed. "Aber genau das machen die Märkte momentan. Sie stellen sich gegen die Fed." Der US-Jobmarkt brummt, auch das ist paradoxerweise ein Treiber für die Inflation. "Wenn die Hoffnung der Markteilnehmer auf sinkende Kurse stirbt, dann bricht alle ganz schnell zusammen!"

  29. 21

    Risikomanager Weinrauter: Bankenkrise - Was ist sicher?

    Ist die Talfahrt beendet, oder beginnt jetzt die große Bankenkrise? Risikomanager Martin Weinrauter: "Ich weiß auch nicht, was passiert. Aber ich weiß, was zu tun ist, um Ruhe ins Depot und ins Gemüt zu bringen. Ich setze auf kurz laufende Staatsanleihen." Niemand kann verlässlich sagen, wie es weitergeht, so der Experte, Menschen reagieren emotional und verängstigt. "Was ist sicher? Am Ende kann man das gar nicht sagen - aber ich investiere in die höchste Schuldnerbonität, die ich habe." Das Vertrauen in die Banken ist angeschlagen. "Ist das Vertrauen einmal verloren, wird es kritisch!" Die Lösung der Krise um die Credit Suisse ist ein Paukenschlag und vor allem für die UBS ein äußerst lukratives Geschäft mit niedrigem Risiko. Die Alternative, die Verstaatlichung der CS, hat man nicht umgesetzt. "Die Verhandlungen müssen eine harte Nummer gewesen sein!" Kritisch steht Weinrauter Gold und Kryptowährungen gegenüber. "Da kommen jetzt die Weltuntergangs-Propheten und erzählen ihre Schauer-Geschichten. Damit kann man aber auf die Nase fallen."

  30. 20

    Martin Weinrauter Börsendurchblick Podcast: Jetzt DAX 15.000 - "2022 hatten wir noch die German Angst hoch 3"

    DAX 15.000 und mehr? - Warum stehen wir an den Börsen wieder so weit oben? Risikomanager und Vermögensverwalter Martin Weinrauter: "Wir sind da, weil die Einnahmen der großen DAX-Unternehmen eben diese hohen Kurse rechtfertigen, die Zahlen sind gut. Was hat uns im letzten Jahr Angst gemacht? Wir hatten ja wirklich geglaubt, wir werden frieren im nächsten Winter. Das wurde diskutiert, eine Deindustrialisierung Deutschlands, das war eine Katastrophe und Angst hoch 3. Die Fakten sind jetzt genauso, wir haben aber gesehen, dass diese German Angst zwar im Markt war, aber da nicht das geschehen ist, vor dem alle Angst hatten. Wir hatten keine Deindustrialisierung gesehen und der Arbeitsmarkt ist exzellent. Alles von den Belastungsfaktoren ist nach wie vor da. Aber die Angst ist weg. Weil wir uns am Ende an das Szenario gewöhnt haben. Das ist der Punkt!"

  31. 19

    Risikomanager Martin Weinrauter: "Roubini ist einer der großen Casandras dieser Welt!"

    In den vergangenen zwei Wochen hat der DAX bereits mehr als die Hälfte des Vorjahres minus aufgeholt. Aber! Ist dieser extrem schnelle Anstieg auch schon wieder ein Risiko? Risikomanager Martin Weinrauter: "Der DAX läuft gut, aber rufen Sie sich doch mal einen Chart auf und rufen Sie den Nasdaq auf. Da ist kein großes Sicherheitspolster nach unten. Spannend ist auch der amerikanische Arbeitsmarkt. Die großen Banken fangen an, Mitarbeiter zu entlassen. Was ist dran, wenn US-Banken entlassen?" - Nouriel Roubini ist einer der schillerndsten Ökonomen unserer Zeit, der meldet sich zu Wort und sagt: "Wir erleben die Mutter aller Schuldenkrisen". "Roubini ist einer der großen Casandras dieser Welt! Die Begründungen höre ich schon seit 40 Jahren. Wichtiger ist eine breite Diversifizierung, da gehört Amerika dazu. Denn in Amerika ist in den letzten Jahrzehnten immer die Performance der Welt gemacht worden. Im Moment ist Amerika schwach!"

