PODCAST · society
Breitengrad
by Bayerischer Rundfunk
48°8' Nord - das ist der Breitengrad, auf dem München liegt. Für den Podcast "Breitengrad" gilt: kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich. Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.
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Die Grenzen des Schweizer Systems – nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana
Es war die schwerste Brandkatastrophe in der Schweiz seit Jahrzehnten: In der Silvesternacht zum 1. Januar starben 41 junge Menschen, 115 wurden schwer brandverletzt, viele werdennoch immer in Krankenhäusern und Reha-Kliniken behandelt.
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50 Jahre Soweto Aufstand- Anfang vom Ende der Apartheid
Am 16. Juni 1976 gehen in Soweto tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße.
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Landraub – Wie Russland die Ukraine russifiziert
Nur wenig erfahren wir über das Schicksal der ukrainischen Bevölkerung, die unter russischer Herrschaft in den besetzten Gebieten im Osten der Ukraine leben müssen. Ein Fünftel des Landes halten die russischen Besatzungstruppen unter ihrer Kontrolle.
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180
Belgien - wo der Radsport eine Religion ist
Geht es um Radsport, fallen den meisten Deutschen nur drei Worte ein: Tour de France. Doch nach den großen dreiwöchigen Landesrundfahrten (Frankreich, Italien, Spanien) folgen im Stellenwert für Rennradfahrer die fünf Monumente.
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Taipeh - Zwischen Chips und China - das wahre Taiwan
Wenn es Taiwan in Deutschland in die Schlagzeilen schafft, dann geht es meistens um die Bedrohung aus China oder um die begehrten Mikrochips, die der Inselstaat produziert.
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Seit 20 Jahren unabhängig - Montenegro und der Weg in die EU
Vor 20 Jahren, am 03. Juni 2006, wurde Montenegro unabhängig. Der kleine Balkanstaat an der Adriaküste hatte sich nach dem Zerfall Jugoslawiens aus dem Verbund mit Serbien getrennt.
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Italiens Jugend im Knast?
Italiens Gefängnisse sind überfüllt, die Zustände katastrophal. Im Schnitt nimmt sich alle drei Tage ein Häftling das Leben, regelmäßig kommt es zu Aufständen. In diesem Jahr sind erstmals auch die Jugendhaftanstalten überfüllt.
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Südafrikas Pinguine verhungern
Früher haben hunderttausende Brillenpinguine die Inseln und Küsten Südafrikas bevölkert. Heute steht der Afrikanische Pinguin auf der roten Liste der bedrohten Arten. In der Wildnis gibt es nur noch 8.000 brütende Paare.
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Brasiliens Metropole der Gegensätze: Rio de Janerio
Rio de Janeiro: Strände und Favelas, Caipirinha und Chaos, Urwald und Beton, Samba, Karneval und Drogenkrieg, nirgends liegen die Gegensätze so nah beieinander.
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174
Mexiko City und der verschwundene See
Mexiko-Stadt ist gebaut auf den Ruinen der Azteken, erschüttert von Erdbeben, getrieben von endlosem Autoverkehr und Verdrängung.
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173
40 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl
Am 26. April 1986 kam es im vierten Block des Kernkraftwerks Tschernobyl in der heutigen Ukraine (damals UdSSR), zu einem schweren Unfall, dem ersten, der auf der internationalen Störfallskala (INES) mit der höchsten Stufe, nämlich 7, bewertet wurde.
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172
Südafrika rollt Apartheid-Verbrechen neu auf
Mehr als 30 Jahre nach dem Ende der Rassentrennung hat in Südafrika ein neuer Versuch der Aufarbeitung begonnen.
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171
Ukraine: Schwieriger Wiederaufbau bei anhaltenden Angriffen
Auf der Wiederaufbaukonferenz werden jährlich Milliarden gesammelt, um den Wiederaufbau der Ukraine zu unterstützten. Doch der gestaltet sich äußerst schwierig.
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Ungarn vor der Wahl - Klappt die Entmachtung Orbans?