  32. 18

    Martin Weinrauer: "Wir sind Risikomanager: Unsere Kunden geben uns nicht den Auftrag, das Maximum aus dem Markt herauszu

    Der Oktober 2022 war der beste seit 84 Jahren an der Börse! Ist das der Beginn eines neuen Börsenzyklus? Sie sind Prozykliker. Warum halten Sie nicht dagegen und sind Antizykliker? Fondsmanager Martin Weinrauter: "Was ist unsere Aufgabe als Vermögensverwalter? Wir sind Risikomanager. Unsere Kunden geben uns nicht den Auftrag, das Maximum aus dem Markt herauszuholen. Sie geben uns den Auftrag in den Zeiten von Jahrestiefs, wie Ende September, mit all der Angst und den Sorgen vor der Inflation, über die Energiepreise bis hin zum Krieg in der Ukraine ... Dann geht es darum, dem Kunden zuverlässig sagen zu können: Wir sind weitgehend aus dem Markt raus, und das ist die Aufgabe. Da ist es wichtig für die Kunden, nicht zu sagen, hoppla, jetzt riskieren wir es mal. Wir haben genau den richtigen Job zur richtigen Zeit gemacht!"

  33. 17

    Martin Weinrauter: "Cash is fesch - sind nur 10-20 % in Aktien - Die ASML oder RWE können sich noch mal halbieren!"

    "Wir bleiben raus aus dem Markt, solange er fällt", aber wann fällt er nicht mehr? Fondsmanager Martin Weinrauter: "Es ist immer eine Frage, wie analysiere ich die Stimmung an den Börsen. Wenn wir unsere Algorithmen in unseren normalen Kundenportfolios ansehen, haben wir nur noch zwischen 10 und 20 % Aktien. Der Rest 80-90 % steht in Liquidität auf der Seitenlinie. Wir könnten hingehen und sagen: Wir haben die Liquidität, können jetzt kaufen, denn diese Kaufpower muss man erst mal haben. Aber wir setzten sie eben bewusst nicht ein, weil die Gefahr, sie viel zu früh einzusetzen, ist viel zu groß. Wir werden abwarten, bis der Trend gebrochen ist. Beispiel ASML und RWE, ein Markt oder Aktie, die um 25 % gefallen ist, kann noch mal und noch mal und noch mal 25 % fallen. Eine Aktie, die sich halbiert hat, kann sich völlig problemlos noch mal halbieren."

  34. 16

    Risikomanager Weinrauter: "Beim Gaspreis wird der hohe Preis das Problem lösen - hohe Preise lösen Probleme"

    Die große Frage lautet aktuell nicht "kaufen oder noch nicht kaufen?", sondern "heizen oder noch nicht heizen?". Risikomanager Martin Weinrauter hat selbst eine Gasheizung, Gas bereitet ihm aber nicht die größte Sorge. "Wenn man die Schlagzeilen liest und sich nicht vergegenwärtigt, was für Fakten dahinter stecken, kann man schon mal den Panik-Button drücken." Die Preise werden aber nicht durch die Decke gehen. "Wir haben genügend Gas auf der Welt!" Wie kann das wieder ins Lot rücken? "Beim Gaspreis wird der hohe Preis das Problem lösen – hohe Preise lösen Probleme." Die Indizes sind zwar gefallen, die Stimmung scheint aber deutlich schlechter als die aktuellen Börsenkurse.

  35. 15

    Martin Weinrauter, Energie-Aktien: Uniper, E.ON, RWE - "Encavis ist tatsächlich ein Pure-Play im Vergleich zu RWE!"

    Der Podcast Börsendurchblick mit Martin Weinrauter: "Angst braucht eine konkrete Antwort. Wir sind in einer Bärenmarkt-Rallye. - Hohe Preise haben eine Steuerungsfunktion. Und das beste Mittel gegen hohe Preise sind hohe Preise. - RWE überlegt, auf die Gasumlage zu verzichten, und sagt, wir haben so satte Gewinne aus erneuerbaren Energien. Wind aus der Nordsee, aber auch Solar und hat das Ergebnis nahezu verdoppelt. RWE sagt, wir brauchen die Gewinne auch, um denn Anteil der erneuerbaren Energien auszubauen. Statt bis 2035 will RWE die Gaskraftwerke umgebaut haben auf Wasserstoff bis zum Jahr 2030. RWE, der Phönix aus der Asche Konzern!"