Noch nie hatte Viktor Orban einen so starken Herausforderer, wie bei der Parlamentswahl am 12. April. Wird der pro-europäische Konservative Peter Magyar, mit seiner Tisza-Partei, den Rechtspopulisten Viktor Orban und seine Fidesz-Partei verdrängen?
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Fetische und Lebensfreude: Die Casamance im Süden Senegals
Die Casamance liegt im Süden Senegals. Die Region hat eine geografische Besonderheit, ein Erbe aus der Kolonialzeit: Sie ist durch das Land Gambia vom Rest Senegals abgetrennt.
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Die Taliban – zwischen Radikalität und Pragmatismus
Sie haben ein neues Afghanistan geschaffen, so viel ist klar. Das Land am Hindukusch ist im fünften Jahr der Herrschaft der Taliban deutlich vorangekommen auf dem Weg zu einem totalitären Gottesstaat.
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167
Frankreich vor den Kommunalwahlen und rechte Medienmogule
Bei den in Frankreich am 15. und 22. März stattfindenden Kommunalwahlen könnten mehrere größere Städte in die Hände des Rassemblement national fallen. Denn die rechtsextreme Partei findet im Land immer mehr Anhänger.
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Neuseeland - warum es eine Auswanderungswelle nach Australien gibt
Neuseeland und Australien gelten als klassische Auswanderer-Länder. Neu ist dagegen der Trend, dass Neuseeländer nach Australien auswandern - Tendenz stark steigend. Medien berichten von über 70 000 im Jahr 2025, ein Plus zum Vorjahr von acht Prozent.
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165
Kuba - zwischen Wirtschaftskrise und US-Druck
US-Präsident Donald Trumps Militärtruppen haben kaum Caracas angegriffen und Venezuelas Machthaber Maduro und seine Frau entführt, da drohte er schon den lateinamerikanischen Nachbarn. "Kuba wird bald fallen"
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164
Kairo - mit dem Taxi durch die Millionen-Metropole
Kairo ist eine der beeindruckendsten Weltstädte - Moloch und Zauber zugleich: Rund 25 Millionen Menschen leben in der Mega-City am Nil, die auf den ersten Eindruck vor allem von Verkehrswahnsinn, Hupkonzert und Smog geprägt zu sein scheint.
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163
Südtirol – Autonomie und jetzt?
Heute kaum vorstellbar, aber im Urlaubsziel Südtirol explodierten vor rund 50 Jahren immer wieder Bomben. Deutschsprachige Südtiroler, die sich selbst als Freiheitskämpfer sahen, wollten so die Unabhängigkeit von Italien erreichen.
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Europäische Kulturhauptstadt 2026: Oulu
2026 ist neben dem slowakischen Trencin erneut eine nordische Stadt Europäische Kulturhauptstadt: Das finnische Oulu! In tausenden Veranstaltungen geht es unter anderem um das Glück der Finnen und die indigene Kultur der Sámi.
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Politisches Chaos in Bulgarien
Bulgarien trat am 1. Januar 2026 der Eurozone bei. Dennoch ist das Land im Moment ein echtes Sorgenkind in der EU. Bulgarien ist das ärmste und das zweitkorrupteste Land der EU und es könnte wieder in die politische Instabilität abdriften. Zwischen den Jahren 2021 und 2024 gab es schon ganze sieben Parlamentswahlen. Und nun ist wieder eine Regierung zurückgetreten, obwohl sie fast ein ganzes Jahr lang stabil war. Für bulgarische Verhältnisse ist das schon eine gewisse Zeit. Vor dem Regierungsrücktritt hatte es eine Massenprotestwelle gegeben. Viele Bürger sind gegen Korruption auf die Straße gegangen und gegen den Haushalt für das Jahr 2026, den ersten Haushalt in Euro. Die Bürger warfen der Regierung vor, viel Geld in korrupte staatliche Kassen umzuschichten und die Bürger mit höheren Steuern und Abgaben zu belasten. Jetzt ist die Regierung, die von der konservativen GERB-Partei angeführt wurde, also gestürzt. Doch das bulgarische System aus Machtverflechtungen und Korruption ist es noch lange nicht. In letzter Zeit hat Bulgariens mächtigster Oligarch, Deljan Peewski, zunehmend an Einfluss in der Politik gewonnen hat. Das hat die Wut der Demonstranten auf den Straßen besonders angefacht.