  36. 14

    Börsendurchblick mit Risikomanager Weinrauter: Sitzen im Zuschauerraum und wissen, die Mathematik trägt uns wieder rein

    Europa scheint im Epizentrum der Belastungen zu stehen, dennoch ist der Markt nicht nach unten durchgebrochen. "Kein nennenswertes Tief, ein Widerstreit. Aber man hat Angst vor einem Crash", sagt Martin Weinrauter von Grohmann & Weinrauter. Die Marktteilnehmer pendeln zwischen Gefühl und Statistik, "das ist diffus". "Wir sind raus aus dem Markt. Unser Problem ist, wie und wann kommen wir wieder rein?" Warum kocht jetzt auf einmal diese Teuerungsrate wieder hoch? Und wie viel Rezessionsangst steckt im Markt? "Das R-Wort ist wie Lord Voldemort, der nicht beim Namen genannt werden darf." Grohmann und Weinrauter hält 70 bis 80 % Liquidität in den Portfolios: "Wir sitzen im Zuschauerraum und wissen, dass die Mathematik uns irgendwann wieder in den Markt trägt."

  37. 13

    Risikomanager Weinrauter: "Es könnte sein, dass wir viel schlimmere Dinge befürchten, als wirklich eintreten"

    In der Börsenberichterstattung hört man gerade von Bedrohungsszenarien und Angst, liest vom "perfektem Sturm" oder dem "Hurrikan, der auf die Weltwirtschaft zukommt". Die Börsen haben sich nach dem Sturm in Q1 aber wieder erholt. Sind wir vielleicht nur im Auge des Hurrikans? Risikomanager Martin Weinrauter von Grohmann & Weinrauter: "Wir sind ja Quants, sind also Menschen, die mathematische Modelle benutzen und sich damit an den Börsen zu orientieren. Ich vermeide solche Meinungen. Wenn das nämlich nicht der Fall sein sollte, hänge ich völlig an der falschen Seite fest und komme nicht zurück. Wenn ich Argumente höre, die mich überzeugen, dann gehe ich sofort hin und neutralisiere dieses Argument. Warum fallen die Börsen nicht? Es könnte sein, dass wir viel schlimmere Dinge befürchten, als wirklich eintreten." Noch im Mai hatte Weinrauter von einer historisch niedrigen Investitionsquote gesprochen, wie ist er im Juni positioniert?

  38. 12

    Risikomanager Weinrauter: "Die wichtige Frage ist, wann wieder rein in den Markt?"

    "Die entscheidende Frage lautet nicht, ob oder wann ich aus einem schwachen Markt rausgehe", sagt Risikomanager Martin Weinrauter", die entscheidende Frage lautet: wann komme ich wieder rein in den Markt?" Denn, bei allem Bestreben, Verluste zu vermeiden, ist das größere Interesse der Anleger, im richtigen Moment Performance zu machen. "Dieser Punkt wird kommen. Er wird dann kommen, wenn die Stimmung an der Börse eigentlich noch schlecht ist." Und darauf müssen sich Anleger jederzeit vorbereiten. Der US-Markt ist zwar langfristig tendenziell stärker, momentan zeigt er aber deutliche Schwächen. "Der US-Markt erzeugt ein Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot. Das ist der Grund, warum die US-Notenbank Fed versucht, die Nachfrage durch höhere Zinsen abzuwürgen." ...bis dem Aufschwung die Luft ausgeht..!

  39. 11

    Risikomanager Weinrauter: "Erstaunlich: Das sind Hammerschläge - trotzdem geht der Markt nicht zu Boden..."

    "Die Widerstandskraft des Marktes erstaunt mich, diese Resilienz", sagt Risikomanager Martin Weinrauter. Eigentlich gibt es genügend Gründe, ja sogar Hammerschläge, dass der Markt runtergeht. Aber er tut es nicht. "Es herrscht eine große Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität." Das liegt daran, dass die Stimmung viel zu schlecht ist, als dass der Markt weiter fallen könnte. "Das klingt erstmal etwas schräg..!" Erst wenn schlechte Stimmung auf fallende Kurse trifft, dann kann es beschleunigt abwärts gehen. Sollte man jetzt nicht doch auf die Stimmen und das Bauchgefühl hören und aussteigen? "Das wäre das gefährlichste, was ein Risikomanager machen kann: Nicht auf seine Handelssyteme zu hören." In dieser Situation ist es sinnvoll, sich auf die Basics zu konzentrieren: "Das sind die Gewinne der Unternehmen. Und die können steigen auch bei Inflation! Letztendlich aber ist die Zinswende markanter als der Krieg." Warum die Kurse steigen, ist völlig egal, "aber wenn sie steigen, dann wollen wir als Risikomanager dabei sein."