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Kulturhauptstadt 2026 Trencin in der Slowakei
Trencin in der Slowakei wird 2026 Europäische Kulturhauptstadt - neben dem finnischen Oulu. Zum zweiten Mal darf eine slowakische Stadt diesen prestigeträchtigen Titel tragen.
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Wer hat eigentlich noch Hoffnung in Nahost?
Blickt man auf die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte im Nahost-Konflikt, dann ist eigentlich nichts besser geworden. Palästinenser im Westjordanland leiden immer mehr unter der israelischen Besatzung: Dort sind Gewalt durch radikale Siedler, Militäreinsätze und Vertreibungen an der Tagesordnung. Im Gazastreifen versucht eine Bevölkerung nach über zwei Jahren Krieg zu überleben, ihre Zukunft ist völlig unklar. Bei den meisten Israelis ist das Sicherheitsgefühl nach dem Terror des 7. Oktober nachhaltig gestört. Und auf beiden Seiten gibt es nicht mehr viele Menschen, die an ein friedliches Zusammenleben glauben oder gar an eine Lösung des Konflikts. Aber es gibt diese Menschen. Es sind wenige, oft werden sie für naiv gehalten, belächelt oder angefeindet. Doch sie verbindet, dass sie der Überzeugung sind, dass ein Zusammenleben in der Region zwischen Palästinensern und Israelis nur gemeinsam möglich ist.Wir haben einige dieser Menschen getroffen und begleitet und nach den Gründen für Ihre Hoffnung gefragt. Warum können Sie überhaupt noch auf Frieden hoffen, nach all dem, was passiert ist? Und was treibt sie an? Eine unwahrscheinliche Geschichte über Menschen, die trotz allem an Frieden glauben.
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158
Tunesien: Enttäuschte Hoffnung, vergeblicher Kampf
Vor 15 Jahren begann in Tunesien ein Protest, der die Welt verändern sollte. Mit der Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in der Stadt Sidi Bouzid ging es los. Was folgte, waren der Sturz von Tunesiens Diktator Zine el-Abidine Ben Ali, sowie eine Reihe von anfänglich erfolgreichen Aufständen in der arabischen Welt. Der so genannte arabische Frühling hatte begonnen. Tunesien bescherte er eine der freiheitlichsten Verfassungen der arabischen Welt. Und heute? Was ist vom so genannten Frühling geblieben, dort, wo alles begann, in Tunesien? Sarah Mersch und Stefan Ehlert aus dem ARD-Studio Rabat sind auf Spurensuche gegangen.
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157
Irlands verlorene Kinder
In der irischen Kleinstadt Tuam wird gerade ein Massengrab ausgehoben. Forensiker vermuten in einem Abwassertank die Überreste von bis zu 800 Kindern. Sie starben im Mutter-Kind-Heim, das dort bis 1961 von Nonnen betrieben wurde.
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156
Malawi zwischen Hoffnung und Krise
Von der Klimakrise sind besonders betroffen Länder, die am wenigsten zur Erderwärmung beitragen - wie Malawi im Süden Afrikas.
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30 Jahre Kriegsende und Friedensvertrag von Dayton
Vor wenigen Tagen jährte sich zum 30zigsten Mal der Friedenvertrag von Dayton, mit dem der verheerende Krieg in Bosnien-Herzegowina beendet wurde.
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Das Schweigen der Bischöfe - Italiens kath. Kirche
Antonio Messina aus Enna in Sizilien war sechzehn Jahre alt, als ein Kirchenmann anfing, ihn zu missbrauchen. Jahre später hat Messina Anzeige erstattet, nachdem er vergeblich versucht hatte, innerkirchlich Gehör zu bekommen.