  40. 10

    Risikomanager Weinrauter: "Wir sind Pro-Zykliker und kaufen kein fallendes Messer. Das ist kolossal beruhigend!"

    "Die Menschen erkennen derzeit: Einen Risikomanager kann man richtig gut gebrauchen!", sagt Martin Weinrauter, "denn Angst ist kein guter Ratgeber." Aber sie war berechtigt! "Doch das, wovor man Angst hatte, ist ja mittlerweile eingetreten." Jetzt stellt sich die Frage, wann man wieder einsteigt in den Markt. "Die mathematischen Modelle sagen: Noch nicht! Erst, wenn der Algorithmus einen neuen Trend identifiziert." Die Modelle schlagen derzeit je nach Markt eine Aktienquote von 30 bis 70 % vor. "Die Antwort lautet: Diversifikation. Die richtige Antwort können wir jetzt noch nicht wissen." Der Vorteil eines Pro-Zyklikers: "Wir werden kein fallendes Messer kaufen! Das ist unsere Profession. Das ist kolossal beruhigend."

  41. 9

    Der Aufwärtstrend ist gebrochen, Risikomanager Martin Weinrauter: "Buy-the-Dip ist ein Eldorado!" - Was ist die "RACE-Ak

    Risikomanager Martin Weinrauter: "Die Börse kommt als Begleitmusik ohne Ängste gar nicht aus. Und wenn man sich von diesen Ängsten beeindrucken lässt und geht zu früh aus dem Markt, verpasst man halt Performance. - Wir haben eine Dominanz auf den Handelssignalen, Verkäufe, Verkäufe, Verkäufe - Liquidität wird geschaffen. Nur ganz selten schafft es eine Aktie tatsächlich mit einem Kaufsignal hier hereinzukommen und in Australien war das letzte Woche BHP, einer von den großen Drei mit Rio Tinto und Vale. Man sieht im Markt, wie der Eisenerzpreis ansteigt. Und wenn man sich diese drei Werte anschaut, dann sieht man steigende Kurse in einem schwachen Markt." - Was ist die "Race-Aktie?" - "Von den großen Big-7-Techwerten sind schon zwei wackelig geworden, Netflix und Meta. Zu den sieben großen - muss man fragen - gehört Tesla nicht auch schon dazu? 2xM Microsoft, Meta, 3xA Amazon, Apple, Alphabet, und 2xN Netflix und Nivdia." - "Greenflation ist eine Mogelpackung!"

  42. 8

    Risikomanager Weinrauter: "Es ist befreiend einzusehen, dass ich nicht vorhersehen muss, was nicht vorherzusehen ist"

    Wo geht die Reise hin, wo steht der DAX am Ende des Jahres, welche Aktien steigen, welche Aktien fallen? "Es ist verständlich, dass Anleger diese Fragen stellen und entsprechende Antworten suchen", sagt Risikomanager Martin Weinrauter, "aber wir können diese Fragen nicht beantworten." An der Börse gibt es viele Meinungen und viele Stimmungslagen. Es kommt darauf an, den Durchblick zu behalten und den Börsenwald vor lauter Bäumen nicht aus den Augen zu verlieren. Viele Probleme der Vergangenheit schwelen weiter. "Die Frage ist, ob sich aus einem Schwelbrand ein Flächenbrand entwickelt. Das ist üblicherweise das Spiel von Hoffnung und Angst. Ändern sich die Fakten oder ändert sich die Wahrnehmung?" Das ist der spannende Punkt. "Die Zauberworte sind Risikomanagement und Diversifikation! Ob es so kommt, das weiß ich nicht, wenn es anders kommt, dann haben wir ein Risikomanagement, das darauf reagieren wird."