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Syrien ein Jahr nach Assads Sturz
Am 8. Dezember jährt sich der Sturz der Assad-Diktatur zum ersten Mal. Die neuen Machthaber präsentieren sich selbstbewusst auf derWeltbühne, aber in Syrien selbst sind die Fortschritte nur langsam.
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Südafrika - Unter dem dunkelsten Himmel der Welt
Die kleine Stadt Sutherland, mitten im trockenen Hochland Südafrikas, ist weltberühmt für ihren klaren Sternenhimmel. Hier treffen sich Wissenschaft und Tourismus:
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Ein schwerwiegendes Problem: Übergewicht in der Südsee
Unsere Vorstellung von der Südsee ist oftmals geprägt von traumhaften Stränden, azur blauem Wasser, von üppiger Vegetation.
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Der Gazastreifen nach zwei Jahren Krieg
Der Gazastreifen der Landkarten und Erinnerungen sind verschwunden und wurden durch eine monochrome Landschaft aus Trümmern ersetzt, die sich flach und still über 180 Grad erstreckt, von Beit Hanoun im Norden auf der einen Seite bis zur Stadt Gaza.
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Brasilien - Konflikt um Co2-Zertifikate vor dem Klimagipfel
Der Amazonas-Regenwald spielt eine zentrale Rolle in der Klimakrise. Als stehender, gesunder Wald absorbiert er das Kohlendioxid in der Atmosphäre. Wird der Wald jedoch zerstört, durch Abholzung oder Brände, kehrt der aufgenommene Kohlenstoff in die Atmosphäre zurück. Doch wie finanziert man Waldschutz? Brasiliens Bundesstaat Pará, dort wo am kommenden Montag die UN-Klimakonferenz stattfindet, hat im vergangenen Jahr ein Mega-Projekt angekündigt. 12 Millionen Co2-Zertifikate will der brasilianische Bundesstaat verkaufen und damit rund 180 Millionen US-Dollar einnehmen. Käufer gäbe es auch schon. Nämlich die sogenannte LEAF-Koalition. 2021 vom Konzern Amazon gegründet, gehören ihr nicht nur weitere Unternehmen an, darunter Bayer und H&M, sondern auch Regierungen: die USA, Großbritannien und Norwegen. Doch das Abkommen stößt auf Widerstand. Die Staatsanwaltschaft sprach sich für einen Stopp des Projektes aus, traditionelle Gemeinschaften beklagen, es fehle an Transparenz. Ein Feature unserer ARD-Südamerika-Korrespondentin Anne Herrberg.
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148
Proteste gegen Vucic - wie das Regime brutal zurückschlägt
In Serbiens jüngster Innenpolitik gibt es eine markante Zäsur: Den Einsturz des Bahnhofsvordachs in Novi Sad am 1. November vergangenen Jahres: 16 Menschen kamen diesem Tag ums Leben, begraben unter den Trümmern eines tief liegenden Vordachs. Der Bahnhof in Novi Sad war erst wenige Monate zuvor nach dreijährigen Renovierungsarbeiten wieder in Betrieb genommen worden - wobei das Vordach nicht erneut worden war. Seitdem protestieren immer mehr Menschen gegen das Herrschaftssystem von Staatspräsident Aleksandar Vučić . Der Dacheinsturz wurde zum tragischen Symbol der weit verbreiteten Korruption in Serbien. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Die Proteste gegen Vučić lange Zeit blieben lange Zeit friedliche. Im Sommer gab es aber zunehmend Gewalt. Gewalt, die vor allem im August zunächst von gewalttätigen Anhängern und Parteifunktionären Vučićs mehrfach provoziert war. Gleichzeitig hat der Regierungschef ein konsequentes Handeln des Staates angekündigt. Die Proteste fordern vorgezogene Parlamentswahlen. Vučić und seine Regierungspartei SNS lehnen das ab. Sie diskreditieren die Menschen auf der Straße wahlweise als Terroristen oder vom Ausland gesteuert. Die Gewalt hat die Proteste aber nicht abflauen lassen, im Gegenteil. Das Thema bewegt viele in Serbien weiterhin. Seitdem ist die Situation im Land festgefahren als vorher. Es wirft die Frage auf: Wo steht Serbien gerade? ARD-Südosteuropa Korrespondent David Freches berichtet.