  43. 7

    Martin Weinrauter: Performance von nachhaltigen Fonds "im Moment prima" - saubere Bewertung von Unternehmen schwierig

    Der Green Deal soll alle Aspekte unseres Handelns hinterfragen. Doch wo beginnt eigentlich das Thema Nachhaltigkeit? Und wo hört es auf? "Wir sind überrascht, wie selten Kunden uns darauf ansprechen. Wenn wir selbst aber fragen: Ist Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage für Sie ein Thema, geht das Gespräch los", so Martin Weinrauter, CEO Grohmann & Weinrauter. Man müsse sich allerdings auch im Klaren darüber sein, dass eine Energiewende Geld kostet und die Welt verändert. "Das geht nicht ohne Brüche ..." Wie gut ist die Performance von nachhaltigen Fonds? "Im Moment prima. Ein Sonderfaktor ist, dass Nachhaltigkeit gefördert wird." Ist das eine Überbewertung, droht gar eine Blase? In der Tat sei es "schwierig, die Unternehmen der ersten Stunde in diesem Markt sauber zu bewerten".

  44. 6

    30 Jahre Risikomanagement - Martin Weinrauter: "Am Ende wird alles gut!"

    Dow Jones 22 % im Minus? Das muss doch ein Fehler sein! Nein, aber der Schwarze Montag vom 19. Oktober 1987 war die Geburtsstunde von Grohmann & Weinrauter. "Nie wieder wollten wir unvorbereitet ist solche Krisen geraten. Daher sind wir Risikomanager geworden." Vier Jahre später war es dann so weit. Seit dem 1.10.1991 schlägt das Herz von Grohmann & Weinrauter in der Vermögensverwaltung. Auf den Tag genau seit 30 Jahren. Im sehr persönlichen Interview spannt Martin Weinrauter den weiten Bogen bis ins Jetzt. "Wir sind als junge Männer nach New York gereist und haben uns die entsprechenden Bücher direkt im World Trade Center gekauft. Denn bei uns gab es so was nicht." Mit den Algorithmen haben die beiden Pioniere zwar das Rad nicht neu erfunden, beschritten aber mit den neu aufkommenden Computern definitiv Neuland. Ein Zitat, das noch heute gilt: "Die vier teuersten Worte des Anlegers: Diesmal ist alles anders." Denn, am Ende wird alles gut.

  45. 5

    Martin Weinrauter: "Das Risikomanagement hat immer die Hosen an." Ein Trendfolger folgt dem Trend - aber so einfach ist

    Neues Allzeithoch für den DAX. "Die Dow-Theorie besagt: Ein Aufwärtstrend besteht darin, dass ich eine Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs habe", sagt Martin Weinrauter. Wie findet eigentlich Grohmann & Weinrauter den Trend? "Je länger der Markt sich in eine Richtung bewegt, ohne dass er rausfällt, umso lukrativer ist das. Die Meinung des Trendfolgers zählt nicht. Die Mehrheitsmeinung von allen steckt in den Preisen. Wenn die sich im Trend bewegen, dann ist dies das ideale Umfeld, um Geld zu verdienen." Die große Frage aber lautet: Bin ich wirklich in der Lage, diesem Trend zu folgen, oder lasse ich mich von diesen Ängsten, wie zum Beispiel Inflation, beeinflussen? Woran hängt der Erfolg eines Trendfolgers? "An der Disziplin." Die Routine eines Risikomanagers bedeute, permanent sein Investment im Markt mit einem risikolosen Investment abzugleichen. "Er wird seine Modelle diversifizieren. Das Risikomanagement hat tatsächlich immer die Hosen an. Wir wollen Diversifikation für unsere Vermögensverwaltungskunden erreichen."

  46. 4

    Trendfolger Martin Weinrauter findet Chancen - von Webuild über Signify bis Samhällsbyggnadsbolaget

    Martin Weinrauter ist Trendfolger und beschäftigt sich mit Risiko- und Chancenmanagement. Wie schwierig ist Trendfolge gerade? Und wo liegen die Chancen? "Da hat sich die Welt unfassbar geändert. Man kann das vielleicht einen Biden-Hype nennen. Als klar war, Biden wird der neue Präsident in den Vereinigten Staaten, kam auf einmal Nachhaltigkeit hoch. Die Aktien aus diesem Sektor sind inzwischen alle draußen. Was man jetzt sieht, was Momentum zieht, sind Aktien aus dem Bereich Buildings, Construction, Real Estate." Interessante Beispiele aus dem Portfolio sind Webuild, Signify oder Samhällsbyggnadsbolaget.