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147
Mordanschläge, Machtkämpfe, Milliardengeschäfte - Taxi-Gewalt in Südafrika
Mitte August wurde in Soweto ein junger Uber-Fahrer in seinem Auto erschossen und angezündet. Ein weiterer Fall in einer langen Reihe von Gewalttaten, die mit dem südafrikanischen Nahverkehrssystem verbunden sind.
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Margaret Thatcher – Wie die Eiserne Lady Großbritannien umkrempelte
Am 13. Oktober 2025 wäre Margaret Thatcher hundert Jahre alt geworden. Die erste britische Premierministerin hat in den 1980er Jahren als "Eiserne Lady" das Land umgekrempelt und deutliche Spuren in Wirtschaft und Gesellschaft hinterlassen.
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Die Verschwundenen von Mexiko: Der alltägliche Horror Anlass
In Guadalajara, im Bundesstaat Jalisco, wechseln sich in den großen gläsernen Werbetafeln an den Bushaltestellen statt glamouröser Parfumwerbung großer Marken die Fotos von Vermissten ab. Das gehört zum Alltag.
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Zwischen Tragödie und Wiederaufbau – Israels Grenzgemeinden zu Gaza zwei Jahre nach der Terrorattacke der Hamas
Am 7. Oktober jährt sich die Terrorattacke der Hamas zum zweiten Mal. Bei einem beispiellosen Angriff der Hamas wurden in den am Gazastreifen angrenzenden Gemeinden mehr als 1200 Menschen getötet. Mehr als 250 Geiseln wurden nach Gaza entführt.
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143
Tuvalu – kleine Insel, große Probleme
Tuvalu, dieser kleine Inselstaat mitten im Pazifik ist seit Jahren das Sinnbild für die Folgen des Klimawandels. Unaufhörlich machen Politiker darauf aufmerksam, dass die Uhr tickt und Tuvalu das erste Land der Welt sein könnte, das durch den Anstieg des Meeresspiegels unbewohnbar wird. Inzwischen gibt es einen Plan B für die rund 11.000 Einwohner Tuvalus: eine Art Klimavisum, auf das sie sich bewerben können. Sage und schreibe 80 Prozent der Bevölkerung haben das gleich in der ersten Runde beantragt und hoffen auf eine Zukunft in Australien. Gleichzeitig wird Tuvalus Küste mit internationaler Hilfe massiv verstärkt. Australien, Neuseeland und die Vereinten Nationen finanzieren gigantische Landaufschüttungen und künstliche Deiche. Wie passt das zusammen: Die Arbeiten an einer klimaresistenten Zukunft auf der einen Seite und der offenbar weit verbreitete Wunsch nach Auswanderung auf der anderen? ARD-Korrespondent Thorsten Iffland ist in den Südpazifik gereist und hat nach Antworten gesucht.
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142
Unfassbare Gewalt in israelischen Gefängnissen und Lagern
Wohl noch nie hat ein palästinensischer Mann einem westlichen Medium so explizit über das berichtet, was ihm in einem israelischen Gefängnis angetan wurde. ARD-Korrespondent Jan Christoph Kitzler hat ihn im nördlichen Westjordanland getroffen, wo er uns von seiner Vergewaltigung erzählt hat, von zahllosen Schlägen und systematischer Erniedrigung. Laut palästinensischen und israelischen Menschenrechtsorganisationen ist das bei weitem kein Einzelfall: Etliche weitere Fälle sind dokumentiert. Sie zeigen ein Bild der völligen Entmenschlichung palästinensischer Häftlinge in israelischen Einrichtungen. Es entsteht ein Bild des Grauens aus dem Inneren der "einzigen Demokratie im Nahen Osten”.
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Ausgepresst und abgeknallt - Kriminalität in Peru
Peru erlebt eine Welle von Organisierter Kriminalität, die das Land zunehmend destabilisiert: Busfahrer, Ladenbesitzer, Privatschulen aber auch einfache Straßenhändler werden von kriminellen Banden erpresst, manche nur um ein paar Cent am Tag, manche um horrende Summen. Sie erhalten Drohungen per WhatsApp und die Täter scheuen nicht vor Morden zurück: Über hundert Busfahrer sollen dieser Gewaltwelle schon zum Opfer gefallen sein. Betroffene wie auch Kriminologen sagen: Die Ausbreitung der kriminellen Methoden wurde durch Änderungen von Strafnormen befördert, die korrupte Politiker erließen, um eigene Verbrechen straffrei zu stellen. ARD-Südamerika-Korrespondent Kai Laufen berichtet.
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140
Frankreich - die Macht der rechten Meinungsmacher
In Paris fand im Juni ein Gipfeltreffen von Meinungsmachern der besonderen Art statt. Im altehrwürdigen Casino de Paris im Herzen der französischen Hauptstadt trafen sich Parteienvertreter, Unternehmer und Journalisten des extrem rechten politischen Spektrums zu einem "sommet des libertés" - einem sogenannten "Gipfel der Freiheiten". Organisiert und finanziert wurde dieses Rendezvous der Rechten von zwei Milliardären: Vincent Bolloré und Pierre-Édouard Stérin. Während Bolloré seit Jahren Medien und Verlagshäuser aufkauft und auf rechts dreht, finanziert Sterin andere gesellschaftliche Einrichtungen, wie etwa eine Journalistenschule, ein Fortbildungsinstitut für Politiker, Vereine gegen Abtreibung etc. Gemeinsam streben sie eine gesellschaftliche Wende an, einen nationalistisch-identitären Rechtsruck und die politische Union der Rechten, damit diese die nächsten Wahlen gewinnt. ARD-Frankreich-Korrespondentin Julia Borutta berichtet.
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Gipfel mit Aussicht. Klimadiplomatie von Kyoto bis Belem
Sengende Sommer, furchtbare Fluten, warme Winter - seit 30 Jahren versucht die Staatengemeinschaft auf Klimagipfeln die Erderwärmung zu bremsen. Im brasilianischen Belem zieht die Welt im November Bilanz - zehn Jahre nach der historischen Klimavereinbarung von Paris. Dort sowie bei den Gipfeln in Kyoto und Kopenhagen wurden Chancen und Grenzen der Klimadiplomatie besonders deutlich: Wie Staaten einander ausspielen oder zusammenwirken, wie Weltpolitik den Klimaprozess bestimmt, wie wichtig Mut und Geschick Einzelner sind, um 190 Staaten zu bewegen. Sicher ist: Es geht viel zu langsam. ARD-Korrespondent Jakob Mayr hat sich unter ehemaligen Chefunterhändlern von Bundesregierung und EU sowie NGO-Vertretern der ersten Stunde umgehört.