  47. 3

    Risikomanager Martin Weinrauter: "Wer sich aus Angst vor Abwärtsbewegung nicht reintraut, erzielt Underperformance"

    Die Börsen steigen auf neue Rekorde, da kommt dann oft die Höhenangst in Spiel. Wie verhält sich ein Risikomanager in einer solchen Situation? Martin Weinrauter: "Wenn ich mich aus Angst vor der Abwärtsbewegung nicht reintraue, erziele ich Underperformance." Wie war es umgekehrt bei Tesla und Plug Power, die Anfang des Jahrs noch "ein Lächeln auf die Lippen" gezaubert haben? "Das, was diese Aktien geschaffen haben, ist ja nicht verloren gegangen." Zeigt sich auch in den Fonds eine Art Sektorrotation? Wie ist es mit den Anleiherenditen, die ja in den USA ansteigen?

  48. 2

    Martin Weinrauter: Nachhaltigkeit, Volatilität, Rendite - Wann ist ein Fonds eigentlich ein guter Fonds?

    Ab 10. März 2020 tritt die neue Offenlegungsverordnug in Kraft: Vermögensverwalter und Fondsanbieter müssen sich bezüglich Nachhaltigkeit und ESG erklären, damit da keine Pfuscherei und kein Greenwashing betrieben wird. Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen für die Geldanlage. Fondsmanager und Vermögensverwalter Martin Weinrauter: "Ein guter Fonds ist ein nachhaltiger Fonds. Doch der Fonds oder die Strategie muss zum Anleger passen, sonst hält er es nicht durch." Somit spielen auch Volatilität, Risiko und Rendite eine wichtige Rolle. Wie sieht das in der aktuellen Marktlage aus? Und ist der ÖKOBASIS One World Protect somit ein guter Fonds?

  49. 1

    Die Fragen aller Fragen auch 2021: Was sind Stabilitätsanker - Diese Aktien zaubern ein Lächeln auf die Lippen

    Was ist für Martin Weinrauter die Frage aller Fragen?: "Immer wieder die Frage, wie halten wir es mit der Zinsseite. Anleihen sind Stabilitätsanker im Depot." Braucht man noch Bonds mit negativer Verzinsung, diese sind ja auch Performance-Bremser? "Sie erfüllen aber immer noch ihre Funktion als Stabilitätsanker." - Diese Aktien zaubern Martin Weinrauter ein Lächeln ins Gesicht: "Die spannendsten Dinge sind natürlich in unserem Nachhaltigkeitsfonds wie zum Beispiel erste Reihe Aktien wie: Plug Power, Tesla für uns Tenbagger-Aktien. Die zweite Reihe sind Solaraktien, ebenfalls aus dem Nachhaltigkeit-Sektor, nur mal um einige zu nennen: Sunrun, First Solar, Scatec, Solaria Energia, Meyer Burger. Oder weitere Wasserstoffaktien wie Bloom Energy, Fuelcell Energy, Nel ASA.

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ABOUT THIS SHOW

Wo ist in den Störgeräuschen und konkurrierenden Argumenten der Börsen die Mitte des Geschehens zu finden? Wie sieht ein Risikomanager den Markt?In den Podcasts hören Sie Börsenradio-Interviews mit Martin Weinrauter. Schwerpunktthemen sind Risikomanagement und Nachhaltigkeit. Risikomanager ist Martin Weinrauter seit 30 Jahren. Nachhaltigkeit betrachtet er realistisch als die große Herausforderung unseres Zeitalters, aber auch als ebenso große Chance.Martin Weinrauter leitet die Vermögensverwaltung und das Fondsmanagement von Grohmann & Weinrauter (G&W) in Königstein. Unterstützt von einer Nachhaltigkeits-Coachin führt er das Unternehmen seit 2019 Richtung Nachhaltigkeit. Das G&W-Team besteht aus überzeugten „Quants“ und folgt mit seinen Algorithmen der Leitlinie: Der Markt hat immer Recht.https://www.grohmann-weinrauter.de/

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Martin Weinrauter

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