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138
Neues Leben auf dem Land - Die Bewegung der 'kollektiven Bauernhöfe' in Frankreich
In den kommenden fünf Jahren wird in Frankreich die Hälfte der Landwirte und Landwirtinnen in Rente gehen. Doch nicht in jedem Fall ist garantiert, dass Sohn oder Tochter das Anwesen übernehmen werden. Dafür wächst seit einigen Jahren die Zahl von Quereinsteigern - zumeist junge Städter, die ihren alten Beruf an den Nagel hängen und auf bäuerliche Landwirtschaft umsatteln. Häufig beseelt vom Wunsch, ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben. Im Interesse der Gesellschaft. Diese 'Neobauern' gründen vielfach 'kollektive Bauernhöfe'; sie setzen auf die gemeinschaftliche Bewirtschaftung eines Anwesens. Ihr Credo: Große Vielfalt bei der landwirtschaftlichen Produktion, Ökoanbau, Direktverkauf, Erhalt der Artenvielfalt, Arbeitsteilung. Und: Offene Türen für die Nachbarschaft, nicht nur dank Hofläden, sondern teils auch mittels Kulturangeboten und Workshops. Als Paradebeispiel gilt 'Les Volonteux', eine gemeinnützige Hofgenossenschaft nahe der südfranzösischen Kleinstadt Valence, Speerspitze der Bewegung der 'kollektiven Bauernhöfe', die sich seit gut einem Jahrzehnt in Frankreich entwickelt. Zwar reicht sie nicht aus, um die Krise im landwirtschaftlichen Sektor zu beheben - aber sie setzt positive Zeichen und vermittelt Lösungsansätze. Eine Reportage von Suzanne Krause.
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70 Jahre Warschauer Kulturpalast - das Wahrzeichen der polnischen Hauptstadt
In diesem Sommer, am 22. Juli, ist der Warschauer Kulturpalast 70 Jahre alt geworden. Er ist das Symbol von Warschau und eine Stadt in der Stadt - mit mehreren Theatern, Museen, einem Kino, einer Schwimmhalle, Cafés und Bars und einer Hochschule. ARD-Korrespondent Martin Adam ist in diesem urbanen Organismus unterwegs gewesen, traf Menschen, die ihr ganzes Leben hier verbracht haben, zog durch riesige, aber vergessene Marmorsäle, sah die Falken auf dem Dach und die Warschauerinnen und Warschauer, die nachts auf einen Absacker vorbeikommen.
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Der Dalai Lama wurde 90: Wie steht es um seine Nachfolge?
Anfang Juli ist der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, 90 Jahre alt geworden. In einer Videobotschaft teilte er mit, dass die jahrhundertealte Tradition des Dalai Lama auch nach seinem Tod fortgeführt werde. Eine von ihm gegründete Stiftung trage die Verantwortung für die Suche nach seinem Nachfolger. Allein die Tibeter hätten das Recht, über die Wiedergeburt des Dalai Lama zu bestimmen. Ein klares Zeichen gegen China, das umgehend protestierte und betonte, es sei an Peking, den nächsten Dalai Lama zu bestimmen. Wie steht es um den Dalai Lama und seine mögliche Nachfolge? Ein Feature unserer ARD-Korrespondentinnen Charlotte Horn und Eva Lamby-Schmitt.
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Sansibar - Droht das Paradies im Müll zu versinken?
Traumstrände, türkisblaues Wasser, Palmen - die ostafrikanische Insel Sansibar ist ein Urlaubstraum. Auch bei deutschen Touristen wird die Insel immer beliebter, gilt sogar als "neues Malle". Doch die Touristen verursachen auch 80% des Mülls - droht Übertourismus das Paradies zu zerstören? ARD-Korrespondentin Caroline Imlau berichtet.
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Mit der Sonne in die Zukunft - Kapverden 50 Jahre
Anfang Juli ist der Inselstaat Cabo Verde - die Kapverden - seit 50 Jahren unabhängig geworden - und er steht für mehr als Morna-Musik, Karneval und Tourismus. Die mehr als 500.000 Einwohner der neun bewohnten Inseln blicken auf eine in Afrika ansonsten schwer zu findende Erfolgsgeschichte zurück: Frieden, politische Stabilität, Demokratie und Wirtschaftswachstum gehören trotz größter ökologischer Probleme und der Abwanderung sehr vieler Bürgerinnen und Bürger dazu. Was machen die Kapverden anders? Das Land, so beobachtet unser ARD-Korrespondent Stefan Ehlert, sucht nach seiner Identität und seinem Platz auf der Welt. Historische Stätten wie Portugals erstes Konzentrationslager in Tarrafal oder der erste Umschlagplatz des transatlantischen Sklavenhandels Ribeira Grande sollen erhalten bleiben und bei der Identitätsfindung helfen.
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